Shaolin-Kämpfer gegen Kickboxer: Wer würde gewinnen?

Die wahre Kunst des Kampfes ist eine faszinierende Kombination aus Kampfkunst und Kampfsport. Kampfkunst oder Kampfsport? Das ist wirklich eine gute und zugleich auch schwierige Frage. Wer das eine bejaht, verneint zugleich das andere. Das eine schliesst das andere nicht aus der Kunst des Kampfes aus, denn der Trainer oder die Schulleitung bestimmt schlussendlich wo der Schwerpunkt gesetzt wird.

Kampfkunst oder Kampfsport? Wo ist der Unterschied der Kunst des Kampfes

Es kommt nicht nur auf den Kampfstil, sondern auch auf die Darlegung des Lehrers an. Die EnergieOase® & Chin-Woo gehört wahrscheinlich zu der zweiten Kategorie, da sie seit 1909 zeitlose Werte wie Weisheit, Güte und Mut unterrichtet. Dabei stehen unter anderem auch das gewinnen von Wettkämpfen und das Demonstrieren des eigenen Kampfstiles im Mittelpunkt, um sich nicht zuletzt mit anderen Mitbewerbern messen zu können. «Der bessere möge gewinnen» Bei einer Kampfkunst wie Wing Chun oder Shaolin wird der Schwerpunkt auf das Beachten der Tradition, Respekt, Loyalität, Hilfsbereitschaft und der Perfektion seiner Effektivität gelegt.

Kampfsport

Der Kämpfer stellt letzten Endes den Wettbewerb und damit den Vergleich zweier Sportler in einer Disziplin in den Vordergrund. Wie auch im Sanda, gehören zu diesem Regelwerk feste Regeln von Techniken, die den Gegner schwer verletzen könnten. Die Einteilung in verschiedenen Gewichtsklassen oder Kategorien wird sichergestellt, dass eine gewisse Fairness herrscht.

Der Trainingsablauf wird nicht nur über die Technik festgelegt, sondern beinhaltet auch spezielle Übungen für die Ausdauererhöhung wie Lauftraining, Sandsack, Pratzen-Training und Seilspringen. Dieses Konditionstraining ist für einen Sportler unerlässlich um Bsp. bei einer Wettkampfform oder einem Sanda-Kampf die nächste Runde zu überstehen.

Kampfkunst

Die Kampfkunst hingegen basiert auf alte Traditionen und Weisheiten, welche über Jahrhunderte weiterentwickelt wurden. Die Kunst besteht im Wesentlichen aus drei wichtigen Teilen: Dem Menschen, der körperlichen Energie und der Umwelt. So lernen Bsp. auch die chinesischen Shaolin Mönche im Einklang mit sich selbst und der Umwelt zu leben, um daraufhin aufbauend die Kampfkunst zu erlernen.

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Wie auch im Kids Kung Fu - Kinder Kung Fu, Kung Fu von 10-70 Jahre oder Wing Chun wird die Kunst der waffenlosen Formen bis hin zu kämpfen mit Stock, Schwertern oder sogar Hellebarden trainiert. Die Kunst des Kämpfens ist nicht nur ein körperlicher, sondern auch ein geistiger und spiritueller Wettkampf. Im Kern geht es beim Kämpfen um Kontrolle - Kontrolle über sich selbst und Kontrolle über den Gegner.

Die Kunst des Kampfes - WuShu heisst chinesische Kriegskunst

Um ein erfolgreicher Kämpfer zu sein, muss man zunächst die Techniken der Kampfkünste beherrschen. Die Kunst des Kämpfens ist mehr als nur eine Sammlung von Techniken; sie ist auch eine Philosophie Sie ist eine Art, die Welt zu betrachten und mit Konflikten umzugehen. Es ist eine Denkweise über das Kämpfen, die auf jede Situation angewendet werden kann, sei es im Ring oder im Leben.

Wenn du mehr über die Kunst des Kämpfens WuShu erfahren möchtest, gibt es viele grossartige Bücher, die dir die Philosophie dahinter vermitteln können. Das Wichtigste ist, niemals aufzugeben und immer weiter zu lernen.

Die Kunst des Kampfes

Die Kunst des Kämpfens hat eine lange Tradition und Entwicklung über Kampfsysteme, die über Generationen weitergegeben wurden. Jeder Stil hat seine eigenen einzigartigen Techniken, aber alle haben das gemeinsame Ziel, den Menschen beizubringen, wie sie sich in einem Kampf verteidigen können. Die chinesischen Kampfkünste sind eine grossartige Art zu kämpfen. Sie beruhen auf dem Prinzip, die Stärke des Gegners gegen ihn einzusetzen und sind sehr effektiv. Es gibt viele verschiedene Stile der chinesischen Kampfkünste und jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen.

