Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst mit über 2000-jähriger Tradition. Taekwon-Do ist eine koreanische Kampfkunst und alle Kommandos werden in der Regel auch in dieser Sprache gegeben. Zwar werden in den normalen Trainingsstunden auch in deutscher Sprache Anweisungen gegeben, aber spätestens mit der Teilnahme an Prüfungen, Seminaren oder größeren Veranstaltungen, ist die Kenntnis der koreanischen Ausdrücke notwendig.
In diesem Blog werfen wir einen faszinierenden Blick auf einige der wichtigsten Taekwondo-Begriffe und was sie über die Kunst selbst aussagen. Im folgenden sind die wichtigsten Worte zusammengefasst.
Taekwondo: Die Kunst des Fußes und der Hand
Der Name "Taekwondo" selbst ist ein Begriff, der die Essenz dieser Kampfkunst einfängt. "Tae" steht für "Fuß", "Kwon" für "Faust" und "Do" für "Weg" oder "Kunst". Zusammen übersetzt bedeutet Taekwondo also "der Weg der Fuß- und Handtechniken". Diese Bezeichnung unterstreicht die Bedeutung der Fuß- und Handtechniken in diesem Kampfkunststil sowie den philosophischen Weg, den die Praktizierenden verfolgen.
Dojang: Der Trainingsraum und mehr
Der Begriff "Dojang" bezeichnet den Trainingsraum oder die Trainingshalle im Taekwondo. Doch für diejenigen, die Taekwondo praktizieren, ist der Dojang mehr als nur ein physischer Ort zum Trainieren. Er symbolisiert auch Respekt, Disziplin und Engagement für die Kunst. Der Dojang ist ein Ort, an dem Schüler und Meister zusammenkommen, um nicht nur ihre körperlichen Fähigkeiten zu verbessern, sondern auch ihre geistige Disziplin zu schärfen.
Ich halte den Dojang sauber. Ich verhalte mich ruhig beim Absetzen. Ich bin leise und höre meinem Lehrer genau zu. Ich behandele meinen Lehrer und jeden Partner mit Respekt. Ich behandele meinen Lehrer und jeden Partner mit Respekt. Ich entschuldige mich immer bei meinem Lehrer bevor ich den Dojang verlasse. Ich trage immer einen sauberen und weißen Dobok.
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Poomsae: Die Formen des Taekwondo
"Poomsae" sind festgelegte Bewegungsabfolgen, die einen wichtigen Bestandteil des Trainings im Taekwondo darstellen. Die Hyongs sind das zentrale Element des Taekwon-Do. Hyong bedeutet wörtlich übersetzt „Form“.
Diese Formen bestehen aus einer Reihe von Bewegungen, die Angriffs- und Verteidigungstechniken darstellen und den Schülern helfen, ihre Techniken zu perfektionieren, ihre Konzentration zu verbessern und ihre Körperbeherrschung zu entwickeln. Poomsae sind nicht nur eine körperliche Übung, sondern auch eine mentale Herausforderung, die Disziplin und Konzentration erfordert.
Die 20 traditionellen Formen des Taekwon-Do wurden vom Begründer Gen. Choi, Hong-Hi und seinen Mitarbeitern entwickelt. Grundlage waren die alten Formen des Tang Soo Do. Das System wird auch Chan Hong (Blaues Haus) genannt, da dies der Künstlername von Gen. Choi ist. In den 70er Jahren erweiterte Gen. Choi sein System auf 24 Hyongs und stellte dabei auch die Reihenfolge der Schwarzgurt-Formen um. Diese 24 Hyongs stehen für die 24 Stunden des Tages. 24 Stunden symbolisieren wiederum das Leben eines Menschen, das im Vergleich zur Ewigkeit nicht länger als ein Tag dauert.
Einige Beispiele für Hyongs:
- Cheon-Ji bedeutet wörtlich „Himmel und Erde“. Es wird im Orient als Symbol für die Erschaffung der Welt bzw. den Beginn der Geschichte der Menschheit verstanden. Aus diesem Grund ist es die erste Hyong, die der Anfänger ausführt.
- Dangun: Der heilige Tangun gründete der Legende nach Korea im Jahre 2333 v. Chr.
