Ursprünglich trugen die Kämpfer nur schwarze und weise Gürtel (Obi). Diese dienten dazu, den Kampfanzug (Dōgi/Budōgi) zusammen zu halten. Erst der Begründer des Judo, Kanō Jigorō führte ab 1880 weitere Farben ein, als sich die Kampfkünste zum Kampfsport (Budosport) entwickelten.
Die Entwicklung des Gürtelsystems
Die Schüler trainierten nun nicht mehr nur in Kleingruppen persönlich bei "Ihrem" Meister, sondern in größeren Gemeinschaften. Getragen wurde: weis, braun, gelb und blau. Anhand der farbigen Gürtel konnte der Meister einfacher den Überblick behalten und die Schüler entsprechenden Untergruppen zuordnen.
Seit 1895 wurden 6 Schülergrade (Kyū) vergeben, wobei 6. der Niedrigste, und 1. der Höchste war. Später wurden hier bei uns im "Westen" weitere Farben hinzugefügt, vor allem um die langen Wartezeiten zur nächsten Prüfung gerade für Kinder zu verkürzen und überschaubar zu machen.
Je nach Kampfkunst gibt es eine unterschiedliche Anzahl von Schülergraden: beim Aikido, Kobudu und Jiu Jitsu sind es z.B. 6 Kyū`s. Beim Judo, Karate und anderen 9. Meist finden 5 verschiedene Farben Verwendung. Bei machen Stilrichtungen tragen die Schüler zweifarbige Gurte, um einen Übergang zu symbolisieren. Andere verleihen 3 oder 4 Braungurte. Teilweise werden auch graue und violette Gürtel verwendet.
Allein die "roten Gurte" sind den Meistern ab dem 9. Dan und "rot-weiß" dem 6./7./8.Dan (bei manchen auch 10.Dan) vorbehalten.
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Die Bedeutung der Gürtelfarben
Die Gürtelfarben im Shotokan-Karate sind ein wichtiger Bestandteil des Ausbildungssystems und geben Hinweise auf den Fortschritt eines Karateka. Die Gürtelfarben dienen als Orientierungshilfe auf dem Weg des Karateka, sind jedoch nicht das eigentliche Ziel. Sie geben Aufschluss über den Kenntnisstand und die Erfahrung einer Person. Es ist wichtig zu erkennen, dass der Weg des Karateka kein Wettbewerb gegen andere ist, sondern ein stetiger persönlicher Fortschritt. Jeder Karateka hat seine eigene Reise und individuelle Herausforderungen zu meistern.
Die Farbe des Gürtels gibt auch Aufschluss über das Niveau des Karateka.
Die Schülergrade (Kyu)
- Weißer Gürtel: Weiß wie der Schnee, der das Land bedeckt. Die Unschuldigkeit und die Hoffnung des Anfangs. Der Schüler ist unwissend doch offen und wissbegierig. Alles ist ungewiss. Ruhe und Langsamkeit, statt Kraft und Schnelligkeit. Es fehlt noch das Gefühl für die Bewegungen. Wie der fruchtbare doch noch gefrorene Erdboden am Beginn des Frühlings, auf dem Wissen und Können gedeihen soll. Der weiße Gürtel markiert den Anfang der Karate-Reise. Er symbolisiert die Unschuld und Reinheit des Schülers, der bereit ist, das Wissen und die Techniken des Karate zu erlernen.
- Gelber Gürtel: Die Sonne scheint darauf. Der Schüler verliert seine anfängliche Scheu und fragt nach. Vergnügen und Freude an der Kampfkunst durch kleine Erfolge. Der Schüler sei gewarnt vor der Gefahr von Neid und Eifersucht auf höhere Schülergrade. Er befindet sich in einer aufgeregten Unruhe. Der gelbe Gürtel symbolisiert das erste Licht des Verständnisses und der Verbesserung.
