Andreas Michael begann seine Reise durch die Welt der Martial Arts im Jahr 1964 im Alter von 6 Jahren mit japanischem Judo im Bushido Köln, unter der Leitung von Wolfgang Hoffmann.
Frühe Jahre und Ausbildung
1972 absolvierte er seine Braungurtprüfung, beendete aber 1974 den Judosport. 1976 trainierte er Shotokan-Karate bei Horst Handel und Peter Kurmit. Zusätzlich nahm er Unterricht bei Großmeister Wong im chinesischen Hung-Gar-Kuen Kung Fu. Parallel zum Abitur (1978) beendete er sowohl das Karate, als auch das Shaolin Kung Fu.
Studium und Wing Chun
1979 immatrikulierte sich Andreas Michael an der Universität zu Köln und nahm das Studium der Philosophie auf. Noch im selben Frühjahr lernte er Sifu Agustinus Yie kennen und begann mit dem Wing Chun Kuen. 1989 legte er seine Meisterprüfung ab und beendete 1990 seine Wing Chun - Zeit. In diesen 11 Jahren prägten neben Agus’s Wing Chun weiter Einflüsse seine Entwicklung in Martial Arts.
Nachdem er sich 1981 an der Sporthochschule Köln immatrikulierte (Diplom Sportwissenschaften), entwickelte sich hier von 1982 - 1984 eine Interessengemeinschaft mit Artur Allerborn (Boxen, Profikickboxen), Dieter Knüttel (Eskrima/Arnis), Andreas Gilles (3.Dan Jui Jitsu), Jürgen Nasshoven (2.Dan Aikido), Rolf Koll (Wing Chun/Arnis) und seiner Person. Seine Martial Arts Welt wurde zusätzlich in dieser Zeit durch befreundete Thai - Boxer ergänzt und erweitert.
Reise nach Java und Bali
Auf einer Reise durch Java und Bali, Dezember 1986, besuchte er Kampfkunstschulen und konnte in Bandung einige Tage Privattraining bei seinem Großvatermeister Kong Sun Sun nehmen. Kong Sun Sun hatte 9 Jahre - unter anderem mit dem jungen Bruce Lee - bei der Wing Chun Legende Yip Man gelernt.
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Von 1987 -1989 nahm er an Seminaren mit Dan Inosanto, Cass Magda, Larry Hartsell und Tim Tackett in Jun Fan/JDK-& Filipino Martial Arts teil.
Weiterentwicklung in den 1990er Jahren
Im April 1990 schloss sich Andreas Michael dem legendären Training in der „Wednesday-Night-Class“ in Redlands (Kalifornien) bei Tim Tackett an. Der Unterricht bezog sich nicht auf die physische Ausbildung, sondern auf die Weiterentwicklung des Jeet Kune Do’s. Es war ein Traum, Austausch mit Kapazitäten und lernen in freundschaftlicher Atmosphäre und „no secrets“.
An Dienstagen und Donnerstagen trainierte er im Jun Fan/JKD Institute von Dennis Blue. Freitagsabends nahm Bob ihn zu Pete Jakobs (Original Bruce Lee Student) zum Training nach San Gabriel (LA) mit. Bis 1995 flog Andreas Michael regelmäßig zum Training nach Los Angeles. In diesen Jahren lernte er dort noch Alfred Baigent (Kickboxweltmeister / Kongo Mikkyo Kempo), Richard Alaniz (Combat Tactics/Kali/Francis Fong-Wing Chun), Erik Paulson (Shoot -Wrestling/UFC- & Pride Fighter) und Rob Riddle (Kuk sul won Kung Fu) kennen.
Im Juli 1991 organisierte er noch eine Vorlesung, sowie ein zweitägiges Seminar mit Tim Tackett in der Sporthochschule Köln. Im Oktober 1991 besuchte er ein Seminar mit Benny „The Jet“ Urquidez und im Mai 1992 ein Seminar mit Surachai Chai Sirisute (President of Thai Boxing Association USA) in Zürich. Ajan Chai war begeistert über das Talent des 16-jährigen Chalid Arrab, den er mitgebracht hatte.
Von Winter 1992 - 1994 leitete Gustav Adolph (20 Jahre internationaler Profiboxer) die Ringausbildung im I.O.M.A. Dennis Blue und Tim Tackett dozierten 1996 in seinem Institut. 1999 ergab sich nochmals die Möglichkeit, ein Seminar mit Tim in Belgien zu besuchen.
