Comeback des Wrestling-Entertainments bei Tele 5

Bei Tele 5 geht es künftig wieder schlagkräftig zur Sache, denn der Spartensender bringt mit der WWE eine der erfolgreichsten Entertainment-Serien zurück ins Free-TV.

Wie der Spartensender bekannt gab, holt Tele 5 die Highlight-Show der WWE, die Monday Night Raw, zurück ins deutsche Free-TV. Die Show wird ab dem 10. April immer donnerstags um 20.15 Uhr im Abendprogramm des Senders ihren Platz haben, um so auch Wrestling-Fans für Tele 5 zu gewinnen.

Dabei feiert Tele 5 den Saison-Auftakt direkt mit einem echten Highlight, denn am 10. April dürfen sich interessierte Zuschauer über die legendäre Episode direkt nach dem jährlichen Super-Event WrestleMania freuen.

„Monday Night Raw ist ein Entertainment-Phänomen, das die Menschen weltweit in den Bann zieht“, so Tele-5-Geschäftsführer Kai Blasberg. Dieses Highlight wolle man nun auch den deutschen Free-Zuschauern zurückgeben.

Mit der Monday Night Raw hat sich der Veranstalter nun eine Show geangelt, die zu den meistgesehenen Programmen im US-Kabelfernsehen zählt.

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Wrestling-Tradition bei Tele 5

Dabei hat Wrestling bei Tele 5 durchaus Tradition, immerhin war es der Spartensender, der die WWE vor 25 Jahren erstmals hierzulande ins freiempfangbare Fernsehen brachte.

Schon beim "ersten" Tele 5 gab es im Jahr 1989 in der Sendung "Ring frei" Wrestling zu sehen. Nach dem Neustart des Senders nahm Tele 5 ab 2003 wieder die Sendung "WWE SmackDown!" am späten Donnerstagabend ins Programm auf.

2014 hatte man dort die "Monday Night Raw"-Folgen wieder ins Programm genommen, nachdem der Sender zuvor bereits einige Jahre lang "Smackdown!" ausgestrahlt hatte. Ende der 1980er Jahre hatte Tele 5 als erster Free TV-Sender überhaupt WWE-Sendungen in Deutschland ausgestrahlt.

Am 10. April holt Tele 5 "Monday Night Raw" ins Free-TV zurück, einen Tag nach dem jährlichen "WrestleMania"-Event. Als fester Sendeplatz für die zweistündige Reihe wird der Donnerstag ab 22.15 Uhr reserviert.

"'Monday Night Raw' ist ein Entertainment-Phänomen, das die Menschen weltweit in den Bann zieht", so Tele 5-Geschäftsführer Kai Blasberg. "Nun geben wir den deutschen Free TV Zuschauern endlich ein absolutes Highlight im Unterhaltungsbereich zurück."

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Die WWE war im deutschen Free-TV zuletzt bei Sport1 zu sehen. Im Februar 2013 gab der Sportkanal allerdings den Wechsel zum Konkurrenten TNA (Total Nonstop Action Wrestling) bekannt, nachdem der TNA-Vertrag mit Sky nicht verlängert worden war.

"WWE ist von der Partnerschaft mit Tele 5 begeistert", so Stefan Kastenmüller, Geschäftsführer von WWE Deutschland.

Das Ende einer Ära und ein Neuanfang

Nun ist aus diesem Termin ein Ablaufdatum geworden. Ab April 2017 wird die WWE-Kultsendung nicht länger im Programm des Spartensenders zu sehen sein. Ein entsprechender Bericht der Bild am Sonnstag wurde inzwischen gegenüber DWDL.de bestätigt.

Im Schnitt erreichte "Monday Night Raw" in diesem Jahr 2,5 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, manchmal mit Spitzenwerten von über vier Prozent. Für Tele 5 gehören die WWE-Übertragungen damit zu den erfolgreichsten Formaten.

So bleibt der Grund für die ausbleibende Verlängerung des WWE-Vertrags zunächst offen.

