Alice Weidel: Kampfsport im politischen Hintergrund der AfD

Die politisch unruhige Lage hat auch den Fußball nicht kalt gelassen. Angeführt vom SC-Freiburg-Trainer Christian Streich haben einige Klubs Stellung gegen die AfD bezogen. Der Coach nannte die AfD eine "rechtsnationale Partei". Dazu setzen sich Klubs wie Werder Bremen, der VfL Bochum, der FSV Mainz 05, der 1. FC Köln, Hannover 96 und der FC St. Pauli für demokratische Grundwerte sowie gegen Rechtsextremismus ein und riefen ihre Anhänger auf, an den Demonstrationen gegen Rechts teilzunehmen.

Der Protest gegen die AfD ist auch im Sport angekommen. Es mache sie stolz, dass viele Menschen im Sport sich derzeit so klar gegen Rechtsextremismus und die AfD positionieren. DOSB-Vizepräsidentin Verena Bentele sieht für Menschen, die sie gegen die Werte des Sports stellen, keinerlei Platz in Sportvereinen. "Das Problem ist eben, dass Parteienvertreterinnen und -vertreter der AfD eben ganz vieles an Werten aus dem Sport mit ihren Aussagen infrage stellen", so Bentele.

Viele Sportverbände und Vereine bekennen sich in ihren Satzungen auch zum Kampf gegen Rassismus, gleichzeitig aber auch zu parteipolitischer Neutralität. Da die Positionen der AfD aber nicht mit den Werten des Sports vereinbar seien, komme die parteipolitische Neutralität in diesem Fall an ein Ende, so Bentele. Einem Vorsitzenden von einem Sportverein würde sie aber zunächst einmal raten, sich gegen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus zu stellen.

Sie gehört zu einer sehr kleinen Minderheit: Alice Weidel ist eine von neun Frauen in der Bundestagsfraktion der rechtspopulistischen und in Teilen rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD). Politisch ist Weidel innerhalb der männlich geprägten AfD ein Schwergewicht: Mit Tino Chrupalla teilt sie sich den Vorsitz sowohl in der Partei als auch in der Parlamentsfraktion. Das gleiche Bild bei der Bundestagswahl 2021, zu der die beiden als Spitzenduo ins Rennen gegangen waren.

In Umfragen liegt die vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) als rechtsextremer Verdachtsfall eingestufte AfD mit knapp 20 Prozent auf Rang zwei. "Daraus leiten wir ganz klar einen Regierungsanspruch ab", sagt Weidel. Chancen, deutsche Regierungschefin zu werden, hat die promovierte Ökonomin allerdings keine. Weidel kann also nur davon träumen, in die Fußstapfen ihres Vorbilds zu treten: Margaret Thatcher.

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Als Weidel 2013 in die wenige Monate zuvor gegründete AfD eintrat, handelte es sich programmatisch um eine europaskeptische und nationalliberale Partei. Daran hat sich aus Sicht der designierten Kanzlerkandidatin nichts geändert: "Wir versuchen, die EU zu reformieren", sagte sie im August der Zeitung "Welt am Sonntag".

Alice Weidel und Björn Höcke scheinen sich inzwischen ziemlich gut zu verstehen - das war mal anders... Von einem Rechtsruck will Weidel in demselben Interview nichts wissen. Sie nimmt sogar den Wortführer des extremistischen Parteiflügels, Björn Höcke, in Schutz. Der Thüringer AfD-Chef wurde mehrmals verurteilt, weil er öffentlich nationalsozialistische Parolen verwendet hatte. Trotzdem behauptet Weidel: "Das sehr provokante Element hat sich bei ihm abgeschwächt. Er macht einen hervorragenden Job in Thüringen. So redet die AfD-Spitzenpolitikerin über einen Mann, der laut Gerichtsbeschluss als "Faschist" bezeichnet werden darf.

