Die langfristige Diamanten Preisentwicklung lässt sich als eher konstant und wertbeständig beschreiben. Woran sich die Preisentwicklung von Diamanten orientiert und was hinter dem Preisverhalten steckt, erfahren Sie hier.
Der DIAMOND-IX: Ein Index für Diamantpreise
Um Interessenten von Diamanten zur Wertanlage dennoch eine aussagekräftige Indikation für die Preisentwicklung zu geben, hat DIAMONDAS einen eigenen Index auf der Basis seiner Verkaufspreise in Euro entwickelt.
Mit dem Diamanten Investment Index (DIAMOND-IX) veranschaulichen wir für Sie die Wertenwicklung von Diamanten gesuchter Größen und Top Qualitäten zur Wertanlage. Daran können Sie die Wertentwicklung Ihrer Anlagediamanten ablesen und haben die Sicherung Ihres Vermögens im Blick.
Dieser DIAMOND-IX bildet die angebotenen Größen und Qualitäten der von uns angebotenen Diamanten in einer bestimmten Gewichtung ab, die der Häufigkeit des Verkaufs und dem Anteil am Gesamtvolumen entspricht.
Faktoren, die die Preisentwicklung beeinflussen
Kurz- und mittelfristig können sich bei Diamanten je nach Größe und Qualität auch unterschiedliche Preisentwicklungen ergeben.
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Die Gründe dafür können besondere Konstellationen auf den weltweit maßgeblichen Nachfragemärkten in Asien und USA sein, aber auch Verknappungen in der Förderung von Rohdiamanten.
Eine wichtige Rolle spielt immer auch der aktuelle des Kurs des US-Dollars, der die Leitwährung für den internationalen Handel mit Diamanten darstellt.
Diamantenpreise im Vergleich zu anderen Sachanlagen
Die Diamant-Preise entwickeln sich im Gegensatz zu den herkömmlichen Anlageprodukten der regulierten Finanzmärkte nach eigenen Gesetzmäßigkeiten.
Finanzprodukte, zu denen neben Aktien und Anleihen z.B. heute auch Edelmetalle zählen, unterliegen bei ihrer Preisbildung in hohem Maße spekulativen Wetten auf die jeweilige Preisentwicklung.
Die Preisbildung erfolgt in diesen regulierten Finanzmärkten weitgehend anonym über den Computerhandel.
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Grundsätzlich ist festzustellen, dass sich die Preise am Diamantmarkt unabhängig von anderen Märkten entwickeln und vor allem keine Korrelation zu Wertpapieren, aber auch anderen Rohstoffen aufweisen.
Das ist der Grund, warum sich die Preise für Diamanten weniger hektisch und damit auch weniger volatil bewegen.
Wie werden sich die Preise für Diamanten entwickeln?
Die Nachfrage nach natürlichen Diamanten steigt schon seit vielen Jahren kontinuierlich an, weil große Nachfragemärkte mit immer kaufkräftigeren Konsumenten in Asien entstehen.
Aber die Diamantvorkommen sind begrenzt und endlich.
Gleichzeitig ist jetzt bereits erkennbar, dass große Diamantminen schon in den nächsten Jahren geringere Mengen dieses wertvollsten Minerals fördern werden.
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Trotz großer Bemühungen der führenden Minenkonzerne sind neue, ertragreiche Vorkommen nicht in Sicht.
Bei dieser Entwicklung werden steigende Preise die Folge sein müssen.
Sicherlich aber ist der Diamantpreis auch von geopolitischen Entwicklungen, wie Kriegen, Naturkatastrophen, Pandemien etc. nicht unabhängig.
Es war aber der Diamantmarkt, der noch in der Coronazeit in 2021 bereits sein bestes Jahr erlebt hat.
Natürliche Diamanten mit ihrer Entstehungsgeschichte von zwei Milliarden Jahren können also eine interessante und nachhaltige Ergänzung für ein Vermögensportfolio darstellen.
Der Diamantenmarkt: Angebot und Nachfrage
Der Diamantmarkt ist ein traditioneller Warenmarkt, bei dem der Preis in jedem einzelnen Fall zwischen Verkäufer und Käufer direkt ausgehandelt wird.
Dem Angebot eines Diamanten muss also immer eine direkte Nachfrage gegenüberstehen, damit es zu einem Kaufabschluss und einer Preisfixierung des Kaufpreises kommen kann.
