Die Ultimate Fighting Championship (UFC) hat sich zu einem Milliarden-Imperium entwickelt. Angesichts der Popularität der Mixed Martial Arts, insbesondere der UFC, wollen viele in diesen Sport einsteigen und ihn professionell betreiben.
Dieser Artikel beleuchtet, was UFC-Kämpfer verdienen, von den Grundlagen bis zu den Spitzengehältern.
Grundlagen der UFC Gehälter
Grundsätzlich setzen sich die UFC Gehälter aus einem Basis-Fixum zusammen. Wie hoch dieses Fixum ist, hängt vom Bekanntheitsgrad des Kämpfers und von seinen bisherigen Erfolgen ab.
Die Bandbreite der UFC Gage für einen Kampf kann sich von ein paar tausend Dollar bis auf beispielsweise 750.000 Dollar strecken - dieses Fixum kassierte beispielsweise Schwergewichtler Stipe Miocic für seinen Titelkampf bei UFC 252.
Noch namhaftere MMA-Superstars wie Khabib Nurmagomedov kassieren Beträge im Millionenbereich als UFC-Gage.
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Ein Sieg bei einem UFC-Kampf bringt eine entsprechende Prämie ein, die vorab vertraglich vereinbart wurde. Zusätzlich gibt es noch das Prämiensystem von UFC-Ausrüster Reebok. Für bekanntesten Octagon-Gladiatoren sind diese Prämien aber nur ein kleines Taschengeld.
Die Topverdiener der UFC
Conor McGregor ist mit Abstand der bestverdienende Käfig-Fighter aller Zeiten! Der Ire liegt im ewigen UFC Gehaltsranking auch ohne PPV-Einnahmen und Extra Bonus-Zahlungen meilenweit vor allen anderen Käfig-Gladiatoren - auch vor solchen, die aktuell sogar deutlich erfolgreicher und amtierenden Champions sind.
Seine Fix-Gage von der UFC von 3 Mio. Diese extreme UFC Gage von McGregor ergibt sich daraus, dass der Ire an den Abschlüssen in Australien, Kanada, Irland und England beteiligt ist. Rund 90 Prozent der Einnahmen aus diesen Ländern fließen direkt in die Tasche von McGregor.
Beeindruckend war auch die UFC Gage für McGregor für sein Comeback im Januar 2020 gegen Donald „Cowboy“ Cerrone. 40 Sekunden braucht McGregor für seinen Sieg - 4,4 Millionen Dollar bekam vorab als Fixum. Bombastisch war auch die UFC Gage für seine Kämpfe danach. Wie etwa die PPV-Auszahlung nach „Poirier vs. McGregor III“.
Auch Islam Makhachev - neuer Champion in der Leichtgewicht-Division - kommt bei weitem nicht an die millionenschweren UFC Gagen eines Conor McGregor oder Khabib heran.
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UFC 300: Die Gehälter der Stars
Der Topverdiener bei UFC 300 war Alex Pereira, der im Hauptkampf der Jubiläumsveranstaltung seinen Titel gegen Hill verteidigen konnte. 2,8 Millionen US-Dollar beträgt die UFC Gage für Pereira, der für diesen Verdienst nur 3:14 Minuten brauchte, da er in Runde 1 durch TKO gewonnen hat.
Die Nummer 2 auf der Liste der UFC Gehälter bei der UFC 300-Party war Justin Gaethje, der trotz seiner Niederlage gegen Max Holloway beeindruckende 2.369.000 Dollar kassiert hat. Holloway selbst kassierte für seinen KO-Sieg in Runde 5 satte 2,1 Mio. Auf dem dritten Platz der Gagen bei UFC 300 landet mit Zhang Weili eine Frau. Die Chinesin streifte $ 2.250.000 ein.
Jamahal Hill, der im Headliner den Titelfight gegen Pereira verloren hat, durfte sich mit einer UFC Gage von 540.000 Dollar trösten - 500.00 davon war seine Antrittsgage.
Nicht nur beim Jubiläumsevent im April 2024 konnten die Fighter groß kassieren, Zahltag ist bei allen sogenannten „Nummern-Events“.
Gehälter der UFC-Kämpferinnen
Und wie sieht es bei den Frauen aus? Wieviel bekommen die unerschrockenen UFC Fighterinnen? Dennoch dürfen sich die erfolgreichen Damen über recht üppige Gagen freuen.