Dass Weidel gerne provoziert, räumt sie offen ein. Flüchtlinge und Asylbewerber verunglimpfte sie schon 2018 im Bundestag pauschal als "alimentierte Messermänner" und muslimische Kinder als "Kopftuchmädchen". "Die Polarisierung ist ein Stilmittel, um Debatten anzustoßen", rechtfertigte sie ihre Wortwahl wenige Tage später im Gespräch mit der "Neuen Zürcher Zeitung".

Alice Weidel, die Provokateurin? Denn sie ist mit einer aus Sri Lanka stammenden Frau liiert und hat zwei adoptierte Kinder. Das ist weit entfernt vom Idealbild der AfD. Die designierte Kanzlerkandidatin der AfD mit Wohnsitzen in Deutschland und der Schweiz verkörpert mit ihrem Lebensstil in keiner Weise die Weltanschauung ihrer Partei.

Tags zuvor wurde Parteichefin Frauke Petry auf offener Bühne gedemütigt, nun müssen die Delegierten entscheiden, wer die Partei an ihrer Stelle in die Bundestagswahl führen soll. Alice Weidel gilt als heißer Tipp. Weidel erklärt, das sei alles ein großes Missverständnis. "Ich muss gar nicht Spitzenkandidatin sein, ich brauche das nicht. Ganz ehrlich, ich würde mich sogar verschlechtern. Ich stehe sowieso vorn auf der Liste, ich habe eine Firma, ich habe ein Privatleben."

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Seither führt Weidel mit Alexander Gauland den Wahlkampf der AfD, und immer noch ist unklar, was sie eigentlich antreibt. Wieso kandidiert eine lesbische Frau für eine Partei, die schwule Paare mit Kindern nicht für vollwertige Familien hält? Wieso verharmlost Weidel den Rassismus der AfD, obwohl ihre Lebenspartnerin aus Sri Lanka stammt, die gemeinsamen Kinder dunkelhäutig sind? Wieso engagiert sich die stets elegant gekleidete Ökonomin für die selbst ernannte "Partei der kleinen Leute", deren Anhänger sich auf Marktplätzen vor Wut die Lunge aus dem Leib brüllen?

Im Hotel Arkona referiert die AfD-Spitzenkandidatin zum Thema "Warum Merkel vor Gericht gehört". Glaser redet auf Weidel ein, gestikuliert mit Messer und Gabel, während sie mit verschränkten Armen auf ihrem Stuhl sitzt und stumm auf das Tischtuch blickt. Es wirkt, als redete ein Boxtrainer seinem Schützling vor dem Kampf Mut zu. Im Saal warten 200 Zuhörer, mehr Männer als Frauen, mehr Alte als Junge. Vor Weidel redet Glaser. Er zeigt Folien zur Geburtenrate in Afrika und Deutschland, zur Kriminalität von Ausländern und Deutschen. Die Kurven der Deutschen zeigen stets nach unten. Weidel klatscht, als Glaser sagt, es finde "ein Bevölkerungsaustausch" statt.

Als Weidel nach 56 Minuten Glaser endlich an der Reihe ist, widerspricht sie ihm nicht. Was Parteifreunde sagen, dafür ist sie nicht zuständig. Als politische Ich-AG steht Weidel nur für ihre eigenen Inhalte und Zahlen. Und heute Abend will sie über Wirtschaftsthemen sprechen. "Wir erleben eine gigantische Vermögensumverteilung." "Wir sind praktisch pleite." "Sie verlieren Ihre Privatautonomie." "Sie sollen, ich muss es leider so sagen, ent-eig-net wer-den." Immer wieder zerhackt Weidel ihre Wörter, setzt dramatische Kunstpausen. Ihre Rede ist eine Geisterbahnfahrt, in der überall dunkle Mächte nach dem Portemonnaie des braven Bürgers greifen. Das Publikum lauscht halb fasziniert, halb eingeschüchtert, während die Scheinwerfer grüne Punkte auf Weidels Brille werfen.