Kampfsport oder Kampfkunst - oder doch einfach Kung Fu?

Kampfsportarten sind eine breite Kategorie von Systemen, die aus verschiedenen Gründen ausgeübt werden, z. B. zur Selbstverteidigung, im Wettkampf und zur körperlichen und geistigen Entwicklung. Karate zum Beispiel ist eine Kampfsport Art, bei der Disziplin, Respekt und kontrollierte Aggression im Vordergrund stehen. Es wird häufig zur Selbstverteidigung eingesetzt, da sie im Ernstfall gegen einen Angreifer sehr effektiv sein können.

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Bei Wettkämpfen bieten Kampf-Sportarten den Athleten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten und Techniken in einer sicheren und kontrollierten Umgebung unter Beweis zu stellen. Und schliesslich üben viele Menschen Kampfsportarten wegen der körperlichen und geistigen Vorteile aus, die sie bieten. Durch das regelmässige Training können Kraft, Koordination und geistige Konzentration entwickeln.

Die Kampfkünste sind ein System von Techniken und Training für Kampf, Selbstverteidigung und Wettkampf. Es gibt viele verschiedene Kampfkunststile, jeder mit seinen eigenen einzigartigen Techniken und Regeln. Zu den beliebtesten Stilen gehören Kung-Fu, WuShu, Karate, Kickboxen, Krav Maga und Thaiboxen.

Die Kampfkünste sind eine Form der Kampftechnik, die ihren Ursprung in Asien hat. Willst Du Budo Sportartikel wie Schutz Ausrüstung und Einrichtungsbedarf Kaufen? Kampfkünste haben sich schon früh in der Menschheitsgeschichte entwickelt. Heute bekannt sind nebst dem westlichen Boxen oder Fechten die fernöstlichen, wie Karate und Kung Fu. Die Kampfstile haben sich mit den Menschen weiterentwickelt.

Ein Kampfsystem ist MMA - Mixed Martial Arts - welches auf möglichst effizientes Kämpfen durch die Vermischung verschiedener Kampfkünste baut. Oder wie es die Kampfsport-Ikone und der Vater des MMA, Bruce Lee, zu sagen pflegte: « Der beste Kämpfer ist jemand, der sich jeden Stil aneignen kann. Er kickt zu gut für einen Boxer, wirft zu gut für einen Karateka und boxt zu gut für einen Judoka.

Während des zweiten Weltkriegs entwickelte ein jüdischer Boxer zur Selbstverteidigung vor den Antisemiten Krav Maga. Es ist wohl das effektivste Selbstverteidigungssystem und gehört noch heute zur Ausbildung israelischer Polizisten und Sicherheitskräfte.

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Kickboxen

Kickboxen ist eine Kampfsportart, die aufgrund des Einsatzes von Faust- und Fusstechniken als vollkontaktloser Sport bezeichnet wird. Aus dem traditionellen Karate entstand das Sportkarate und daraus wiederum das heutige Kickboxen. Während der 70er Jahre wurde das damalige Sportkarte in den USA verbreitet. Kurz nach dem Vietnamkrieg, brachten Amerikaner, welche in Thailand stationiert waren, das Thai Boxen (auch Muay Thai) mit. Dies ist die Nationalsportart der Thailänder. Dies verbanden sie dann mit dem traditionellen Karate. Daraus entstand zuerst das Sportkarate. Dabei gleicht das es am meisten dem Thai-Boxen, dem chinesischen Kung-Fu (vor allem dem Sanda) oder vielleicht noch dem französischen Boxen -Savate.

Nun fügt sich alles zusammen als der Deutsche, Georg Frederic Brückner, 1961 auf den Amerikaner Mike Anderson kennenlernt. Dieser lehrt ihm das amerikanische Sportkarate und woraus wiederum das heutige Kickboxen entstand. Als damals 1974 die “Professional Karate Associatation” (PKA) gegründet wurde, galt diese nur für Karate.

Grade im Kickboxen

Ja, Kyu oder Dan nennt man die Grade, welche die Trainierenden im Kickboxen wie auch im Karate oder Kung Fu erreichen können. Dabei wird der Grad durch einen farbigen Gurt / Abzeichen gekennzeichnet. Angefangen bei keinem Gurt, bei welchem man vom weissen Gurt spricht bis zum schwarzen Gurt.