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2000er Jahre und Luta Livre
Nach ersten Einblicken in Luta Livre, die ihm sein Schüler Björn Dag Lagerström bereits Mitte der 90er vermittelte, trainierte er 2001 - 2003 unter anderem Andreas Schmidt (EllO), Ramin Eslami (Taifun Düsseldorf) und Wassili Malakos in JKD/Boxen und Thai-Boxen, wobei Andreas seine Kenntnisse in Luta Livre vertiefte. Dabei ergab sich, dass Andreas Schmidt von 2003 - 2004 einmal wöchentlich Luta Livre im I.O.M.A. unterrichtete.
Mit seinem Schüler Christoph Groh besuchte er 2004 Chalid „The Fist“ Arrab (Golden Glory Team) im Ramon Dekkers Gym in Breda. Neben seinem Unterricht trainierte und kämpfte Christoph von 2004 - 2008 im Ramon Dekkers Team. Sowohl durch Chalid, als auch durch Christoph wurde die Qualität im K1 & Thai-Boxen des I.O.M.A. gesteigert.
„Ich bin froh, dass mich mein Stolz nicht gehindert hat auch von meinen Schülern Verbesserungen und Änderungen in der Weiterentwicklung annehmen zu können.“ Im Mai 2006 besuchte er ein Seminar von seinem Studienfreund Artur Allerborn über Mixed-Martial-Arts auf dem Landeslehrgang Ju Jitsu. Nach acht langen Jahren sah er ebenso Tim Tackett im Mai 2007 auf einem Seminar in Köln wieder.
2009 schloss er sich dem MTBD (Muay Thai Bund Deutschland) an und führte seine Fighter zum Ring. Im Juni 2009 hatte er die Gelegenheit an einem Seminar mit Joe Satri (Fitnesstrainer von Frank Shamrock & -Team und einigen UFC-Champions ) in Köln teilzunehmen.
Zu diesem Zeitpunkt tauschte er sich mit Johannes Lierfeld (funktionelles Krafttraining/deutscher Meister im Girisport), Björn Lagerström (MMA/Grapp- & Wrestling Experte) und Michael Klötsch /ehem. deutscher Meister im Cruisergewicht der Profiboxer) in Theorie und Praxis aus.
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Kyokushin Karate
Jahrelanges hartes Training und eiserne Disziplin sind notwendig, um im Kyokushin Karate die Prüfung zum Schwarzgurt, also zum „Dan“, zu bestehen. Andreas Schewalje bestand vor genau 25 Jahren die Prüfung zum schwarzen Gürtel (1. Dan). Studium und Ausbildung sorgten dafür, dass er das Training vorübergehend reduzieren musste. Seit acht Jahren ist der mehrfache bayerische und deutsche Meister wieder regelmäßig im Training. Andrej Voronin schaffte die Prüfung zum 1. Dan vor zwei Jahren.
Lehrgänge und Prüfungen
Wie schon in den vergangenen Jahren lag das Management wie auch ein Großteil des Trainings in den bewährten Händen von Andrea Eisheuer. Der Trainingstag begann um sechs Uhr mit einem 4-km-Lauf durch die Flutmulde zur Isar mit einer Kihon- bzw. Kata-Trainingseinheit unter Sonnenaufgang. Es folgten aufeinander aufbauende Trainingseinheiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Prüfungen im Kyokushin Karate sind sehr umfangreiche Leistungstests. Neben den technischen werden insbesondere auch die kämpferischen Leistungen (im Stand und in der Bodenlage) geprüft und bewertet. Unter Leitung von Andrea Eisheuer (A-Prüfer-Lizenz des Deutschen Karate Verbandes) wurde am Samstag die Prüfung für Kinder durchgeführt. Die Prüfung für Jugendliche und Erwachsene fand am Sonntag unter der Leitung von Daniel Drexler (B-Prüfer-Lizenz) und Flavius Petrisor (C-Prüfer-Lizenz) statt. Dem Karatestil entsprechend ging es auch bei den Kämpfen im Stand- und Bodenkampf hart, aber immer sportlich-fair, zur Sache. Die Prüfer machten sich die Entscheidung nicht leicht.
