Das Angebot an Kampfsportarten ist groß, von Aikido und Kickboxen bis Taekwondo. Wer heute Kampfsport ausübt, möchte oft außerdem die körperliche Fitness und das Selbstbewusstsein stärken. Es ist gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten.
Östliche und westliche Kampfsportarten
Mit Kampfkunst (engl.: martial art; martial heißt „kriegerisch“ und art „Kunst“) sind in der Regel Selbstverteidigungstechniken aus östlichen Kulturen gemeint, etwa chinesische Kampfkünste wie Kung-Fu, japanische wie Aikido oder das koreanische Taekwondo.[1] Kampfsportarten mit einer langen Tradition in Europa sind Ringen, Boxen und Fechten. Zum Fechten gehört eine Waffe, weshalb diese Kampfsportart eine Sonderrolle einnimmt. Es gibt auch asiatische Kampfsportarten, die mit Waffen betrieben werden, etwa das japanische Kendo, eine Art Schwertkampf.
Olympische Kampfsportarten sind Boxen, Fechten, Judo, Karate, Ringen und Taekwondo.
Technische Unterschiede bei Kampfsportarten
Jeder Kampfsport hat eigene Techniken und Schwerpunkte. Beim Ringen besteht ein enger Körperkontakt und beim Boxen werden Schläge primär aus der Distanz abgegeben. Bei einigen Kampfsportarten sind Tritte verboten, bei anderen geben sie gerade den Ausschlag. Manche Kampfsportarten lassen sich den Stilen „weich“ und „hart“ zuordnen. Weich bedeutet, die Energie von gegnerischen Angriffen aufzufangen und umzuleiten. Eigene Attacken werden nicht in voller Härte ausgeführt (zum Beispiel beim Aikido). Harte Kampfsportarten zielen ursprünglich darauf ab, das Gegenüber zu verletzen. Zu dieser Art Kampfsport gehört zum Beispiel Taekwondo.
In Deutschland etablierte Kampfsportarten wie Judo oder Karate werden in vielen Sportvereinen angeboten. Bei Disziplinen wie Krav Maga, die erst langsam an Bekanntheit gewinnen, gibt es meist nur in größeren Städten entsprechende Trainingsangebote.
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Generell ist jede Kampfsportart für alle Altersgruppen geeignet: Kinder lernen ihren Körper und körperliche Koordination besser kennen. Älteren Menschen kann Kampfsport helfen, körperliche Fähigkeiten aufrechtzuerhalten. Viele Sportvereine bieten altersgerechte Trainingsmöglichkeiten an, die die individuellen Voraussetzungen der Teilnehmenden berücksichtigen. Allerdings beanspruchen bestimmte Kampfsporttechniken den Bewegungsapparat stark. Bei Rücken- und Gelenkproblemen ist Kampfsport daher nur bedingt zu empfehlen. Außerdem sollten schwangere Frauen bedenken, dass Kampfsport mit einer Sturzgefahr verbunden ist und vor allem bei „harten“ Disziplinen Tritte und Schläge die Kindesgesundheit gefährden. Auch für Menschen mit gesundheitlichen oder körperlichen Einschränkungen ist in jedem Fall eine ärztliche Beratung und Untersuchung vor dem ersten Training sinnvoll.
Elf populäre Kampfsportarten im Kurzportrait
Um Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben, welcher Kampfsport für Sie in Frage kommt, folgen hier elf populäre Kampfsportarten im Kurzportrait. Diese Kampfsportarten-Liste lässt Sportarten wie Fechten oder Kendo aus, für die eine (kostspielige) Spezialausrüstung erforderlich ist.
Aikido
Aikido ist eine japanische Kampfkunst aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Kampfsportart Aikido ist defensiv: Hauptziel ist, die Bewegunsgenergie, die in einem Angriff steckt, abzuleiten und es dem Gegner oder der Gegnerin zu erschweren, den Angriff fortzuführen. Dazu gibt es spezielle Wurf- und Haltetechniken. Auf einen Gegenangriff wird verzichtet. Die Grundidee beim Aikido ist nicht, die angreifende Person zu bezwingen, sondern sie zur Aufgabe zu bewegen. Beim Aikido gibt es weder Alters- oder Gewichtsklassen noch eine Aufteilung nach Geschlechtern. Alle trainieren miteinander.