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Andererseits sind die UFC Frauen Gagen und Gehälter, die um die Titel in das Octagon steigen, deutlich höher. Wer im Käfig erfolgreich ist, kassiert nämlich nicht nur die fixen Antrittsgagen der UFC, sondern auch Titelprämien sowie einen Boni für „Performance of the Night“.
Katharina Dalisda: Eine deutsche MMA-Kämpferin
Katharina Dalisda ist professionelle MMA-Fighterin. Von den insgesamt 13 Profikämpfen, die sie bisher hatte, gewann sie zehn. Im September gewann sie als erste Deutsche den “Oktagon MMA”-Titel im Strohgewicht, bis 52,2 Kilogramm.
„Als professionelle Kämpferin trete ich gegen andere Wettkämpferinnen an. MMA steht für Mixed Martial Arts und setzt sich aus verschiedenen Kampfdisziplinen zusammen, darunter zum Beispiel Kickboxen, Ringen oder Jiu-Jitsu. Gekämpft wird im MMA also sowohl im Stehen mit Schlägen und Tritten als auch am Boden. Ich trete oft in Deutschland an, reise aber auch in andere Länder. Ich habe zum Beispiel schon in London, in der Slowakei oder in Tschechien gekämpft. Die Königsklasse des MMA befindet sich aber in den USA: die Ultimate Fighting Championship, kurz UFC.
Die Haupteinnahmequelle als Kämpfer ist die Kampfgage. Die kann zwischen 500 Euro und einer Million liegen. Wie viel man aber tatsächlich bekommt, ist von vielen Faktoren abhängig. Es gibt aber auch noch andere Einnahmequellen, zum Beispiel durch Sponsorengelder. Und man wird manchmal auch an den Ticketverkäufen für die Kämpfe beteiligt.
Gehaltsliste von UFC 229
Die Sportkommission von Nevada hat die vertraglich vereinbarten Gagen der Kämpfer von UFC 229 veröffentlicht. Keine Überraschung: Conor McGregor steht an der Spitze der Liste.
Glatte drei Millionen US-Dollar bekommt McGregor heute Nacht als Antrittsgage, im Falle eines Sieges steht ihm jedoch keine Siegprämie zu. Dafür erhält McGregor Anteile an den Pay-per-View-Verkäufen, was seinen Verdienst beim zu erwartenden Erfolg der Veranstaltung deutlich in die Höhe treiben dürfte.
Die folgende Liste der Gehälter enthält lediglich die vertraglich vereinbarten Antrittsgagen und eventuellen Siegprämien der Kämpfer von UFC 229. Durch PPV-Anteile, eventuelle Bonuszahlungen sowie Sponsoring-Einnahmen können die Gehälter der Kämpfer deutlich steigen.
- Khabib Nurmagomedov: 2.000.000$ (keine Siegprämie)
- Tony Ferguson: 150.000$ Antrittsgage (5.000$ Siegprämie)
- Ovince Saint Preux: 86.000$ Antrittsgage (86.000$ Siegprämie)
- Derrick Lewis: 135.000$ Antrittsgage (135.000$ Siegprämie)
- Michelle Waterson: 50.000$ Antrittsgage (50.000$ Siegprämie)
- Sergio Pettis: 46.000$ Antrittsgage (46.000$ Siegprämie)
- Vicente Luque: 38.000$ Antrittsgage (38.000$ Siegprämie)
- Aspen Ladd: 12.000$ Antrittsgage (12.000$ Siegprämie)
- Scott Holtzman: 30.000$ Antrittsgage (30.000$ Siegprämie)
- Lina Lansberg: 20.000$ Antrittsgage (20.000$ Siegprämie)
- Grey Maynard: 54.000$ Antrittsgage (54.000$ Siegprämie)
- Ryan LaFlare: 33.000$ Antrittsgage (33.000$ Siegprämie)
Aleksandar Rakic: Ein Beispiel für UFC-Gagen
Aleksandar Rakic ist erst der dritte Österreicher nach Nandor Guelmino und Mairbek Taisumov, der von der UFC verpflichtet wurde. Da Rakic seit 2017 in der UFC ist, soll seine gesamte UC-Gage auf etwa 400.000 Dollar betragen. Sein bislang größter Zahltag in der MMA-Eliteliga war für Rakic der Sieg gegen Thiago Santos bei UFC 259.