- Oranger Gürtel: Die Wärme der Sonne hat den Frost verjagt und den Boden fruchtbar gemacht. Der Same des bisherigen Unterrichts keimt, bleibt jedoch weiter unsichtbar. Bewegungen und Handlungsabläufe werden langsam vertraut, sie sind nicht mehr fremd und fühlen sich authentisch an. Der orangefarbene Gürtel repräsentiert die aufgehende Sonne, die das Fortschreiten und die steigende Fähigkeiten des Schülers ankündigt. Der Schüler "taut auf" und versteht die Anweisungen des Meisters, scheut sich aber bisher das Gelernte vor allen zu zeigen. Behält er seine Bereitschaft zur ständigen Erneuerung, werden "Aha-Erlebnisse" (Erleuchtungen) folgen.
- Grüner Gürtel: Er ist aktiv, dynamisch, vital und fröhlich aufgeregt. Manchmal neigt er zu Übermut. Er ist herausgefordert Mut und Stärke zu entwickeln und für sein weiteres Wachstum Zeit und die ihm innewohnende Energie zu investieren. Wenn ihm das gelingt, kann er sehr gute Leistungen vollbringen. Mit dem grünen Gürtel erreicht der Karateka eine Phase des Wachstums und der Reife. Die grüne Farbe steht für Frische und Wachstum, während der Schüler seine Fähigkeiten weiterentwickelt und immer mehr Selbstvertrauen gewinnt.
- Blauer Gürtel: Ambivalent & unentschlossen: Wie keine andere Farbe symbolisiert Orange im alten China den Wandel zwischen Denken & Handeln, Irdischen & Himmlischen, Diesseits & Jenseits, Stillstehen & Voranschreiten, Ying & Yang. Die ersten Pflänzchen brechen durch, im Schüler reift Erkenntnis. Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Der blaue Gürtel symbolisiert den Himmel und die Weite des Wissens, das der Schüler im Laufe der Zeit erworben hat. In dieser Phase werden komplexe Kata und anspruchsvolle Kumite-Übungen ausgeführt. Er agiert individuell angemessen (feiner abgestimmt) auf die Trainingssituation und besitzt ein vielseitigeren Fundus an Handlungsalternativen. Der Lehrer wird nicht mehr nur kopiert, der Schüler beginnt selbst zu variieren. Das Äußere, das Zeigen ist ihm wichtig (cool sein 😎).
- Brauner Gürtel: Nach dem ersten Überschwang und der Hektik entwickelt sich Ruhe und Konzentration. Es sind gute Grundlagen gelegt und die Bewegungen werden natürlicher. Der Schüler entwickelt heilsame Denkweisen und gewinnt an Selbstachtung und Sicherheit. Der Schüler hat nun ein tieferes Verständnis und soll seine Fähigkeiten zeigen Höheres anzustreben und auch zu erreichen. Der Himmel ist seine Grenze. Der braune Gürtel, oft als Vorbote des schwarzen Gürtels angesehen, repräsentiert die Erde und die Festigung des Wissens und der Fähigkeiten. Die erlernten Techniken werden gut koordiniert und er ist solide in Stand und Haltung. Sein Selbstvertrauen ist (manchmal zu 😉) stark.