Kickboxen - Disziplinen

  • Semikontakt nennt man auch Pointfighting. Dabei wird bei dieser Disziplin nach jedem erfolgreichen Treffer des Gegners kurzzeitig unterbrochen. Gestartet wird wieder in der Ausgangsstellung.
  • Auch beim Leichtkontakt stehen sich zwei Gegner auf Matten gegenüber. Hier ist das Ziel, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen. Dabei wird nach jedem Treffer weitergekämpft und nicht wie beim Pointfighting unterbrochen. Hier sind Schutzausrüstungen Pflicht.
  • Im Unterschied zu den beiden vorher genannten Varianten, wird bei der Vollkontaktvariante im Boxring ausgetragen. Dabei gelten nicht nur die Punkte, sondern es kann auch durch einen K.O (Niederschlag des Gegners) oder auch technischer K:O (Kampfunfähigkeit) den Kampf gewonnen werden.

Noch mehr erlaubt ist beim K-1. Dies wurde von der japanischen Kampsportorganisation K-1 entwickelt und wurde wegen ihrer Popularität auch bei der WAKO aufgenommen.

Oft hört man von Strassenschlägereien in welcher Kickboxer verwickelt sind. Die Kampfsportart aber gleich grundlegend als Schlecht einzustufen ist auch nicht ganz korrekt. Sicherlich trägt die fehlende Tradition und Ethikvermittlung dazu bei.

Kick-Boxen wurde von verschiedenen Kampfsportarten und Techniken zusammengestellt ohne jegliche Grund Philosophie zu übernehmen. Jedoch kommt es auch auf jedes Dojo und Lehrer darauf an, wie mit dem Kampf und der Aggressionen umgegangen wird. Seit jeher sind Menschen auf Aggressionen getrimmt, im Kampfsport lernen sie, ihre Wut in Energie umzuwandeln und strategisch zu kämpfen anstelle nur des sich verteidigen.

Kung Fu

Zurückzuführen ist dies auf die Urkampfkunst aus dem “Reich der Mitte”. Kung Fu (nach pinyin gōngfu oder kantonesisch gungfu) fand seinen Ursprung vor ca. 1500 Jahren bei Mönchen im Shaolin Kloster in China. Eine der bekanntesten Vereinigungen ist die Chin - Woo Athletic Assosiaction welche die nördlichen und südlichen Stile des chinesischen Kung Fu vereint. Sun Wu ist der vollständige Name eines chinesischen Generals, der auch Daoistischer Philosoph war. Den meisten ist er unter seinem Ehrentitel ‚Sunzi’ - Meister Sun bekannt.

Durch Kampfkunst entwickeln wir die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis und gewinnen dadurch Kenntnis von den anderen und den Umständen um uns. Der Begriff «Gongfu» bezeichnet eben diese Fähigkeit, dieses Können, weswegen solche Praktiken in Asien als Erkenntnislehren gelten. Die Trainingsinhalte und -methoden stehen somit im direkten Bezug zu unserem Alltag und der dortigen Anwendbarkeit. Selbstverständlich muss Mann/Frau dies nicht von Anfang an so sehen oder gar anstreben. In unseren Schulen kann jede und jeder auch einfach Spass an der körperlichen Tätigkeit haben.

GONGFU (KUNG FU)

Gongfu (chin., Fähigkeit; auch Kung Fu, Kuoshu oder Wushu genannt) ist der gebräuchliche Oberbegriff für alle chinesischen Kampfkunst-Arten. Deren Ursprünge gehen bis in die Yao-Periode, ca. 2'800 Jahre vor unserer Zeitrechnung, zurück. Anmerkung: Budo ist der Überbegriff für alle japanischen Stile, wie Aikido, Iaido, Judo, Ju Jutsu, Karate, Kendo, Kyudo usw.

Graduierungen Gongfu beinhaltet die körperliche und geistige Auseinandersetzung mit sich selbst. Zuerst wird der Körper geschult, Bewegungen werden koordiniert - die Grundlage für eine effiziente Selbstverteidigung. Später werden sich die Trainierenden unweigerlich mit dem weiterführenden Aspekten des Gongfu befassen, zum Beispiel dessen Philosophie. Die durch feste, gegebene Bewegungsabläufe (Formen) und Partnerübungen erzeugten Energien und Kräfte werden nicht nur rein körperlich angewandt, sondern dienen auch der Meditation, gezielten Heiltechniken und der Stärkung des Vertrauens. Ziel des Trainings ist die Vereinigung dieser drei Bereiche zur Erreichung einer körperlichen und geistigen Harmonie - «die eigene Mitte finden».