Boxen
Boxen gilt neben Ringen als die älteste Kampfsportart der Welt: Schon auf über 5000 Jahre alten Höhlenzeichnungen sind Boxer und Ringer abgebildet. Beim modernen Boxen versuchen die Sportler und Sportlerinnen Schläge auf den gegnerischen Kopf oder den Oberkörper zu landen, um Punkte zu erzielen oder einen Kampf durch K. O. zu gewinnen. Schläge auf den Kopf oder andere empfindliche Körperteile sind auch mit angemessener Schutzbekleidung gefährlich. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland das Leichtkontaktboxen. Hier sind harte Schläge verboten, um Verletzungen zu vermeiden. Es gibt keinen K. O.: Über Sieg und Niederlage wird ausschließlich nach Punkten entschieden.
Capoeira
Die afro-brasilianische Kampfkunst Capoeira vereint Kampf, Musik und Tanz. Capoeira entstand im 17. Jahrhundert unter den Sklaven auf den Plantagen Brasiliens als eine Art Kampftanz. Im 20. Jahrhundert kamen Einflüsse anderer Kampfsportarten hinzu. Bei Capoeira kämpft man nicht gegen sein Gegenüber, sondern spielt mit ihm. Zwei Personen inszenieren in fließenden Bewegungen einen Kampf. Es gibt eine Vielzahl von Bewegungen und Bewegungskombinationen, darunter Kopfstöße, Würfe und Fußfeger, wobei Angriffe im letzten Moment gestoppt werden oder der Gegner oder die Gegnerin ausweicht. Den Bewegungsabläufen liegen unterschiedliche erlernbare Regeln zugrunde. Es gibt Capoeira-Meisterschaften, aber nicht alle betrachten Capoeira als Wettkampfsport, da der Wettkampfgedanke nicht zum kulturellen Hintergrund der Capoeira passe.
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Jiu Jitsu
Die Kampfsportart Jiu Jitsu geht auf die japanischen Samurai zurück. Die Grundidee ist „Siegen durch Nachgeben“. Deshalb ist die erste Verteidigungsmaßnahme beim Jiu Jitsu schnelles und geschicktes Ausweichen, um dann die Kraft eines Angriffs gegen die angreifende Person selbst zu verwenden. Dazu stehen verschiedene Wurf-, Griff-, Hebel- und Schlagtechniken zur Verfügung. Je nach Art des gegnerischen Angriffs gehören zur Selbstverteidigung beim Jiu Jitsu auch Tritte und Würgen. Es gibt verschiedene Schulen des Jiu Jitsu, in denen jeweils unterschiedliche Techniken bevorzugt werden.
Judo
Der Jiu-Jitsu-Lehrer Jigoro Kano entwickelte Judo (deutsch: der „sanfte Weg“) Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Jiu Jitsu. Kano setzte den Schwerpunkt beim Judo auf Griffe, Hebel und Würfe - gefährliche Kampftechniken wie Schläge und Tritte strich er zugunsten von Fallübungen aus dem Training. Bei einem Judo-Wettkampf ist das Ziel, den Gegner oder die Gegnerin zu Boden zu bringen und dort für eine bestimmte Zeit festzuhalten. Außerdem gibt es Punkte für eingesetzte Wurf- und Grifftechniken.
Karate
Um 500 nach Christus erschufen chinesische Mönche aus gymnastischen Übungen eine waffenlose Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich diese Kampftradition in Japan unter dem Namen Karate als Sport mit eigenem Regelwerk. Beim Karate erlernt man Stoß-, Schlag- und Tritttechniken. Schläge und Tritte müssen aber im Training und im Wettkampf abgestoppt werden, bevor sie den Gegner oder die Gegnerin berühren. Das erfordert eine gute Körperbeherrschung, die bei dieser Kampfsportart systematisch trainiert wird.
Kickboxen
Kickboxen nahm als „Sport-Karate“ seinen Anfang in den USA der 1970er Jahre. Die Kampfsportart verbindet Schlagtechniken des klassischen Boxens mit Tritttechniken aus Karate und Taekwondo. Es gibt verschiedene Wettkampfarten des Kickboxens. Die Hauptvarianten sind Leicht-, Semi- und Vollkontakt. Die ersten beiden werden wie Karate auf der Matte ausgeübt. Es geht um die Anzahl der gelandeten Treffer und darum, wie sauber die Kämpfenden die Schlag- und Kicktechniken ausführen. Beim Vollkontakt-Kickboxen im Boxring ist ein Sieg auch über K. O. möglich.
