Tragische Todesfälle in der Welt des Wrestlings

Die Welt des Wrestlings hat im Laufe der Jahre viele talentierte und beliebte Persönlichkeiten verloren. Diese Verluste haben oft tiefe Trauer und Bestürzung in der Wrestling-Community ausgelöst. Im Folgenden werden einige bemerkenswerte Todesfälle im Wrestling beleuchtet.

Der Tod von Pedro Aguayo Ramirez

Der mexikanische Wrestler Pedro Aguayo Ramirez (35), bekannt unter dem Namen Hijo del Perro Aguayo, ist während einer Show in Tijuana gestorben. Ein Video zeigt, wie er nach einem Kick seines Wrestling-Kollegen Rey Mysterio Jr. bewusstlos auf die Seile fällt. Aber alle dachten, es gehöre zur Show - auch die beiden anderen Wrestler, die mit Aguayo im Ring standen.

So ging der Kampf noch gute zwei Minuten weiter. Erst als Aguayo wieder in die Show einbezogen werden sollte, bemerkten der Schiedsrichter und die anderen Wrestler, dass etwas nicht stimmte. Denn als einer der Kämpfer Aguayo anstiess, fiel dieser einfach um.

Aguayo wurde noch am Ring behandelt, dann ins Krankenhaus gebracht, wo man aber nur noch seinen Tod feststellen konnte. Die anschliessende Autopsie ergab, dass Aguayo offenbar an einem Wirbelbruch im Nackenbereich gestorben war.

Der Verlust von Scott Hall

Scott Hall eroberte einst als hinterlistiger Exil-Kubaner «Razor Ramon» die Wrestling-Welt. In den 1990er-Jahren gehörte er zu den populärsten Wrestlern und genoss bald Legenden-Status. Nach mehreren Herzinfarkten kämpfte Scott Hall zuletzt um sein Leben. Am Montag ist Scott Hall im Alter von 63 Jahren gestorben.

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Er bildete mit Scott in den 90er-Jahren in der World Championship Wrestling (WCW) das Team «The Outsiders». «Sobald seine Familie an Ort und Stelle ist, werden sie die lebenserhaltenden Massnahmen einstellen», schrieb Nash voller Trauer. «Ich werde die eine Person auf diesem Planeten verlieren, mit der ich mehr Zeit meines Lebens verbracht habe, als mit jedem anderen. Mein Herz ist gebrochen und ich bin so verdammt traurig. Ich liebe Scott von ganzem Herzen, aber jetzt muss ich mein Leben ohne ihn vorbereiten.»

Hall erlebte seinen Durchbruch ab 1992 in der World Wrestling Entertainment (WWE), die damals noch WWF hiess und die Wrestling-Shows sowie TV-Sendungen produziert und vermarktet. Der Wrestling-Star trat unter dem Namen «Razor Ramon» als hinterhältiger Exil-Kubaner an, wurde trotz seiner «Bad Guy»-Attitüde schnell zu einem der populärsten Wrestler.

Legendär bleibt bis heute sein «Ladder Match» gegen Shawn Michaels bei «Wrestle Mania 10» im Jahr 1994. 1996 schloss sich Hall zum zweiten Mal der WCW (World Championship Wrestling) an und trat unter seinem richtigen Namen als Teil der beliebten Wrestling-Gruppe «nWo» (New World Order) neben Hulk Hogan und seinem alten Kumpel Kevin Nash auf.

Offiziell beendete «Razor Ramon» seine Karriere 2010, trat aber immer wieder gelegentlich in kleineren Kämpfen an. Im Jahr 2014 wurde er schliesslich in die «Hall Of Fame» der WWE aufgenommen.

Hall hatte über die Jahre aber auch mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, auch in Folge von Alkohol- und Drogenmissbrauch. Im Jahr 2010 wurden ihm bei einer Operation ein Schrittmacher und ein Defibrillator eingesetzt.

