Hier möchten wir kurz auf einige Fragen eingehen, die uns fast täglich gestellt werden. Wie unsere Lehrer immer gesagt haben „Wissen ist Macht“. Gerade beim Thema Goldankauf ist der Begriff Karat sehr wichtig und wird von den meisten Kunden benutzt. Hingegen beim Silberankauf und Zinnankauf verschwindet dieser wieder.
Was bedeutet Karat eigentlich?
Die Maßeinheit „ct“ oder „kt“ steht für „Karat“, auch bekannt als „Carat“ im Englischen.
Ein Karat ist eine Maßeinheit für das Gewicht von Edelsteinen und Perlen. Es wird üblicherweise für Diamanten verwendet, kann jedoch auch für andere Edelsteine wie Rubine, Saphire und Smaragde verwendet werden. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm oder 200 Milligramm.
Der Begriff „Karat“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Frucht des Johannisbrotbaums“. Früher verwendeten Händler in der Antike die Samen des Johannisbrotbaums, um das Gewicht von Edelsteinen abzuschätzen, da diese Samen ein relativ konstantes Gewicht von etwa 0,2 Gramm hatten. Später wurde dieses Gewichtsmaß als „Karat“ bezeichnet.
Es ist wichtig zu beachten, dass das Gewicht eines Edelsteins nicht mit seiner Größe oder seinem Volumen gleichgesetzt werden sollte. Edelsteine können unterschiedliche Dichten aufweisen, was bedeutet, dass zwei Steine mit demselben Gewicht unterschiedliche Größen haben können. Andere Faktoren wie der Schliff und die Proportionen eines Edelsteins können ebenfalls die visuelle Erscheinung beeinflussen.
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Bei der Bewertung von Edelsteinen ist das Gewicht ein wichtiger Faktor, der gemeinsam mit anderen Qualitätsmerkmalen wie Farbe, Reinheit und Schliff berücksichtigt wird, um den Wert des Steins zu bestimmen.
Der oder doch das Karat?
Der Begriff „Karat“ kann sowohl männlich als auch sächlich verwendet werden. Beide Artikel, „der Karat“ und „das Karat“, sind grammatikalisch korrekt.
In der deutschen Sprache kann es bei einigen Substantiven verschiedene Artikel geben, abhängig von der regionalen oder persönlichen Präferenz. Beide Formen, „der Karat“ und „das Karat“, werden häufig verwendet und sind akzeptiert. Es gibt keinen festen Regelsatz, der den Artikel „Karat“ eindeutig bestimmt.
In der Fachsprache der Edelstein- und Schmuckindustrie wird oft „der Karat“ verwendet, insbesondere wenn es um das Gewicht von Edelsteinen geht. Beispiel: „Ein Diamant mit einem Gewicht von 1 Karat.“
Jedoch wird auch „das Karat“ verwendet, insbesondere wenn es um den Feingehalt von Edelmetallen oder die Verwendung von Karat als Maßeinheit geht. Beispiel: „Goldschmuck mit einem Karat Feingold.“
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Letztendlich kann sowohl „der Karat“ als auch „das Karat“ verwendet werden, und es ist wichtig zu beachten, dass beide Formen in der deutschen Sprache geläufig sind.
Karat und Feingehalt: Was bedeutet das, worin liegt der Unterschied, wie ist die Umrechnung?
Karat (abgekürzt kt oder C) ist ein traditioneller Begriff, der im Schmuckbereich verwendet wird, um den Goldanteil in einer Legierung anzugeben. 24 Karat entspricht reinem Gold. Ein Schmuckstück mit 8 Karat enthält etwa ein Drittel reines Gold, während 1 Karat einem Goldanteil von 1/24 des Gesamtgewichts entspricht, was ungefähr 4,167 Prozent reinen Goldanteil bedeutet.
Der Feingehalt oder auch Feinheit bezeichnet den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Tausendteilen (Promille) des Gesamtgewichts. Zum Beispiel bedeutet 585er Gold, dass der Goldanteil 585 Promille des Gesamtgewichts beträgt.
