Todesfälle im Wrestling: Tragödien im und außerhalb des Rings

Im Ring herrscht bei den Showkämpfen das große Drama: Siege, Niederlagen, bittere Enttäuschungen. Doch die echten Tragödien finden im realen Leben statt. Der Tod des Ultimate Warriors († 54) hat die Wrestling-Welt erschüttert. Noch ist unklar, was die genaue Ursache für das frühe Ableben der Wrestling-Ikone war. Leider ist der frühe Tod des Warriors aber keine Ausnahme. Viele Stars der 80er- und 90er-Jahre sind tot, sie wurden kaum älter als 50 Jahre.

Tragische Todesfälle in der Wrestling-Geschichte

Dino Bravo († 44)

Fans, die bereits in den 80er Jahren dabei waren, werden sich an Dino Bravo erinnern. Der gebürtige Italiener (der sich u. a. als stärkster Mann Kanadas ausgab) kämpfte in seinen letzten Jahren vorwiegend in der WWE - unter anderen an der Seite von Earthquake († 42) gegen Hulk Hogan und den Ultimate Warrior. 1992 beschloss er seine Wrestling-Stiefel an den Nagel zu hängen. Im März 1993 wurde Bravo in seinem Haus in Quebec erschossen aufgefunden. Auch wenn die Todesumstände niemals ganz geklärt werden konnten, so geht man davon aus, dass er in den Fokus der Mafia geriet - da sich Bravo am illegalen Zigaretten-Schmuggel beteiligt haben soll. Rick Martel (ein ehemaliger Wrestler) sprach nach Bravos Tod davon, dass er viele Feinde und Verführer hatte. Bravo habe in den Wochen vor seinem Tod schlimme Angst vor einem Mordanschlag gegen ihn gehabt.

Bruiser Brody († 42)

Er gilt als einer der Pioniere der Hardcore-Szene: Bruiser Brody mochte es im Ring sehr roh und ungeschliffen. Seine Fehde gegen Skandor Akbar (Mitte der 80er Jahre in der WCCW) war eine der blutigsten aller Zeiten. Seine Karriere nahm am 16. Juli 1988 in Puerto Rico ein abruptes Ende.

Vor einem Match gegen Dan Spivey (der in den 90er Jahren als Waylon Mercy auch kurz in der WWE zu sehen war) rief ihn sein Wrestling-Kollege José Huertas González in den Duschbereich, um sich mit ihm über einige Geschäfte zu unterhalten. Nach wenigen Minuten kam es zu einer Rauferei, kurz darauf waren zwei Schreie zu hören. Dies vernahmen auch andere Wrestler, die daraufhin in die Dusche stürmten. Als Tony Atlas den Raum betrat, entdeckt er Brody, der sich vor Schmerzen auf dem Boden krümmte. Dann sah er González - mit einem Messer in der Hand. Als die Ärzte zum Unglücksort kommen, schaffen sie es kaum, den schwer verletzten Brody in den Krankenwagen zu heben. Tony Atlas erzählte nach Brodys Tod, was dessen letzten Worte waren: „Sag meinem kleinen Sohn, dass ich ihn liebe. Und sag meiner Frau, dass ich sie auch liebe.“

José Huertas González wurde 1988 zunächst wegen Mordes an Bruiser Brody verurteilt, kam jedoch im Januar 1989 wieder frei. Einige Zeugen (darunter auch Tony Atlas) hatten plötzlich ihre Aussagen widerrufen - vermutlich aus Angst.