- To-San zum 6.
- Won-Hyo zum 5. Won-Hyo war der Name jenes bekannten Mönches, welcher der Silla-Dynastie im Jahre 686 n. Chr. den Buddhismus brachte.
- Yul-Kok zum 4. Yul-Kok ist das Pseudonym des großen Philosophen und Gelehrten Yi I (1536 - 1584 n. Chr.), der den Beinamen „koreanischer Konfuzius“ trug. Die 38 Bewegungen dieser Übungsform beziehen sich auf seinen Geburtsort auf dem 38.
- Chun-Gun zum 3. Chung-Gun ist der Name eines koreanischen Patrioten.
- Toi-Gye zum 2. Toi-Gye ist der Schriftstellername des bekannten Gelehrten Yi Hwang (16. Jhdt. n. Chr.), der eine Autorität auf dem Gebiet des Neu-Konfuzianismus war. Die 37 Bewegungen dieser Hyong beziehen sich auf seinen Geburtsort auf dem 37.
- Hwa-Rang zum 1. Hwa-Rang war eine Vereinigung junger adeliger Krieger, die vor etwa 1350 Jahren in der Silla-Dynastie gegründet wurde. Diese Gruppe wurde später zur treibenden Kraft bei den Bemühungen um die Vereinigung der 3 koreanischen Königreiche.
- Chung-Mu zum 1. Chung-Mu ist das Pseudonym des berühmten Admirals Yi Sun-Shin aus der Yi-Dynastie. Er soll im Jahre 1592 n. Chr. das erste gepanzerte Schlachtschiff (kobukson), den Vorläufer des heutigen U-Bootes, erfunden haben.
- Gwang-Gae zum 1. Gwang-Gae ist nach dem berühmten Gwan-Gae-T’o-Wang benannt, dem 19. König der Koguryo-Dynastie, der alle verlorenen Gebiete einschließlich des größten Teils der Mandschurei zurückgewann.
- Po-Eun zum 2. Po-Eun ist das Pseudonym eines treuen Untertanen des Chong Mong-Chu (14 n. Chr.). Sein Gedicht „Ich würde keinem anderen Herren dienen, selbst wenn ich hundertmal dafür gekreuzigt würde“, kennt jeder Koreaner. Er war weiterhin ein Pionier auf dem Gebiet der Physik. Das Schrittdiagramm ist eine gerade Linie und steht für seine unbeirrte Loyalität.
- Gae-Baek zum 2. Gae-Baek war ein bedeutender General aus der Paekchae-Dynastie (650 n. Chr.).
- Yu-Sin zum 3. General Kim Yu-Sin war ein kommandierender General zur Zeit der Silla-Dynastie, der die 3 unabhängigen Königreiche Koreas einte. Es ist die längste Form des Taekwon-Do. Die 68 Bewegungen beziehen sich auf die letzten beiden Ziffern des Jahres 668 n. Chr., das Jahr der Einigung Koreas.
- Chung-Chang zum 3. Chung-Chang ist das Pseudonym das Generals Kim Duk Ryang, der im 15. Jahrhundert während der Yi-Dynastie lebte.
- Ul-Ji zum 3. General Ul-Ji Mun Duk gelang es, Korea im Jahr 612 n. Chr. gegen eine chinesische Invasionsarmee, die nahezu eine Million Soldaten umfasste, zu verteidigen. Dies geschah im Jahre 612 n. Chr.
- Sam-Il zum 4. Sam-Il bedeutet „1. März“ und bezeichnet das historische Datum der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung, die am 1. März 1919 im ganzen Land begann. Die 33 Bewegungen der Hyong stehen für die 33 Patrioten, die diese Bewegung organisierten. Der 1.
- Ko-Dang zum 4. Ko-Dang ist das Pseudonym des Patrioten Cho Man Sik, der sein Leben der Unabhängigkeitsbewegung und der Erziehung seines Volkes weihte. Die 39 Bewegungen stehen für seinen Geburtsort auf dem 39.
- Choi-Yong zum 4. General Choi Yong war während der Koryo-Dynastie im 14. Jahrhundert Premierminister und Oberbefehlshaber der Streitkräfte.
