Die Platin Karat Tabelle: Ein umfassender Leitfaden für Goldlegierungen

Gold wird seit Jahrtausenden für die Herstellung von Schmuck genutzt. Das funkelnde Material wird unter anderem wegen seiner Seltenheit, Beständigkeit und der einzigartigen Farbe sehr geschätzt. Reines Gold (Feingold) wird für die Schmuckherstellung in der Regel mit Silber und Kupfer legiert (vermischt), sodass die Härte, Festigkeit und Polierbarkeit optimiert werden können, denn Feingold ist extrem weich und somit nicht sehr stabil und alltagstauglich.

Was bedeutet Karat bei Gold?

Karat (abgekürzt als „K“ oder „kt“) ist eine Maßeinheit, die den Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung angibt. Karat wird häufig verwendet, um den Goldgehalt in Schmuck, Münzen und anderen Goldgegenständen zu messen und zu kennzeichnen. Ein Karat entspricht einem Zwanzigstel (1/20) des Gesamtgewichts der Goldlegierung. Mit anderen Worten, wenn Sie von einem 24-Karat-Gold sprechen, bedeutet dies, dass das Gold zu 100 Prozent rein ist, da 24/24 Karat reinem Gold entsprechen.

Die sogenannte «Legierung» wird dann z.B. als 18 Karat bzw. Die hochwertigste und beliebteste Legierung für Goldschmuck in der Schweiz ist 18 Karat (750), die auch wir nutzen. In unserem Goldschmiedeatelier arbeiten wir vorwiegend mit 750er bzw. 18 Karat Gelbgold, Roségold sowie Weissgold.

Was bedeutet 750er Gold?

Was ist mit 750er Gold bzw. Die Zahl 750 steht für den Feingehalt einer Goldlegierung, d.h. Eine 18 Karat (750er) Legierung besteht in der Regel aus Feingold, Silber und Kupfer. Je kleiner die Zahl des Feingehalts (750, 585 etc.), desto weniger Gold ist effektiv in der Legierung enthalten. In Deutschland gibt es zudem noch 333er Gold.

Die beigemischten Bestandteile sind wesentlich günstiger als Gold, weshalb der Preis mit sinkendem Goldgehalt tiefer wird. Optisch sind für Laien die unterschiedlichen Legierungen meist nur am Feingehaltsstempel erkennbar (z.B. Die Anteile an Silber und Kupfer variieren wie erwähnt je nach gewünschter Goldfarbe. Bei Roségold wird etwas mehr Kupfer als Silber verwendet, sodass die Farbe etwas rötlicher wird als beispielsweise bei Gelbgold. 18 Karat Gelbgold hat durch den hohen Goldanteil (75 %) eine wunderschöne warme Gelbgoldfarbe.

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Eigenschaften und Vorteile von Goldlegierungen

Goldlegierungen sind die Verbindung zweier oder mehrerer Metalle. Dadruch konnten man die Eigenschaften dieser Metalle verbessern und deren Verwendungsmöglichkeiten erweitern. Goldlegierungen werden durch Erhitzen von Gold und anderen Metallen gemeinsam eingeschmolzen. Damit war es möglich, glänzende und robuste Münzen, brillante Schmuckstücke sowie massive Goldbarren für Anleger herzustellen.

  • Farbanpassung: Goldlegierungen werden hergestellt, um die natürliche goldene Farbe des reinen Goldes zu variieren. Dies ermöglicht die Schaffung von Goldschmuck in verschiedenen Farbtönen, einschließlich Gelbgold, Weißgold und Roségold, je nach den Vorlieben der Verbraucher.
  • Härte und Haltbarkeit: Reines Gold (24 Karat) ist sehr weich und anfällig für Kratzer und Verformungen. Durch Zugabe von anderen Metallen wie Kupfer, Silber oder Palladium wird die Härte und Haltbarkeit von Gold erhöht.
  • Verbesserung der Verarbeitbarkeit: Goldlegierungen können so formuliert werden, dass sie leichter bearbeitet und geformt werden können.
  • Verbesserung der Eigenschaften: Bestimmte Goldlegierungen werden in der Elektronikindustrie verwendet, aufgrund ihrer hervorragenden Leitfähigkeit für Elektrizität und ihrer Korrosionsbeständigkeit. Beispielsweise werden sie in der Medizin für Implantate und medizinische Geräte verwendet, aufgrund ihrer Biokompatibilität und ihrer Fähigkeit, korrosionsbeständig zu sein.

