Judo ist eine Kampfsportart, die durch die olympischen Sommerspiele besonders bekannt geworden ist.
Auch in Filmen wird der Sport gerne gezeigt und es gibt viele, die sich den Kampf und die freundliche Verbeugung vor und nach dem Kampf gerne ansehen.
Judo ist eine Kampfsportart, die auf Respekt basiert, der aber auch mit Kraft und Technik ausgeübt wird und bei dem es durch die schnellen Aktionen auch zu Vergehen kommen kann.
Natürlich kann auch ein Judoka sich falsch verhalten und deshalb braucht es einen Katalog an möglichen Verfehlungen, die zu Strafen führen.
Was ist Shido?
Shido ist die Strafe im Judokampf für leichte Verstöße, die auch bei einer Kampfunterbrechung ausgesprochen werden kann, ohne die Kampfsituation selbst zu gefährden.
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Es wird einfach nach der Straferteilung an gleicher Stelle weitergekämpft.
Beispiele für Shido-würdige Vergehen
- Des Gegners Ärmelende(n) umgefaltet („Taschengriff“) zu halten.
- Umklammern des Gegners, um diesen zu werfen (Bärenklammer).
- "Stellt ein Kämpfer einen Fuß außerhalb der Kampffläche aufsetzen, ohne sofort anzugreifen oder nicht sofort innerhalb der Kampffläche zurückzukehren, wird er mit Shido bestraft.
- Zwei Füße außerhalb der Kampffläche wird mit Shido bestraft.
- Wird der Kämpfer durch seinen Gegner aus der Kampffläche geschoben, wird sein Gegner mit Shido bestraft.
Shido und Hansoku-make
Shido ist für die leichten Verstöße einzusetzen und es gibt insgesamt die Möglichkeit, drei Shidos auszufassen.
Wenn man danach immer noch eine falsche Aktion zeigt, wird als viertes Hansoku-make ausgesprochen, was der Disqualifikation gleichkommt.
Shido bedeutet aber nicht, dass dadurch der Gegner Punkte zugesprochen bekommt und daher kann ein Kämpfer mit einer Waza-ari-Wertung, der zwei Shidos erhalten hat, immer noch in Führung liegen, während sein Gegner mit einer Yuko-Wertung ohne Strafen im Rückstand liegt.
Shido wird auch vergeben, ohne dass man die aktuelle Position verlässt.
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Das heißt, dass mit Mate das Kommando für das Anhalten ausgesprochen wird, dann wird mit Shido der Kämpfer bestraft und mit Hajime wird der Kampf an gleicher Stelle fortgesetzt.
Für schwere Verstöße wird Hansoku-make ausgesprochen, und zwar in der direkten Form.
Es gibt ja die Möglichkeit, nach drei Shidos diese Strafe auszusprechen, was der Disqualifikation gleichkommt.
Aber bei der direkten Variante ist ein schwerer Verstoß zu bestrafen und das heißt, dass der Kampf sofort beendet wird und man ist aus dem Turnier ausgeschieden.
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