Die Meistergrade (Dan)
- Schwarzer Gürtel: Neben Rot und Schwarz wurde besonders Violett bzw. Purpur zur Farbe der Könige und Priester. Er symbolisiert Meisterschaft, Beherrschung und ständige Weiterentwicklung. Er symbolisiert das höchste Level der Beherrschung, das nur von wenigen Meistern erreicht wird. Es ist die Farbe der Erwartung, der Besinnung, des Verstandes und Wissens, der Ewigkeit, jedoch AUCH des Sterbens! Ebenso steht sie für Leidenschaft, Sinnlichkeit, Exklusivität, Individualität, Extravaganz, Macht, Überheblichkeit und Eitelkeit. Alles erscheint möglich. Der Schüler sei jetzt sehr achtsam und arbeite daran, ungute Verhaltensweisen abzulegen. Die Enttäuschung beim Erkennen der eigenen Unvollkommenheit kann ihn schwermütig machen. Violett steht weiter für: Vereinigung der Gegensätze. Die Brücke zwischen Können und Geist, zwischen Erde und Himmel. Zeit der Geburt und des Neuwerdens, der Transformation. Die Farbe der Einweihung. Der Weg ist mystisch und geheimnisvoll. Der Schüler ist bodenständig, freundlich und angenehm im Umgang. Er meistert seinen Alltag und steht in der Realität. Er ist versöhnt mit seiner Vergangenheit und ganz bei sich Selbst. Er erinnert an die Rinde des großen und starken Baumes. Die Techniken sind gefestigt und der Schüler arbeitet selbständig. Sein Stand ist sicher. Braun ist Träger und Stoff des Lebens. Steht für Echtheit, Sicherheit, Festigkeit und Einfachheit. Das Äußere ist unwichtig geworden. Schwarz, die Farbe der Meisterschaft und des Weltalls, die alle Farben einschließt, dass Symbol für Wissen, Erfahrung und Autorität des Lehrers. Männlich und kraftvoll. Der Kämpfer hat das gesamte Licht / Wissen in sich aufgenommen. Das Ego tritt in den Hintergrund, es geht um die Sache an sich. Der Schüler hat seine Kunst, den Weg und vor allem sich Selbst gemeistert. "Für mich ist der Schwarze Gürtel Auszeichnung und Last. Geschenk und Aufgabe. Die Verantwortung, außerhalb vom Dojo, ohne Gi und Obi, meisterlich zu Leben und zu Handeln. Das, was ich auf der Matte von meinen SchülerInnen erwarte, selbst zu tun. Steht für: Eleganz, Macht, Bedrohlichkeit, Würde, Exklusivität, Individualität, Nüchternheit, Sachlichkeit und Kompetenz. "Der schwarze Gurt und der weiße Gurt sind beide gleich. Der Weiß-Gurt ist der Beginn der Technik, der Schwarz-Gurt der Beginn des Verstehens.
Die psychologische Wirkung der Gürtel
Doch viel wesentlicher ist die psychologische Wirkung auf den Schüler. Die Auszeichnung die neue Farbe tragen zu dürfen, etwas geschafft zu haben, stolz auf sich sein zu können.
Erstaunlich ist oft der Entwicklungssprung im Training NACH der Verleihung. Eine Art "selbsterfüllende Prophezeiung". Es fühlt sich toll an endlich die neue Farbe tragen zu dürfen, jedes Mal in der Umkleide, beim Anlegen des Gürtels denkt der Schüler daran (selbst mir als Lehrer geht es nach vielen Jahren immer noch so). Die positive Erwartung des Trainers, der Anderen ("Du bist jetzt ein Grün-Gurt!") spornt an. Einen neuen Gürtel tragen zu dürfen, zeigt auch die (soziale) Anerkennung durch den Lehrer bzw. bei den Dan-Graden durch die verleihende Organisation. Es ist eine "Auszeichnung".
Grüppchenbildung (oder auch Auf-/Abwertungen) nach Farben sollte eigentlich durch die wachsende Reife der Schüler ausbleiben und widerspricht dem Gedanken der Gleichheit.
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Gürtelfarben im Shotokan-Karate
Im Shotokan-Karate sind die Gürtelfarben ein sichtbares Zeichen für den Fortschritt und die Entwicklung der Karateka. Es ist jedoch essenziell zu verstehen, dass sie lediglich ein Indiz für die Leistung sind und nicht das alleinige Maß dafür. Der eigentliche Fokus sollte auf dem kontinuierlichen persönlichen Wachstum, der Verbesserung der Techniken, der mentalen Stärke und der Entwicklung einer starken Körper-Geist-Verbindung liegen.
