Taekwondo Wettkampfregeln und Punktesystem

In Deutschland und in der Türkei gehört Taekwondo zu den populärsten Sportarten, in der Schweiz ist sie eher ein unbeschriebenes Blatt. Der Taekwondo-Lehrer Noël Kurzen beobachtet seine Schülerinnen während des Trainings. Diese kicken abwechselnd mit dem linken und rechten Fuss auf das Polster.

Die Grundlagen von Taekwondo

TAEKWONDO. Er senkt leicht den Kopf, wenn er seine Schüler begrüsst. Nicht etwa weil er traurig ist, sondern weil er damit Respekt ausdrücken will: «Das ist ein wichtiger Teil dieses Sports», erklärt Noël Kurzen, der eine eigene Taekwondo-Schule hat. «Noël's Taekwondo» heisst diese Schule mit Standorten in Frauenfeld, Pfäffikon SZ und Turbenthal. Die koreanische Kampfsportart fasziniert den 39jährigen Zürcher Oberländer.

Vorteile von Taekwondo

«Ein Vorteil von Taekwondo ist die Angriffsmöglichkeit aus einer Entfernung von etwa drei Metern», erklärt Kurzen, «was zum Beispiel im Judo nicht möglich ist.»

Meditation als Teil des Trainings

Zur Sportart Taekwondo gehört die Meditation. Es ist ein Teil des Trainings, wie Noël Kurzen sagt, wobei er zwischen Jugendlichen und Erwachsenen unterscheidet: «Bei den Kindern und Jugendlichen ist klar der Sport im Vordergrund. Wenn, dann ist es viel mehr ein Beruhigen als ein Meditieren, zum Beispiel indem wir fünf Minuten auf den Boden sitzen», erklärt Kurzen. Bei den Erwachsenen gehe es schon eher in die Richtung Meditation. «Einmal im Jahr gibt es ein Meditations-Weekend.» Mit der Meditation soll hauptsächlich die Konzentration gefördert werden.

Für Noël Kurzen ist es jedoch wichtig, dass man diese Praktiken nicht mit religiösen Ritualen verwechselt. «Das Meditieren hat bei uns keinen religiösen Hintergrund, es geht nur darum, die Stille zu finden.»

Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied?

Wettkampfregeln und Punktesystem

70 Prozent der Schläge im Taekwondo werden mit den Beinen ausgeführt, der Rest mit den Armen. Bei den Wettkämpfen gibt es ein Punktesystem. Je nach Technik variiert die Anzahl der gewonnenen Punkte. Bezeichnend für die Vollkontakt-Kampfsportart sind die Schläge aus der Drehung, die auch am meisten Punkte einbringen.

Beliebtheit und Verbreitung

Taekwondo ist in Deutschland und vor allem in der Türkei, wo es nach Fussball die Nationalsportart Nummer 2 ist, enorm beliebt. In der Schweiz gehört sie klar zu den Randsportarten. Noël Kurzens Verein mit den drei Standorten umfasst aber trotzdem immerhin 150 Aktivmitglieder. Kinder und Jugendliche sind in der Mehrzahl.

Die wichtigsten Punkte sind Ausdauer, Koordination und Konzentration.

Lesen Sie auch: Die Bedeutung von Taekwondo Poomsae

Lesen Sie auch: Umfassender Test: Daedo Taekwondo Schuhe