Mehr als drei Jahre nach dem Erscheinen von UFC 4 hat EA SPORTS mit diversen Videos die Werbetrommel für EA SPORTS UFC 5 gerührt. Dabei stand immer wieder der Umstieg auf die hauseigene Frostbite Engine im Fokus, die das Spiel noch realistischer darstellen soll.
Allgemeine Gameplay-Verbesserungen
In Sachen Gameplay versprachen die Entwickler in den diversen Videos vorab, dass es sich durch die Frostbite Engine und Tweaks am Gameplay an sich besser spielen wird denn je zuvor - realistischer, aber auch für den Spieler mit mehr Feedback, d.h. ein ausführliches Tutorial gibt euch die Möglichkeit, in die recht komplexe Steuerung des Spiels einzutauchen.
Ein neuer bzw. stark überarbeiteter Aspekt sind die Verletzungen der Fighter. Schwellungen im Gesicht, Probleme am Körper, den Armen oder den Beinen - all das spielt nun eine gewichtige Rolle und kann sogar dazu führen, dass der Arzt am Octagon in selbiges steigt, den Fighter untersucht und den Kampf vorzeitig abbricht, da eine Verletzung vorliegt.
Man merkt eben schon, wann die Treffer sitzen und bekommt auch dank der neuen Grafikengine visuell schnell dargestellt, dass da gerade wirklich ein Auge zuschwillt und Gefahr besteht, dass der Kampf gleich zu Ende ist.
Die Visualisierungen bzw. das Treffer-Feedback hat man in UFC 5 auf jeden Fall verbessert. Schläge haben - wenn sie denn voll treffen - richtigen Impact und werden mit leichten Bildschirmeffekten sehr gut in Szene gesetzt. Diese wirken auch keineswegs aufdringlich oder störend, sondern fügen sich gut ins Gesamtbild ein.
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Die imposanten Knockout-Kameras im Kinostil setzen der Präsentation dann wirklich die Krone auf - so macht es Spaß, das Finish des Matches noch einmal präsentiert zu bekommen.
Karrieremodus in UFC 5
Auch in UFC 5 darf ein Karrieremodus natürlich nicht fehlen. Entweder ihr importiert euch einen bereits vorhandenen Fighter oder ihr erstellt jemand neues, mit dem ihr dann eure Reise beginnt. Die Karriere kann sowohl mit männlichen als auch mit weiblichen Kämpfern gespielt werden.
Zu Beginn werdet ihr zur Social Media Sensation, da ihr einen imposanten Sieg in einem Hinterhof-Kampf einfahrt. Ab diesem Punkt hat sich die Karriere nicht grundlegend verändert und gerade zu Beginn durchlauft ihr viele, viele Trainings, die euch als Tutorial dienen, um die verschiedenen Gameplay-Aspekte des Spiels kennenzulernen.
Diese Trainings könnt ihr auch überspringen, wenn ihr bereits firm mit dem Spiel seid. Für Neulinge sicherlich ganz interessant. Wir müssen aber zugeben, dass es doch ziemlich zäh wirkte und man letztlich an der Karriere nur marginale Änderungen vorgenommen hat.
Wenn du dich in „EA Sports UFC 5“ zurechtfinden möchtest, empfehlen wir dir, mit dem Solo-Karrieremodus Durchzustarten. Im Hauptmenü findest du die Option „Karriere“, wo du deinen eigenen Kämpfer erstellen kannst. Das ultimative Ziel in diesem Modus ist es, zum GOAT aufzusteigen.
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Sobald du die ersten Kämpfe gewonnen hast, wirst du Teil der UFC. Im Karrieremenü findest du dann das „GOAT“-Menü, das dir alle Anforderungen zeigt, die du erfüllen musst, um zum GOAT zu werden. Wenn du dann weiter nach unten schaust, siehst du deinen Gesamtfortschritt.
Sobald du dir einen ersten Überblick verschafft hast, entscheide dich für eine Gewichtsklasse und einen Typ. Bald wirst du im Karrieremodus vom unbekannten Amateur zum UFC-Superstar aufsteigen ... bist du bereit, der nächste UFC-Weltmeister zu werden?
Tipps und Tricks für den Karrieremodus
Um den Karrieremodus möglichst zügig abzuschließen, solltest du den Schwierigkeitsgrad auf „Leicht“ stellen. Vor jedem Kampf wählst du das einwöchige Trainingslager aus, konzentrierst dich auf den Hype und die Promotion und lässt das Sparring aus.
Im Trainingslager kannst du mit Dreieck die Woche überspringen. Im Kampf selbst strebst du an, deinen Gegner in der ersten Runde durch Submission zu besiegen. Mit L2 + Quadrat + X führst du einen Takedown durch und setzt dann Submissions ein, bis dein Gegner aufgibt. Das Ganze sollte nicht länger als 30 bis 60 Sekunden dauern.
