Die Geschichte des Judo in Bad Aibling

Die Judoka des TuS Bad Aibling gehören zu den erfolgreichsten Vereinen in der Region.

Erfolge bei Meisterschaften

Drei junge Judoka des TuS Bad Aibling haben sich bei der offenen oberbayerischen Meisterschaft der U18 in Fürstenfeldbruck die Titel geholt.

  • Maximilian Osterloher siegte in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm.
  • Maxim Weisser im Limit bis 60 Kilogramm.
  • Stefan Holzmaier bis 66 Kilogramm.

Allen drei Aiblingern gelang ein guter Start ins Turnier und sie erreichten das jeweilige Finale. Lediglich Maximilian Osterloher musste in der Vorrunde eine Niederlage hinnehmen, die aber folgenlos blieb.

Minute um Minute verging und der konditionsstarke Holzmaier hatte erst nach insgesamt 17,5 Minuten das bessere Ende für sich und durfte sich über den Titel des oberbayerischen Meisters freuen.

Die Betreuer Philipp Ampletzer und Florian Osterloher waren von den Leistungen der drei Nachwuchskämpfer begeistert.

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Abteilungsleiter Denis Weisser: „17,5 Minuten Judo in nur einem Kampf hat es in der Geschichte des Judosports in Bad Aibling noch nicht gegeben. Wenn es nach vier Minuten unentschieden steht, geht es in die Verlängerung. Dass dann nochmal 13,5 Minuten draufkommen ist der absolute Wahnsinn. Das ist ungefähr so, als wenn es beim Fußball nach 90 Minuten 1:1 steht und dann nochmal volle fünf Stunden Verlängerung weitergespielt werden muss, bis ein Sieger feststeht.“

Maxim Weisser holte sich nicht nur den Oberbayern-Titel, sondern schaffte im Finale auch etwas, was zuvor noch nie geschehen war. Und auch zwei Vereinskollegen feierten Titelgewinne.

Aufstieg in die Bayernliga und 2. Bundesliga

Die Oberbayern schafften im vergangenen Jahr den Aufstieg in die Bayernliga. Nach Siegen gegen den TSV Peiting und den Post SV Hof sind sie Spitzenreiter. Knapp ein halbes Jahr, nachdem die Judo-Kampfgemeinschaft Aibling-Grafing die Meisterschaft in der Bayernliga feiern konnte, steht nun das nächste Highlight vor der Tür: Am Samstag, 15. März, kämpft die Mannschaft des KSV Bad Aibling und des TSV Grafing zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte in der zweithöchsten deutschen Judo-Liga.

Dieses Debüt führt die Kampfgemeinschaft in die Halle des Judo-Teams Rheinland in das etwa 600 Kilometer entfernte Bad Ems. „Rheinland hat in der vergangenen Saison den letzten Platz der zweiten Bundesliga belegt. Wir fahren dort hin, um zu siegen“, gibt Trainer Martin Garic die Marschroute vor.

Aufgrund der langen Anreise fährt die Kampfgemeinschaft mit einem kleinen Kader nach Bad Ems. „Der hat es aber gehörig in sich. Wir konnten bei der Kampfplanung nahezu aus dem Vollen schöpfen“, bestätigt Team-Manager Robert Buendowski. „Natürlich wollen wir uns nicht zu tief in die Karten schauen lassen, aber wir mussten sogar einige unserer Top-Leute zu Hause lassen, weil wir nicht ausreichend Kaderplätze für den Kampftag frei hatten“, so Buendowski weiter.

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„Das Team, mit dem wir nach Bad Ems fahren, wird eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Kämpfern und aufstrebendem Nachwuchs sein. Wir wollen besonders den jungen Kämpfern die Möglichkeit geben, sich im Laufe der Saison zu entwickeln und sich an das Niveau der zweiten Bundesliga anzupassen. Dafür sind Reisen wie diese Gold wert“, erklärt Garic.

Im Aufgebot für Bad Ems stehen unter anderem der Franzose Mohamed Montassar-Rouahi und Robert Barwig. Montassar-Rouahi vertritt die Farben seines Landes auf internationaler Ebene. Barwig war über ein Jahrzehnt Nationalkämpfer des Deutschen Judobundes, hat an Europameisterschaften und Grand-Slams teilgenommen und viele Jahre in der ersten Judo-Bundesliga gekämpft.

