Judo ist auch in Deutschland seit Jahren ungebrochen beliebt. Die Sportart ist eine defensive Kampfsportart, die zum größten Teil aus Würfen sowie aus Abwehrbewegungen wie zum Beispiel die Judorolle besteht.
Überhaupt gehören die Gürtel im Judo zu den wichtigsten Utensilien, zeigen sie doch den Fortschritt des Trainingsstandes für jeden Außenstehenden an. Sie sind extrem begehrt und zeigen nach außen, welchen Reife- und Erfahrungsgrad der Sportler besitzt. Der Judo Gurt gibt über den Grad und die Kampffertigkeiten des Judoka Auskunft. Er gehört entsprechend zum Umfang der Kleidung des Sportes und ist sowohl für das Training als auch für Turniere vorgeschrieben.
Den Judo Gurt gibt es in verschiedenen Farben und er gibt den Grad des Schülers oder Meisters an. Mit dem Erreichen des schwarzen Gurtes wird der Judoka zum Meister. Er kann sich nun durch 10 Meistergrade, die Dan arbeiten.
Die Bedeutung der Judo Gürtel
Grundsätzlich spricht man im Judo hinsichtlich des erreichten Erfahrungsstandes nicht von Gürteln, sondern von Graden. Der jeweilige Grad wird also nur durch den dazu gehörigen Gürtel nach außen hin dargestellt. Des Weiteren sind die verschiedenen Gürtel bzw. Grade im Judo in Schülergürtel und Meistergürtel unterteilt.
Die Grade, welche durch die Schülergürtel symbolisiert werden, nennt man Kyü (9. - 1. Grad), die Meistergrade nennen sich Dan (1. - 10.
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Die Farben der Judogürtel haben eine symbolische Bedeutung. Sie zeigen den Fortschritt des Trägers und sein Können in der Kampfkunst an.
Die verschiedenen Gürtelgrade im Judo
Im Judo gibt die Gürtelfarbe Aufschluss über die Fertigkeiten des Trägers. Die Judogürtel werden dabei in einer bestimmten Reihenfolge vergeben. Die technischen Fähigkeiten eines Judoka erkennt man an seiner Gürtelfarbe und -breite. Die Farbe des Gurts entspricht der Ausbildungsgraduierung (Kyu-Grad).
Eine Graduierung setzt beim Prüfling praktische Fähigkeiten und theoretisches Judo-Wissen voraus. Judo kennt drei verschiedene Systeme: Kinder-Grade mit verminderten Anforderungen, Kyu- bzw. Schüler-Grade und Dan- bzw.
Die Gürtel der Schüler-Grade sind farbig, werden mit steigendem Rang dunkler und abwärts gezählt (9-1), die Meister tragen schwarze Gürtel, die Grade werden aufwärts gezählt (1-10). Kyu (8-1) und Dan-Grade (1-6) werden durch Prüfungen erworben.
Hier ist eine Übersicht der Gürtelgrade und des Mindestalters:
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- 9. Kyü (Kukyü): Weißer Gürtel, Mindestalter nicht vorgeschrieben
- 8. Kyü (Hachikyü): Weiß-gelber Gürtel, Mindestalter: 7 Jahre (vollendet)
- 7. Kyü (Nanakyü): Gelber Gürtel, Mindestalter: 8 Jahre (Jahrgang)
- 6. Kyü (Rokkyü): Gelb-orangener Gürtel, Mindestalter: 9 Jahre (Jahrgang)
- 5. Kyü (Gokyü): Orangener Gürtel, Mindestalter: 10 Jahre (Jahrgang)
- 4. Kyü (Yonkyü): Orange-grüner Gürtel, Mindestalter: 11 Jahre (Jahrgang)
- 3. Kyü (Sankyü): Grüner Gürtel, Mindestalter: 12 Jahre (Jahrgang)
- 2. Kyü (Nikyü): Blauer Gürtel, Mindestalter: 13 Jahre (Jahrgang)
- 1. Kyü (Ikkyü): Brauner Gürtel, Mindestalter: 14 Jahre (Jahrgang)
Dan-Grade (Meistergrade):
- 1. Dan (Shodan): Schwarzer Gürtel, Mindestalter: 18 Jahre
- 2. Dan (Nidan): Schwarzer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 3. Dan (Sandan): Schwarzer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 4. Dan (Yondan): Schwarzer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 5. Dan (Godan): Schwarzer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 6. Dan (Rokudan): Rot-weißer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 7. Dan (Nanadan): Rot-weißer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 8. Dan (Hachidan): Rot-weißer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 9. Dan (Kudan): Roter Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 10. Dan (Judan): Roter Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
Wichtig zu wissen: In Deutschland werden die Gürtel der Meistergrade nur bis zum 5. Dan vergeben. Alle Gürtel, die darüber hinausgehen (6. - 10. Dan) werden von europäischen und internationalen Kommissionen verliehen, sie können also nicht durch einen Kampf bzw. eine Prüfung erworben werden. Einen höheren Gürtel als jenen des 10. Dan gibt es nicht.