Lesen Sie auch: Mehr zu tragischen Todesfällen im Wrestling

„Macho Man“ Randy Savage († 58)

Der Macho Man war einer der schillerndsten Stars der WWE-Geschichte. Sein Kampf gegen Ricky „The Dragon“ Steamboat bei Wrestlemania 3 (1987) vor mehr als 90 000 Zuschauern im Pontiac Silverdome (Detroit) gilt noch heute als eines der besten Matches der Wrestling-Geschichte. Danach ging es für ihn noch weiter nach oben. Ein Jahr später konnte er sich den WWE-Titel sichern und stand bei Wrestlemania 5 (1989) im Hauptkampf gegen Hulk Hogan. 2005 verkündete er seinen Rücktritt vom aktiven Geschehen. 2011 führte eine Verkettung von tragischen Umständen zu seinem frühen Tod im Alter von 58 Jahren. Am 20. Mai war er mit seiner Ehefrau in seinem Auto unterwegs, als er hinter dem Steuer einen Herzanfall erlitt und frontal gegen einen Baum fuhr. Während seine Frau überlebte, konnten die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen. Lange wurde spekuliert, ob der Herzanfall die Ursache für den Unfall war - oder erst durch den Unfall ausgelöst wurde. Die Mediziner stellten fest, dass der Herzinfarkt vor dem Unfall geschah und durch eine Vergrößerung des Herzens ausgelöst worden war.

Darren Drozdov

Darren Drozdovs Wrestling-Karriere war nur von kurzer Dauer. 1998 trat er zum ersten Mal für die größte Wrestling-Liga der Welt auf, am 5. Oktober 1999 kämpfte er gegen D-Lo Brown. Dieser wollte an Drozdov eine Powerbomb ausführen (dabei hebt ein Wrestler seinen Gegner auf die Schulter hoch und lässt ihn krachend auf den Rücken fallen). Leider ging die Aktion schief, Drozdov landete auf dem Nacken. Die Folge: Querschnittslähmung. Seit diesem Tag sitzt Darren Drozdov im Rollstuhl.

Eddie Guerrero († 38)

Eddie Guerrero war einer der populärsten Wrestler aller Zeiten. In seiner Rolle als verschlagener Gauner (der gerne mal betrügt) kämpfte er sich in die Herzen der Fans. Höhepunkt seiner Karriere: Im Februar 2004 holte er sich den WWE-Titel von Brock Lesnar (welcher vergangene Woche bei Wrestlemania 30 den Undertaker besiegte) und konnte ihn bei Wrestlemania 20 erfolgreich verteidigen.

Doch Eddie kam mit dem Druck nicht klar. Bereits in der Vergangenheit hatte er Probleme mit Alkohol und Drogen - was sogar zu seiner Entlassung 2001 führte. Die Verantwortung als WWE-Champion war zu viel für ihn. Ob dies zu einer erneuten Flucht in den Alkohol und zu Drogen führte, bleibt Spekulation. Am 13. November 2005 wurde Eddie Guerrero von seinem Neffen Chavo (ebenfalls ein WWE-Wrestler) leblos in seinem Hotelzimmer gefunden - alle wiederbelebenden Maßnahmen blieben erfolglos. Eddie wurde nur 38 Jahre alt. Die offizielle Todesursache wurde als Herzversagen festgesetzt. Sein Herz war zu schwach, um die benötigte Blutmenge zu verarbeiten. Noch heute rufen die Fans bei den WWE-Shows seinen Namen.

Miss Elizabeth († 42)

Sie war die Königin der WWE-Diven, die erste Frau, die in der WWE in den 80er Jahren große Popularität erfuhr, ohne als aktive Wrestlerin in den Ring zu steigen. Ihre Aufgabe war es, an der Seite ihres damaligen Ehemanns „Macho Man“ Randy Savage zu stehen. 1991 heirateten die beiden sogar beim „Summerslam“ mitten im Ring vor knapp 20 000 Fans (im echten Leben waren sie bereits seit 1984 verheiratet). Die Show-Heirat brachte aber kein Glück, im Jahr 1992 gab das Paar die Trennung bekannt.