Schon die Freunde in ihrem Heimatort Harsewinkel in NRW sahen "Lilles" Ehrgeiz. Im Abi-Jahrbuch beschreibt einer ihren "dominanten Charakter", zeichnet sie als "äußerst durchsetzungsfähig anderen gegenüber, jedoch auch sehr verletzlich".

Wie viele AfD-Funktionäre stammt Weidel aus einer Familie von Vertriebenen. Wie den Höckes oder Storchs gelang es auch den Weidels offenbar nie, sich von der Erinnerung an das erlittene Unrecht zu lösen. Vater Gerhard Weidel ist anspruchsvoll, "Lille" muss Leistung zeigen.

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In KAS-Seminaren fiel Weidel den Mitstipendiaten wegen ihrer abfälligen Sprüche über Politiker und den Bundestag als Geldverschwendungsmaschine auf. Seit wann bedeute soziale Marktwirtschaft, dass Arme sich auf Kosten der Reichen ausruhen dürften, habe sie gefragt.

Die Leitmotive aus Weidels Studium ziehen sich nun durch die Reden der AfD-Politikerin. Ausländer akzeptiert die Ökonomin, wenn sie qualifiziert sind und Leistung bringen, wie die indischen Computerexperten. Aber Flüchtlinge ohne Ausbildung sind für sie der "Sargnagel zu unserem Sozialsystem". Und die Integrationsbeauftragte Aydan Özouz gehört für sie "achtkantig rausgeworfen".

Soweit sich Weidels Berufsstationen rekonstruieren lassen, waren sie glamourös, aber kurz. Bei der AfD hat Weidel es länger ausgehalten als bei allen Arbeitgebern.

Weidels letzter Job war 2013 bei der Heristo AG, einem Fleischkonzern in Bad Rothenfelde, der aus der niedersächsischen Provinz in alle Welt exportiert. Heristo braucht international erfahrene Finanzexperten wie Weidel. Aber Heristo ist auch ein hierarchisch geführter Familienbetrieb, der Juniorchef ist ein Schulfreund Weidels.

Wenn Weidel also im AfD-Werbespot sagt, sie habe ihren "Job an den Nagel gehängt" für die Partei, stimmt das nicht: Zuletzt war sie selbstständige Beraterin, und nur ein Kunde, Rocket Internet, ist bekannt. Bei Rocket sei man zufrieden mit Weidel gewesen, sagen Eingeweihte.

Biel ist eine alte Arbeiterstadt, die von der Uhrenindustrie lebt. Für schweizerische Verhältnisse ist Biel arm und links, es gibt hier einen höheren Anteil von Muslimen und Sozialhilfeempfängern als im Rest der Schweiz. Der Bürgermeister ist ein Sozialdemokrat.

Auch Weidels Lebensgefährtin hätte die SVP filmen können. Geboren in Sri Lanka, wurde Sarah B. von einer Schweizer Pastorenfamilie adoptiert und wuchs in Biel auf. Auf Fotos hat sie pechschwarze Haare und dunkle Haut, auf Pegida-Demonstrationen könnte es für sie ungemütlich werden.

Biel selbst wirkt wie ein Gegenmodell zur AfD-Welt: zweisprachig, multikulturell, tolerant.

Dino Pedolin, 35, war Nachbar von Sarah und Alice, ehe sie umzogen. "Wahnsinnig nett" sei die Sarah, sagt Pedolin, und auch Alice eigentlich total okay. Dass Weidel bei der AfD ist, erfuhr er bei einem Abendessen, als die Runde über direkte Demokratie diskutierte. Plötzlich habe Alice so anders geklungen, schärfer und unerbittlicher. Die Deutschen sollten auch mitbestimmen dürfen, forderte sie, auf eine Art, die für Dino nichts mit der Schweizer Demokratie zu tun hat. Stammtischmäßig eben.