Allein die UFC-Gage von MMA-Superstar Conor McGregor liegt pro Kampf bei rund 3 Millionen US-Dollar. Rakic selbst sagte zu seiner UFC-Gage: „Im Boxen sind Millionenbeträge im Spiel. In der UFC ist das nicht der Fall. Ich finde das schade. Wir als MMA-Kämpfer leisten enorm viel und setzen unsere Gesundheit aufs Spiel. Vor einem Kampf muss ich mehrere Sportarten trainieren, da es eben ja nicht nur Boxen oder Kickboxen ist.
Wie viel verdient Dana White?
Der UFC-Boss verdient schätzungsweise rund 20 Millionen US-Dollar pro Jahr. Durch einen Verkauf der UFC an die Talent Agentur WME-IMG im Jahr 2016 konnten 4 Milliarden US-Dollar eingenommen werden.
Dana White selbst blieb jedoch Präsident der UFC und unterschrieb 2019 einen 7-Jahres-Deal, für den er aktuell einen Gewinnanteil von 9% kassiert, was etwa 20 Millionen Dollar pro Jahr entspricht. Hochgerechnet besitzt Dana White ein geschätztes Vermögen von rund 500 Millionen Euro.
Der Weg in die UFC: Schritte zum Erfolg
Die Ultimate Fighting Championship (UFC) gilt als ultimatives Ziel für jeden ambitionierten MMA-Kämpfer. Die Organisation vereint die weltweit besten Athleten und bietet eine Bühne, auf der Technik, mentale Stärke und körperliche Ausdauer auf höchstem Niveau getestet werden.
Ein solides Fundament in mindestens einer Kampfsportart ist entscheidend. Kombiniert man diese Disziplinen sinnvoll, entsteht ein ganzheitlicher MMA-Kämpfer, der sowohl im Standkampf als auch am Boden bestehen kann.
Amateurkämpfe sind das Sprungbrett, um sich für professionelle Organisationen und letztlich die UFC zu empfehlen.
Die UFC rekrutiert neue Talente sorgfältig. Der Weg kann 5-10 Jahre dauern, abhängig von Talent, Trainingsintensität und Wettbewerbsniveau.
Die UFC berücksichtigt Bilanz, technische Fähigkeiten, Marktwert, Unterhaltungspotenzial und die Empfehlung durch Trainer oder Promoter. Nur wer die Kombination aus Technik, Ausdauer, Disziplin und mentaler Stärke beherrscht, hat eine Chance, im UFC-Käfig zu bestehen.
MMA: Das richtige Alter für den Einstieg und notwendige Fähigkeiten
Angesichts der Popularität der Mixed Martial Arts, insbesondere der UFC, wollen viele in diesen Sport einsteigen und ihn professionell betreiben. Der Grund dafür ist, dass der menschliche Körper in jungen Jahren sehr viel lernfähiger ist.
Daher ist das beste Alter, um mit MMA anzufangen, ein Alter von 14 bis 16 Jahren, wenn man schon mit 18 Jahren antreten möchte. Deshalb ist ein schneller Einstieg enorm wichtig, um ein professioneller Kämpfer zu werden.
Aber man muss mindestens 2 Jahre lang regelmäßig trainieren, und zwar am besten an fünf Tagen pro Woche. Danach kannst Du an Amateurkämpfen teilnehmen.
Gehaltsunterschiede in der UFC
Es gibt keine allgemeingültige Gehaltstabelle für alle Kämpfer, da das Gehalt jedes einzelnen Kämpfers von den Bedingungen des von ihm unterzeichneten Vertrags abhängt. Aus diesem Grund verdienen zwei verschiedene Kämpfer mit exakt denselben Kampfrekorden nicht unbedingt gleich viel Geld. Spitzenkämpfer erhalten zusätzlich zu ihrer Grundvergütung noch Pay-per-View-Zuschläge.
Die UFC Kämpfer am unteren Niveau verdienen ca. 10.000 - 30.000 US Dollar pro Kampf.
Die Bedeutung der richtigen Kampfsportarten
Wenn Du Dich für bestimmte Kampfsportarten entscheidest, solltest Du sie so weit wie möglich auseinanderhalten. Zum Beispiel werden in Judo, Sambo und Ringen oft die gleichen Dinge gelehrt. Wenn Du Zeit in eine Kampfkunst investierst, solltest Du auch darauf achten, dass Du nicht eine wählst, die viele Stile vermischt, wenn Du nur den einen willst.