Praktisch gesehen gibt es keinen Unterschied. Sowohl Karat als auch Feingehalt beschreiben den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Während der Feingehalt in Tausendteilen (Promille) angegeben wird, erfolgt die Karat-Angabe in 24er Teilen. Beide Werte sind relative Angaben, die grundsätzlich ineinander umgerechnet werden können.
Allerdings ist die Umrechnung von Feingehalt in Karat nicht immer mathematisch exakt. Zum Beispiel entspricht 585er Gold genau genommen 14,04 Karat und nicht exakt 14 Karat. Nur 9 Karat, 18 Karat und 21 Karat lassen sich genau umrechnen.
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Karat und Feingehalt sollten nicht mit absoluten Angaben zum Gewicht, wie der Feinunze oder dem Feingewicht, verwechselt werden. Karat wird heute nur noch bei Goldschmuck verwendet. Laut § 5 des Gesetzes über den Feingehalt von Gold- und Silberwaren muss der Reinheitsgrad auch bei Schmuck in Promille angegeben werden.
Bei Münzen und Barren wird der Goldanteil traditionell immer in Promille ausgewiesen.
Wichtig: Karat gibt es auch bei Diamanten, allerdings bezieht sich die Angabe dort auf ein absolutes Gewichtsmaß. 1 Karat bei Diamanten entspricht exakt 0,2 Gramm.
Wozu benötigt man diese Angaben?
Reines Gold ist zwar sehr wertvoll, aber auch weich und daher anfällig für Kratzer. Um es widerstandsfähiger zu machen, werden oft Goldlegierungen verwendet, besonders im Schmuckbereich. Durch das Beimischen von Metallen wie Kupfer, Zink, Nickel, Silber oder Palladium können sowohl die Eigenschaften als auch das Aussehen des Goldes verändert werden.
Die Angaben zu Karat oder Feingehalt geben den Anteil des reinen Goldes in einer Legierung an, auch bekannt als Reinheitsgrad. Diese Werte informieren über die Goldqualität und ermöglichen eine grobe Wertbestimmung von Goldprodukten.
Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich. Bei Goldbarren und Goldmünzen gibt in der Regel eine deutlich sichtbare Prägung Auskunft über den Feingehalt. Auch hier gibt es allerdings Besonderheiten bei der Schreibweise. So trägt zum Beispiel die Maple Leaf Goldmünze die Prägung „9999“, obwohl der Feingehalt korrekt als 999,9 Promille angegeben werden müsste.
Ein gutes Beispiel für die Unterschiede bei Karat
Das Gold wird in der Regel als 585 Gelbgold betitelt. Was international gerne als 14k oder 14 Karat betitelt wird.
Die 38 Brillanten werden auch in Karat gewogen. Karat oder auch Carat, bezeichnet Maßeinheiten, die bei der Schmuckherstellung von größter Wichtigkeit sind. Zum einen bezeichnet Karat, das mit kt. oder C. oder ct. abgekürzt wird, den Gehalt reinen Goldes in einer Legierung und zum anderen wird mit dem metrischen Carat die Masse von Edelsteinen beziffert.
Das Wort Karat wurde aus dem französischen „le carat“ entlehnt. Seinen Ursprung hat das Wort allerdings im Griechischen, wo „kerátion“ der Diminutiv von Horn ist. Die für das Karat relevanten Hörnchen sind die Hülsenfrüchte des Johannisbrotbaumes, die früher als Maßeinheiten beim Wiegen genutzt wurden, weil sie angeblich über stets gleiche Größe und gleiches Gewicht verfügten. Ein Karat war nun das spezifische Gewicht von einem getrockneten Samenkorn dieser Frucht. Das metrische Karat entspricht heute 200mg.