Das Training ist auf der chinesischen Lehre der fünf Elemente aufgebaut:: Holz (Formen) - Feuer (Techniken) - Erde (Gefühlsschulung) - Metall (Widerstandserhöhung) - Wasser (Meditation).

YONGCHUNQUAN/WING CHUN CHUAN

Im Yongchunquan/Wing Chun Chuan (chin., Singende Frühlingsfaust) wurde, wie beim Yiquan, ein ähnlicher Versuch unternommen, unnötiger Ballast abzuwerfen. Womöglich führte die Shaolin-Tradition [1] mit ihren reichhaltigen Lehrinhalten dahin, dass ein Straffen der übermässig vielen Formen und Techniken unerlässlich wurde, um dem eigentlichen Gehalt von Gongfu in der Kampfkunst wieder das richtige Gewicht zu geben.

Yongchunquan/Wing Chun Chuan ist eine von über 500 verschiedenen Stilarten des Gongfu. Dank seiner logisch aufgebauten Direktheit dient Yongchunquan/Wing Chun Chuan zur effizienten Selbstverteidigung. Der Stil wurde ca. 1760 während der Qing-Dynastie [2] von der Nonne Ng Mui im legendären Kloster Shaolin entwickelt. Yongchunquan/Wing Chun Chuan galt für die Mönche, die 15 Jahre lang die «harten» Shaolin-Stile [3] ausgeübt hatten, als Geheimlehre.

Im Yongchunquan/Wing Chun Chuan geht es nicht um die Ausübung von Kraft gegen Kraft (die/der Stärkere gewinnt). Durch gezielte Übungen lernt man, die gegnerische Kraft zum gleichzeitigen Konterangriff zu nutzen, also seine Schwachstellen zu schützen und gleichzeitig die des Gegners zu treffen. Zudem werden die Reflexe beträchtlich verbessert.

„Die grösste Leistung besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne Kampf zu brechen.“ - Sunzi

Während es im englischen Boxen, dem Muay Thai oder dem Savate-Boxsport darum geht einen Gegner herauszufordern und K.O. zu schlagen, verfolgen die meisten chinesischen Kampfsportarten eine ganz andere Philosophie. Im besten Falle, soll es gar nicht erst zum Kampf kommen.

Chinesische Kampfkunst - Definitionen

Es gibt zahlreiche Kampfsportarten mit chinesischem Ursprung und es ist schwierig, die verschiedenen chinesischen Kampfstile einzugrenzen. Es gibt so viele davon, dass diese Sportarten oft gemeinsam als "Chinesische Kampfkunst" bezeichnet werden. Im Westen benutzen wir dafür meist die Begriffe Kung Fu oder Gongfu. In der chinesischen Sprache wird Kampfkunst als Wushu bezeichnet - übersetzt bedeutet das: Kriegskunst.

Der Ursprung der Kampfkünste liegt in der Notwendigkeit der Selbstverteidigung und der militärischen Ausbildung im alten China. Im letzten Jahrhundert wurden sie immer mehr zu publikumswirksamen Showkämpfen weiterentwickelt. Wir wollen in diesem Artikel versuchen, Dir einen Überblick über die verschiedenen Stile der chinesischen Kampfkunst zu geben.

Es gibt etwa 360 verschiedene Formen der chinesischen Kampfkunst. Im Grossen und Ganzen kann man sie in die inneren Kampfkünste und die äusseren Kampfkünste unterteilen. Eine weitere Differenzierung erfolgt unter den südlichen und nördlichen Kampfarten. Beide Einteilungen helfen bei der Orientierung, können aber nie ganz zuverlässig und exakt sein. Die Vielzahl und die Komplexität der einzelnen Stile macht es unmöglich, sie in ein Schema zu zwängen; oft weisen sie Merkmale aus beiden Kategorien auf.

Innere Kampfkünste

Auf Chinesisch heisst die Innere Kampfkunst Neijia Quan. Das Wort Quan steht für Faust oder Kampfkunst, Nei bedeutet innen und Jia kann sowohl Familie als auch Stil oder Schule bedeuten. Der Name kann daher unterschiedlich gedeutet werden.