Lesen Sie auch: Fakten über Wrestling-Kämpfe

Nach ihrer WWE-Karriere verschlug es sie zur Konkurrenz, zur WCW, wo sie jedoch nie an ihre Erfolge anknüpfen konnte. Während dieser Zeit begann sie ein Verhältnis mit dem Wrestling-Star Lex Luger. Doch die Beziehung zu Luger (der verheiratet war und unter massiver Alkohol-und Scherzmittel-Sucht litt) machte Elizabeth nicht glücklich und trieb sie in den Alkohol. Am 1. Mai 2003 brach Elizabeth neben Lex Luger beim gemeinsamen Abendbrot zusammen. Er rief sofort den Notarzt, im Krankenhaus konnten die Ärzte nur ihren Tod feststellen. Als Ursache wurde ein tödlicher Mix aus Alkohol und Schmerzmitteln festgestellt.

Die Tragödie der Familie Von Erich

Die Mehrheit der Wrestling-Familien sind im realen Leben nicht verwandt, spielen lediglich ihre Rollen. Die Familie der Von Erichs war real - und von vielen Tragödien gezeichnet. Jack Adkisson (so der echte Name der Familie) leitete in Texas in den 80er Jahren eine eigene Liga, die WCCW. Fünf seiner sechs Söhne wurden selber zu Wrestlern und erlangten einen riesigen Bekanntheitsgrad. Der sechste Sohn (Jack Jr.) kam bereits im Alter von sechs Jahren bei einem Stromunfall ins Leben.

Seine anderen Söhne (Kerry, Kevin, David, Mike und Chris) stiegen alle ins Wrestlinggeschäft ein und kämpften in der Liga des Vaters.

  • David: Er wurde als einer der kommenden Superstars gehandelt, kämpfte u.a. mit Ric Flair. Im Alter von 25 Jahren reiste er für einige Shows nach Japan, am 10. Februar 1984 verstarb David im Schlaf. Todesursache: eine verschleppte Magen-Darm-Entzündung.
  • Mike: Eigentlich wollte Mike kein Wrestler werden, sondern Kameramann. Durch den Tod seines Bruders David, drängte ihn sein Vater in die Rolle seines verstorbenen Bruders. Jedoch erlitt er im Ring eine schwerwiegende Schulterverletzung. Eine bakterielle Infektion führte zu einem schweren Kreislauf- und Organversagen. Davon sollte er sich nie erholen. Am 12. April 1987 setzte er im Alter von 23 Jahren seinem Leben mit einem Mix aus Medikamenten und Alkohol ein Ende.
  • Chris: Er war der jüngste Sohn der Familie - und wollte unbedingt Wrestler werden. Mit 1,65 Meter war er sehr klein und litt unter chronischem Asthma. Dennoch versuchte er sich ab 1990 als Wrestler - mit wenig Erfolg. Im Alter von 22 Jahren nahm er sich am 12. September 1991 mit einem Kopfschuss das Leben.
  • Kerry: Kerry war ein echtes Sport-Ass. So qualifizierte er sich im Diskuswerfen für die Olympischen Spiele im Jahr 1980. Doch der Boykott der USA der Wettkämpfe in der UDSSR vereitelte seine Pläne. Alternativ versuchte er sich im Wrestling und kämpfte sich von Erfolg zu Erfolg. Seinen Karriereaufschwung stoppte 1986 ein schwerer Motorradunfall, nach dem ihm ein Fuß amputiert werden musste. Trotz Prothese (von der kaum jemand wusste) kämpfte er sich zurück. Jedoch entwickelte sich durch die Schmerzen eine große Abhängigkeit von Medikamenten. Als einziger Sohn der Familie schaffte Kerry es in die WWE, in der er sogar den Intercontinental-Champion-Titel erringen konnte - unter dem Namen „Texas Tornado“. Seine Drogenprobleme führten jedoch zum Scheiterte seiner Ehe. Nachdem er wegen Drogenbesitzes auch noch verhaftet wurde, beging er im Alter von 33 Jahren auf der Farm seines Vaters Selbstmord.
  • Kevin: Als einziger der Von Erich-Söhne lebt Kevin noch. Nach dem Tod seiner Brüder zog er sich 1995 vom Wrestling zurück. Zuvor trainierte er aber noch Steve Austin, der Ende der 90er Jahre in der WWE zum beliebtesten Wrestler aller Zeiten wurde. Kevin nahm die Ehrung seiner Familie bei der Hall Of Fame (Ruhmeshalle der WWE) entgegen.