Hier sind einige zusätzliche Tipps, um im Karrieremodus erfolgreich zu sein:
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- Im Gegensatz zu KO Siegen, erleidet ihr durch Submissionsiege einen relativ geringen Karrieregesamtschaden.
- Die Chancen auf "Sub of the Night" sind relativ hoch, da anfangs, eure "Konkurrenzkämpfe" meist durch KO oder Ent entschieden werden!
- Ihr bekommt etwas weniger Entwicklungspunkte und müsst minimale Faneinbußen hinnehmen! Ihr könnt ja drei Bereiche trainieren: Stand/Clinch/Boden!
Trainingstipps
- Vermeidet "Schwere" Trainingsintensitäten! Die bringen euch zwar in der Kämpferentwicklung weiter, aber das Risiko, dass ihr mit Verletzungen in den Kampf steigt, ist sehr sehr hoch!
- Startet anfangs in irgendeiner Kategorie (je nachdem was ihr trainieren wollt) mit mittlerer / leichter Intensität. Dann wechselt die Trainingskategorie!
- Achtet darauf, dass in einer anderen Kategorie bei "leichter" Intensität ein mittleres Verletzungsrisiko bestehen kann!
- Manchmal kann es vorkommen, dass am ersten Trainingstag in sämtlichen Kategorien (egal bei welcher Intensität) ein mittleres Verletzungsrisiko besteht! Ist das der Fall, würde ich euch empfehlen wirklich nur mit einer leichten Intensität zu trainieren!
- Konzentriert euch am Anfang vor allem auf Submissionoffensive sowie auf die Takedownoffensive!
- Wechselt die Kategorie nach jeder Session! Achtet dort unbedingt am Anfang eurer Laufbahn vor allem auf die Ausdauerboosts!
- Achtet auf Verschleisserscheinungen: Die können auftreten, wenn man 2 oder 3 Trainingssessions in der selben Kategorie hinter sich gebracht hat oder wenn ein bestimmter Athletikbereich schon länger keinen Boost erhalten hat!
Kämpfer-Erstellung und Skill-Auswahl
- Ich selbst bevorzuge den Skill Stil "MMA Kämpfer"!
- "Guard Experte" (Positionswechsel gehen schneller von der Hand bzw. "Sambo Spektakel": Powerwürfe verursachen größeren Schaden! Habt ihr dazu noch einen Powertakedown mit Stufe 3 ausgerüstet und diesen Vorzug, hat euer Gegner nix zu lachen!
- Rüstet euch auf jeden Fall Submissions zu eurer Verteidigung aus! Irgendwann werdet ihr auf brutale Ground und Pound Spezialisten treffen, die übelst schwer zu verteidigen sind!
- Rüstet euch unter Clinch die schnelle Variante von "Thai Clinch" und "Over Under" aus!
- Die Over Under eignet sich hervorragend für die Technik "Hoher Bodylock" (könnt ihr ebenfalls ausrüsten) Hier handelt es sich eigentlich um einen einfach umsetztbaren Wurf mit enormen Impact!
- Ebenfalls gemein: "Double Knee" unter "Kicks"!
- Legt euch außerdem noch eine "Flying Submission" zu!
Umgang mit Verletzungen
Mit 12 Titelverteidigungen und nahezu nur Knockouts läuft es wirklich gut, aber bei jedem kleinen Cut den meine Gegner mir hinzufügen, leiden meine Attribute extremst. Es ist wirklich nervig, da ich meinen Stand und meine Gesundheit unbedingt auf 5 Sterne bringen will aber diese jedes mal ausgeglichen werden müssen.
Einfach nach dem Kampf die Attribute wieder herstellen. Das kostet doch weniger als sie neu zu lernen. So viel rot hab ich bei mir aber noch nie gesehen.
Punch-Karten-System
Als Nächstes erscheinen die XP als Stufenfortschritt auf deiner Punch-Karte. Online-, bzw. Offline-Kämpfe werden mit unterschiedlichen XP-Mengen belohnt, also nimm an beiden teil.
Die XP-Menge, die du benötigst, um deine Punch-Karte hochzuleveln, kann von Stufe zu Stufe variieren. Darüber hinaus kann die Punch-Karte aus Woche 2 anders hochleveln als die aus Woche 1.
Darüber hinaus werden hin und wieder Alter Egos angeboten, die ebenfalls Coins kosten. Passe das Aussehen deiner Kämpferin/deines Kämpfers an wie du möchtest.
Grafik und Präsentation
Die Frostbite Engine beschert dem Spiel eine wirklich eindrucksvolle Präsentation in Zwischensequenzen, grafisch ist das Spiel damit über jeden Zweifel erhaben, darüber müssen wir nicht reden. Sobald der Fight dann aber beginnt, sieht es nahezu 1:1 aus wie UFC 4.