Karat wird als Angabe des Feingehalts von Gold genutzt, wobei Gold mit einem Karat zu 1/24 des Gesamtgewichts aus Gold besteht. 24 karätiges Gold wird auch 999er Gold genannt und besteht zumindest theoretisch aus 99,9% reinem Gold. Gebräuchlich in der Schmuckherstellung sind 333er (8 Karat), 375er (9 Karat), 585er (14 Karat), 750er (18 Karat) Gold.
Für die Bestimmung der Masse von Edelsteinen wird Karat als gesetzliche Maßeinheit genutzt. Dabei ist ein metrisches Karat 0,2g, was 2*10-4 kg entspricht.
Was hat die DIN 1301-1 mit Karat zutun?
Die DIN 1301-1 ist eine Norm des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und bezieht sich auf die Bestimmung des Edelmetallgehalts in Schmuck. Diese Norm definiert die Anforderungen und Prüfverfahren für die Bestimmung des Feingehalts von Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin in Schmuckstücken.
Die DIN 1301-1 legt fest, dass der Feingehalt von Edelmetallen in Schmuck in Tausendteilen (‰) angegeben wird. Ein Tausendstel entspricht einem Karat. Das bedeutet, dass ein Feingehalt von 750 Tausendteilen in Gold als 750 Karat oder 18 Karat bezeichnet wird.
Obwohl der Begriff „Karat“ normalerweise mit dem Gewicht von Edelsteinen in Verbindung gebracht wird, wird er in diesem Zusammenhang verwendet, um den Feingehalt von Edelmetallen im Schmuck anzugeben. Es ist wichtig zu beachten, dass der Karatwert in Bezug auf Edelsteine und Edelmetalle unterschiedliche Bedeutungen hat und nicht miteinander verwechselt werden sollten.
Die DIN 1301-1 trägt somit dazu bei, ein einheitliches und standardisiertes System zur Angabe des Feingehalts von Edelmetallen im Schmuck zu etablieren, um Klarheit und Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
Warum gilt die DIN 1301-1 nicht für Edelsteine.
Die DIN 1301-1 befasst sich speziell mit der Bestimmung des Edelmetallgehalts in Schmuck und nicht mit der Bewertung oder Klassifizierung von Edelsteinen. Edelsteine haben ihre eigenen spezifischen Qualitätsmerkmale und Klassifizierungssysteme, die nicht in dieser Norm behandelt werden.
Die DIN 1301-1 wurde entwickelt, um den Feingehalt von Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin in Schmuckstücken zu definieren und zu standardisieren. Sie legt fest, wie der Feingehalt gemessen und angegeben werden soll, um Verbrauchern eine klare und genaue Information über den Edelmetallgehalt eines Schmuckstücks zu geben.
Edelsteine hingegen werden anhand ihrer eigenen Eigenschaften wie Farbe, Reinheit, Schliff und Karatgewicht bewertet. Es gibt internationale Standards und Bewertungssysteme wie die 4C-Klassifizierung (Farbe, Reinheit, Schliff, Karat) für Diamanten, aber diese werden nicht in der DIN 1301-1 abgedeckt.
Da Edelsteine und Edelmetalle unterschiedliche Materialien sind und unterschiedliche Bewertungskriterien haben, gelten spezifische Normen und Richtlinien für die Beurteilung und Klassifizierung von Edelsteinen, die unabhängig von der DIN 1301-1 sind. Diese Normen werden von Fachleuten und Organisationen in der Edelsteinindustrie festgelegt und angewendet, um die Qualität und den Wert von Edelsteinen zu bestimmen.
Welche Goldlegierungen gibt es?
Hier findest du eine Karat-Tabelle, eine Farbübersicht und viele Informationen über das begehrte Edelmetall. Seit Jahrtausenden übt Gold eine große Faszination auf uns Menschen aus. Das Edelmetall mit dem satten, warmen Schimmer wurde erstmals in der Jungsteinzeit zu Schmuck verarbeitet und bis heute hat es nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Heute wird Gold in der Schmuckherstellung immer als Legierung verwendet, um seine Eigenschaften zu optimieren, aber auch seine Farbe zu verändern.
