Die Aiblinger Judoka reisten im Rahmen der bei den Olympischen Spielen stattfindenden Judowettbewerbe nach Paris und freuten sich auf hochklassigen Kampfsport.
Aiblings Judochef und Vorsitzender der Ü30-Kommission des Weltverbands, Denis Weisser: „Für die meisten von uns sind es die ersten Olympischen Spiele, die ‚live‘ erlebt werden und es ist ein besonderes Erlebnis, Judo auf diesem höchstklassigen Niveau sehen zu dürfen. Es war ein einmaliges Highlight.“
Er bedankte sich bei der Internationalen Judo Föderation IJF und ihrem Präsidenten Marius L. Vizer, der die Karten zur Verfügung gestellt hat.
Hochklassige Begegnungen in Paris
Die Judoka des Judo Teams Bad Aibling waren bei den Wettbewerben der Männer bis 66 Kilogramm und der Frauen bis 52 Kilogramm anwesend und freuten sich über hochklassige und spannende Begegnungen.
Bei den Männern siegte Hifumi Abe, der Superstar aus Japan, der sich im Finale gegen Willian Lima aus Brasilien durchsetzen konnte. Seine ebenfalls hochfavorisierte Schwester Uta Abe konnte sich trotz gutem Wettkampfbeginn überraschenderweise nicht behaupten.
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Sie unterlag der späteren Olympiasiegerin Diyora Keldiyorova aus Usbekistan, die im Finale gegen Kosovarin Distria Krasniqi gewinnen konnte.
Robert Buendowski, der Organisator und Trainer der Aiblinger: „So ist Kampfsport eben. Es kann immer Überraschungen geben. Wir haben herausragendes Judo und eine wahnsinnig tolle Stimmung in der Halle, aber auch in ganz Paris erleben dürfen.“
Motivation für das Training in Aibling
Die Aiblinger Judoka waren von Olympia 2024 am Fuße des Eiffelturms begeistert und nahmen diese großartige Stimmung als Motivation für das sommerliche, überwiegend im Kampfsportraum in der Sporthalle im Sportpark Bad Aibling stattfindende Training mit nach Hause und blicken bereits nach vorne, in Richtung der neuen Saison 2024/2025.
Auf Seiten der IJF (International Judo Federation) war der Aiblinger Judoka Teodor Pop mit von der Partie. Er war im Management-Team des Weltverbands tätig und freute sich über hochkarätige Gäste bei der Judo-Veranstaltung:
„Wir hatten den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron in der Halle und die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock. Dies zeigt den hohen Stellenwert des Judos in Frankreich, aber auch die Wertschätzung der Bundesregierung für unseren Sport, klasse!“
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Ausblick auf die neue Saison
Denis Weisser: „Es steht in Kürze die Entscheidung an, ob wir mit der Männermannschaft der Kampfgemeinschaft Bad Aibling - Grafing nach unserem großartigen Sieg in der Bayernliga 2024 des Bayerischen Judo-Verbands nun in die 2. Judobundesliga des Deutschen Judo-Bunds aufsteigen.
Ebenso sind wir bezüglich der zahlreichen Schuljudoprojekte am Verhandeln. Die Nachfrage ist sehr groß. Die TuS-Judoka waren 2021 trotz Corona wieder sehr aktiv und einige tolle Erfolge wurden eingefahren. Auch in den Sommerferien wurde trainiert, Gürtelprüfungen und Kadermaßnahmen standen auf dem Programm. Doch der Blick geht nach vorne: „Mit dem Ende der Sommerferien beginnt die neue Saison“, so Denis Weisser, Abteilungsleiter der Aiblinger Kampfsportler.
Helge Derx, langjähriger Trainer und Mitglied der Abteilungsleitung: „Judo macht man bei uns vom Schulalter und dann ohne Limit. Und immer macht’s Spaß.
Dabei stehen nicht nur die Athletik und der Wettkampferfolg im Mittelpunkt, sondern auch das Mentale - nämlich die Judowerte wie „Freundschaft“, „Respekt“, „Hilfsbereitschaft“ und weitere mehr.
Abteilungsleiter Denis Weisser: „Anfänger und Anfängerinnen sind herzlich willkommen, wir freuen uns über neue Gesichter.