Folgende Auflistung gilt für den Deutschen Karate-Dachverband und nur für die Karatestile Shotokan, Goyu Ryu und Wado Ryu:
- 9. Kyu (Weiß): Hier beginnt das Lernen. Das Weiß steht für Reinheit und Klarheit. Geschwindigkeit und Kraft sind erst einmal nebensächlich. Wichtiger ist eine korrekte Ausführung der Techniken.
- 8. Kyu (Gelb): Die Bewegungsabläufe in den Grundtechniken sind nun flüssiger.
- 7. Kyu (Orange): Orange steht hier für das Feuer und die Wärme der Sonne.
- 6. Kyu (Grün): Der Schüler kann schon viel differenzierter und vielseitiger agieren.
- 5. bis 4. Kyu (Blau): "Die Pflanze wächst zum blauen Himmel", heißt es in Japan über diese farbliche Kennzeichnung der Schülerklasse im Karate.
- 3. bis 1. Kyu (Braun): Die letzten drei Schülergrade, in denen die Farbe Braun aus dem Japanischen übersetzt bedeutet: "Der Baum hat eine starke Rinde.
- 1. bis 10. Dan (Schwarz): Der erste Meistergrad. Hier hat das Lernen allerdings noch kein Ende gefunden, denn es gibt noch neun weitere und höherrangige Meistergrade, die durch den schwarzen Gürtel symbolisiert werden. Der höchste Meistergrad ist der 10. Dan, dessen Träger auch an einem rot-weißen Gürtel zu erkennen sein können.
Dan Grade
Was im Judo der schwarze Gürtel ist, muss in Karate noch lange keiner sein. Auch zwischen den Verbänden gibt es hier starke Unterschiede. während der eine Verband zwischen den einzelnen Prüfungen bis zum 1. verschieden lange Wartezeiten bis zum schwarzen Gurt hat, wirbt der andere Verband mit verkürzten Wartezeiten und Sonderbehandlung bis zur 1. ) hat Meister Gichin Funakoshi in das Karate-Do eingeführt. (Danträger) bezeichnet werden. mit geistiger Voraussetzung (Shin) und der richtigen Haltung (Shi-Sei) . Das entspricht dem traditionellen Karate-Do, den Anforderungen des Weges.
YUDANSHA - Die Danträger der Grade 1 - 4
- 1. Dan Grad ( Shodan ) " Der Grad der Erkenntnis "Der Schüler hat nun die Bedingungen des Weges durch seine recht Haltung verstanden. Noch warten viele Hindernisse auf seinen Weg, doch er hat sich noch nicht endgültig entschieden, diese Herausforderungen mit allen Konsequenzen zu meistern. über des Wissen der Techniken. Der erste Dan bedeutet für ihn ein Ausgangspunkt für seine Entwicklung.
- 2. Grad Grad ( Nidan ) " Der Grad des anerkannten Wegschülers " Der Karateka ist nun entschlossen den Weg der Kampfkunst bis an sein Lebensende zu gehen. auf den Weg der geistigen Reife. Er ist interessiert an der Verbindung von Geist und Technik und sieht das als nächste Herausforderung. Oft besteht allerdings die Gefahr, dass er sich jetzt auf seinen 1. Dan ausruht und glaubt, schon genug erreicht zu haben.
- 3. Dan Grad ( Sandan ) " Der anerkannte Schüler " zeigt in seiner Haltung und nicht nur an seinen technischen Fortschritt seine Weg-Stufe. Er lässt sich durch nichts von seinem Weg abbringen. Meister als wahren Wegschüler anerkennen. genannt. Seine Intensive Karate-Praxis und sein Studium des Weges lassen ihn über den Tellerrand des reinen Kampfsports blicken und ihn den weg der Kampfkunst verstehen. Er kann sie auf seine täglichen Lebenssituation übertragen. Ob der Schüler allerdings den Anforderungen des Weges wirklich gewachsen ist, wird sich zeigen. Profiliert er sich oder sieht sich nicht mehr als Schüler, dann ist er den wahren Weg des Meisters nicht gewachsen. Sensei ) haben Kopf und Hand gleichermaßen gestärkt. Karate-Do ist ein wesentlicher Teil seines täglichen Lebens geworden und gibt ihm innere Stärke und Kraft.