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2011 drehte der Sender ESPN eine Doku über ihn und sein bewegtes, skandalträchtiges Leben. «Ich hätte 100 Mal tot sein müssen», sagte Hall dort über seinen steten Ritt an der Kante des Abgrunds, bei dem er dem Ableben oft näher war als dem Überleben.

Massgeblich zu seinen Suchtproblemen beigetragen haben soll, dass in den frühen 1980er-Jahren gemäss eigenen Angaben einen Mann erschossen hatte. Das habe ihn seelisch arg zugesetzt und immer verfolgt. 1983 wurde er wegen Totschlags angeklagt. Vor einer Disco soll es zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, in deren Folge der Mann ums Leben kam. Das Verfahren wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt. Sicher geklärt ist nur, dass Hall dem Mann die eigene Waffe abgenommen und abgedrückt hatte. Aus Notwehr, wie er sagte.

Kurtis «Mad Kurt» Chapman

HomeNewsWrestling-Star Kurtis «Mad Kurt» Chapman mit 26 Jahren gestorbenTodesursache noch unbekanntEr wurde nur 26 Jahre alt: Der britische Wrestler Kurtis Chapman ist tot. Mad Kurt wurde für seine unkonventionelle Art im Ring berühmt. Die Todesursache ist bislang noch völlig unbekannt.

Der britische Wrestling-Star Kurtis Chapman, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Mad Kurt, ist tot. Chapman wurde nur 26 Jahre alt. Die Verantwortlichen zeigten sich «absolut untröstlich» über diese Nachricht. Man habe miterlebt, wie der Sportler von einem Kind zu einem jungen Mann heranwuchs und sich weiterentwickelte. Er sei einer der technisch begabtesten Wrestler und sehr charismatisch gewesen. Mad Kurt habe eine «magnetische Persönlichkeit» gehabt.

Chapman begann bereits im Teenager-Alter mit dem Wrestling und erarbeitete sich früh aufgrund seiner unkonventionellen und frischen Art einen Ruf über die Landesgrenzen Englands hinaus. Nach zahlreichen Triumphen stand der Profisportler seit Juni 2023 nicht mehr im Ring. Mad Kurt war auch für seine ungewöhnliche Statur als Wrestler bekannt. Der nur 1,63 Meter grosse Athlet brachte nur 60 Kilogramm auf die Waage und ging somit optisch immer als offenbar unterlegener Kämpfer in den Ring. Diesen körperlichen Nachteil machte er jedoch durch List sowie Technik während der Kämpfe zunichte und eroberte so die Herzen von zahlreichen Wrestling-Fans auf der ganzen Welt.

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Der überraschende Tod von Bray Wyatt

Die Wrestling-Welt trauert um Bray Wyatt, der überraschend im Alter von nur 36 Jahren gestorben ist. Der vierfache Vater litt schon seit Jahren unter Herzproblemen.

Der Wrestling-Superstar Bray Wyatt ist am Donnerstag (24. August) im Alter von nur 36 Jahren gestorben. Das gab WWE-Manager Triple H (54) bekannt. Er schrieb weiter: «Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und darum bitten wir alle, in dieser Zeit ihre Privatsphäre zu respektieren.»

Die genaue Todesursache wurde nicht bekannt gegeben, jedoch berichten verschiedene US-Medien, er habe einen Herzinfarkt erlitten. Der Sportler kämpfte schon seit Jahren mit Herzproblemen, und seine Corona-Erkrankung Anfang des Jahres verschlimmerte seinen Zustand. Seitdem wurde er nicht mehr bei der WWE eingesetzt.

Windham Rotunda stammt aus einer Wrestler-Familie mit Tradition. Schon sein Vater, Grossvater und seine Onkel waren Wrestler. 2010 trat er unter dem Namen Husky Harris dem WWE-Hauptkader bei, bevor er ihn ein Jahr später verliess. 2013 trat er als Anführer der Wyatt Family wieder in die Hauptmannschaft ein. Er war dreimaliger Weltmeister in der WWE.