Der so entstandene Preis gilt nur für das jeweilige Geschäft, über das die Vertragspartner üblicherweise Stillschweigen bewahren.
Insofern kann er keine Vorgabe für andere, ähnliche Verkaufsverhandlungen darstellen und auch kein Richtpreis für den gesamten Diamantmarkt sein.
Ähnlich verhält es sich auch auf anderen Märkten mit physischen Produkten, wie z.B. beim Verkauf von Autos oder Immobilien.
Es kann also auch keine Wetten auf Diamantpreise geben.
Der Diamantenpreis unterliegt keiner zentralen Preisfestsetzung, er ist somit ein echter „Marktpreis“, welcher sich aus Angebot und Nachfrage ergibt.
Langfristig ist der Diamantenpreis immer gestiegen.
Das liegt daran, dass die weltweite Diamantenproduktion, die Nachfrage nach Diamanten, welche zu Schmuck- und Anlagezwecken geeignet sind, meist nicht decken kann.
Bis auf wenige kurzfristige Ausnahmen, ist die Nachfrage immer größer gewesen, als die Produktion von hochwertigen Diamanten.
Dadurch ist auch der Diamanten-Preis langfristig immer gestiegen und wird es aller Voraussicht nach auch weiter.
Wichtiger Hinweis: Diese Aussage gilt selbstverständlich nur für natürliche Diamanten.
Historische Preisentwicklung
Der Diamantenpreis für einen Einkaräter-Diamant in der besten Qualität lag 1960 bei ca. 2.700 $ und kostete 2010 bereits ca. 25.000 $!
Die Diamantenvorräte bzw. Diamantenvorkommen sind endlich (begrenzt).
Ähnlich anderen Rohstoffen, wie z.B. Rohöl, Gold, seltene Erden, sind auch Diamanten nicht unendlich zu fördern, da ihre Vorkommen immer geringer werden.
Der Aufwand, der von den Minengesellschaften betrieben werden muss, um ein Karat hochwertiger Diamanten zu fördern, wird stetig größer und liegt oftmals schon jetzt an der Schwelle der Wirtschaftlichkeit.
Einige ehemals ergiebige Diamantenminen sind erschöpft und geschlossen bzw. werden nicht weiter abgebaut.
Eine der weltweit größten und bekanntesten Diamantenminen, die ARGYL-Mine aus Australien, wurde Ende 2020 geschlossen!
Das heißt, dass das Angebot in der Zukunft weiter abnehmen wird.
Gleichzeitig wird die weltweite Nachfrage nach Diamanten ständig zunehmen, da immer mehr ehemalige Schwellenländer heute zu den Industrieländer zählen und die Nachfrage nach Diamanten von dort immer weiter angetrieben wird.
Qualitätsmerkmale und ihr Einfluss auf den Preis
Neben der Größe/dem Gewicht ist das mit Abstand wichtigste Kriterium für den Preis eines Diamanten dessen Qualität.
Desto besser die Qualität eines Diamanten ist, desto seltener ist er.
Da Diamanten hoher Qualität wesentlich seltener sind als solche in einfachen Qualitäten, sind sie auch gefragter und kosten mehr.
Jeder kennt im Zusammenhang mit einem Diamanten oder Brillanten den Begriff „Lupenrein“.
Einigen wird auch der Begriff der „4C“ im Zusammenhang mit Diamanten geläufig sein.
Hier erfahren Sie wissenswertes bezgl. „4C“ ist die Abkürzung für die vier englischen Begriffe Carat (Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff).
Zusätzlich gibt es noch einige weitere Qualitätsmerkmale.
Diese sind z.B. Politur und Symmetrie, Zertifikat (von welchem Institut stammt das Diamantzertifikat/die Diamantexpertise) und Fluoreszenz (bei vorhandener Fluoreszenz kann der Diamant unter UV-Licht leicht schimmern/leuchten).
Als weiteres Qualitätsmerkmal sei hier eine Besonderheit genannt, die in den letzten Jahren eine immer stärkere Beachtung findet, die Herzen & Pfeile (Hearts & Arrows) - ein spezielles Muster, was sich unter einem optischen Gerät zeigt.
Jede einzelne dieser Eigenschaften - und noch mehr - haben einen Einfluss auf den Preis bzw.
Das Gewicht eines Diamanten wird international in Carat (englisch) oder Karat (deutsch) angegeben.