Chris Benoit († 40)

Der gebürtige Kanadier war zu Lebzeiten einer der technisch besten Wrestler der Welt, gewann sogar den Hauptkampf von Wrestlemania 20 (2004, gegen Triple H und Shawn Michaels) im New Yorker Madison Square Garden. Er galt bei Fans als auch bei Kollegen als große Respektsperson. Von einem Tag auf den anderen Seite sollte dieses Bild erschüttert werden.

Als Benoit am 24. Juli 2007 zur WWE-Veranstaltung „Vengeance: Night of Champions“ (2007) für sein geplantes Match gegen CM Punk nicht auftauchte, sorgten sich die Offiziellen und Wrestlerkollegen um das Wohlergehen von Chris Benoit und alarmierten die Polizei. Diese machte am folgenden Tag im Wohnhaus der Familie eine schreckliche Entdeckung: Chris Benoit, seine Ehefrau Nancy (43) und ihr gemeinsamer Sohn Daniel (7) waren tot. Noch glaubten alle, dass die Familie von einem unbekannten Täter ermordet wurde. Daher veranstaltete die WWE am gleichen Tag bei „Monday Night Raw“ eine Tribut-Sendung für Chris Benoit.

Lesen Sie auch: Wie Wrestling funktioniert

Am Tag darauf kam erst die schreckliche Wahrheit ans Licht. Wie die Ermittler bekannt gaben, beging Chris Benoit selbst die Tat. So habe er am Freitag zunächst seine Frau erdrosselt, am folgenden Samstag sein Kind erstickt, bevor er sich am Sonntag in seinem Keller das Leben nahm. Daraufhin verkündete die WWE, dass sie in Zukunft den Namen Chris Benoit nicht mehr in ihren Shows verwenden und seine DVDs nicht mehr verkaufen würden.

Benoits Vater verlangte eine Untersuchung seines Sohnes. Die Untersuchungen ergaben, dass Chris’ Gehirn zum Zeitpunkt des Todes den Zustand eines 85-jährigen Alzheimer-Patienten aufwies - als Folge von etlichen Gehirnerschütterungen, die Benoit im Laufe seiner Karriere erlitten hatte.

Der Grund für die Tat bleibt bis heute unklar. Als Folge der grausamen Ereignisse veränderte die WWE einige Regeln: Es darf kein Blut mehr fließen, Gehirnerschütterungen müssen so lange auskuriert werden, bis sie komplett verheilt sind. Um diese zu vermeiden, dürfen Wrestler keine Stuhlschläge gegen den Kopf des Gegners mehr ausführen.

Brian Pillman († 35)

Noch zu Zeiten seiner aktiven Football-Karriere begannen Pillmans Probleme mit Alkohol und Drogen. Dies besserte sich nicht, als er 1986 bei „Stampede Wrestling“ (eine kanadische Liga, die dem Vater von Bret Hart gehörte) seine Karriere als Wrestler begann.

Schnell flog „Flying Brian“ zu größeren Erfolgen und kämpfte bei der WCW Anfang der 90er Jahren Seite an Seite mit Steve Austin (dem späteren „Stone Cold“). Seine Rolle wandelte sich mit der Zeit und er bekam eine Psycho-Rolle - die jedoch näher am wahren Charakter des Brian Pillman war, als gedacht. 1996 wurde er gefeuert und heuerte kurze Zeit später bei der WWE an. Bei einem schweren Autounfall im April 1996 wurde sein Fußgelenk derart massiv zertrümmert, dass er abhängig von Schmerzmitteln wurde. Sein damaliger Freund Chris Benoit erzählte in einem Interview mit der Zeitschrift „Rampage“, dass Pillman fast stündlich eine Pille einwarf und diese mit Alkohol herunterschluckte.