- Se-Jong zum 5. Die Form wurde nach dem größten koreanischen König Se-Jong benannt, der im Jahre 1443 n. Chr. das koreanische Alphabet erfand und außerdem ein bekannter Meteorologe war.
- Tong-Il zum 5.
Die Formen Bassai und Naihanchi werden im Kung Fu, Karate, Tang Soo Do, sowie auch im traditionellen Taekwon-Do geübt. Sie stammen ursprünglich aus dem chinesischen Shaolin Kung Fu. Bassai Hyong ist vermutlich im 14. Jahrhundert in China entwickelt worden.
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- „Bassai“ (koreanisch „Bal-Sek“) bedeutet „Auswahl der besten Mittel“. „Bassai steht für die Auswahl von vielen verschiedenen Bewegungsmustern: langsame und schnelle Bewegungen, Befreiungen gegen Fassen der Arme und Beine, blitzschnelle Abwehr und Gegenangriffe.“ (Großmeister Song, Chae-Yong, 7.
- „Naihanchi“ (koreanisch „Tscheolgi“) heißt „Eiserner Reiter“. Es werden alle Techniken in Kima Sogi ausgeführt.
Dobok: Die traditionelle Kleidung
Der "Dobok" ist die traditionelle Kleidung, die beim Taekwondo getragen wird. Er besteht aus einer Jacke und einer Hose, die oft weiß sind und einen Gürtel tragen, der den Grad des Schülers oder Meisters anzeigt. Es ist nicht nur ein Ort für Prüfungen und Zertifizierungen, sondern auch ein Ort, an dem die Philosophie und die Traditionen des Taekwondo gepflegt und weitergegeben werden. Das Kukkiwon spielt eine entscheidende Rolle bei der Standardisierung und Verbreitung des Taekwondo auf der ganzen Welt.
Die Farben der Gürtel haben folgende Bedeutung:
- Weiß steht für die Reinheit und Unbeflecktheit.
- Gelb ist der Erdboden.
- Braun ist die Rinde des Baumes.
Kyorugi: Der Wettkampf
"Kyorugi" bezeichnet den Wettkampf oder den sportlichen Aspekt des Taekwondo, bei dem zwei Praktizierende gegeneinander antreten, um ihre Fähigkeiten zu demonstrieren und ihre Techniken anzuwenden. Kyorugi ist nicht nur eine Gelegenheit für Praktizierende, ihre Fähigkeiten zu testen, sondern auch eine Möglichkeit, Respekt, Fairness und Sportsgeist zu zeigen.
Bei den olympischen Spielen 2000 in Sydney war Taekwondo zum ersten Mal mit der Disziplin Vollkontaktwettkampf vertreten. Hier stehen sich die beiden Kämpfer im direkten Vergleich gegenüber. Im traditionellen Taekwon-Do gibt es Wettkämpfe mit den Disziplinen Freikampf (Chayu-Taeryon), Formen (Hyong), Einschrittkampf (Ilbo-Taeryon), Bruchtest (Kyek-Pa) und Selbstverteidigung (Hosinsul). Der Freikampf wird in der Regel ohne Kontakt ausgetragen, das bedeutet, dass die Techniken kurz vor dem Ziel abgestoppt werden müssen. Dies gilt auch für den Trainingsfreikampf.
Kihap: Der Kampfschrei
Der "Kihap" ist der Kampfschrei, der beim Ausführen von Techniken im Taekwondo verwendet wird. Er dient dazu, Energie freizusetzen, den Fokus zu erhöhen und den Gegner zu überraschen. Der Kihap ist nicht nur ein lauter Schrei, sondern auch ein Ausdruck von Entschlossenheit, Kraft und Konzentration.
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Die Taekwondo-Etikette
Die Etikette im Taekwondo umfasst eine Reihe von Verhaltensregeln und Traditionen, die den Respekt und die Wertschätzung innerhalb der Taekwondo-Gemeinschaft fördern. Dazu gehören das Grüßen, das Respektieren der Instruktoren und Mitschüler, das Einhalten von Regeln und Traditionen sowie das Zeigen von Anstand und Höflichkeit.