Unabhängig davon, für welchen Kampfsport Du Dich sich entscheidest, Du solltest eine Kampfkunst wählen, die sich auf das Schlagen konzentriert, und eine andere, die sich auf die Bodenarbeit konzentriert. Wenn es um die Schlagdisziplin geht, wird Muay Thai oder Boxen weithin als die effektivste Kampfsportart für MMA angesehen. Du kannst als professioneller Kämpfer nicht erfolgreich sein ohne BJJ zu lernen, denn BJJ ist die effektivste Kunst für den Bodenkampf.
Gesundheit und Fitness
Es ist wichtig, im eigenen Leben gesund zu sein, als Kämpfer ist dies jedoch besonders wichtig, vor allem wenn Du professionell kämpfen möchtest. Wichtig ist eine gesunde, ausgeglichene Ernährung, um immer Gewicht zu machen. Das kann für manche Menschen ein echtes Problem sein, also lerne lieber früher als später, wie Du dich richtig ernährst.
Auch die richtige Fitness ist wichtig. Dazu gehört, dass Du Deinen Trainingsplan so zusammenstellst, dass er zu deinem spezifischen Stil passt. Du solltest immer dafür sorgen, dass Dein Körper ein allgemein hohes Fitnesslevel hat.
Die Wahl des richtigen MMA Gyms und Trainers
Kein ordentliches MMA Gym wird nur einen Trainer haben, denn selbst die besten Profikämpfer werden Dir sagen, dass sie nicht in allem der Beste sind. Dieselben Trainer helfen Dir auch bei der Auswahl der richtigen Ausrüstung. Achten auch auf erreichte Erfolge und Zertifizierungen. Richtige Trainer MÜSSEN zum Beispiel einen schwarzen Gürtel ersten Grades oder höher in ihrer spezifischen Kampfkunst haben.
Der mit Abstand beste Weg, ein professioneller Kämpfer zu werden, ist die Anmeldung in einem der renommierten MMA Gyms, wenn es eines in Deiner Nähe gibt.
Der Weg in die UFC
Wenn Du bei einer dieser besser bezahlten MMA-Organisationen mitmachen willst, musst Du erst einmal klein anfangen. Das bedeutet, dass Du einige MMA Kämpfe als irgendwo vor Ort bestreiten müssen. Wo das sein wird, hängt von Dir ab.
In die UFC zu kommen, ist wahrscheinlich der schwierigste Teil. Im Normalfall musst Du Dir erst einmal einen Namen in der Szene gemacht haben.
Gehaltsanalyse nach Gewichtsklasse und Geschlecht
Interessanterweise verdienten Leichtgewichtskämpfer mit 1,7 Millionen US-Dollar am zweithäufigsten, gefolgt von Weltergewichtskämpfern, die durchschnittlich 1,5 Millionen US-Dollar verdienten. Die Klasse, die am wenigsten verdiente, war das Fliegengewicht, das durchschnittlich 626.000 US-Dollar erreichte.
Amanda Nunes setzte sich hier durch und verdiente 8.469 US-Dollar pro Kopfschlag, gefolgt von Julianna Pena mit 7.711 US-Dollar und Valentina Shevchenko mit 7.361 US-Dollar.
Strohgewichtskämpfer nahmen mit einem Karrieredurchschnitt von 245 Schlägen die meisten Schläge auf den Kopf, was über 100 mehr war als in der Bantamgewichtsklasse. Fliegengewichtskämpfer erlebten mit 128 über eine Karriere am wenigsten.
Fazit
Die Welt der UFC-Gehälter ist komplex und von vielen Faktoren abhängig. Vom Basisgehalt über Bonuszahlungen bis hin zu PPV-Anteilen - die Verdienstmöglichkeiten sind vielfältig. Während Topstars wie Conor McGregor Millionen verdienen, müssen sich viele Kämpfer am unteren Ende der Skala mit deutlich geringeren Beträgen zufriedengeben. Dennoch bleibt die UFC das Ziel vieler ambitionierter MMA-Kämpfer, die von einer Karriere im Rampenlicht träumen.
| Kämpfer | UFC Gage (USD) | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Alex Pereira | 2.800.000 | Sieg durch TKO in Runde 1 |
| Justin Gaethje | 2.369.000 | Niederlage gegen Max Holloway |
| Zhang Weili | 2.250.000 | - |
| Max Holloway | 2.100.000 | Sieg durch KO in Runde 5 |
| Jamahal Hill | 540.000 | Niederlage gegen Alex Pereira |
