Deutsch-Rapper 18 Karat ist nicht nur mit seinen Beats und Bars auffällig geworden, sondern auch mit seinen kriminellen Machenschaften. Ivo Vieira Silva, wie der Sprechgesangskünstler mit bürgerlichem Namen heißt, musste sich wegen der Einfuhr und dem Handel von Drogen in “nicht geringfügigen Mengen” vor Gericht behaupten und wurde verurteilt.
Die Polizei war bei einer Razzia auf fast zwölf Kilo Marihuana, mehrere Waffen, Blanko-Impfausweise, geringe Mengen an Ecstasy und Haschisch und zwei Heimplantagen gestoßen, der Rapper musste nicht nur 240.000 Euro an Bußgeld zahlen, sondern wurde im Dezember 2022 auch zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.
Hochzeit und Schwangerschaft im Gefängnis
Während 18 Karat bereits seit Ende 2022 hinter schwedischen Gardinen sitzt, heiratete er wenige Monate nach seinem Haftantritt in der Justizvollzugsanstalt Dortmund seine Verlobte Maya. Fotos von ihrer Eheschließung - samt Hochzeitskleid, Hochzeitstorte und Co. - veröffentlichte das Paar online.
“Wir hatten durch die Umstände nur eine einzige Chance im Monat den richtigen Tag zu treffen. Und wie das Schicksal es so wollte, hat es beim allerletzten Langzeitbesuch und passend zu seinem Geburtstag geklappt”, schrieb Maya via Instagram und fügte hinzu: “In dem Raum befanden sich ein Bett aus Holz mit einer Gummimatratze und ein kleiner Abstelltisch, auf dem Kondome, Gleitgel und Shampoo standen. Da man absolut nichts mitnehmen darf, stellen die dies dort netterweise zur Verfügung.”
Im weiteren Verlauf erklärte Maya, welche den Rapper am 01. Mai 2021 kennen und lieben lernte, dass sie kein Problem damit habe, dass ihr Ehemann im Gefängnis sitzt. Sie fügte laut BILD hinzu: “Schwanger bin ich lieber alleine, hört sich blöd an, aber ich weiß, dass meine Hormone in der Zeit komplett durchdrehen und ich nicht ich selbst bin.
Lesen Sie auch: Übertragung von WWE im deutschen Fernsehen
Tragödie: Verlust des ungeborenen Kindes
Dortmund - Rapper 18 Karat in großer Trauer: Seine Frau Maya (31) hat ihr ungeborenes Kind verloren! Am 21. September hatte Maya ihrem Liebsten im Gefängnis eine besondere Überraschung zum Geburtstag mitgebracht - die Nachricht von ihrer Schwangerschaft. Auf ihren Arm hatte sie „Daddy“ geschrieben. Ivo V. (39) verstand sofort: Er wird zum ersten Mal Vater!
Maya musste ihrem Mann die Schreckensnachricht offenbar am Telefon überbringen, ein 45.53-Minuten-Gespräch mit „Telefonzelle 3“. Mit 527.000 Fans auf Instagram teilte „Mrs 18 Karat“ danach ihre Trauer. Ein Foto zeigt, wie sie eine Kerze vor einem Ultraschall-Foto von der Gebärmutter aufstellt, ein weiteres zeigt ein Selfie mit nacktem Bauch.
Ein Arztbrief dokumentiert das Drama: „Patientin kommt mit Überweisung bei Missed Abortion (Anm. der Redaktion: Kindstod im Mutterleib), rechnerisch 12. Schwangerschaftswoche, keine Beschwerden, insbesondere keine Blutungen oder Schmerzen.“ Den Schicksalsschlag machte sie öffentlich, weil sie nicht weiter auf ihre Schwangerschaft angesprochen werden wollte, um abschließen zu können. Deshalb stimmte sie auch einem Bericht in BILD zu.
Mayas bewegende Worte zum Tod des Kindes: „Auch wenn deine kleinen Füße die Erde nie berühren, sind deine Spuren trotzdem da. Leider durften wir dich nie kennenlernen! Ich habe unterschätzt, wie belastend der Verlust von jemandem ist, den man nie ‚gesehen‘ hat. Ich und auch mein Mann können bislang noch gar nicht wirklich realisieren und werden unsere Zeit brauchen. In jeder Träne lebt ein Tropfen Erinnerung.“
Kontroverse um Polizeieinsatz gegen Mutter von 18 Karat
Mit aller Konsequenz will die Polizei gegen kriminelle Clans vorgehen, derartige Ankündigungen sind von den Behörden jetzt immer wieder zu hören. Doch geht die Polizei mittlerweile zu weit? Ein Fall aus Nordrhein-Westfalen sorgt jetzt für Empörung. Im Mittelpunkt: Eine 60-jährige Frau, gerade einmal 1,58 Meter groß.
Lesen Sie auch: UFC Kämpfe in Deutschland sehen
Ein Polizist habe ihr einen Tritt versetzt, dadurch sei sie gestürzt und habe sich den Bruch zugezogen, sagt die Frau. Beim Eindringen der Beamten in die Wohnung „kam die im Flur befindliche Wohnungsinhaberin zu Fall“, sagt die Polizei. Wie genau? Dazu kein Kommentar, „die Ermittlungen dauern an“.
Der Rapper schäumt vor Wut und schreibt auf Instagram von einem „unfairen Einsatz“ gegen eine „unschuldige Frau“. Und weiter: „Es hätte jede andere Mutter, die einen Sohn hat, dem eine Straftat vorgeworfen wird, treffen können.“ Während seine Mutter mittlerweile Strafanzeige erstattet hat, gibt es auch von Experten Kritik an dem Vorgehen der NRW-Polizei in jüngster Zeit.
Die Polizisten hätten ihn „aufgrund vager Hinweise“ verdächtigt, an einer Attacke auf einen Bandido-Rocker beteiligt gewesen zu sein, sagt Arabella Pooth. Im Juli wurde der Bandido in Dortmund angeschossen. Verdächtig ist ein Mitglied des Miri-Clans.
Ja, Ivo Silva alias 18 Karat sei mit dem Clan-Mitglied befreundet, sagt Anwältin Pooth. Doch es sei für sie unbegreiflich, warum die Polizei nur deswegen zu einem solch massiven Einsatz in einer Wohnung anrücke, in dem 18 Karat noch nicht einmal gemeldet sei.
Musikalische Karriere und Image
Der Aufstieg von 18 Karat erscheint schon fast kometenhaft: Innerhalb von gerade einmal sechs Monaten verschafft er sich enorme Reichweite, Top-Ten-Platzierungen und ein Signing bei Banger Musik.
Lesen Sie auch: Ab wann ist Kickboxen für Kinder sinnvoll?
Viele Informationen über seine Person gibt 18 Karat, "aus Sicherheitsgründen", wie er behauptet, nicht preis. Auch die Maske sei eine Schutzmaßnahme: "Das liegt daran, weil ich ein Junge von der Straße bin und nicht ganz raus von der Straße und noch viel zu verstecken habe", erklärt er im Interview mit TV Strassensound.
Drei Jahre später prescht er gleich mit einem Album vor, das er mit ein paar Singleauskopplungen auf YouTube bewirbt. "FSK18 Brutal" wird auf Anhieb ein Kassenschlager und macht auch Farid Bang auf den Dortmunder aufmerksam, der sich selbst nicht als Rapper bezeichnen will.