Zu einem guten Taekwon-Doin machen Dich nicht nur schnelle und saubere Techniken und gute Hyongs (Formen), sondern vor allem Dein Verhalten im und außerhalb des Dojangs (Übungsraum). Das richtige Verhalten eines Taekwon-Doin ist nicht die schwierigste Lektion, aber die allerwichtigste!
Hosinsul: Die Selbstverteidigung
"Hosinsul" bezeichnet die Selbstverteidigungstechniken im Taekwondo, die darauf abzielen, sich gegen Angriffe zu verteidigen und die persönliche Sicherheit zu gewährleisten. Diese Techniken umfassen Schlag- und Tritttechniken sowie Block- und Ausweichbewegungen, die darauf abzielen, den Angreifer zu neutralisieren und sich selbst zu schützen.
Jumeok: Die Faust
"Jumeok" ist der koreanische Begriff für "Faust" und bezieht sich auf die geschlossene Hand, die in verschiedenen Techniken im Taekwondo verwendet wird. Die Faust wird für Schlagtechniken wie den Vorwärtsschlag ("Jireugi") und den Hakenschnitt ("Dung Jumeok Taerigi") verwendet und ist ein wesentliches Werkzeug für die Anwendung von Kraft und Geschwindigkeit.
Chagi: Der Fußtritt
"Chagi" bezeichnet die Fußtritte im Taekwondo, die eine Schlüsselkomponente der Techniken und Bewegungen dieses Kampfkunststils darstellen. Von grundlegenden Techniken wie dem Fronttritt ("Ap Chagi") bis hin zu fortgeschritteneren Techniken wie dem Seitwärtstritt ("Yeop Chagi") gibt es eine Vielzahl von Fußtritten, die Präzision, Kraft und Geschicklichkeit erfordern.
Hanja: Die koreanischen Schriftzeichen
Im Taekwondo werden häufig koreanische Schriftzeichen, bekannt als "Hanja", verwendet, um bestimmte Begriffe und Konzepte zu veranschaulichen. Das Verständnis der Hanja kann dazu beitragen, die Bedeutung und den Ursprung von Begriffen und Techniken im Taekwondo zu verstehen und eine tiefere Verbindung zur koreanischen Kultur herzustellen.
Meditation und Geistestraining
Neben den physischen Aspekten umfasst Taekwondo auch Meditation und Geistestraining, die dazu dienen, die Konzentration zu verbessern, den Geist zu beruhigen und eine innere Balance zu erreichen. Durch Atemübungen, Visualisierungstechniken und Meditation können Praktizierende ihre geistige Stärke und Ausgeglichenheit entwickeln, was sich positiv auf ihr Training und ihr tägliches Leben auswirkt.
Sie fördert soziales Verhalten, Selbstbewusstsein sowie Körper- und Selbstbeherrschung. Feste Formen und Rituale bieten den idealen Ausgleich zum Alltagsstress. Der Intellekt kommt zur Ruhe, Konzentration und Koordination werden geschult. Regelmäßiges Training baut Spannungen ab, stärkt das Selbstbewusstsein und führt zu einer ausgeglichenen Persönlichkeit.
Yonggi: Der Geist des Taekwondo
"Yonggi" ist der koreanische Begriff für "Geist" und bezeichnet die mentalen Aspekte des Taekwondo, einschließlich Entschlossenheit, Ausdauer und Selbstvertrauen. Der Yonggi ist entscheidend für den Erfolg im Taekwondo und hilft den Praktizierenden, Herausforderungen zu überwinden, ihre Ziele zu erreichen und ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Die Graduierungen im Taekwondo
Die Graduierungen sind die nächsthöheren, d. h. die durch die Begriffe "Dan" und "Kup" bezeichnet werden. "Kup" die Schülergrade bezeichnet. Meister bewertet werden. wobei Schwarz für die höchsten Dan-Grade steht.
Saju Chirugi (Kreuzform-Untenblock) zum 9. Saju Makki (Kreuzform-Obenblock) zum 9.
Unsere Übungsleiter verbinden die traditionellen Elemente des Taekwon-Do mit einem modernen und fitnessfördernden Training, das für jung (ab 6 Jahre) und alt gleichermaßen geeignet ist.