Eine interessante Anekdote ist, dass der Erfinder des Judo überhaupt keinen Gürtel bzw. Dan innehatte, da man der Meinung war, dass keiner im Judo über ihm steht und somit auch niemand dazu berechtigt sei, ihm einen Gürtel bzw.
Die Bedeutung der einzelnen Gürtelfarben
Die verschiedenen Gürtelfarben im Judo haben eine tiefere Bedeutung als nur die Darstellung des Fortschritts eines Judoka. Sie stehen für bestimmte Werte und Eigenschaften, die im Judo gelehrt werden. Der Weg zum schwarzen Gürtel ist lang und erfordert viel Disziplin und Einsatz. Die einzelnen Gürtelfarben stehen dabei für verschiedene Meilensteine im Judo.
Der weiße Gürtel symbolisiert den Anfang eines Judokas und zeigt, dass er bereit ist, zu lernen und sich zu entwickeln. Der gelbe Gürtel steht für das Wissen und die Fähigkeiten, die ein Judoka bereits erworben hat. Der grüne Gürtel steht für die wachsende Pflanze und symbolisiert das ständige Fortschreiten und die Weiterentwicklung im Judo. Der braune Gürtel symbolisiert die Reife und das Verständnis des Judokas für seine Techniken.
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Weiß ist die niedrigste Stufe und symbolisiert die Reinheit und Unschuld, mit der ein Anfänger den Sport beginnt. Der orange Gürtel zeigt, dass der Athlet bereits einige grundlegende Techniken beherrscht und sein Training intensiviert hat. Der blaue Gürtel ist ein Zeichen für einen erfahrenen Judoka, der ein hohes Maß an Technik und Können erreicht hat. Der braune Gürtel ist die vorletzte Stufe und zeigt, dass der Athlet ein Experte im Judo ist. Schließlich erreicht der Judoka den begehrten schwarzen Gürtel, der für Meisterschaft und Vollendung steht.
Was man beim Kauf eines Judogürtels beachten sollte
Beim Kauf eines Judogürtels gibt es ein paar Dinge zu beachten. Zunächst solltest du die richtige Länge des Gürtels wählen. Diese richtet sich nach deiner Körpergröße und sollte etwa 20 cm länger sein als deine Körpergröße. Weiterhin ist es wichtig, auf die Qualität des Gürtels zu achten. Ein guter Judogürtel sollte aus strapazierfähigem und langlebigem Material bestehen. Achte außerdem auf die richtige Breite des Gürtels.
Hier sind einige Kriterien, die du beachten solltest:
- Materialqualität: Achte darauf, dass der Judo-Gürtel aus hochwertigen Materialien wie Baumwolle oder einem Baumwoll-Polyester-Mix gefertigt ist, um Langlebigkeit und Strapazierfähigkeit sicherzustellen.
- Länge: Die Länge des Gürtels sollte der eigenen Körpergröße entsprechen. In der Regel beträgt die Länge des Gürtels das Doppelte der Körpergröße.
- Breite: Die Breite des Gürtels kann je nach Hersteller variieren.
- Verarbeitung: Achte darauf, dass die Nähte des Gürtels sauber und stabil verarbeitet sind.