Krav Maga
Krav Maga ist hebräisch und bedeutet auf Deutsch „Kontaktkampf“. Der Selbstverteidigungsstil wurde für israelische Sicherheitskräfte entwickelt. Nach eigenem Selbstverständnis ist Krav Maga kein Sport, sondern ein Selbstverteidigungssystem. Deshalb gibt es auch keine sportlichen Wettkämpfe. Krav Maga beruht vor allem auf den intuitiven menschlichen Reaktionsmustern und Reflexen. Es geht weniger um Spezialtechniken wie in der asiatischen Kampfkunst, sondern um einfache und dennoch effektive Methoden, um sich gegen Angriffe zu wehren.
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Ringen
Seit 708 vor Christus ist Ringen eine Disziplin der antiken olympischen Spiele und ist bis heute olympisch. Schon in der Antike waren beim Ringen Schläge und Tritte verboten. Heute geht es bei der Kampfsportart darum, den Gegner oder die Gegnerin mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen oder Punkte zu sammeln. Es gibt zwei Ringstile: griechisch-römisch und Freistil. Beim griechisch-römischen Ringen dürfen nur die Arme und der Oberkörper eingesetzt und festgehalten werden. Beim Freistil setzen die Sportler und Sportlerinnen auch ihre Beine ein und dürfen ihr Gegenüber auch unterhalb der Taille festhalten. Punkte gibt es für Techniken wie Würfe, Schleuder- und Hebelgriffe.
Taekwondo
Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart und bedeutet auf Deutsch „Fuß, Faust, Disziplin“. Taekwondo stammt aus der Zeit um 50 vor Christus und ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts der populärste Kampfsport in Korea. Es ähnelt vordergründig chinesischen oder japanischen Selbstverteidigungsstilen, ist aber eine selbständige Kampfsportart, die seit dem Jahr 2000 olympische Disziplin ist. Besondere Merkmale von Taekwondo sind die ausgeprägten Fußtechniken, Tritte, Drehungen und Sprünge. Der Gebrauch der Hände ist erlaubt, sie werden aber nicht so oft eingesetzt wie etwa beim Karate.
Wing Chun (Wing Chun Kung-Fu, Wingtsun)
Wing Chun ist ein spezieller Kung-Fu-Stil. Kung-Fu ist der Oberbegriff für unterschiedliche chinesische Kampfkünste. Ähnlich wie bei Aikido kommt es auch beim Wing Chun darauf an, die Kraft des gegnerischen Angriffs durch Schritttechniken und geschickte Wendungen abzuleiten.
Kampfsport und Gesundheit
Menschen verfolgen mit Kampfsport in der Regel zwei Ziele: Sie möchten ihre Fähigkeit zur Selbstverteidigung steigern und ihre körperliche Fitness verbessern. Tatsächlich trainieren die meisten Kampfsportarten körperliche Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Kondition. Studien haben positive Effekte von regelmäßigem Kampfsporttraining auf die körperliche Fitness nachgewiesen. Außerdem scheinen die Bewegungsabläufe bei asiatischen Kampfkünsten die Knochengesundheit besonders gut zu fördern . Studien haben zum Beispiel eine verbesserte Knochendichte bei jungen Menschen nachgewiesen, die Judo, Karate und Taekwondo ausüben. Als Gesundheitssport für Menschen über 60 Jahre sind vor allem „weiche“ Kampfsportarten gut geeignet.
Kampfsport kann sich zudem günstig auf die psychische Gesundheit auswirken. Die Rituale für Achtsamkeit, die Teil traditioneller asiatischen Kampfkünste sind, fördern die Selbstachtung und die Wertschätzung des Gegenübers. Eine neuere Studie liefert Hinweise darauf, dass Menschen, die japanische Kampfkünste über einen längeren Zeitraum regelmäßig ausüben, zufriedener und weniger anfällig für psychische Erkrankungen sind als der Durchschnitt der Bevölkerung. Außerdem lassen sich mit Kampfsportarten Aggressionen zielgerichtet abbauen. Und schließlich verleiht Kampfsport Sicherheit. Das Wissen, sich bei Gefahr angemessen verteidigen zu können fördert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein.
Welche Kampfsportart passt zu dir?
