Olympia Taekwondo: Ergebnisse und Geschichte

Taekwondo, eine traditionelle koreanische Kampfkunst, hat eine lange und bewegte Geschichte. Die Sportart entwickelte sich aus dem japanischen Karate und hat ihre Wurzeln in der Drei-Königs-Epoche (ca. 50 v. Chr.), als Krieger die Kampfkunst "Taekkyon" entwickelten. Während des frühen 20. Jahrhunderts avancierte Taekwondo zur dominierenden Kampfkunst in Korea.

Die Entwicklung des Taekwondo

Schon Wandgemälde aus der Koguryo-Dynastie zeugen von den Ursprüngen des Taekwondo, dessen Techniken heute gebräuchlich sind. Während seiner langen Geschichte nahm Taekwondo verschiedene Elemente der koreanischen Kultur auf. Meditation und Respekt vor dem Meister oder älteren Schülern sind wichtige Bestandteile.

Taekwondo blieb von den Wechselfällen der Geschichte nicht verschont und wurde unter der japanischen Besatzung Koreas in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts sogar verboten. Nach dem zweiten Weltkrieg und der Teilung in Nord- und Südkorea, begann auch für Taekwondo ein geteiltes Zeitalter. Federation) System, in Südkorea unter Kim Un-Yong das WTF (World Taekwondo Federation) Taekwondo.

1965 fand die erste Taekwondo Demonstration koreanischer Großmeister in Deutschland statt. Bereits 1968 gab es die erste deutsche Meisterschaft. Auch an der ersten Taekwondo-Weltmeisterschaft 1973 nahm ein deutsches Team teil. 1981 wurde die Deutsche Taekwondo Union (DTU) gegründet. Heute umfasst sie 16 Landesverbände bestehend aus ca. 870 Vereinen und ca. 70.000 Mitgliedern.

Besonders stolz ist die DTU auf die Austragung der 16. Weltmeisterschaft Taekwondo, die vom 24. - 28. September 2003 in Garmisch-Partenkirchen stattfand.

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Taekwondo bei den Olympischen Spielen

1981 wurde Taekwondo als olympische Disziplin anerkannt. Taekwondo wurde 1988 bei den "Heimspielen" in Seoul erstmals als Demonstrations-Sportart durchgeführt. Seit 2000 in Sydney gehört die Sportart zum offiziellen olympischen Programm.

Die Olympischen Spiele in Paris versprechen, das größte und beste Taekwondo-Event aller Zeiten zu werden, wie der Weltverband World Taekwondo betont. Mit 134 Athleten, darunter 5 aus dem Refugee-Team und einem neutralen Athleten, erreicht die Teilnehmerzahl einen neuen Höchststand.

Taekwondo hat bereits Geschichte geschrieben, indem es Athleten ermöglichte, für ihre Länder erste Olympiamedaillen zu gewinnen. Neue Regeländerungen, die seit Tokio 2020 gelten, versprechen noch mehr Spannung. Das „Best of three“-System bedeutet, dass ein Athlet den Kampf gewinnt, wenn er die ersten beiden Runden für sich entscheidet.

Die Taekwondo-Wettbewerbe finden vom 7. bis 10. August statt und versprechen, eines der Highlights der Olympischen Spiele zu werden. Taekwondo bildet traditionell den krönenden Abschluss, diesmal in einer besonders beeindruckenden Kulisse: dem Grand Palais. Dieses architektonische Meisterwerk aus der Belle Époque, gelegen an der Champs-Élysées, bietet eine spektakuläre Bühne für den koreanischen Nationalsport. Das Grand Palais beeindruckt nicht nur durch seine wunderschönen Jugendstilornamente, sondern auch durch das größte Glasdach Europas.

Deutsche Beteiligung und Erfolge

Für deutsche Taekwondo-Fans ist der 10. August der Tag zum Mitfiebern! An diesem Tag betritt Lorena Brandl, Deutschlands einzige Starterin, die olympische Kampffläche. Die amtierende Europameisterin und Sportsoldatin aus Pförring hat in den letzten zwei Jahren beachtliche Erfolge gefeiert: die erste Grand Prix Goldmedaille für das deutsche Damenteam 2022, WM-Bronze im selben Jahr und den EM-Titel kurz vor den Spielen.

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Nach den Erfolgen von Faissal Ebnoutalib (Silber 2000) und Helena Fromm (Bronze 2012) fehlt Deutschland nur noch eine Taekwondo-Goldmedaille. Die Olympischen Spiele in Tokio hatte Brandl vor drei Jahren noch verpasst. Kurz vor dem Qualifikationsturnier fing sich die Oberbayerin eine Corona-Infektion ein und konnte dann als Quali-Dritte das Ticket für Tokio nicht lösen.

Taekwondo-Europameisterin Lorena Brandl hat die Bronze-Medaille bei den Olympischen Spielen verpasst. Im kleinen Finale (+67 Kilogramm) unterlag die 27-Jährige aus Oberbayern der Südkoreanerin Dabin Lee mit 1:2. Am Ende war die Enttäuschung bei Lorena Brandl riesengroß. Vor der beeindruckenden Kulisse im Grand Palais gekämpft zu haben, sei dennoch "eine große Ehre" gewesen.