- 4. Dan Grad ( Yondan ) " Der Experte der Technik " Ab dem 4. Dan beginnt der Weg des Budos. Budos-Weges neuen Herausforderungen stellen muss. Er lebt und verinnerlicht die geistigen Aspekte der Kampfkunst täglich im Dojo oder im Alltag. verbindet die Karate Philosophie und die Budo-Technik so miteinender, dass er den Weg zur inneren Perfektion suchen und finden kann. in den körperlichen Übungen zu kontrollieren und verleiht damit seiner Technik die maximale Wirkung.
Die selbstständigen Lehrer und eigentlichen Meistergrade des Budo
Diese Grade werden in zwei Abschnitte unterteilt :
- ( 5.Dan und 6.Dan )
- ( geistige Reife ) zu. *Kokoro = Der Mensch ist Bewusstsein, er hat die Kunst verinnerlicht.
- 5. Dan Grad ( Godan ) " Experte der Übung "Der Karateka mit den 5. - Mensch mit tiefen Bewusstsein. Dieser Grad kann frühestens im alter von 31 Jahren erreicht werden. Die Voraussetzungen sind eine entsprechende Budo-Erfahrung und Lebenserfahrung. Der 5. ) und 6. ) zeichnen sich durch viel Wissen , Lebenserfahrung und eine starke innere Haltung aus. Das Karate-Do ist mit seiner Tradition ein wichtiges Lebensprinzip geworden. ist kein Schüler mehr, sondern ein wahrer Meister. Er hat die Theorie und die Praxis verinnerlicht und ist ein Vorbild und mit seinem Wissen eine Autorität für seine Schüler.
- 6. Dan Grad ( Rokkudan ) " Experte der Übung "Auch bei dieser Stufe ist der Titel noch Renshi. Er wird sich trotz des 6. Dan bewusst um Klarheit , Selbsterkenntnis und Harmonie streben und sich ständig verbessern. Das betrift seine geistigen sowie seine körperlichen Fähigkeiten , denn der stete Tropfen höhlt den Stein.
Die reine Ri-Form
Iro Kokoru ist die Stufe der Reife. Das sind die höchsten Graduierungen im Budo.
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Kyoshi ( 7. Dan und 8. Hanshi ( 9. und 10. Dan ) vergeben. " Transzendenz im Wesen " . Jetzt hat die Meisterschaft ihre Perfektion und mit dem 10.Dan vollendet.
- 7. Kyoshi ist ein Großmeister des jeweiligen Stils. Ihm ist klar, das er tägliche Übungen nicht durch geistige Übungen ersetzen kann und trainiert täglich. Er besitzt eine Klarheit über kosmische und menschliche Angelegenheiten und bekennt sich zum Leben und zur Überwindung des Todes. ein.
- 8. Dan ( Hachidan ) " Experte des Unterrichts "Der 8. Großmeister des jeweiligen Stils. . Im Budo gibt es kein vorzeitigen Pensionsrecht oder Ruhestand. Das Training geht bis ins hohe Alter , für viele bis zum Lebensende.
- 9. - Großmeister des jeweiligen Stils , ist im Einklang mit sich selbst. Seine Handlungen zeichnen sich durch Harmonie mit den kosmischen Kräften aus. Er kann seinen Schülern das Tor zur Weisheit öffnen , dass über alle Techniken der Budo-Technik er haben ist.
- 10. ist der Großmeister des Stils. Diese Graduierung ist frühestens ab einem Lebensalter von 70 Jahren möglich. " . . Die höchste Auszeichnung im Budo kann nur von der IMAF - Kokusai Budoin vergeben werden. Die Träger des 10. Dan sind ein Vorbild in höchster technischer Perfektion und tiefem geistigen Verständnis .