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Lucha Underground auf Tele 5

Kaum ein Produkt bot der Wrestling Welt seit seinem Erscheinen eine solch neue Facette wie die US-Produktion Lucha Underground. Die Wrestlingshow, die sich mittlerweile in der dritten Staffel befindet, wird fortan auch im deutschen Free TV zu sehen sein!

Wie bekannt wurde, nimmt Tele 5 "Lucha Underground" ins Programm! Der Münchener TV-Sender sendete während der Ausstrahlung der aktuellen "WWE RAW"-Ausgabe ein kurzes Video und auch auf der hauseigenen Homepage wurde ein Teaser veröffentlicht.

Seit Dezember 2016 wird in Deutschland die 1. Staffel von "Lucha Underground" auf TNT Serie ausgestrahlt, erst vor kurzem wurde bestätigt, dass der Pay-TV-Sender auch die 2. Staffel senden wird. Kommentiert werden die Shows auf TNT Serie von Günter Zapf und Mike Ritter.

"Lucha Underground" ist eine TV-Serie des amerikanischen TV-Senders El Rey Network und wird unter anderem von Hollywood-Regisseur Robert Rodriguez (u.a. Desperado, Irgendwann in Mexico, Sin City und Machete) produziert.

Die 1. Staffel schaffte es 2015 sogar in die Vorauswahl für eine Emmy-Nominierung in der Kategorie "Outstanding Structured Reality Program".

Neben ehemaligen WWE-Superstars wie John Morrison (aka Johnny Mundo), Rey Mysterio Jr., Alberto Del Rio, Chavo Guerrero Jr. und Ezekiel Jackson darf man bei "Lucha Underground" auch Top-Talente wie Ricochet (aka Prince Puma), Pentagón Jr., Fénix, Drago, El Hijo del Fantasma (aka King Cuerno), Jack Evans, Drago, Aero Star, El Mesías (aka Mil Muertes) und Angélico bestaunen.

Generell finde ich es gut, dass LU auch in Deutschland im Freee TV ausgestrahlt wird, da ich es gerne schaue und echt genial finde, bin aber nicht sicher, ob das so gut bei den Leuten hier ankommt.

Sobald LU im Free-TV ausgestrahlt worden ist, werden die Folgen sicherlich auch auf Netflix Deutschland landen.

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Das gute ist auch, dass Tele 5 nicht so stark unter Druck ist was Quoten betrifft.

Die Geschichte der WWE im deutschen Fernsehen

Die Geschichte der WWE im deutschen Fernsehen hatte ihre Höhen und Tiefen: 1989 startete der kleine Privatsender Tele 5 mit der Ausstrahlung von WWF-Kämpfen, damals noch im Rahmen der „Ringfrei“ Sendungen, wo sich verschiedene Kampfsportarten abwechselten.

Kommentiert wurden die Kämpfe schon damals von der deutschen Wrestling-Kommentatoren-Ikone Carsten Schaefer und seiner damaligen Kollegin Ulli Fesseler. Die WWF-Matches stiegen schnell in der Gunst der Zuschauer und Tele 5 entschied, „Ring Frei“ zur reinen WWF-Sendung zu machen.

Als besonderes Highlight wurde im Frühjahr 1992 „Wrestlemania 8“ live ausgestrahlt und kurz darauf auch die Münchner Veranstaltung im Rahmen der WWF European Rampage Tour gesendet.

Nach der Einstellung von Tele 5 Ende 1992 verlor die WWF zunächst ihren Sendeplatz. Die Hoffnungen der WWF-Fans auf eine Übernahme der Sendungen ins Programm des Nachfolgesenders DSF wurden sehr schnell zunichte gemacht, denn dieser strahlte zwar Wrestling „WCW“ aus, aber eben nicht die allseits beliebten WWF-Shows.