Die verschiedenen Goldlegierungen werden mit einem Prägestempel, der Punze, versehen, um damit den Feingehalt an Gold zu kennzeichnen. Dabei gibt es die in Europa gebräuchlichen Angaben des Feingehalts in Teilen von 1000 und die Karat-Angaben, die in Teilen von 24 angegeben werden. In der Tabelle siehst du alle Goldlegierungen mit Karat-Angaben im Überblick sowie die Verwendung dieser Goldart.
Eine Goldlegierung für Schmuckstücke sollte das Beste aus zwei Welten vereinen: Als Edelmetall reagiert Gold nur sehr träge und nur mit wenigen Stoffen, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es getragen werden kann, ohne anzulaufen und auf die Haut abzufärben. Allerdings ist reines Gold ein sehr weiches Metall und deshalb ohne weitere Beimischungen nicht für die Schmuckfertigung geeignet - der Goldschmuck würde leicht verbiegen und schon von geringen Belastungen Kratzer und Dellen davontragen.
Für Schmuckstücke liegt in unserem Kulturkreis dieser „Mittelweg“ bei einem Legierungsanteil zwischen 375er und 750er Gold. 375er Gold eignet sich aufgrund der höheren Härte sehr gut für Alltagsschmuck, der tagtäglich getragen wird. Allerdings sollte hier beachtet werden, dass wegen des verhältnismäßig geringen Feingoldgehaltes der Schmuck minimal nachdunkeln kann. 585er Gold ist ein guter Mittelweg, wenn man ein wertvolles Stück besitzen möchte, aber dieses auch regelmäßig tragen möchte. Gerade für Eheringe bietet sich diese Legierung an. 750er Gold ist eine sehr hochwertige Goldlegierung, die feine Schmuckstücke ergibt und edle Brillanten und Farbsteine und Goldschmiedekunst vervollkommnet, dabei aber noch widerstandfähig genug gegen übliche Belastungen bleibt. Noch höhere Legierungen werden hauptsächlich in außer-europäischen Kulturkreisen getragen, vornehmlich als Statussymbol.
Woraus besteht Gold?
Was ist Gelbgold? Was ist Weißgold? Und woher bekommt Roségold seine Farbe? Gold ist zunächst einmal ein Element, das in der Natur auch in Reinform vorkommt. Das Edelmetall mit der satt-orangegelben Farbe ist in purer Form allerdings sehr weich - zu weich, um es als Schmuck zu verwenden, denn es würde rasch verformen und durch Kratzer und Abdrücke unansehnlich werden. Deshalb wird Gold für Schmuckstücke immer mit anderen Metallen in einer Schmelze gemischt, um seine Eigenschaften zu optimieren.
Gelbgold ist die üblichste Gold-Legierung für Schmuckstücke. Hier wird das Feingold mit Silber und Kupfer vermengt, um die gelbe Farbe beizubehalten, aber eine höhere Härte und bessere Bearbeitbarkeit zu erreichen. Bei Roségold wird der Anteil von Silber zugunsten des Kupfers verringert. Die größere Beimengung von Kupfer gibt dem Gold eine zarte, pastellige rosenfarbene Tönung.
Rotgold enthält nur sehr wenig oder gar kein Silber mehr. Die Beimengung von Kupfer gibt der Legierung eine kräftig rötliche Färbung. Weißgold enthält kein Kupfer, stattdessen wird das Feingold mit Silber, Palladium und geringen Mengen Zink legiert. Oft wird Weißgoldschmuck rhodiniert, also mit einer dünnen Schicht Rhodium überzogen, um einen noch strahlenderen weißen Glanz zu erreichen.
Graugold ist eine Legierung aus Feingold und Palladium und Silber. Der Verzicht auf Zink verschiebt die Farbe durch den hohen Palladium-Anteil deutlich ins Graue.