In der AfD findet mancher Weidels sexuelle Orientierung abnormal, aber niemand spricht sie an - die Kandidatin bringt ja volle Leistung und lebt diskret. Sie spottet in ihren Reden sogar über Schwule: Der Grüne Volker Beck habe bei der "Ehe für alle" im Bundestag eine "Glitterparty" gefeiert, lästert Weidel.

Wer Weidel eine Weile begleitet, fragt sich irgendwann, wie viele Widersprüche ein Mensch erträgt. "Das Recht auf Adoption muss Ehepaaren vorbehalten bleiben", schreibt die AfD in Baden-Württemberg, für die Weidel 2016 zur Landtagswahl antrat.

"Das Erste, was ich morgens mache", sagt Weidel, "ist, in meinem Handy Nachrichten zu lesen." Dann suche sie bei Google nach den Wörtern "Mann" und "Messer". Das tut sie nun auch auf der Bühne und liest wahllos Nachrichten vor. "19-Jähriger verletzt Mann mit Messer." "Einparken dauert zu lange, Mann zieht Messer." "Blutiger Streit in Asylunterkunft: Mann geht mit Messer auf Helfer los." Mann, Messer, Messer, Mann, Messer. "So geht das die ganze Zeit nach zwölf Jahren Merkel", ruft Weidel. Der Saal tobt.

Sie ist die Frontfrau der AfD: Alice Weidel. In all ihren bisherigen Positionen provozierte die Politikerin, machte die sogenannte Alternative für Deutschland nach außen hin aber auch weiblicher und diverser. Doch wie begann Weidels Karriere? Wer ist ihre Partnerin? Was muss man sonst über Privatleben und Politik der Rechtspopulistin wissen?

Alice Weidel wurde am 6. Februar 1979 in Gütersloh geboren. Ausbildung: Ihr Studium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth schloss Weidel 2004 als eine der Jahrgangsbesten ab. 2011 sie promoviert und erhielt für ihre Doktorarbeit über die Zukunft des chinesischen Rechtssystems die Bestnote. Während der Arbeit daran hielt sie sich zeitweise zu Forschungszwecken in China auf und wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst des Bildungsministeriums und der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung mit Stipendien gefördert.

Beruf: Nach ihrem Studium arbeitete Weidel für rund ein Jahr als Analystin in der Vermögensverwaltung der Bank Goldman Sachs in Frankfurt am Main. Nach Stationen bei Allianz Global Investors und Heristo machte sie sich als Unternehmensberaterin selbstständig.

Familie: Mit ihrer aus Sri Lanka stammenden Lebensgefährtin Sarah Bossard, einer Schweizer Film- und Fernsehproduktionsleiterin, lebt Weidel in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Das Paar zieht zwei Söhne groß.

Nach eigenen Angaben lebt Alice Weidel in Überlingen am Bodensee und während Sitzungswochen des Bundestages in Berlin. Laut Schweizer Behörden war sie 2017 jedoch in Biel gemeldet und hat dort auch Steuern gezahlt. Seit 2019 soll die Politikerin mit ihrer Partnerin und den beiden Söhnen in Einsiedeln in der Zentralschweiz wohnen, wie der dortige Leiter des Bezirksamtes dem Boulevardblatt "Blick" bestätigte. Ihr Hauptwohn- und Steuersitz ist nach eigenen Angaben aber weiterhin in Deutschland.

Im Oktober 2013, nur rund ein halbes Jahr nach Gründung der Partei, trat Alice Weidel in die sogenannte Alternative für Deutschland ein und wurde zwei Jahre später in den Bundesvorstand der Partei gewählt. Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg kandidierte sie 2016 erfolglos um einen Platz im Landtag.

Dennoch wurde die Politikerin 2017 mit Alexander Gauland als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl aufgestellt, bei der die AfD mit 12,6 Prozent der Zweitstimmen ihr bisher bestes Ergebnis auf Bundesebene erreichte. Dort wurde sie Fraktionsvorsitzende - zunächst mit Gauland, später mit Tino Chrupalla. 2019 wurde Weidel zunächst zur stellvertretenden, 2022 schließlich zur Bundesvorsitzenden der AfD, in der Partei Bundessprecherin genannt, gewählt. Den Posten teilt sie sich mit Chrupalla.