Im März 1993 fand die WWF im neu gestartetem Sender RTL II eine neue Heimat. Zur Freude der Fans war auch weiterhin Carsten Schaefer als Kommentator aktiv und an seiner Seite der damalige „Frischling“ Günther Zapf. Beide mauserten sich schnell zu einem eingespielten Team, das auch die nötige Portion Humor nicht missen ließ.

Außerdem wurden ab jetzt drei Shows der WWF ausgestrahlt und zwar „WWF Superstars“, „WWF Challenge“ und das 15-minütige „WWF Spotlight“. RTL II erzielte bis Anfang 1995 sehr gute Quoten mit dem WWF-Programm und wollte diese noch ausbauen, daher setzte man die FSK 16-Sendungen in das Samstagnachmittagsprogramm.

Doch leider hatte RTL II die Rechnung ohne die Landesmedienanstalten gemacht, die eine Ausstrahlung verhinderten. RTL II musste die Sendungen wieder nach 22:00 Uhr zeigen. Leider wurde kein vernünftiger Sendeplatz gefunden und die WWF landete auf einem Mitternachtsprogrammplatz.

Ein großes Problem war, dass in den Werbeblöcken von nun an Sex-Hotline Spots liefen, die der WWF ein unnötiges Schmuddel-Image verpassten. Die Sendungen rutschten nun immer weiter ins Nachtprogramm und schließlich ließ RTL II die Wrestling Shows ganz fallen.

Schließlich griff das DSF zu und integrierte die WWF-Shows in ihre tägliche Wrestlingreihe, denn inzwischen hatte sich dort auch die WCW zu einem Zuschauermagneten entwickelt, zur großen Überraschung wurde nun auch erstmals „RAW“, das Flagschiff der WWF Shows, gezeigt.

1997 startete auf dem Pay-TV „DF1“ ein eigener Spartenkanal fürs Wrestling. Die WWF wurde dort mit sehr vielen Sendung und erstmals auch den Classic-PPVs („Pay Per Views“) gewürdigt. Leider brachen dafür für die Free-TV-Zuschauer schwere Zeiten an, denn im DSF wurde nur noch eine Stunde der zweistündigen „Raw“-Show gesendet.

Anfang 1998 kam es zu Problemen zwischen DSF und der WWF. Die WWF entzog dem DSF und teilweise auch DF1 die Senderechte. Nun brach eine 9-monatige WWF-lose Fernsehzeit in Deutschland an, es wollte sich kein Sender finden lassen, der die Shows im Programm haben wollte.

Im November 1998 nahm sich erneut RTL II der WWF an, leider folgte nach einigen Monaten und ganz ordentlichen Zuschauerzahlen ein Wechsel in der Führungsetage des Senders und die WWF- Sendungen wurden wieder ins Nachtprogramm verschoben.

Da RTL II jetzt kein Interesse an der Verlängerung der Senderverträge hatte, wurde schnell ein neuer Sender gesucht und mit tm3 gefunden, der sein Image vom Frauensender zum hippen Champions-League-Sportsender wandeln wollte. Dazu passten die WWF-Sendungen perfekt ins Konzept. Die Sendungen liefen gut und es wurde 2000 auch noch die neue WWF Show „Smackdown“ eingekauft.

1999 fusionierte Premiere mit dem Pay-TV-Anbieter DF1. Damit wurden auch die restlichen dort laufenden WWF-Shows „Heat & Metal“ und die Ex-In-Your-House-PPVs übernommen. Leider passierte im Jahr 2000 bei der Nachmittagswiederholung des etwas blutigen PPVs „No Way Out“ ein Fehler, der das zukünftige Schauen von WWF-PPVs zu einem teilweise recht farblosen Genuss werden ließ, denn es wurde von Premiere vergessen, das Jugendschutzsignal einzuschalten.

Wieder gab es Zoff mit den Landesmedienanstalten, was die WWF dazu veranlasste, blutige Stellen bei den PPVs Schwarzweiß zu zeigen oder bei besonders brutalen Bilden auf den Milchglas-Effekt umzuschalten.