  • Innerhalb der Familie: die Kampftechnik wird als Handwerk nur an einen ausgewählten Personenkreis weitergegeben; oder sie hat ihren Ursprung in China (genauer dem Wudang Gebirge)
  • Die innere Schule: Traditionell wurde die Kampfkunst hinter den Mauern der Schule unterrichtet, sodass von aussen niemand zuschauen konnte.
  • Ausbildung der inneren Kraft: Es werden die äusserlich unsichtbaren Körperpartien trainiert: Sehnen, Bänder, Knochen und tiefliegende Muskeln. Die eigentliche Technik spielt sich innerlich ab: Gedankenkraft ist ein wichtiger Teil der Kunst. Es geht auch darum, wie man den Kampf vermeiden kann und wie man sich verhält, wenn es doch dazu kommt.

Die Inneren Kampfstile werden auch als die weichen Stile bezeichnet. Damit sind sie schon ziemlich gut beschrieben, denn sie weisen eine eher weiche Bewegungsqualität auf und beschäftigen sich mit der Wahrnehmung und Steuerung körperinnerer Prozesse. Die Inneren Stile setzen auf eine maximale Wirkung durch minimalen Kraftaufwand. Es geht also nicht um Muskelkraft oder athletische Fähigkeiten. Sie suchen viel mehr danach das Chi, die Lebensenergie, zu erfahren, zu trainieren und weiterzuentwickeln.

Zu den Kampfkunstformen der Inneren Stile gehören:

  • Tai-Chi
  • weisser Kranich
  • Yiquan
  • Baguazhang
  • Xingyiquan
  • Wasserstilboxen
  • Tongbeiquan

Diese Kampfstile stehen oft dem Daoismus nahe und gehen auf den Mönch Zang Sanfeng zurück.

Äussere Kampfkünste

Im Gegensatz zu den Innern Stilen setzen die äusseren Kampfkünste auf die athletische Ausbildung. Muskelkraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Abhärtung werden trainiert. Bei manchen äusseren Stilen sind auch akrobatische Fähigkeiten gefragt. Der chinesische Name ist Wajia Quan, der aus den bereits bekannten Begriffen Quan und Jia sowie Wa (aussen) zusammengesetzt wird.

  • Ausserhalb der Familie: Kampfsportarten, die ihren Ursprung nicht in China haben, werden oft zu dieser Kategorie gezählt. Ausserdem werden auch die Kampfarten, die aus dem Shaolin-Kloster stammen dazugezählt.
  • Ausbildung der äusseren Kraft: Der Fokus liegt auf der direkten Kraftausübung und schnellen Bewegungen. Die Technik spielt sich aussen ab: Ausgebildet und gefördert werden körperäusserliche Prozesse.

Die Äusseren Kampfkünste werden auch als die harten Stile bezeichnet. Wenn sie traditionell aus China stammen, gehen sie auf das ursprüngliche Shaolin Kung Fu zurück und stehen dem Buddhismus nahe.

Nördliche und südliche Kampfkunst

Bei dieser Unterscheidung geht es um den geografischen Ursprung eines Kampfstils. Die nördlichen Stile sind dabei durch eher harte Techniken, grosse Bewegungen (Sprünge, hohe Tritte, schnelle Läufe) und eine grosse Flexibilität gekennzeichnet. Die südlichen Stile werden als deutlich weicher und statischer beschrieben. Bei tiefem, stabilem Stand werden kurze, explosive Bewegungen ausgeführt.

Der Einsatz von Waffen Waffen kommen in den meisten chinesischen Kampfkünsten zum Einsatz; einerseits zu dem ganz offensichtlichen Zweck der Selbstverteidigung, andererseits helfen sie auch dabei besondere körperliche und mentale Fähigkeiten auszubilden. Neben den klassischen, traditionellen Waffen, wie:

  • Speer
  • Schwert
  • Säbel
  • Hellebarde
  • Lanze
  • Stock
  • Drei Segment Stock
  • langer Stock
  • kurzer Stock
  • Peitsche

kommen auch neuere Waffen und sogar Alltagsgegenstände, die der Selbstverteidigung dienen können, zum Einsatz. Die Grundlagen für das nicht ganz ungefährliche Waffentraining werden erstmal im waffenlosen Training erworben, damit due notwendige Körperbeherrschung ausgebildet werden kann.

Die Lebensenergie - Chi oder Qi

Bei Chi und Qi handelt es sich um dasselbe, es sind nur unterschiedliche Schreibweisen. Es ist einer der zentralen Begriffe des Daoismus und wird oft mit Lebensenergie übersetzt. Er findet sich auch in der traditionellen chinesischen Medizin.