Verschiedene Arten von Goldlegierungen

Mithilfe von Silber, Kupfer, Palladium, Platin, Nickel oder Zink können die Eigenschaften udn das Erscheinungsbild von Gold erheblich verändert werden und somit die Qualität verbessern. Im Folgenden erfahren, welche die wichtigsten Goldlegierungen sind und was diese kennzeichnet.

Weissgold

Weiss- bzw. Weißgold ist eine Goldlegierung, die einen silbrigen Farbton hat. Diese Farbe hat einen hohen ästhetischen Wert, weshalb Weißgold zumeist für die Herstellung von Schmuckstücken wie Verlobungsringen, Halsketten, Ohrringen und Armbändern verwendet wird. Sie wird auch für die Herstellung von Luxusuhrengehäusen genutzt und verleiht den Uhren ein elegantes und ansprechendes Aussehen.

Um dies zu erreichen, wird Gold mit Metallen wie Nickel, Palladium oder Platin in eingemischt. In einigen Fällen kann auch Zink oder Silber verwendet werden, um den Farbton leicht anzupassen. Der genaue Anteil und die Art des beigemischten Metalls können die Farbnuance und die Eigenschaften der Legierung beeinflussen. Typischerweise enthält Weißgold 14 Karat (58,3 % Gold) oder 18 Karat (75 % Gold) Gold. Sie sind in der Regel haltbarer als reines Gold (24 Karat) und weniger anfällig für Kratzer und Abnutzung. Im Vergleich zu Legierungen, die mehr Nickel enthalten, sind viele moderne Weißgoldlegierungen allergikerfreundlicher, da sie oft palladiumhaltig sind.

Weissgold gibt es in dieser dunkelgrauen Farbe nicht in der Natur. Um der Legierung die gelbe Goldfarbe weitgehend zu entziehen, werden Edelmetalle wie z.B. Palladium, Platin oder Silber beigemischt. Um den Gelbstich noch weiter zu minimieren, wird Weissgoldschmuck am Schluss oftmals noch mit einer Schicht Rhodium überzogen.

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Roségold

Eine besonders zarte Form der Legierung ist die entzückende Rotgold - und Rosegoldlegierung. Die feminine Erscheinungsform des Goldes im rosafarbenen Mantel hat einen kennzeichnenden warmen Glanz, der durch Verschmelzung von Kupfer und Gold zustande kommt. Der rosafarbene Farbton von Roségold variiert je nach Kupfergehalt und kann von einem zarten Rosa bis zu einem tiefen Rot reichen.

Roségold ist eine Goldlegierung, die hauptsächlich aus Gold besteht. Roségold kann durch spezielle Legierungstechniken und Oberflächenbehandlungen weiter verfeinert und angepasst werden, um unterschiedliche Farbtöne und Oberflächenstrukturen zu erzeugen. Wegen seiner edlen und anmutigen Farbe wird Roségold vorwiegend für die Herstellung von Schmuck oder für das Gehäuse von Luxusuhren verarbeitet.

Gelbgold

Gelbgold ist eine der königlichsten und reinsten Legierungsformen. Seine gelbe Farbe reflektiert den reichhaltigen Goldgehalt und eignet sich hervorragend, um Schmuckstücke wie Ringe, Halsketten, Ohrringe oder Armbänder herzustellen. Diese Goldlegierung trägt eine lange Tradition und ist die am häufigsten verwendete Legierung.

