In der Welt des Kampfsports, insbesondere in der UFC, ist das zur Schau getragene Selbstbewusstsein weit verbreitet. Kämpfer nutzen es, um ihre Gegner zu verunsichern, doch manchmal schlägt dies fehl. Einige Kampfsportler sind für ihre übertriebene Show vor oder während des Kampfes bekannt, was jedoch nicht immer von Erfolg gekrönt ist.
Beispiele für übertriebenes Selbstbewusstsein im Kampfsport
- Ahmed Usman alias Uzzy: Verschwendete zu viel Energie vor dem Kampf und verlor gegen Ashley Sexton.
- Dennapa Bigshotcamp: Provozierte seinen Gegner Ahmed Dib mit Faxen und Clowneinlagen, wurde aber in der zweiten Runde ausgeknockt.
- Julian Wallace: Markierte beim Staredown den harten Mann, wurde aber nach 25 Sekunden von Ben Nguyen ausgeknockt.
- Joe Harding: Setzte zu einer unnötigen Tanzeinlage an und beendete damit seine Karriere.
- A-Sol Kwon: Provozierte seinen Gegner Mansour Barnaoui, wurde aber von ihm in der ersten Runde dominiert.
- Adrien Broner: Vollführte Begattungsgesten gegen Carlos Maidana und wurde von ihm auf die Bretter geschickt.
- Bobby Green: Provozierte Dustin Poirier mit Gesten und Geplapper, wurde aber in der ersten Runde gestoppt.
- Bernard Hopkins: Beleidigte seinen Gegner Joe Smith Jr. und wurde aus dem Ring geprügelt.
- Anderson Silva: Spielte mit seinem Gegner Chris Weidman, wurde aber von ihm besiegt.
- Braulio Rodriguez: Provozierte Ryan Garcia, wurde aber in der fünften Runde gestoppt.
UFC-Kämpfer und ihre denkwürdigen Momente
Der Fall Julian Wallace
Julian «Der Schakal» Wallace und Ben Nguyen trafen sich 2014 zum MMA-Nitro-Titelkampf im Bantamgewicht. Wallace ist von Kopf bis Fuss tätowiert und markiert beim Staredown, dem Anstarren bei der Pressekonferenz, den harten Mann. Er berührt Nguyens Kopf mit der Faust, plustert sich auf, stösst den freundlichen, aber leicht irritierten Nguyen mit dem Kopf und drängt ihn von der Bühne. Es ist angerichtet für einen hitzigen Kampf. Dazu kommt es dann aber nicht. Nach 25 Sekunden und ein paar Schlägen löscht Nguyen die Lichter. Wallace liegt bewusstlos im Oktagon.
Adrien «The Problem» Broner
Es gibt Menschen mit grossem Selbstvertrauen, es gibt Zlatan Ibrahimović - und dann gibt es noch Adrien Broner. Der 1,68 Meter grosse ungeschlagene Profi trifft 2013 nach 29 Siegen in Serie auf den unscheinbaren Argentinier Carlos Maidana. Schon vor dem Kampf wird Broner seinem Ruf als Grossmaul gerecht, so richtig despektierlich wird er in der ersten Runde: Als Maidana in der Ecke steht, springt ihn Broner wie ein räudiger Hund an und vollführt Begattungsgesten. Maidana lässt lieber die Fäuste sprechen. In Runde zwei schickt er den Titelhalter zum ersten Mal auf die Bretter, in Runde acht das zweite Mal. Am Ende reicht es locker zum Punktsieg. Problem gelöst. Broner verzieht sich derweil, ohne ein Interview zu geben, mit verbeultem Gesicht in die Kabine.
Anderson Silva
Wenn einer im Ring arrogant sein darf, dann Anderson Silva. 2013 gilt der Brasilianer als bester MMA-Kämpfer aller bisherigen Zeiten und geht mit einer Serie von 16 Siegen in den Kampf gegen Chris Weidman. Doch der bis zu diesem Zeitpunkt in der UFC ungeschlagene Silva übertreibt es, spielt mit seinem Gegner, belehrt ihn, demütigt ihn - so lange, bis dieser die Lücke dennoch findet und Silva zum ersten Mal in der UFC eine Niederlage zufügt. Es sollte nicht die letzte sein.
James Thompson
James Thompson ist mit seinen muskelbepackten 1,95 Metern und 117 Kilogramm ein furchterregender Mann. Und vor dem Kampf 2004 gegen Aleksander Emelianenko ist dem Hünen die Wut richtiggehend ins Gesicht geschrieben. In der anderen Ecke könnte es nicht unterschiedlicher zugehen: Emelianenko, der «kleine» Bruder des grossen MMA-Dominators Fedor, guckt aus der Wäsche, als hätte man ihn nach einer durchzechten Nacht aus dem Bett gezerrt.
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