Vereinfacht gesagt geht es dabei darum, dass die Welt aus einem grossen Ganzen entstanden, das sich in Yin und Yang aufgeteilt hat. Diese beiden Gegensätze trägt auch jeder Mensch in sich. Sie müssen in einem Gleichgewicht sein, damit das Ganze (chi) funktioniert. Geraten sie ins Ungleichgewicht, können mentale oder körperliche Probleme auftreten. Die Inneren Kampfkünste, in denen das Qi eine grosse Rolle spielt, sind deshalb auch als Gesundheitssysteme anzusehen. Ihnen wird durch die körperlichen, aber auch die geistigen Übungen und die Meditationen eine grosse Heilkraft zugesprochen.

Die chinesischen Kampfsportarten - eine Übersicht

Ich möchte Dir hier vier chinesische Kampfkünste vorstellen, die an vielen Schulen, auch in Deutschland, gelehrt werden. Die Abgrenzung der verschiedenen Kampfsportarten ist nicht immer ganz einfach, da sie sich immer wieder an Elementen aus anderen Stilen bedienen. Asiatische Kampfkunst ist eng mit der Philosophie und Religion der jeweiligen Herkunftsgegend verbunden. Es lohnt sich also, sich auch mit den Hintergründen zu beschäftigen, um zu verstehen, was man da eigentlich lernt. Es kann auch vorkommen, dass die verschiedenen Kampfsportschulen unterschiedliche Philosophien verfolgen und dementsprechend das Training gestalten. Während Du an einem Ort modernes Kung Fu als spektakuläre, energiegeladen Kampfkunstform lernen kannst, wird anderswo der innere Aspekt im Vordergrund stehen und Meditationsübungen ein wichtiger Teil des Trainings sein.

Sanda - chinese Boxing

Bei Sanda (auch Sanshou genannt) handelt es sich um das chinesische Boxen oder Kickboxen, das nah verwandt ist mit Thai-Boxen (Kickboxen Berlin). Seinen Ursprung hat das Sanda-Boxen bereits in der Frühzeit, als die Menschen die Kampf- und Verteidigungstechniken von Tieren beobachteten, um daraus ihre eigenen Kampfpraktiken abzuleiten. Mittlerweile ist es nicht nur einer der wichtigen Bestandteile des Wushu, sondern hat sich sogar als Nationalsport Chinas einen Namen gemacht.

Die Angriffs- und Verteidigungstechniken des Sanda lassen sich in drei Kampfformen einteilen, die von der Distanz der beiden Gegner*innen abhängen:

  • Kicken bei weiter Entfernung
  • Faustkampf, boxen bei mittlerer Entfernung
  • Ringen im Nahkampf

Beim Sanda-Boxen gilt es, ganz anders als in den meisten anderen Boxstilen, Verletzungen zu vermeiden. Aus diesem Grund sind Schläge und Tritte auf den Unterleib, den Hals oder das Rückenmark verboten. Im Sanshou Training werden Kondition, Kraft und Koordination trainiert, verschiedene Schläge, Kicks und Würfe gelehrt und Abwehrtechniken vermittelt. Sanda soll vor allem das Selbstvertrauen stärken und zur Selbstverteidigung angewandt werden. Sanda, das chinese Boxing, gehört zu den Äusseren Kung Fu Stilen.

Shaolin Kung Fu

Die Mutter der Äusseren Kampfkünste. Für den Begriff gibt es zwei leicht verschiedene Definitionen:

  • Im engeren Sinne sind damit nur auf die Kampftechniken, die im Shaolin-Kloster in der Provinz Henan entwickelt und gelehrt wurden gemeint.
  • Im weiteren Sinn bezieht er sich auf alles Stile, die in irgendeiner Weise mit dem Shaolin-Kloster in Verbindung stehen und auch in anderen Klöstern und von Wandermönchen verbreitet wurden.

Es ist die bekannteste und beliebteste Kampfkunst überhaupt und gehört zum immateriellen Kulturerbe Chinas. Shaolin Kung Fu wurde über viele Generationen weitergeben und entwickelt. Es beinhaltet neben konkreten Kampftechniken, mit und ohne Waffen, auch Akrobatik und innere Techniken, die das Körpergefühl schulen. Die buddhistische Achtsamkeit ist zugleich die Grundlage als auch der Höhepunkt d...