- Flexibilität: Ein guter Judogürtel sollte flexibel genug sein, um sich an deine Bewegungen anzupassen.
- Pflegehinweise: Achte darauf, dass der Judo-Gürtel pflegeleicht ist und sich einfach reinigen lässt, da regelmäßige Reinigung ein wesentlicher Aspekt der Hygiene im Judo darstellt.
Wo kann man Judogürtel kaufen?
Sind Sie auf der Suche nach einem Judogürtel, dann ist der Kauf normalerweise im Internet, zum Beispiel bei Amazon, die einfachste und schnellste Möglichkeit. Hier gibt es zahlreiche Händler mit einer großen Auswahl an Gurten aller Stufen und Farben. Nach der Bestellung wird der Judo Gürtel bequem mit der Post geliefert und kommt innerhalb von wenigen Tagen direkt an Ihre Haustür. Alle Informationen zu den Judo Gurten sowie Antworten auf viele Fragen, entnehmen Sie der Produktbeschreibung.
Der Kauf eines Judogürtels beim Fachhändler ist im Vergleich zum Onlinekauf ein wenig komplizierter. Grund dafür ist, dass Sie zunächst einmal einen passenden Händler vor Ort finden müssen. Zudem sind Sie dann auf die Auswahl im Laden beschränkt. Zwar finden sich vor allem die Kyu-Grade häufig, bei den Stufen der Meister-Dan müssen Sie jedoch unter Umständen etwas suchen. Hinzu kommt außerdem, dass im Fachhandel die Preise etwas höher sind, als im Internet und auch Vergleichsmöglichkeiten gibt es nicht. Dafür können Sie Ihren neuen Judo Gürtel jedoch direkt vor Ort ansehen und Fragen stellen bzw. Unklarheiten mit dem Fachmann klären. Ist die Entscheidung für einen Gürtel gefallen, dann können Sie diesen sofort mitnehmen und zum Beispiel noch am selben Tag beim Training verwenden.
Gibt es im Fachhandel den gewünschten Dan nicht und möchten Sie den Gurt auch nicht im Internet bestellen, dann haben die meisten Fachgeschäfte die Möglichkeit, Judo Gürtel auch zu bestellen. Ggf.
Wie man den Judogürtel richtig bindet
Der Judo Gürtel wird traditionell, auf eine ganz bestimmte Art und Weise mit einem besonderen Knoten gebunden.
Um den Judogürtel zu binden, lege ihn zunächst um die Hüfte, lasse ein Ende etwas länger als das andere und halte das längere Ende mit der linken Hand fest. Dann nimm das kürzere Ende mit der rechten Hand und führe es über das längere Ende, dann unter beiden Enden hindurch und wieder nach oben. Jetzt ziehe das kürzere Ende durch die Schlaufe, die entstanden ist und ziehe es fest.
Die Bedeutung des Judoanzugs
Zunächst einmal: Der klassische Judo-Anzug besteht aus einer weiten Baumwollhose und einer ebensolchen Jacke. Der Gürtel wird von außen über der Hüfte auf der Jacke getragen und schließt diese. Ein Judo-Anzug muss viel aushalten. Durch die vielen Würfe und Bodenübungen wird der Stoff sehr stark belastet und muss dementsprechend reißfest sein. Es ist daher sehr wichtig, auf qualitativ hochwertiges Equipment für den Judosport zu achten. Der Stoff sollte ausreichend dick sein, um den Belastungen während des Trainings und der Kämpfe dauerhaft wiederstehen zu können.
Fazit
Judogürtel sind ein unverzichtbares Accessoire für jeden Judoka. Sie dienen nicht nur dazu, die Judoanzüge zusammenzuhalten, sondern sind auch ein wichtiger Bestandteil der Graduierung im Judo. Sie stehen für bestimmte Werte und Eigenschaften und symbolisieren den Fortschritt und die Erfahrung eines Judoka. Beim Kauf eines Judogürtels solltest du auf die richtige Länge, Qualität und Breite achten, um den passenden Gürtel für dich zu finden.