Am 5. Oktober 1997 hätte Brian Pillman ein Match gegen Dude Love (Mick Foley) bestreiten sollen, doch er erschien nicht zu der Veranstaltung. Die Polizei wurde zu seinem Hotel geschickt und fand den leblosen Körper des Wrestlers. Als Todesursache wurde Herzversagen genannt, verursacht durch Medikamentensucht und eine angeborene Herzschwäche. Brian Pillman hinterließ seine schwangere Ehefrau Melanie (jedoch wusste Pillman zum Zeitpunkt seines Todes nichts von ihrer Schwangerschaft), drei eigene Kinder und zwei Stiefkinder.

Owen Hart († 34)

Der jüngere Bruder von Bret Hart galt im Geschäft als einer der nettesten, freundlichsten und technisch stärksten Wrestler der Welt. Auch wenn er oft den jähzornigen kleinen Bruder spielen musste - die Fans auf der ganzen Welt liebten ihn!

Dennoch sollte das Schicksal am 23. Mai 1999 in Kansas City hart zuschlagen. Bei einer live im TV übertragenen Großveranstaltung sollte er als „Blue Blazer“ (verkleidet und mit einer Maske) mit einer Sicherung langsam von der Hallendecke in den Ring schweben. Bereits vor dem Ereignis kritisierte er diesen Stunt, willigte jedoch schließlich ein.

Als es zum geplanten Stunt kommen sollte, verlor Owen Hart (da er eine Maske trug) die Orientierung und löste aus Versehen die Sicherung. Daraufhin stürzte er aus 24 Metern von der Hallendecke herab und prallte auf die Ringecke. Zum Glück übertrug die WWE in diesem Moment einen Promotion-Spot, sodass den TV-Zuschauern (nicht aber den mehr als 16 000 Zuschauern in der Halle) das Drama erspart blieb.

Zwar stürmten sofort die Sanitäter zum Unglücksort, gerettet werden konnte Hart jedoch nicht. Eine Stunde nach dem Unglück überbrachten die WWE-Kommentatoren dem TV-Publikum die Nachricht. Owen Hart hinterließ eine Ehefrau und zwei Kinder.

Mitsuharu Misawa († 46)

Top-Stars von WWE und Fans weltweit bewunderten den tragisch verstorbenen Mitsuharu Misawa. Er wurde im Ring faktisch innerlich enthauptet.

Mitsuharu Misawa war einer der größten, besten und populärsten Showkämpfer aller Zeiten, ein Mythos - mit dem es heute vor 13 Jahren ein grausames Ende nahm: Bei einem Kampf seiner Liga Pro Wrestling NOAH wurde er am 13. Juni 2009 bei einer missglückten Aktion faktisch innerlich enthauptet.

Es war das tragische Ende einer großen Karriere - die auch deshalb in der Katastrophe endete, weil er nicht den richtigen Moment fand, ihr selbst ein Ende zu setzen.

Bei einem Tag-Team-Match in Hiroshima landete er bei einem Suplex seines Gegners Akitoshi Saito auf dem Kopf und starb an den Folgen des Unfalls, fünf Tage vor seinem 47. Geburtstag.

Weitere tragische Todesfälle

Auch außerhalb des Ringes hat das Geschäft viele dunkle Seiten und nicht jeder Wrestler erreicht ein hohes Lebensalter.