Den Einzug ins kleine Finale hatte Brandl nur über Umwege erreicht: Nachdem die Deutsche im Viertelfinale gegen die Französin Althea Laurin verloren hatte, war die Enttäuschung zunächst groß.

2000 in Sydney gewann Faissal Ebnoutalib in der Klasse bis 80 kg Silber. Weniger gut lief die Qualifikationsphase für die Olympischen Spiele 2004 in Athen. Die nächste Chance für olympisches Gold wird sich den deutschen Athleten dann erst 2008 in Peking bieten. Die DTU wird alles daran setzen, dort wieder vertreten zu sein.

Bedeutende Athleten

Der US-Amerikaner Steven Lopez gewann 2000 und 2004 Olympiagold sowie 2008 Bronze. Zudem wurde er von 2001 bis 2009 fünfmal in Folge Weltmeister und gilt damit als erfolgreichster Wettkämpfer der Geschichte des modernen olympischen Taekwondo-Sports. Zweimal Gold und einmal Silber bei Olympischen Spielen gewann auch der Iraner Hadi Saei, für den zudem zwei WM-Titel sowie je einmal WM-Silber und -Bronze zu Buche stehen. Bei den Frauen ist die Chinesin Chen Zhong bisher die einzige Athletin, die zwei Olympiasiege geholt haben. Zudem gewann sie einmal WM-Gold, einmal Silber und zweimal Bronze.

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Besonderheiten der Sportart

Der Name der Sportart setzt sich aus den drei Wortsilben "Tae" (Fußtechnik), "kwon" (Handtechnik) und "do" (Die Kunst oder Der Weg) zusammen. Im Vergleich zu ähnlichen Kampfsportarten liegt der Fokus beim Taekwondo auf der Schnelligkeit der Bewegungen. Zwar sind Hand- und Fußtechniken erlaubt, letztere dominieren aber.

Wertung

Gewertet werden im Taekwondo Tritte und Schläge in die Punktzonen des Gegners. Dabei ist es möglich, mit einer Kampfaktion bis zur vier Punkte zu bekommen. Einen Punkt erhält man für eine gültige Attacke auf den Rumpfschutz, zwei für einen Tritt aus der Drehung auf den Rumpfschutz. Drei Punkte gibt es für eine gültige Attacke auf den Kopf, vier für einen Tritt aus der Drehung auf den Kopf. Der Kampf geht über drei Runden á zwei Minuten.

Ausrüstung

Die Athleten tragen einen Helm, einen Brust- und Bauchschutz, Unterarm- und Schienbeinschoner sowie einen Tiefschutz.

Deutsche Olympiabilanz

In Seoul 1988 gewannen Markus Woznicki und Michael Arndt in den noch als Demonstrationssportart durchgeführten Taekwondo-Wettkämpfen ebenso Bronze wie Sonny Seidel und Ute Guester.

Hier eine Übersicht der deutschen Erfolge bei Olympischen Spielen:

Jahr Ort Athlet Medaille
1988 Seoul Markus Woznicki Bronze (Demonstrationssportart)
1988 Seoul Michael Arndt Bronze (Demonstrationssportart)
1988 Seoul Sonny Seidel Bronze (Demonstrationssportart)
1988 Seoul Ute Guester Bronze (Demonstrationssportart)
2000 Sydney Faissal Ebnoutalib Silber
2012 London Helena Fromm Bronze

Die Südkoreanische Flagge

Die Südkoreanische Flagge symbolisiert vieles vom Gedankengut, der Philosophie und der Mystik des Fernen Ostens. auch die grundlegende Gestaltung auf das Gründungsjahr 1948 zurückgeht. Das Symbol und manchmal die Flagge selbst werden "Tae Kuk" genannt. eine waagerecht verlaufende, S-förmige Linie in zwei völlig gleiche Hälften geteilt wird. Der obere, rote Teil stellt "Yang" dar und der untere, blaue Teil "Yin (Um)". Dualismus des Kosmos aus: Feuer und Wasser, Tag und Nacht, hell und dunkel, Aufbau und Zerstörung, männlich und weiblich, aktiv und passiv, heiß und kalt, plus und minus, etc. Der zentrale Gedanke der "Tae Kuk" bedeutet, daß trotz einer ständigen Bewegung innerhalb der Sphäre der Unendlichkeit, Ausgewogenheit und Harmonie herrschen.

Die schwarzen Zeichen, bestehend aus 3 Balken in jeder Ecke der Flagge, symbolisieren ebenfalls die Idee von Gleichgewicht und Gegensatz. gelesen. Die 3 ungebrochenen Linien stehen für Sommer, Süden und Luft; die gegenüberliegenden 3 gebrochenen Linien stellen Herbst, Norden und Erde dar. Linien mit einer gebrochenen Linie in der Mitte.