Bei tm3 bahnte sich ein erneuter Imagewechsel an, der so radikal war, dass fast keine Sendung von tm3 mehr im neuen Sendeformat einen Platz finden würde. 2001 wurde tm3 zum „Mitmach-Sender“ 9live. Die WWF sollte nun eine zweijährige Pause im Free-TV bevorstehen.

In der Zwischenzeit verlor die WWF einen Rechtsstreit mit dem Tierschutzbund „World Wild Fund For Nature“ (WWF) und musste ihren Namen in WWE ändern.

Premiere versuchte zwar, die Rechte an „Raw“ & „Smackdown“ sowie den fünf fehlenden PPVs zu bekommen, doch scheiterten zunächst alle Gespräche, da die WWE-Verantwortlichen ihre Sendungen lieber ins Free-TV lancieren wollten. Weil sich aber kein Sender fand, wurde die WWF weich und Premiere bekam den Zuschlag für „Raw“, „Velocity“, „Heat“, „Afterburn“ & „Confidential“, sowie die 5 restlichen PPVs.

Für die PPVs durfte der Wrestlingfan nun auch jedes Mal 15 Euro zahlen und bekam dafür einen um 1 Stunde zeitversetzten und zudem zensierten „live“-PPV. Für die zweitwichtigste TV Show „Smackdown“ suchte die WWE aber immer noch einen Free-TV Sender.

2003 fand sich im „neuen“ Tele 5 dieser Sender. Seitdem wurde freitags um 22:00 Uhr (also auf dem alten „Ringfrei“-Sendeplatz) „Smackdown“ ausgestrahlt. Die WWE lief sehr erfolgreich bei Tele 5 und bescherte dem Sender höchste Einschaltquoten.

Im Jahr 2005 musste die WWE jedoch einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Tele 5 wurde zum Spielfilm-Sender deklariert und „Smackdown“ wurde ins Nachtprogramm verbannt (Donnerstags gegen 0 Uhr). Im Februar 2007 teilte Tele 5 schließlich mit, dass Smackdown nicht mehr ins Sender-Schema passt, weshalb man die vierjährige Zusammenarbeit beendete.

Jetzt griff das DSF zu und sicherte sich die Rechte an „Smackdown“, das samstags um 22 Uhr ausgestrahlt wird. Die Show läuft dort sehr erfolgreich. Aufgrund des Erfolges versuchte das DSF, im Januar 2009 mit „Bottom Line“ eine weitere Wrestling-Show zu etablieren. Leider wurde die Sendung mangels Zuschauerinteresse nach drei Monaten aus den Programm genommen wurde.

Seit Februar 2009 läuft die WWE mit zwei Sendungen („This Week in The WWE“ und „Vintage Collection“) wöchentlich jeden Montag bei Eurosport.

Im Juli 2007 einigte sich Premiere mit der WWE, dass alle PPVs live und unzensiert ausgestrahlt werden. Vor Kurzem gab der in „Sky“ umbenannte Sender bekannt, dass die vier „PPVs Royal Rumble“, „Wrestlemania“, „Summerslam“ und „Survivor Series“ in Zukunft auch in HDTV ausgestrahlt werden.

Im Januar 2011 gab es eine weitere erfreuliche Nachricht für alle WWE Fans: Sky zeigt seitdem „RAW Live“ sowie die Komplettversion von „Smackdown“, zudem wurde mit „WWE Xperience“ eine weitere WWE-Show ins Programm genommen.

Im März 2012 nahm Sport 1 „Bottom Line“ erneut ins Programm und sendete die Show samstags direkt nach „Smackdown“. Aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten gab es wochenlange Ausfälle der Shows oder Verschiebungen. Da Sport 1 nicht mehr bereit dazu war, die hohen Lizenzgebühren für die WWE-Shows zu zahlen, beendete man die Zusammenarbeit im März 2013 und zeigt seitdem für den Sender das kostengünstigere TNA-Wrestling.