Sid Eudy: Ein weiterer Verlust für die Wrestling-Welt

Die Wrestling-Welt trauert um Sidney Eudy (1960-2024). Der US-Wrestler ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Das gab sein Sohn Gunnar am 26. August in den sozialen Medien bekannt. «Ich muss mitteilen, dass mein Vater, Sid Eudy, nach einem mehrjährigen Kampf gegen den Krebs verstorben ist. Er war ein Mann voller Kraft, Güte und Liebe, und wir werden ihn sehr vermissen.»

Seine Wrestling-Karriere begann Eudy, der als Lord Humongous, Sid Vicious, Sid Justice oder Sycho Sid bekannt wurde, in den 1980er-Jahren und war in mehreren Wrestling-Promotionen aktiv. Dazu gehörten Stationen bei World Championship Wrestling (WCW) und der WWE, wo er sich 1991 verpflichtete und unter anderem gegen Hulk Hogan (71) in den Ring stieg. 2001 zog er sich bei der WCW eine schwere Verletzung zu. 2012 kehrte er nach 15 Jahren in die WWE zurück und hatte im selben Jahr ein Auftritt bei Monday Night RAW.

Wrestling-Star Shawn Michaels (59) schrieb bei X: «Mit Bedauern habe ich vom Tod von Sid Eudy erfahren. Er ist unvergesslich und man kann gar nicht hoch genug einschätzen, welch grosse Rolle er bei der Entstehung von ‹The Heartbreak Kid› gespielt hat. Seine Arbeit, sein Vermächtnis und sein Einfluss werden unsere Branche noch über Generationen hinweg inspirieren.»

Sid Justice hatte erst vor kurzem gesagt, dass er gerne in die Hall of Fame der WWE aufgenommen werden würde, Sid Justice wurde in seiner atemberaubenden Karriere zweimal WWE-Champion und konnte auch zweimal den World-Heavyweight-Titel in der WCW gewinnen.

Unvergessen dürfte auch seine dramatische Verletzung im WCW-Ring im Jahr 2001. Bei einem Sprung vom zweiten landete er unglücklich und brach sich das Bein. Das war der Anfang vom Ende seiner Karriere.

Superstar Billy Graham

Eines der Wrestling-Urgesteine ist tot. Superstar Billy Graham ist nach langer Krankheit im Krankenhaus verstorben. Er inspirierte eine ganze Generation von Wrestlern, unter anderem auch Hulk Hogan.

Er war einer der ersten und einflussreichsten bunten Vögel der Wrestling-Welt. Und nun ist der erste «Superstar» Billy Graham mit 79 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Dies hat die World Wrestling Entertainment Incorporation (WWE) bekannt gegeben. Der ehemalige Wrestler ist im Krankenhaus verstorben, nachdem eine Not-OP und lebenserhaltende Massnahmen erfolglos geblieben waren.

Sein Stern ging auf, bevor die WWE so richtig gegründet wurde. Graham - dessen bürgerlicher Name Eldridge Wayne Coleman war - gehörte zu den ersten schillernden Figuren der Szene. Er trug lange blonde Haare und extravagante Outfits, zudem war er grossmäulig. Es war ein vollkommener Stilbruch für die damalige World Wrestling Federation (WWF), bis anhin waren die Kämpfer alle professionelle Wrestler, die ohne das heutige Tamtam auskamen.

Seine Auftritte waren sehr gefragt, seine Shows beinahe immer ausverkauft. Und seine Figur inspirierte die nachfolgende Wrestler-Generation. So zum Beispiel auch Hulk Hogan, der ihn zuerst kopierte, um dann nach und nach eigene Ideen einfliessen zu lassen.

Graham gehörte auch zu einer Generation von Wrestlern, die den Missbrauch von Steroiden offen zugaben und auch propagierten. In den 70ern waren die Mittel noch nicht verboten und führte bei vielen ehemaligen Bodybuildern zu schweren Gesundheitsproblemen. So auch bei Graham: Im Verlauf seines Lebens bekam er Leber gespendet, musste seine Zehen amputieren lassen und erlitt mehrfache Organschäden und teils auch -versagen.