Die Bedeutung des Gürtels im Kyokushin Karate
Das Gurtsystem im Kyokushin wurde von unserem Grün- der - Sosai Mas Oyama - entwickelt und eingeführt. Er selbst war 4. Dan im Shotokan Karate, 7. Dan im Gōjū-Ryū Karate und 4. Dan im Judo. Unser System ist in Schülergrade (Kyu) und Meister- grade (Dan) eingeteilt. Der weiße (Mukyu) Gürtel stellt keine Stufe dar. Er zeigt an, dass du noch nicht an einer Prüfung teilgenommen hast und neu beim Karate bist. Die Schülergrade sind in unterschiedliche Farben aufgeteilt, die dann für deine einzelnen Schritte auf dem Weg zum Meister stehen. Alle Meister haben dann den schwarzen Gürtel, wo du die Stufe an der Anzahl von goldenen Streifen erkennen kannst.
- Anfänger sind wie weiße, unbeschriebene Blätter, die keine Erfahrungen haben und voller Potenzial stecken. Dies soll der erste Gürtel ausdrücken.
- Die erste Farbe ist mit der Farbe der Erde verbunden. Sie soll ein erstes Verstehen der körperlichen Grundlagen symbolisieren. Dein Karateweg soll auf einem soliden Fundament aufgebaut werden, das du nun kennst und welches dich weiter zum Lernen motivieren soll.
- Orangegurte dürfen aber nicht nur die körperlichen Grundlagen verstehen lernen. Nein, du sollst auch Ehrgeiz, Dankbarkeit, Beharrlichkeit und Respekt entwickeln. Dazu gehört auch, dass du regelmäßig zum Training kommst.
- Als nächsten kommt blau, die Farbe für Wasser. Als Blaugurt solltest du dich mehr und mehr mit deinem Karate an die unterschiedlichsten Situationen anpassen und reagieren können. Du lernst, Karate deinen eigenen körperlichen Stärken und Schwächen anzupassen und es besser zu nutzen. Es ist die Zeit, wo du deinen Körper immer weiter stärkst, besonders im Rumpf und in den Armen.
- Die Begeisterung wird dir auf diesen Weg manchmal fehlen und du verlierst vielleicht die Lust zum Training zu gehen, oder willst sogar aufgeben. Dann musst du wissen, dass das ganz normal ist und zu deinem Weg im Karate dazugehört. Probleme, auf dem Weg des Lernens zu haben und passend mit ihnen umzugehen, ist wichtig.
- Als Gelbgurt sollst du eine klare Entwicklung in deiner körperlichen Stärke und Fähigkeiten durchgemacht haben (wie Gleichgewicht, Stabilität, Hand-/ Augenkoordination und technische Fähigkeiten). Im Vergleich zu anderen farbigen Gürteln vorher sollst du als Gelbgurt aber auch eine innere Entwicklung durchmachen. Karate ist nicht nur ein körperliches Training. Du sollst als Mensch wachsen. Karate bringt dir vieles bei, was du für dein gesamtes Leben brauchst. Durchhaltevermögen, Disziplin, Respekt, Konzentration und vieles mehr.
- Grün ist eine Farbe für fortgeschrittene Schüler. Als Grüngurt solltest du deine Grundtechniken beherrschen. Du lernst auf diesen Weg, deine Technik mit Geschwindigkeit und Kraft zu kombinieren, die du durch das Training entwickelt hast. Auf diese Weise sollten alle Grüngürtel an der Kraft von Karate arbeiten. Kyokushin ist das stärkste Karate. Der Grüngurt sollte diese Stärke in seinem Charakter und im Karate zeigen.
- Du solltest verstehen lernen, wie du im Verstand und mit dem Körper ohne bewusste Anstrengung richtig handelst. Dies ist eine sehr wichtige Stufe auf deinem Karateweg, die in ernsthafter, verantwortungsvoller und ausgereifter Denkweise durchgeführt werden sollte.