So überzeugt die Simulation ab der ersten Sekunde mit ihrer grafischen Präsentation. Wir befinden uns sehr nah am Kampfgeschehen und blicken von der Seite auf die Kampfzone, sodass wir sowohl die Kämpfer als auch das wirklich großartig gestaltete Drumherum gut erkennen können.
Besonders beeindruckend ist dabei der Detailgrad der Darstellung, denn wir erkennen nicht nur einzelne Muskelpartien an den austrainierten Oberkörpern, Armen und Beinen der Sportler, sondern können hier auch genaustens die Bein-, Arm- und Gesichtsbehaarung und auch die Schweißtropfen erkennen, die den Körper herunter laufen.
Dieser Eindruck wird von der perfekten Inszenierung außerhalb der Ringbegrenzung noch zusätzlich unterstrichen. So beobachten wir im Hintergrund nicht nur authentische Reaktionen des Publikums, sowohl optische als auch akustische, sondern können auch die Arbeit von Punktrichtern, Trainern und Fotografen verfolgen, die einen großen Teil zur rundum überzeugenden Atmosphäre beitragen.
Ergänzend zur grafischen Darbietung passt auch die Kommentarspur sehr gut ins Bild und sorgt für eine glaubhafte und realitätsnahe Untermalung der Kämpfe. Die englische Variante kann hier in Sachen Emotion sogar noch ein gutes Stück mehr begeistern als die sehr solide deutsche Sprachausgabe.
Auch um die Kämpfe herum, zum Beispiel bei der Präsentation der Fighter, bei der Einführung durch den Ringsprecher oder auch bei der Siegerehrung am Ende, gibt sich UFC 5 keine Blöße und glänzt mit gelungenen Gesichtsanimationen und Gestiken sowie mit schön inszenierten Jubel- und Glückwunschszenen, die das ganze harmonisch abrunden.
Dynamik und Steuerung
Weiterhin ist auch die Dynamik der Kämpfe äußerst gut gelöst. So können sich unsere Gegner und auch wir selbst in eine Art Rausch kämpfen, wenn das sogenannte Grappling-Momentum erhöht wird. Dies passiert durch erfolgreiche Angriffe und Blocks oder auch, wenn es uns gelingt, dem Kampf unser Tempo aufzudrücken, indem wir den Gegner daran hindern, seine Position zu verbessern.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Ausdauer, die sich durch unsere Aktionen verringert. Greifen wir vermehrt mit reduzierter Ausdauer an, leert sich der Balken sogar noch schneller, was letztlich dazu führt, dass unsere Angriffe und allgemeinen Bewegungen langsamer und weniger effektiv werden.
Schön ist auch, dass wir angezeigt bekommen, wo unsere Treffer landen beziehungsweise wo wir selbst getroffen wurden, was es uns erlaubt, diese Körperbereiche verstärkt zu bearbeiten, um Verletzungen zu verursachen oder eben auch zu schützen, um diese zu verhindern.
Die Schläge und Tritte der Kämpfer fühlen sich übrigens sehr wuchtig an und werden optisch richtig ordentlich in Szene gesetzt.
Insgesamt ist die Steuerung von UFC 5 wirklich sehr griffig geraten und lässt uns die unterschiedlichen Aktionen, von verschiedenen Angriffen, über das Ausweichen und Blocken, bis hin zum Nahkampf bei Clinch, Takedown oder Submission nicht nur komfortabel ausführen, sondern diese dank der hochwertigen Animationen und der glaubhaften Inszenierung auch sehr intensiv erleben.
Spielmodi
Bei der Auswahl an Spielvarianten bietet UFC 5 mehrere, wenn auch nicht übermäßig viele, Möglichkeiten - online wie offline. So können wir im “Jetzt kämpfen” - Modus schnell in ein Match einsteigen und hier entweder gegen die KI oder gegen einen lokalen Mitspieler antreten.
Richtig cool ist außerdem der Event-Creator, der uns eigene Turniere oder Events erstellen lässt. Dabei dürfen wir sämtliche Einstellungen selbst vornehmen, von der Anzahl an Kämpfen über den Austragungsort bis hin zum Spielstil oder dem KI-Verhalten.
Wer sich online mit anderen messen möchte, kann ebenfalls aus mehreren Möglichkeiten wählen, benötigt hierfür aber natürlich ein entsprechendes Gamepass-Core-Abo, um die Onlinefunktionen nutzen zu können.
Fazit
UFC 5 bietet ein mehr als ordentliches Paket für Kampfsportfans und überzeugt dabei nicht nur mit einer kleinen aber feinen Auswahl an Spielmodi. Gerade auch die sichtbar aufpolierte Präsentation im Ring, die in Sachen Brutalität, Intensität und Atmosphäre wahrlich kein Blatt vor den Mund nimmt, kann rundum überzeugen und liefert spannende und eindringliche Kampfevents, sowohl in großen Arenen als auch im Backyard nebenan.