Einige zentrale Themen, für die sich Weide einsetzt, sind:

  • Asylpolitik: Wie die ganze AfD stellt auch Alice Weidel die Themen Asyl und Migration in den Fokus ihrer Arbeit und behauptet, dass sich "keine bedeutende Frage unserer Zeit (...) von der Migrationsfrage trennen" lasse.
  • Wirtschaftsliberalismus: In der Wirtschaftspolitik vertritt Weidel liberale Positionen. Sie ist gegen den Mindestlohn und für die Abschaffung der Erbschaftssteuer. Zudem sprach sie sich für den Austritt Deutschlands aus der Eurozone aus.
  • Klimawandel: Den menschengemachten Klimawandel hat Weidel in der Vergangenheit wiederholt geleugnet. Sie glaube nicht, dass "der menschliche Einfluss (auf das Klima, Anm. d. Red.) maßgeblich ist. Berichte des Weltklimarats kritisierte Weidel als Lobbypolitik.

In ihrer Karriere hat es Alice Weidel weit gebracht: Vom einfachen Parteimitglied wurde sie in nur zehn Jahren zur mächtigsten Frau in der AfD. Sie lenkt - zusammen mit Tino Chrupalla - die Partei. Als bekannt wurde, dass die AfD für die Bundestagswahl 2025 einen Kanzlerkandidaten oder eine -kandidatin aufstellen will, wurde Weidel schnell als eine der Favoriten gehandelt - und meldete auch direkt Interesse an.

So verließ sie im September 2017 vorzeitig die ZDF-Wahlsendung "Deutschland, wie gehts?", nachdem CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sie zu einer Distanzierung von Alexander Gauland und Björn Höcke aufgefordert hatte. Medienwissenschaftler interpretierten Weidels Verhalten als kalkulierte Wahlkampftaktik, ZDF-Chefredakteur Peter Frey sprach von einer Inszenierung.

In der Corona-Pandemie vertrat Weidel zum Teil widersprüchliche Positionen. Während sie anfangs noch restriktivere Maßnahmen forderte und behauptete, in Deutschland könne sich das Virus "ungehindert ausbreiten", sprach sie sich später wiederholt energisch gegen die Maßnahmen der Bundesregierung aus.

Anfang 2024 sorgten schließlich Recherchen von "Correctiv" für Schlagzeilen, wonach Weidels Berater Roland Hartwig, der als ihre rechte Hand gilt, an einem Treffen rechter und rechtsextremer Funktionäre teilgenommen haben soll. Bei diesem Treffen wurden "Correctiv" zufolge Pläne zur "Remigration", genauer gesagt zur Ausweisung und Ausbürgerung vermeintlich "fremder" Menschen diskutiert.

Bei der Bundestagswahl 2025 ging Alice Weidel als Spitzenkandidatin ihrer Partei ins Rennen.

Für die Bundestagsabgeordneten der AfD arbeiten mehr Personen aus dem rechtsextremen Spektrum als bislang bekannt. Das zeigen Recherchen des Bayerischen Rundfunks. Demnach beschäftigen die AfD-Fraktion und ihre Abgeordneten mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Organisationen aktiv sind, die von deutschen Verfassungsschutzämtern als rechtsextrem eingestuft werden.

Unter den Fraktions- und Abgeordnetenmitarbeitern sind Personen, die namentlich in Verfassungsschutzberichten erwähnt werden und solche, die Führungspositionen in beobachteten Organisationen bekleiden. Auch dabei sind Personen, die etwa im Zusammenhang mit "Reichsbürger"-Gruppierungen oder der rechtsextremen Preppergruppe "Endkampf" in Erscheinung getreten sind.

Mehr als die Hälfte der AfD-Abgeordneten beschäftigen Personen, die in Organisationen aktiv sind, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft werden.