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Erfolge der Aiblinger Judoka
Aufgrund seiner guten Leistungen im Vorjahr wurde Maxim Weisser vom TUS Bad Aibling in den Bayernkader berufen, was in der aktuellen Kaderliste des Bayerischen Judoverbands festgeschrieben wurde. Er ist nun im D3-Kader gelistet und bereitet sich aktuell auf die Bayerischen Meisterschaften der U18 vor, einer Alterskategorie, in der er in 2022 zum ersten Mal zugehört.
Noch ungewiss ist dagegen, in welcher Gewichtsklasse der Aiblinger Kampfsportler bei den nächsten Turnieren antreten wird.
Sein älterer Bruder Patrick findet sich im D-Kader wieder, so dass er sich ebenfalls mindestens zu den besten bayerischen Judoka zählen darf. Der 20-jährige trainierte im Dezember und erneut im neuen Jahr in Berlin-Kienbaum, sowie am Stützpunkt Großhadern des Deutschen Judobundes und bereitet sich mit der Männer-Nationalmannschaft auf die anstehenden Aufgaben vor.
Die für Januar terminierte Deutsche Meisterschaft der Männer, bei der Weisser beim letzten Mal mit einem starken fünften Platz abschloss, wurde coronabedingt auf den Herbst verschoben.
Dennoch gilt es für Weisser sich für die anstehenden Aufgaben in Form zu bringen und für Höheres zu empfehlen. Der Drittplatzierte der Deutschen U21-Meisterschaften von 2020 (Kategorie -60 Kg) und 2021 (bis 66 kg) möchte sich im Männerjudo etablieren und absolviert derzeit einen 14-tägigen Lehrgang mit Deutschlands Besten, unter der Regie des Judobundestrainers der Männer, Pedro Guedes.
Ranglistenturnier in Palling
Juni wurde vom Bayerischen Judoverband (BJV) für den Bezirk Oberbayern das zweite Ranglistenturnier in diesem Jahr für die Jugend der U15, U18 und U23 veranstaltet. Ausrichter des sehr gut organisierten Turniers war der TSV Palling.
Auf insgesamt drei Mattenflächen konnten sich die Jugendlichen aus ganz Oberbayern und den angrenzenden Bezirken messen. Es galt noch letzte Punkte zu sammeln und sich damit einen Startplatz für den in drei Wochen stattfindenden René-de-Smet-Pokal und Bayernpokal zu sichern.
Bei diesen Pokalturnieren kämpfen die besten Judoka aus den acht Judo-Bezirken in Mannschaftswettbewerben um die bayerische Krone im Jugend-Judo. Das Ranglistenturnier in Palling hatte somit eine gewisse Brisanz. Aus diesem Grund war auch die Bezirksjugendleitung, bestehend aus Uwe Henze und Hannah Kitzberger vor Ort und beobachtete die Kämpfe genau.
Die Judoabteilung des TuS Bad Aibling war mit insgesamt neun Kämpferinnen und Kämpfern stark vertreten.
Erfolge beim Ranglistenturnier
Einen sehr guten Start in das Turnier fanden die beiden Routiniers Maxi Osterloher und Stefan Holzmeier (beide U18). Souverän gewannen sie alle ihre Vorrundenkämpfe vorzeitig, durch sehenswerte Stand- und Bodentechniken. Erst in den Finals mussten sich beide ihren Gegnern geschlagen geben. Nichtsdestotrotz eine sehr starke Leistung von den beiden - die Silbermedaillen waren der verdiente Lohn.
Angespornt von dem Erfolg ihrer Teamkameraden, wurde es anschließend für die Altersklasse der U15 ernst. Fiona Nowak, Evelyn Petter, Raphael Neustätter und Mariia Plakunova zeigten sich an diesem Tag sehr gut auf das Turnier vorbereitet und eingestellt. Sie gewannen alle ihre Begegnungen vorzeitig und sicherten sich somit die Goldmedaille.
Louisa Nowak steuerte zum Teamerfolg einen ausgezeichneten dritten Platz und somit die Bronzemedaille bei. Ein gelungenes Debut in der neuen Altersklasse feierte Nora Skrynecki. Die 12-jährige zeigte eine sehr gute Leistung und verpasste mit dem fünften Platz nur knapp eine Medaille. Pech hatte Adrian Graupner, welcher an diesem Tag gegen gute Gegner das Nachsehen hatte und sich, trotz guter Leistung, nicht platzieren konnte.
„Unsere Kämpferinnen und Kämpfer sind sehr konzentriert in ihre Begegnungen gegangen. Jeder zeigte den nötigen Biss und konnte das Trainierte auch sehr gut im Kampf umsetzen.