- Du solltest als brauner Gürtel sehr stark und sehr vertraut in der Ausführung aller Techniken sein, während du aber nicht einfach damit zufrieden bist. Du sollst immer weiter daran arbeiten, besser zu werden. Beim Kämpfen solltest du die Fähigkeit entwickeln, einen Anfänger durch Timing, Distanzkontrolle und Sensibilität zu kontrollieren. Du solltest deine Stärke nicht durch reine Kraft zeigen, sondern durch Ruhe und Kontrolle. Deswegen sollten Anfänger dazu neigen, dass sie dir als braunen Gürtel vertrauen können und du solltest dieses Vertrauen durch Ehrlichkeit, Integrität und Loyalität bestätigen. Als brauner Gürtel hast du ein tapferes Herz und einen eisernen Willen. Du bist ein Vorbild geworden und musst aufpassen, dass du nicht selbstgefällig wirst. Bloß zufrieden damit, an der Spitze der Schülergrade zu stehen. Sei dir dessen bewusst und lerne, dich durch ständiges hartem Training zu überwinden und auf die nächste Stufe zu gelangen. Halte deinen Kyokushin Karate Weg hier nicht auf.
Die Gürtel (Obi) der Schüler:innen
Der Gürtel (Obi) der Schüler:innen soll nicht nur den Anzug (Gi) zusammenhalten, sondern ist auch, wie man weiß, die Rangbezeichnung der Karateka. Die Gürtelfarben geben an, wie fortgeschritten die Schüler:innen sind. Dabei gilt: je dunkler die Gürtelfarbe, umso höher der Rang.
| Gürtelfarbe | Japanische Bezeichnung | Kyu |
|---|---|---|
| Weißer Gürtel | Ku-kyu | 9. Kyu |
| Orangener Gürtel | Nana-Kyu | 7. Kyu |
| Grüner Gürtel | Rok(u)-kyu | 6. Kyu |
| Violetter/Blauer Gürtel | Go-kyu | 5. Kyu |
| Brauner Gürtel | San-Kyu | 3. Kyu |
| Schwarzer Gürtel | Bis 10. Dan |
Umgang mit dem Gürtel
- Dein Weißgurt dürfen Sie nicht an jemand anderen überreichen. Er sollte immer in Ihrem Besitz bleiben. Denn in ihm stecken der ganze Schweiß und ihre Energie.
- Bekommen Sie von einer fortgeschrittenen Person oder gar einem/einer Lehrer:in einen Gurt vererbt, ist das etwas Besonderes.
- Haben Sie den Gürtel umgebunden, hat der Knoten ebenfalls eine Bedeutung. Ist der Knoten noch nicht geschlossen, symbolisieren Sie damit Passivität, das heißt aber nicht Unachtsamkeit.
Weitere Aspekte des Karate-Gürtels
Die Gürtelprüfung wird in der Regel von einem höheren Meister abgenommen. Der Prüfling muss seine Techniken, Formen und Partnerübungen vorführen und seine Fähigkeiten unter Beweis stellen.
Um den Karate-Gürtel in einem guten Zustand zu halten, sollte er regelmäßig gewaschen werden.
Im Karate-Training gibt es verschiedene Techniken, Formen und Partnerübungen wie Kumite und Bunkai. Die Schüler lernen diese Techniken und Formen in einer bestimmten Reihenfolge, die als Kata bezeichnet wird. Die Kata wird von einem Lehrer oder einem Mitschüler vorgeführt und der Schüler muss sie dann nachahmen.
Eine individuelle Bestickung des Karate Gürtels kann eine großartige Möglichkeit sein, den Schüler zu motivieren und ihm ein Gefühl der Zugehörigkeit zu seiner Karate-Schule zu geben. Die Bestickung kann den Namen des Schülers, den Namen der Schule oder ein besonderes Symbol enthalten.