Auch innerhalb einer Goldfarbe wie Gelbgold und Roségold gibt es feine, aber sichtbare Unterschiede im Goldton. Allerdings ist jede Legierung eine eigene Rezeptur des Herstellers, da lediglich der Goldgehalt festgeschrieben ist, nicht jedoch das Verhältnis der anderen Materialien. Daher sind die Färbungen der Goldlegierungen auch nicht einheitlich. Lediglich eine Tendenz lässt sich erkennen: Ein höherer Feingoldanteil in der Mischung ergibt eine deutlichere Gelbtönung. Der dunkel-orangegelbe Farbton gediegenen Goldes ist bei den Metallen einzigartig und beeinflusst die Farbe der Legierung umso deutlicher, je mehr davon beigemischt wird. So erkennt man beispielsweise eine Farbunterschied zwischen 585er Gold zu 750er, wenn man beide Goldlegierungen direkt nebeneinander betrachtet. Das 750er Gold ist etwas satter gelb, weil der Goldanteil hierin höher ist.
Woher kommt der Unterschied?
Der verschieden hohe Goldanteil beeinflusst auch den Preis von Goldlegierungen. Für reines Feingold gibt es tagesaktuelle Ankaufspreise (an der Börse gelten hierbei andere Preise als für den Goldschmied, aktuell liegt der Börsenpreis für Feingold bei rund 60 - 70 Euro pro Gramm) und von diesen abhängig ist dann auch der Preis der daraus gefertigten Goldlegierung: Je mehr Feingold enthalten ist, desto teurer ist auch die Legierung. So sind Schmuckstücke aus 375er Gold auf das Goldgewicht gerechnet günstiger als Schmuck aus 750er Gold, das durch die größere Goldmenge das hochwertigere Material ist. Dennoch eignet sich das 375er Gold gerade aufgrund der hohen Beimischungen anderer Legierungsmetalle hervorragend für Alltagschmuck: Da das Gold sehr hart ist, kann es Tag für Tag getragen werden und ist dabei verhältnismäßig unempfindlich, durch den relativ niedrigen Anschaffungspreis ist auch ein neues Trend-Piece absolut erschwinglich und durch geschickte Legierungstechniken strahlt auch dieser Goldschmuck wunderschön und edel.
Die Legierungen mit deutlich höherem Goldanteil bis zu 750er Gold sind deutlich teurer und werden häufig für zeitlose Klassiker, die auch in etlichen Jahren noch stilvoll und edel wirken sollen, verwendet. Am wichtigsten ist aber immer die persönliche Bedeutung und der ideelle Wert, die dein Lieblingsschmuckstück für dich haben.
Karat bei Gold und Diamanten - die Bedeutung
Der Begriff „Karat“ hat zwei unterschiedliche Bedeutungen, abhängig davon, ob er sich auf Edelmetalle oder auf Edelsteine bezieht:
- Karat bei Edelsteinen: Karat (abgekürzt ct) ist hier eine Maßeinheit, die das Gewicht eines Edelsteins angibt. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Je höher die Karat-Zahl, desto schwerer - und in der Regel auch wertvoller - ist der Edelstein.
- Karat bei Edelmetallen: In Bezug auf Gold beschreibt Karat den Reinheitsgrad des Metalls. Reines Gold hat 24 Karat und einen Feingehalt von 999,9‰. Je niedriger die Karat-Zahl, desto mehr andere Metalle, wie Silber oder Kupfer, wurden hinzugefügt, um das Gold härter und widerstandsfähiger zu machen. Bei Eheringen aus Gold sind 14 Karat (585er Gold) und 18 Karat (750er Gold) besonders beliebt, da sie ein ideales Gleichgewicht zwischen Reinheit, Haltbarkeit und Preis bieten.
Was ist der Ursprung der Bedeutung von Karat?
Der Begriff Karat hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Ursprünglich wurde er als Maßeinheit für Edelsteine verwendet und basiert auf dem Gewicht der Samen des Johannisbrotbaums, die erstaunlich gleichmäßig sind. Diese Samen dienten als natürliche Gewichtseinheit im Handel mit Edelsteinen. Später wurde das Karat auch als Maßeinheit für den Reinheitsgrad von Gold übernommen.