  • Terry Funk: Der Wrestler starb im Alter von 79 Jahren.
  • Hulk Hogan: Der frühere Profi-Wrestler starb an einem Herzinfarkt im Alter von 71 Jahren. Demzufolge litt Hogan, der mit bürgerlichem Namen Terry Bollea hieß, zuvor an Leukämie sowie an Vorhofflimmern, einer Form der Herzrhythmusstörung.
  • Broderick Shepherd alias Australian Suicide: ist im Alter von nur 32 Jahren verstorben. Eine Todesursache wurde nicht genannt.
  • Crash Holly: Er starb im November 2003, nachdem er infolge eines Medikamentencocktails an seinem eigenen Erbrochenen erstickt war. Aufgrund der gefundenen Menge an Schmerzmitteln wurde sein Tod später als Suizid erklärt.
  • Test: 2007 wurde er aufgrund eines positiven Drogentests entlassen. Trotz eines Entzugsprogrammes konnte er den Drogen nicht entkommen.
  • Shad Gaspard: Drei Tage nach seinem Verschwinden wurde sein Leichnam am Strand angespült und von den Behörden identifiziert.
  • Davey Boy Smith: Zwei Jahre später starb er im Alter von 39 Jahren durch einen Herzinfarkt.
  • Umaga: Im Juni 2009 wurde Umaga wegen Verstößen gegen das Drogenprogramm der WWE entlassen. Ein halbes Jahr später starb der damals 36-jährige infolge zweier Herzinfarkte.
  • Yokozuna: 2000 starb er in London an einem Lungenödem, einer tödlichen Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge.

Wenn aus der bunten Show, düstere Realität wird

Zwar sind die Kämpfe choreografiert und abgesprochen, dennoch ist Wrestling ein knallharter Sport, bei dem falsch ausgeführte Aktionen zu schweren Verletzungen führen können. Oder sogar zum Tod. Durch jahrelanges Training, wird das Risiko zwar reduziert - ganz ausgeschlossen können Verletzungen aber wie in jedem anderen Sport nicht. Diese Unfälle zeigen, dass aus der bunten Show plötzlich düstere Realität werden kann.

Darren Drozdov (45)

Darren Drozdovs Wrestling-Karriere war leider nur von kurzer Dauer. 1998 trat er zum ersten Mal für die WWE an, bereits ein Jahr später musste er aufgrund eines Unfalls im Ring seine Karriere beenden.

Es war der 5. Oktober 1999, als er gegen D-Lo Brown antrat. Dieser wollte an Drozdov eine Powerbomb ausführen (dabei hebt ein Wrestler seinen Gegner auf die Schulter hoch und lässt ihn auf den Rücken fallen). Leider ging die Aktion schief, Drozdov landete auf dem Nacken. Die Folge: Querschnittslähmung. Seit diesem Unglück sitzt Darren Drozdov im Rollstuhl.

Owen Hart († 34)

Der jüngere Bruder von Bret Hart galt im Geschäft als einer der nettesten, freundlichsten und technisch stärksten Wrestler der Welt.

Dennoch sollte das Schicksal am 23. Mai 1999 in Kansas City hart zuschlagen. Bei einer live im TV übertragenen Großveranstaltung sollte er als „Blue Blazer“ (verkleidet und mit einer Maske) mit einer Sicherung langsam von der Hallendecke in den Ring schweben. Bereits vor dem Ereignis kritisierte er diesen Stunt, willigte jedoch schließlich ein.

Als es zum geplanten Stunt kommen sollte, verlor Owen Hart (da er eine Maske trug) die Orientierung und löste aus Versehen die Sicherung. Daraufhin stürzte er aus 24 Metern von der Hallendecke herab und prallte auf die Ringecke. Zum Glück übertrug die WWE in diesem Moment einen Werbe-Spot, sodass den TV-Zuschauern (nicht aber den mehr als 16 000 Zuschauern in der Halle) das Drama erspart blieb.

Zwar stürmten sofort die Sanitäter zum Unglücksort, gerettet werden konnte Hart jedoch nicht. Eine Stunde nach dem Unglück überbrachten die WWE-Kommentatoren dem TV-Publikum die Nachricht, dass Owen Hart seinen Verletzungen erlegen ist.

„Stone Cold“ Steve Austin (50)

Wir kennen „Stone Cold“ Steve Austin wurde als Biertrinkender Raufbold, der sich mit Gott und der Welt anlegte, Ende der 90er-Jahre zum erfolgreichsten Wrestler aller Zeiten. Doch dieser Weg an die Spitze fand im Sommer 1997 fast frühzeitig ein Ende - durch eine falsch ausgeführte Aktion.