Die Wahl der besten Kampfsportart hängt von deinen persönlichen Vorlieben und Zielen ab. Es gibt so viele großartige Kampfkünste da draußen, die alle ihre eigenen einzigartigen Vorteile bieten. Zum Beispiel könntest du dich für Karate oder Taekwondo interessieren, wenn du an traditionellen Kampfkünsten interessiert bist. Wenn du Selbstverteidigung erlernen möchtest, könntest du dich für Krav Maga oder Wing Tsun entscheiden. Wenn du nach einer körperlichen Herausforderung suchst, könnten Muay Thai oder Boxen spannend sein.
Grundsätzlich kann jeder Mensch, unabhängig von Alter oder Geschlecht, eine faszinierende Kampfkunst wählen. Heutzutage gibt es ein breitgefächertes Angebot an Kampfkünsten oder Kampfsportarten, sodass für jeden etwas dabei ist. Ebenfalls darf das Hobby von Jedem erlernt werden. Früher hingegen wurde es, aufgrund politischer Situationen oder Kriegen, im Geheimen unterrichtet. Oder stand nicht jedem zu, je nach gesellschaftlichem Status.
In der heutigen Zeit sieht es ganz anders aus. Allerdings sind manche Kampfsportarten oder Kampfkünste für manche Zielgruppen einfacher erlernbar oder praktizierbar. Beispielsweise fällt es älteren Menschen schwerer hohe Tritte durchzuführen oder auf Ausdauer zu kämpfen. Auch Kinder oder Frauen haben verhältnismäßig weniger Kraft als ein durchtrainierter Mann mittleren Alters. Bei den Kampfsportarten wird deswegen auch in faire Gewichtsklassen unterteilt.
Bei der Selbstverteidigung hingegen, gibt es keine Unterscheidung zwischen Alter, Geschlecht oder Gewichtsklassen. Dort herrscht meistens ein Ungleichgewicht zwischen dem Verteidiger und dem Aggressor. Je nach Zielsetzung hat jeder Mensch unterschiedliche Anforderungen an eine Kampfkunst. Nachfolgend eine Unterteilung der Kampfsportarten nach Zielgruppen.
Kampfstile mit oder ohne Tradition
Die traditionellen Kampfkünste haben eine lange Historie und sind geprägt durch Kultur, Tradition und Philosophie. Dies ist besonders spannend, wenn man die damalige Zeit in Betracht zieht. Meist wird bei traditionellen Kampfkünsten auch mit Waffen gekämpft. Eine ältere Kampfkunst mit Tradition strahlt eine besondere Anziehungskraft aus. Zum einen sind die kulturellen, philosophischen und teilweise auch religiösen Ansätze in der Kampfkunst verankert. Und zum anderen ist es stark auf Effizienz ausgelegt, da die Kampfkunst den Zweck des Überlebens hatte und in Kriegszeiten genutzt wurde. Insofern eignen sich traditionelle Kampfkünste auch sehr gut für die Selbstverteidigung.
Aus den älteren Kampfkünsten heraus, haben sich im Laufe der Zeit immer mehr Kampfsportarten oder Selbstverteidigungskonzepte gebildet. Hierbei steht entweder der Wettkampf oder die Selbstverteidigung im Vordergrund. Teilweise werden vereinzelt diverse Zeremonien (Begrüßung, Verabschiedung, Verbeugung o.Ä.) durchgeführt, um den anderen Kämpfern Respekt zu zollen oder an frühere Traditionen anzuknüpfen.
Bei den Kampfstilen, welche auf reine Selbstverteidigung ausgelegt sind, wird der Fokus hauptsächlich auf Training und das Kämpfen bzw. sich verteidigen gelegt. Dementsprechend entfällt größtenteils der historische Teil. Aber auch bei den modernen Kampfstilen kann man philosophische Ansätze erkennen, wenn die Art des Kampfes durch Selbstverwirklichung zur Kunst wandelt.
Eigene Ziele setzen
Kampfsportarten sind seit her eine unglaubliche Möglichkeit, aus dir einen vielseitigen Menschen zu erschaffen. Du erlernst beispielsweise Fähigkeiten wie Selbstverteidigung, Disziplin. Überdies gewinnst du an Selbstvertrauen und verbesserst deine geistige Gesundheit! Das einzige Problem ist, dass es für viele Menschen schwer ist, lange genug motiviert zu bleiben. Erst bei einer gewissen Kontinuität erkennt man die Vorteile des Kampfsporttrainings. Es ist wichtig, dass du dir selbst Ziele setzt. Dadurch weißt du, welche Schritte du unternehmen musst, um in deinem Sport erfolgreich zu sein.