Heute steht Karat sowohl für das Gewicht von Edelsteinen als auch für den Reinheitsgrad von Edelmetallen und ist ein unverzichtbares Kriterium bei der Bewertung von Schmuckstücken.
Wir räumen mit Mythen zu Gold und Diamanten auf
- Höhere Karat-Zahlen sind besser. Nicht unbedingt. Gold mit 24 Karat ist zwar das reinste, aber auch sehr weich, was es anfälliger für Kratzer und Verformungen macht. Daher wird häufig 18 Karat (75% Gold) oder 14 Karat (58,5% Gold) verwendet, da diese Legierungen härter und widerstandsfähiger sind. Die Wahl des Karat-Werts hängt also davon ab, ob man Wert auf Reinheit oder auf Langlebigkeit und Alltagstauglichkeit legt.
- Diamanten sind selten. Diamanten sind eigentlich nicht so selten: Jährlich werden weltweit mehr als 130 Millionen Karat natürliche Diamanten gefördert. Allerdings eignen sich nur etwa 25% davon für die Schmuckherstellung, während der Großteil in der Industrie verwendet wird. Innerhalb dieser 25% sind wiederum nur wenige Diamanten von besonders hoher Qualität, vor allem bei größeren Karat-Zahlen.
- Recycelte Edelmetalle sind minderwertig. Wer glaubt, dass recycelter Schmuck minderwertig ist, liegt falsch. Edelmetalle wie Gold und Silber können vollständig recycelt werden, ohne an Qualität zu verlieren. Durch moderne Verfahren entstehen neue, hochwertige Schmuckstücke, die in puncto Qualität den ursprünglichen Produkten in nichts nachstehen. Im Gegenteil: Recycelter Schmuck ist die umweltfreundlichere, sozial und ethisch bessere Wahl.
Welche Karat-Zahl ist die richtige für Sie?
Die Wahl der Karat-Zahl hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wir Ihnen im Folgenden erläutern möchten:
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Trauringe mit einem höheren Karat-Gehalt haben einen höheren Goldanteil und sind daher teurer. 14 Karat Gold (585er) bietet einen guten Kompromiss zwischen Reinheit und Preis, während 18 Karat Gold (750er) ein luxuriöseres, intensiveres Gelbgold bietet.
- Haltbarkeit und Alltagstauglichkeit: Es besteht der Mythos, dass ein höherer Goldanteil Ringe weicher und weniger haltbar macht. Obwohl reines Feingold tatsächlich weicher ist, gleichen die Verarbeitungstechniken bei Fischer und die Beimischung anderer Metalle in der Legierung dies aus. Diese Kombination gewährleistet eine optimale Härte.
- Farbe und Ausstrahlung: Der Karat-Gehalt beeinflusst auch die Farbe des Goldes. Höherwertiges Gold hat eine sattere, gelblichere Farbe. Wenn Ihnen ein intensiver Goldton wichtig ist, könnten 18 Karat für Sie die richtige Wahl sein.
Karat-Tabelle: Goldlegierungen im Überblick
Hier ist eine Tabelle, die verschiedene Goldlegierungen mit ihren Karat-Angaben und üblichen Verwendungen zusammenfasst:
| Karat | Feingehalt (Promille) | Goldanteil (%) | Übliche Verwendung |
|---|---|---|---|
| 8 Karat | 333 | 33.3% | Günstiger Alltagsschmuck |
| 9 Karat | 375 | 37.5% | Alltagsschmuck |
| 14 Karat | 585 | 58.5% | Eheringe, hochwertiger Alltagsschmuck |
| 18 Karat | 750 | 75% | Feine Schmuckstücke, Verlobungsringe |
| 22 Karat | 916 | 91.6% | Traditioneller Schmuck in einigen Kulturen |
| 24 Karat | 999 | 99.9% | Goldbarren, Münzen, sehr weicher Schmuck |
