Wie spricht man Taekwondo richtig aus?

Taekwondo ist eine koreanische Kampfkunst, die sich durch dynamische Kicks und präzise Handtechniken auszeichnet. Die Taekwondo Grundtechniken umfassen verschiedene Elemente wie Grundstellung, Blocks, Kicks und Handtechniken. Besonders wichtig ist dabei die korrekte Ausführung der Bewegungen, die durch jahrelanges Training perfektioniert wird.

Wörtlich aus dem Koreanischen übersetzt hat der Begriff Taekwondo folgende Bedeutung:

  • TAE - der Fuß
  • KWON - die Faust
  • DO - der Weg

Der vom Geist gesteuerte Weg von Fuß und Faust! Das die Ausübung dieses Sports findet nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf geistiger Ebene statt, wobei man diese Erfahrung erst machen muss, um eine solche Aussage nicht zu belächeln. Ohne mentale Größe wie Konzentration, Willenskraft und Überwindung, sowie den Erkenntnisgewinn über seine persönlichen Grenzen, wäre die sinnvolle Ausübung von Taekwondo nicht möglich.

Die Ursprünge von Taekwondo

Als einheitliches System wurde Taekwondo erst nach dem zweiten Weltkrieg entwickelt. Seine Wurzeln jedoch reichen bis zu der altkoreanischen Kampfart „Taekyon“ zurück, die seit 37 v. Chr. trainiert wird. Taekwondo wurde in dem Gebiet des heutigen Korea entwickelt und verbreitet, und diente anfänglich dem Schutz der Bevölkerung gegen Überfälle von Banden und bewaffneten Angreifern.

Da man den militärischen Wert dieser Kampfkunst hoch einschätzte, wurde diese waffenlose Selbstverteidigung später auch zur Landesverteidigung gegen Angreifer von Außen eingesetzt.

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Taekwondo in Deutschland

In Deutschland wurde das Taekwondo erstmals 1965 von koreanischen Großmeistern vorgeführt, von denen viele eigene Schulen gründeten und damit den Grundstein für die Entwicklung des Taekwondo in Deutschland legten. Die ersten offiziellen Deutschen Meisterschaften fanden 1968 statt. 1973 wurden dann die ersten Weltmeisterschaften veranstaltet.

Bei den olympischen Spielen 1988 in Seoul (Hauptstadt Korea) und 1992 in Barcelona (Spanien) wurde Taekwondo vorgestellt und als Demonstrationswettbewerb zugelassen.

Merkmale des Taekwondo

Das Charakteristische des Taekwondo und somit der Unterschied zu anderen Kampfsportarten, ist die Vielfalt der Fußtechniken, die im Wettkampf-Bereich zu 90 % angewendet werden. Schon alte Meister haben höchstkomplizierte Verfahren für einem “ Schlag im Flug “ ausgearbeitet. Zu den exotischsten und originellsten gesprungenen Techniken des Taekwondo gehörten der Schlag mit beiden Beinen in entgegengesetzter Richtung.

Ein Merkmal von Taekwondo ist es, Angriffe waffenlos zur Selbstverteidigung abzuwehren. Knöchel, Ellbogen oder Knie werden situativ gebraucht. Im Unterschied zu anderen Kampfkunst-Stilen setzt Taekwondo stärker auf den Einsatz dynamischer Fußtechniken.

Taekwondo für Kinder, Erwachsene und Senioren

Prinzipiell lässt sich sagen, dass Taekwondo für Menschen jeder Altersklasse ideal als Breitensport oder auch als Leistungssport geeignet ist. Man kann beobachten, dass neben Kindern und Jugendlichen auch Erwachsene und sogar Senioren im Alter von ca. 50 Jahren noch sinnvoll an einem Anfängerkurs teilnehmen können, was in vielen anderen Sportarten nicht denkbar wäre.

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Beim Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen gibt es zwei grundlegende Aspekte, den körperlichen und den erzieherischen. Es ist notwendig, das körperliche Training für Kinder nicht zu übertreiben, sondern richtig zu dosieren. Eine wichtige Rolle spielt beim Kindertraining der Erziehungsfaktor: hier werden Dinge wie Respekt, Disziplin und Konzentration besonders betont. Stille Kinder werden z.B. bei Partnerübungen (z.B. Schiffen in den Häfen der Okinawa-Inseln an) positiver Umgang miteinander beigebracht, Rücksicht auf andere zu nehmen.

Doch auch für Erwachsene und Senioren ist Taekwondo eine optimale Form sportlicher Betätigung. Eine regelmäßige und gut dosierte Belastung führt zu einer deutlichen Verbesserung der Ausdauer, Schnelligkeit, sowie der allgemeinen Beweglichkeit. Ferner hat das Trainieren der oben bereits erwähnten psychischen Größen eine gewisse Ausgeglichenheit zur Folge, was sich durchaus positiv auf den Alltag auswirken kann. Die Tatsache, dass Taekwondo eine Individualsportart ist spricht für die Möglichkeit, in jedem Alter ins Training einzusteigen. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wie weit er gehen will.

Taekwondo-Begriffe

Hier ein Versuch, Taekwondo-Begriffe zu erklären und zu interpretieren. Die Begriffe kommen i. d. R. aus dem koreanischen oder dem asiatischen Raum.

Beispielsweise wird im asiatischen Raum der Begriff „Achtung und Respekt vor dem Alter“ aufgeführt und wird auch so übersetzt und in Europa so angewendet. Das ist nicht ganz richtig. Den mit dem Begriff „Alter“ ist in erster Linie Erfahrung gemeint. Eine möglich Interpretation wäre also, die Lebenserfahrung eines älteren Menschen zu akzeptieren oder anzunehmen. Es ist also die Achtung und das Charisma eines Menschen gemeint, nicht nur das Alter. Alter entsteht von alleine.

  • DAN(1. bis 10.) bezeichnet den Meistergrad, den der Sportler durch Prüfungen abgelegt hat. Dieser wird durch tragen eines schwarzen Gürtels gekennzeichnet. Unterteilt werden die Gürtelstufen nochmals in 1. bis 3. Dan (Meisterschüler), 4. Dan (Meister), 5. bis 9. Dan (Großmeister) und 10.
  • DO = Weg bzw. Der Begriff „Do“ ist weit gefächert und schwer zu fassen: von Disziplin, geistiger Einstellung bis hin zur Methodik.
  • Dojang ist das koreanische Wort für Trainingsraum des Kampfsportes. Im Dojang sind einige Regeln einzuhalten als Bestandteil der charakterlichen Fortbildung der Taekwondo Schüler.
  • GYEOKPA - AUCH KYEKPABruchtestHier wird die korrekte Ausführung der Technik abverlangt. Im Regelfall werden Bruchtests auf Bretter ausgeführt.
  • HONGRot: Bezeichnet die Farbe der Weste beim Zweikampf.
  • KUP(10. bis 1.) bezeichnet den Schülergrad den der Sportler durch Prüfungen abgelegt hat.
  • Symbolisiert Taekwondo-Bewegungen, die mit der Hand ausgeführt werden. Bedeutet, dass es neben Stoß- und Schlagtechniken auch Block-Bewegungen gibt.
  • CharyotAchtung!
  • KyongneGrüßen!
  • SijakAnfangen!

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