Gelbgold ist eine Goldlegierung, die hauptsächlich aus Gold besteht. Gelbgold enthält 14 Karat (58,3 % Gold) oder 18 Karat (75 % Gold) Gold. Um den charakteristischen gelben Farbton zu erzielen, werden in der Regel Silber und Kupfer in die Legierung eingemischt. Gelbgoldlegierungen sind in der Regel haltbarer als reines Gold (24 Karat) und weniger anfällig für Kratzer und Abnutzung.

Grüngold und Blaugold

Grüngold oder Blaugold wird gelegentlich für Schmuck verwendet, insbesondere für individuelle und avantgardistische Designs. Es verleiht Schmuckstücken einen einzigartigen und auffälligen Farbton. Für den charakteristischen Grün- oder Blaufarbton werden üblicherweise Kupfer, Silber, Cadmium, Kobalt in speziellen Proportionen hinzugefügt. Manchmal werden auch andere Metalle wie Palladium oder Zink verwendet, um den Farbton zu modifizieren.

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Die Verwendung von Grün- oder Blaugold in der Schmuckherstellung erfordert oft eine sorgfältige Gestaltung, um die einzigartige Farbe des Materials optimal zu nutzen. Daher kann der Erwerb von Grün- und Blaugold manchmal teurer ausfallen. Da diese Legierung weniger verbreitet ist, kann Schmuck aus Grün- oder Blaugold einzigartig und individuell gestaltet werden. Wie andere Goldlegierungen ist Grün- oder Blaugold in der Regel haltbarer als reines Gold (24 Karat) und weniger anfällig für Kratzer und Abnutzung.

Die Punzierung von Goldlegierungen

Die Punzierung - oder auch „Punze“ - in der Goldlegierung bezieht sich auf das Anbringen von Stempeln oder Markierungen auf Goldschmuck oder Goldmünzen, um Informationen über die Goldlegierung und andere wichtige Details zu kennzeichnen. Diese Markierungen sind entscheidend, um die Echtheit und Qualität des Goldes zu überprüfen und sicherzustellen. Die Anforderungen an die Punzierung könenn sich je anch Land und Region unterscheiden. Dazu wird ein Schlagstempel oder ein sog. Punziereisen verwendet. Bei Schmuckstücken wird die Punzierung meist an einer unauffälligen Stelle in Form von Nummern angebracht. Die Zahlen stellen dabei den Anteil an Edelmetallen dar - also den Feigehalt. Dieser Stemple wird auch als Feingehaltsstempel bezeichnet. Ebenso können auch andere Information in dieser Punzierung enthalten sein.

Gold als Anlage: Barren und Münzen

Neben Schmuck gelten insbesondere Barren und Münzen aus Edelmetallen als Sparerprodukte. Sie werden überwiegend aus Gold und Silber hergestellt. Sie werden im Handel nur inklusive Mehrwertsteuer angeboten. Eine direkte Lagerung im Schweizer Zollfreilager ermöglicht den Silberkauf ohne MWST.

Barren und Münzen werden in unterschiedlichen Gewichtseinheiten angeboten. Erhältlich sind sie in Gramm oder Unzen. Eine Feinunze Gold oder Silber sind rund 31,103 Gramm.

LBMA-zertifizierte Hersteller garantieren hochwertige Edelmetalle. Ihre Güte und Herkunft lassen sich jederzeit überprüfen.

Barren werden entweder gegossen oder geprägt sowie eindeutig gekennzeichnet. Münzen unterliegen dagegen einem aufwendigen Prägeprozess.

Während Edelmetallmünzen zur Vermögenssicherung eingesetzt werden können, besitzen Medaillen meist nur einen ideellen Wert.

Barren oder Münzen sind am besten im stationären- oder Online-Fachhandel erhältlich. Zum Werterhalt ist eine sichere Lagerung notwendig.

Tabelle: Feingoldgehalt und Karat

Karat Feingoldgehalt (Promille) Feingoldgehalt (%)
24 Karat 999,9 99,99%
18 Karat 750 75%
14 Karat 585 58,5%
9 Karat 375 37,5%
Krügerrand 916,67 91,67%