„Man braucht schon ein bisschen Phantasie, um sich vorzustellen, gegen wen die zwei in der Saison verlieren sollten“, meint Garic. Wenig Phantasie hingegen braucht es, um das Ziel des Kampfgemeinschaft Aibling-Grafing zu sehen: „Wir wollen die Liga ordentlich aufmischen“, sind sich Buendowski und Garic einig. Der erste Schritt zum Erreichen dieses Ziels soll am Samstag in Bad Ems gegangen werden.

Schuljudo in Bad Aibling

Zuletzt war man an der St.-Georg-Schule, an der Luitpold-Grundschule und in der Wirtschaftsschule Alpenland in Bad Aibling tätig. Weitere Anfragen liegen vor, auch aus den umliegenden Gemeinden.

Abteilungsleiter Denis Weisser: „Das Schuljudo ist eine Erfolgsgeschichte, die vom Judo-Weltverband IJF ins Leben gerufen wurde und global erfolgreich läuft. Wir waren überrascht, dass wir als Verein im Landkreis Rosenheim vom Weltverband angesprochen wurden, der eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Judobund und uns initiiert hat. Wir bieten an verschiedenen Schulen Judo, vor allem im Nachmittagsunterricht an und diese Trainingseinheiten erfolgen zum einen in den jeweiligen Schulturnhallen, zum anderen im Dojo des TUS Bad Aibling, dem Kampfsportraum in der Sporthalle des Sportparks Bad Aibling. Für die Judoanzüge konnten wir einen privaten Sponsor gewinnen und die Kinder haben viel Spaß daran, die aus Japan spannende Sportart zu erlernen. Außerdem konnten wir dadurch neue Vereinsmitglieder gewinnen, was uns sehr freut.“

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Die Judoka des TUS Bad Aibling, gehören zu den erfolgreichsten Vereinen in der Region und konnten sich über eine positive Mitgliederentwicklung mit steigenden Zahlen - bis Corona kam - freuen.

Denis Weisser: „Natürlich hat uns die Coronapandemie eingebremst. Wir hoffen aber, bald wieder mit dem Judotraining an den Schulen fortfahren zu können, denn es ist eine tolle Sache.“

Die kleinen und etwas größeren Judoka haben viel Spaß am Judosport, bei dem nicht nur Koordination, Athletik und Sportliches gelehrt und gelernt wird, sondern auch die so genannten Judowerte, wie zum Beispiel Respekt, Disziplin, Toleranz und Vieles mehr im Vordergrund stehen.

Wolfgang Baumann, Rektor der St.-Georg-Schule in Bad Aibling meinte vor der Pandemie: „Judo tut den Kindern gut. Es ist ein idealer Ausgleich zur Schule und wir stellen fest, dass die Kinder sportlicher werden, die schulischen Leistungen sich verbessern und die Kinder insgesamt zufriedener und ausgeglichener sind.“

Neben Trainerin und Diplomsportlehrerin Anamaria Budiu waren auch Judo-Jugendleiter Phillip Ampletzer, Judo-Bundesliga-Ass Daniel Messelberger und weitere Trainer des Judoteams Bad Aibling im Einsatz, bis in den Dezember 2020.

Herausforderungen während des Lockdowns

Trainerin Anamaria Budiu: „Sogar als der Vereinssport reglementiert und ausgesetzt war, haben wir an den Schulen weitergemacht. Natürlich erfolgte das Training unter den jeweiligen Hygienekonzepten, mit Atemschutzmasken und Vielem mehr. Dennoch haben auch diese Trainings Spaß gemacht und wir konnten unseren gemeinsamen Judosport bis Ende 2020 betreiben. Um jetzt auf den seit Winter und weiterhin ausgesetzten Sport zu reagieren, sind wir mit den verschiedenen Schulen in Kontakt, auch hier Onlinetrainings anzubieten, so wie wir es im Verein bereits seit Wochen und Monaten tun. Die Kinder und Jugendlichen müssten Onlineeinheiten eigentlich gewohnt sein, denn auch der Schulunterricht im Homeschooling läuft ja per Video. Wir hoffen, dass die erfolgreich verlaufenden Trainings im Verein, im Bezirk Oberbayern, im Bayerischen Judoverband, etc. auf den Schulsportbereich übertragbar sind. Am meisten würden wir uns natürlich freuen, wieder auf die Judomatte in unser Dojo zurückkehren zu können.