Boxbandagen an den Händen sind wichtig, um schmerzhaften Verletzungen vorzubeugen. Beim Boxen wirken hohe Kräfte auf die Handknochen. Sind die Knochen der Faust frei beweglich, können sie beim Auftreffen brechen oder aus ihrer natürlichen Position springen. Dem Schutz der Hände kommt eine wichtige Bedeutung zu.
Sie bestehen aus vielen kleinen fragilen Knochen die beim Boxen zusammen gehalten werden müssen, wenn sie auf etwas Hartes treffen, wie beispielsweise einem Kopf oder einem Boxsack. Handbandagen stabilisieren die Hände im Kampf, beim Sparring oder beim Boxsacktraining. Nicht selten kommt es vor, dass man bei einem Schlag versehentlich mit dem Handgelenk abknickt, sich eine Verletzung am Daumengrundgelenk zuzieht oder die Gelenkkapseln im Bereich der Fingerknöchel darunter leiden.
Die richtige Wickeltechnik ist entscheidend für das Bandagieren der Hände. Eine falsch gewickelte Bandage ist ebenso ineffektiv wie keine Bandage. Die folgende Anleitung führt Sie Schritt für Schritt zum richtigen Wickelergebnis.
Warum sind Bandagen beim Boxen wichtig?
Deine Finger und Handgelenke werden beim Boxen - im Training und im Ring - extrem beansprucht. Auch, wenn du Boxhandschuhe trägst und die Grundtechniken des Boxens bereits beherrscht, besteht ein Verletzungsrisiko für deine Hände. Zum Schutz dienen Boxbandagen. Sie schützen sowohl deine Haut an den Händen vor Verletzungen als auch Knochen, Sehnen und Bänder - und in der Hand bzw. in den Fingern sind viele Knochen, Sehnen und Bänder.
Bandagen reduzieren beim Boxen nicht nur das Verletzungsrisiko, sie tragen zudem zu einem besseren Halt deiner Boxhandschuhe bei. Die klassischen Boxbandagen bestehen aus Baumwolle. Dieses Material ist einerseits sehr saugfähig, sodass Schweiß optimal aufgenommen wird. Andererseits ist Baumwolle elastisch genug, um die Boxbandage ausreichend fest um die Hand und Finger zu wickeln, ohne dass man sich Haut und Gefäße eingeschnürt.
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Boxbandagen sind ein wichtiger und unverzichtbarer Schutz für die Hände von Boxern. Sie schützen vor Schäden am Handgelenk und halten ebenfalls die Fingerknöchel und das Daumengelenk in Schacht. Beim Wickeln der Boxbandagen kann man allerdings auch einiges falsch machen. Wer sich jedoch an die Anleitung hält und die für sich optimale Bandage gefunden hat, sollte für das nächste Training bestens gewappnet sein.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum richtigen Binden
- Die Schlaufe der Bandage hängen Sie um Ihren Daumen und ziehen die gesamte Boxbandage straff nach unten, damit die Daumenschlaufe unter etwas Spannung steht.
- Anschließend wird die Bandage zwei- bis viermal von innen nach außen um das Handgelenk gewickelt.
- Danach wird die Bandage vom Handgelenk aus quer über den Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger gelegt. Alternativ können Sie auch bei dem kleinen Finger und dem Ringfinger anfangen.
- Für die Methode zwischen Daumen und Zeigefinger wird die Bandage straff gezogen und nun einmal um den Zeigefinger gewickelt. Danach wieder einmal um das Handgelenk.
- Dieser Vorgang wird nun für alle anderen Finger exakt auf diese Weise wiederholt: Einmal um den Mittelfinger und danach wieder um das Handgelenk. Im Anschluss um den Ringfinger und wieder um das Handgelenk. Zum Schluss um den kleinen Finger und wieder um das Handgelenk. Wer anders herum begonnen hat, führt auch dies genauso aus.
- Als nächstes wickeln wir die Bandage um den kleinen Finger herum und gehen mit ihr wieder zum Handgelenk. Wir führen die Bandage einmal um das Handgelenk herum und ziehen die Bandage zwischen Ringfinger und Mittelfinger. Dann um den Ringfinger und wieder zum Handgelenk zurück.
- Dann binden wir die Bandage wieder um das Handgelenk und gehen über den Handrücken zum Daumen. Den Daumen binden wir genau anders herum, also nicht von außen sondern von innen. Im Gegensatz zu den anderen Fingern wickeln wir den Daumen 2 mal in Verbindung mit dem Handgelenk.
- Boxbandage 2 mal um das obere Handgelenk bis ca.
Lege die Schlaufe um den Daumen, sodass die Bandage über deiner Handinnenfläche liegt. Wickle die Bandage nun über den Handrücken um den kleinen Finger. Die Bandage verläuft zwischen Ring- und kleinem Finger, zurück über den Handrücken um das Handgelenk herum. Wiederhole diesen Vorgang für alle Finger (ausgenommen der Daumen). Beachte: Nach jedem Finger solltest du die Hand ein-zweimal zur Faust ballen, während du die Bandage straff hältst. So kannst du sichergehen, dass die Bandage optimal sitzt.
Drehe die Hand am besten so, dass du auf den Handrücken schaust, der Daumen zeigt nach unten. Nun wickelst du die Bandage einmal um das Handgelenk herum, ziehst sie zwischen Zeigefinger und Daumen straff und umwickelst einmal den Daumen. Nicht zu lasch, nicht zu fest: Deine Blutgefäße und Nerven dürfen niemals abgeschnürt sein. Fühlen sich deine Finger taub an, solltest du sofort lockerer wickeln.