Steve Austin traf beim SummerSlam (nach Wrestlemania die zweitgrößte Show des Jahres) auf Owen Hart. Vor dem Match einigten sich beide, dass Owen an Austin am Ende des Kampfes einen „Tombstone Piledriver“ ausführen würde (den sonst nur der Undertaker zeigt) - jedoch dabei nicht auf den Knien landen wird, sondern auf seinem Hintern. Nach 16 Minuten kam es zu der spektakulären Aktion - die Steve Austin das Genick brach. Da Owen Hart auf dem Hintern landete, krachte Austins Kopf direkt auf den Ringboden.

Zum Glück musste Austin seine Wrestling-Stiefel nach dieser Verletzung nicht an den Nagel hängen. Nach einigen Monaten konnte er sogar wieder in den Ring steigen und seinen Weg zum Wrestling-Olymp fortsetzen.

Jedoch sorgte diese Verletzung für jahrelange Schmerzen bei Austin, weswegen er 2003 seine Karriere frühzeitig beenden musste.

Brock Lesnar (36)

Diesen Sonntag steht Brock Lesnar im Hauptkampf von Wrestlemania 31. Doch bei seinem letzten Wrestlemania-Hauptkampf vor genau 12 Jahren brach er sich fast das Genick.

Es war der Höhepunkt der 19. Ausgabe von Wrestlemania, als er gegen Kurt Angle um den WWE-Titel antrat - und Lesnar wollte das Match nach 20 Minuten mit einer besonderen Aktion abschließen: einer „Shooting Star Press“.

Normalerweise sieht man diese waghalsige Aktion nur bei kleinen und leichten Wrestlern, doch der bullige Brock Lesnar hat schon in kleineren Ligen bewiesen, dass auch er die Aktion beherrscht.

Leider lag Kurt Angle zu weit weg von der Ringecke, sodass Lesnar sehr weit springen musste. Genau das wurde ihm zum Verhängnis.

Zum Glück zog er sich „nur“ eine schwere Gehirnerschütterung zu und konnte das Match sogar nach wenigen Minuten wie vereinbart gewinnen. Wie Lesnar später in seiner Biografie verriet, verlor er für einige Augenblicke komplett die Orientierung und kann sich auch heute nur noch schemenhaft an die Aktion erinnern.

Sabu (50)

Sabu gilt bei Fans und Kritikern als der durchgeknallteste Wrestler aller Zeiten. Seine Spezialität war, sich und seine Gegner durch Tische zu jagen. Unzählige Narben auf seinem ganzen Körper sind Zeugen dieser brutalen Schlachten.

Seine wohl kritischste Verletzung zog er sich 1994 in einem Kampf mit Chris Benoit zu. Durch einen missglückten Move landete Sabu genau auf dem Kopf und brach sich das Genick. Seiner Karriere hat diese Verletzung nicht geschadet - im Gegenteil. Noch heute steigt Sabu für kleinere Ligen in den Ring.

Sid (54)

Sid sorgte in der WWE, WCW und ECW vor allem in den 90er-Jahren für Angst und Schrecken. Doch den schlimmsten Schrecken erlebten die Wrestling-Fans am Abend des 14. Januar 2001, als er in der WCW gegen Scott Steiner antrat.

Auf Anraten der WCW-Bosse sollte Sid einige neue Aktionen zeigen - also sprang er während des Kampfes vom zweiten Seil und trat mit dem rechten Bein ins Gesicht seines Gegners. Nur leider kam das linke Bein nicht auf dem Boden auf, wie es sollte - es knickte weg und brach entzwei.

Sid brach sich das Bein an mehreren Stellen. Einer seiner Knochen stieß sogar durch die Haut. Die Verletzung war so heftig, dass einige TV-Sender die Aktion in ihren Wiederholungen der Show nicht ausstrahlten. Trotz dieser schlimmen Verletzung stieg Sid nach einer mehrmonatigen Pause wieder in den Ring.