Somit ist es für uns Kampfsportler von Vorteil, eine Art von Motivation und Inspiration zu haben. Zum Beispiel ist es eine gute Möglichkeit, die Biografien von erfolgreichen Kampfsportlern zu lesen. Im Grunde genommen haben haben all diese Menschen etwas gemeinsam. Immerhin sind Sie alle Weltmeister oder wurden zu Legenden oder Ikonen! usw.. Alle sind weltbekannte Stars. Ihre Liebe zum Kampfsport oder zur Kampfkunst haben sie zu etwas Größerem gemacht. Sie haben nicht nur ihr eigenes Leben stark beeinflusst, sondern auch nachhaltig das vieler anderer Menschen.
Kampfsport, Kampfkunst oder Selbstverteidigung
Kampfsport ist ein weit gefasster Begriff. Das heisst, es werden viele verschiedene Kampfstile und Disziplinen verbunden. Insofern ist es ein Weg, den Körper zu trainieren, Kraft und Fitness aufzubauen. Dabei werden auch indirekt die eigenen Selbstverteidigungsfähigkeiten aufgebaut. Der sportliche Aspekt liegt aber klar im Vordergrund. Manche Menschen nutzen sie auch als Wettkampfsportart. Hierbei gibt es je nach Sportart faire Regeln. Dadurch wird sichergestellt, dass die Teilnehmer die gleichen Voraussetzungen haben und sich gleichberechtigt messen können. Mit Körperschützern im Kampfsport wird auch das Verletzungsrisiko minimiert. Deswegen sind gefährliche Techniken verboten und dürfen nicht angewandt werden. Denn der Schutz der Teilnehmer:innen steht im Vordergrund. Insofern können Menschen jeden Alters und Geschlechts eine Kampfsportart ausüben. Nicht zuletzt schafft der sportliche Aspekt einen guten Ausgleich zum westlichen Alltag.
Unter Kampfkunst versteht man eine Reihe von Kampfstilen, die auf der ganzen Welt praktiziert werden. Kampfkunst lautet auf englisch: “Martial Art”. In diesem Sinne stammt das Wort “martialisch” von Mars, dem römischen Gott des Krieges. Deswegen werden Kampfkünste auch als Kriegskünste bezeichnet und können Waffen wie Schwerter, Stöcke, Messer oder Schusswaffen zur Bekämpfung von Feinden verwenden. Es gibt viele verschiedene Arten von Kampfstilen, die ihren Ursprung in verschiedenen Teilen der Welt haben, wie Karate (Japan), Judo (Japan), Muay Thai (Thailand) und Kung Fu (China). Der zeitliche Aspekt der Entstehungsgeschichte, die Philosophie und kulturelle Einflüsse haben ebenfalls auf die Entwicklung der Kampftechniken und Stile eingewirkt. Die Kunst des Kampfes wird somit auch oft als Lebensphilosophie genutzt.
Bei den Kampfkünsten geht es nicht nur darum, fit und stark zu sein, sondern sie vermitteln auch die Philosophie der Disziplin, des Respekts, der Höflichkeit, der Ehrlichkeit. Diese und viele weitere Eigenschaften, welche einen guten Menschen ausmachen.
Kampfsport und Selbstverteidigung sind zwei Bereiche, die sich mit der körperlichen Verteidigung befassen. Kampfsport wird oft als Sportart ausgeübt. Sie kann Techniken der Verteidigung und des Angriffs beinhalten, findet aber im kontrollierten Umfeld statt. Selbstverteidigung eine Form der Verteidigung, die darauf abzielt, sich in kritischen Situationen zu schützen. In beiden Fällen geht es darum, Techniken zu erlernen, um sich selbst zu verteidigen und in gefährlichen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Selbstverteidigung kann sich auf eine von mehreren Kampfsportarten beziehen. Es gibt auch reine Selbstverteidigungssysteme, die ohne den Einsatz von klassischen Techniken des Kampfsports zurechtkommen. Eine Person kann Selbstverteidigung praktizieren, weil sie körperlich nicht fit genug für traditionelle Kampfsportarten ist. Die Verteidigungsfähigkeit steht an erster Stelle und ist unabhängig von den körperlichen Voraussetzungen.