Achte darauf, dass sich beim Binden keine Falten in der Bandage schlagen. Bewege beim Binden immer wieder die Finger und balle eine Faust. So merkst du sofort, ob du zu lasch oder zu fest gewickelt hast, und ob du deine Hand noch ausreichend bewegen kannst.
Verschiedene Arten von Boxbandagen
Bandagen gibt es in elastischen, halbelastischen und unelastischen Materialien. Der Vorteil von unelastischen Bandagen ist die feste Wickelmöglichkeit, ohne sich das Blut abzuschnüren. Elastische Bandagen haben den Vorteil, dass sie über einen sehr guten Sitz verfügen, da sie sich den Händen anpassen. Der Nachteil hingegen ist die Enge, die beim Wickeln entstehen und dadurch für abgeschnürtes Blut in den Händen sorgen kann.
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- Unelastische Bandagen: fester Halt, kein Abschnüren des Blutes, können verrutschen.
- Elastische Bandagen: guter Sitz, passen sich der Hand an, können bei zu festem Wickeln das Blut abschnüren.
- Halbelastische Bandagen: Kombination aus elastischen und unelastischen Eigenschaften, guter Sitz und fester Halt.
Es gibt verschiedene Arten die Boxbandagen binden zu können. Diese unterscheiden sich in der Zugfestigkeit. Es gibt elastische, halbelastische und unelastische Bandagen. Jeder Art hat seine eigenen vor- und Nachteile. Fangen wir zuerst mit den unelastischen an. Der Vorteil liegt hier ganz klar, dass Du richtig fest wickeln kannst, ohne das Dir unbedingt dabei die Hände einschlafen. Der Nachteil bei den unelastischen Bandagen ist jedoch, dass sie immer mal gerne verrutschen, gerade wenn sie durchgeschwitzt sind.
Kommen wir nun zu den elastischen Bandagen. Der Vorteil bei diesen ist, dass sie wirklich sehr gut sitzen, weil sie sich gut um die Hand anpassen. Allerdings haben die elastischen Bandagen den Nachteil, das, wenn man sie zu fest um die Hand wickelt, das Blut in den Händen abschnürt. Das hat zur Folge, dass die Bandagen neu gewickelt werden müssen. Und das nimmt wieder Zeit in Anspruch und kann das Boxtraining behindern.
Und nun zu den halbelastischen Bandagen. Wie der Name dieser Bandagen schon beschreibt, haben diese etwas von elastischen und unelastischen Bandagen. Das bedeutet, dass diese sich gut um die Hand anpasst aber auch gleichzeitig fest ist.
Die richtige Länge der Bandagen
Bandagen gibt es in verschiedenen Längen. Von 2,5m bis 4,5m erstreckt sich das Sortiment. Die kurzen Bandagen mit einer Länge von 2,5m eignen sich für Kinder ab einem Alter von 10 Jahren. Bandagen mit einer Länge von 3,5m werden meist für Kinder ab vierzehn Jahren empfohlen.
Es gibt Bandagen in Länge von 2,5m. Diese Länge ist eher für Kinder bis zehn Jahre geeignet. Dann gibt es Bandagen mit einer Länge von 3,5m, welche sich für Kinder von zehn bis 14 Jahren eignen. Dann gibt es Bandagen mit 4,5m Länge. Diese Bandagen sind ab einem Alter von 15 Jahren geeignet. Nun zu dem großen Vorteil von längeren Bandagen. Je länger Deine Bandagen sind, desto mehr Stoff hast Du auch, welches Deine Gelenke schützt.
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Pflege der Boxbandagen
In der Regel ist das Waschen von Boxbandagen in der Waschmaschine kein Problem. Tatsächlich solltest du die Bandagen regelmäßig nach dem Training waschen, denn immerhin saugen sie sehr viel Schweiß auf. Wäschst du sie nicht, wird irgendwann ein unangenehmer Geruch entstehen, der im schlimmsten Fall auf deine Boxhandschuhe übergeht. Achte aber darauf, dass du einen Waschgang bis maximal 30°C wählst. Stecke die Boxbandagen am besten in einen Wäschebeutel oder alternativ einen Kopfkissenbezug, um sie beim Waschen zu schonen - vor allem, wenn du sie zusammen mit anderen Kleidungsstücken wäscht.
Boxbandagen zu bügeln, ist für gewöhnlich nicht notwendig. Nach dem Trocknen kannst du sie einfach straff aufrollen und dabei leicht in Form ziehen.
Weitere Tipps und Überlegungen
- Achte darauf, dass die Bandage, die Sie dafür verwenden, eine dezidierte Boxbandage sein und keinesfalls Stretch-Anteil haben, weil sie sonst nicht richtig stützt.
- Fangen Sie nicht zu fest anzubinden, weil Sie sich sonst das Blut absperren könnten.
- Achten Sie darauf, dass vor allem das Handgelenk gut gestützt wird und achten Sie darauf, dass Sie zum Schluss bequem eine Faust machen können.
- Drückt die Bandage oder staut sich das Blut, ist sie zu fest gebunden.
Die Wahl der richtigen Boxbandagen, das Wissen, wie man sie richtig bindet, und das Verständnis ihrer Rolle beim Schutz der Hände und Handgelenke sind für jeden Boxer, unabhängig von seinem Niveau, entscheidend. Durch Übung können Sie den Vorgang perfektionieren, um Ihre Sicherheit bei jedem Training zu gewährleisten. Holen Sie sich fachkundige Unterstützung und wählen Sie die Ausrüstung, die Ihren Bedürfnissen entspricht.