Kampfsportarten mit Waffen
Kampfsportarten mit Waffen sind eine faszinierende Art des Trainings und der Selbstverteidigung. Durch den Einsatz verschiedener Waffen wie Schwerter, Stöcke oder Messer erlernen die Teilnehmer traditionelle Techniken und Kampfstrategien. Diese Kampfkünste haben oft eine lange Geschichte und sind eng mit der Kultur und Tradition bestimmter Regionen verbunden. Das Training in Waffenkampf erfordert Konzentration, Koordination und Ausdauer, um die Techniken korrekt auszuführen. Es ist eine anspruchsvolle Art des Sports, die nicht nur physische Stärke, sondern auch geistige Disziplin fördert.
Es gibt sehr viele verschiedene Kampfkunststile, welche Waffen beinhalten. Insofern haben Alle ihren eigenen Stärken und Schwächen und sind auch historisch stark beeinflusst.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Kampfsport
Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Kampfsport.
Kann man einen Kampfsport zuhause erlernen?
Nein, eher nicht. Sicherlich könnt ihr eure Fitness verbessern und Grundtechniken zur Abwehr und zum Angriff üben. - Fehler in der Stellung und Lücken in der Abwehr werdet ihr allerdings nicht bemerken. Zudem fehlt euch ein ganz wichtiger Baustein: Die Partnerübungen und Übungskämpfe. Im Verein oder mit erfahrenen Übungspartner lernt ihr die richtigen Grundlagen, macht schneller Fortschritte und schärft euer Auge für Bewegungen. Kurzum, zu Beginn solltet ihr auf alle Fälle in einen Verein gehen, Bewegungsabläufe können und sollten aber zuhause vertieft werden.
Wann ist man bereit für einen Wettkampf?
Es dauert mindestens Jahre bis man im Vollkontakt kämpfen kann, und nicht völlig untergeht. Je nach Kampfstil müssen Kampftechniken, Hebel, Faustkampf, Fußtechniken, Bodenkampf oder der Kampf mit Waffen lange geübt und perfekt beherrscht werden, bevor man für einen Wettkampf bereit ist. Man muss zwar keinen schwarzen Gürtel haben, bis man an einem Wettkampf teilnehmen kann, allerdings sollte man schon fortgeschrittener sein.
Wie oft sollte man Kampfsport trainieren?
Das ist ganz von eurem Ziel abhängig:- Wenn ihr an einem Wettkampf teilnehmen und euch mit den besten messen wollt, dann solltet ihr täglich trainieren oder mindestens 5-mal die Woche. Und das über mehrere Jahre.- Wenn ihr euch fit halten und im Ernstfall verteidigen möchtet, dann ist es ausreichend, wenn ihr zweimal die Woche trainiert. Und noch einen weiteren Sport (Joggen, Schwimmen, Fitnessstudio…) ausübt.
Was kostet eine Mitgliedschaft in einem Kampfsport-Verein?
Die Mitgliedschaft im Verein für Kampfkunst variiert sehr nach Region und beläuft sich auf 30€ bis 100€ im Monat. Das hängt ganz davon ab, wie viele Mitglieder es gibt, wie teuer die Miete ist, welche Ausrüstung vorhanden ist. Ein reiner Selbstverteidigungskurs, der einen Nachmittag lang geht, kostet meist um die 100€.
Übersicht beliebter Kampfsportarten
| Kampfsportart | Ursprung | Merkmale |
|---|---|---|
| Aikido | Japan | Defensiv, Ableitung der Angriffskraft |
| Boxen | Antike | Schläge auf Kopf und Oberkörper |
| Capoeira | Brasilien | Kampf, Musik und Tanz |
| Jiu Jitsu | Japan | Siegen durch Nachgeben, Wurf- und Grifftechniken |
| Judo | Japan | Würfe, Hebel und Haltegriffe |
| Karate | Japan | Stoß-, Schlag- und Tritttechniken |
| Kickboxen | USA | Schlagtechniken aus Boxen, Tritte aus Karate und Taekwondo |
| Krav Maga | Israel | Selbstverteidigungssystem, intuitive Reaktionen |
| Ringen | Antike | Gegner auf die Matte bringen |
| Taekwondo | Korea | Fußtechniken, Tritte, Drehungen und Sprünge |
| Wing Chun | China | Ableitung der gegnerischen Kraft |
