Kampfsportarten für Frauen: Ein umfassender Leitfaden für Anfängerinnen

Grundsätzlich kann Kampfsport sowohl von Männern als auch von Frauen betrieben werden. Eigentlich gibt es keinen Kampfsport für Frauen - denn selbstverständlich können Frauen den gleichen Kampfsport betreiben wie die Männer. Und obwohl die Damen eigentlich Vorreiter sind, wenn es um Body und Fitness geht, finden sich bisher im Kampfsport nur wenige Frauen.

Das sollte sich bald ändern, denn immer mehr Kampfsportarten wurden in der Vergangenheit an die Kriterien angepasst, die den Frauen wichtig sind. Kampfsport für Frauen ist modern und gesund.

Worauf Frauen beim Kampfsport Wert legen

Generell wünschen sich Frauen weniger Körperkontakt und keine Wettkämpfe. Beides stößt viele sogar ab. Auch den Umgang mit Waffen scheut die Damenwelt mehr als die Herren. Was aber nach neuesten Umfragen den Frauen besonders gut gefällt, sind Kampfsportarten:

  • mit viel Fitness Training
  • mit Frauen
  • Selbstverteidigung für mehr Selbstbewusstsein
  • um die Gesundheit zu verbessern
  • für Muskelaufbau und Fettreduktion

Geeignete Kampfsportarten für Frauen

Besonders häufig besuchen weibliche Teilnehmer Kurse für Kickboxen, Karate, Taekwondo und Frauen Kickboxen. Aber zu viele von Ihnen werden noch abgehalten, da Sie bei Kampfsport an reine Männerwelten denken. Dabei gibt es eine Vielzahl von überzeugenden Argumenten, die für den Kampfsport sprechen:

1. Fettverbrennung und Muskelaufbau

Wer an Frauen Boxen oder Frauen Kickboxen denkt, wird vor allem Prügel und Schmerzen vor sich sehen. Doch weit gefehlt: Beim Training wird der gesamte Körper trainiert und der Körper verbrennt besonders viele Kalorien. Das sorgt für schnelles Fettverbrennen und sanft definierte Muskelpartien. Vor allem fitnessorientierte Einsteigerinnen sind hier genau richtig.

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2. Selbstbewusstsein und innere Stärke

Mehr Selbstbewusstsein durch innere Stärke und eine selbstbewusste Körperhaltung erhalten Frauen im Kampfsport. Karate kann zum Beispiel das Selbstbewusstsein nachhaltig stärken und Frauen lernen, wie sie sich in schwierigen Situationen effektiv verteidigen können. Auch Frauen Kickboxen ist als Frauen Selbstverteidigung geeignet.

3. Stressabbau

Weniger Stress - das wünschen wir uns doch alle. Frauen sind in der Rolle als Mutter und Arbeitnehmer oftmals doppeltem Stress ausgesetzt. Kampfsport ist nicht nur ein einfaches Fitness Training. Ein guter Kompensator also, wenn man sich so richtig austoben kann. Der Körper schüttet stressabbauende Hormone aus und lässt dadurch Stressblockaden bröckeln. Taekwondo ist ideal, um Stress zu stoppen. Auch beim Frauen Kickboxen kann Stress reduziert und Burn-out vorgebeugt werden.

4. Gemeinschaft und Spaß

Kampfsport für Frauen sorgt auch für ein Gemeinschaftsgefühl und Team-Spirit. Nach einer Weile wird es regelrecht zur Sucht und man will auf keinen Fall eine Stunde Training verpassen. Viele Trainingsstunden bestehen aus Partnerübungen und man motiviert sich dabei gegenseitig.

Überblick über populäre Kampfsportarten

Um Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben, welcher Kampfsport für Sie in Frage kommt, folgen hier elf populäre Kampfsportarten im Kurzportrait. Diese Kampfsportarten-Liste lässt Sportarten wie Fechten oder Kendo aus, für die eine (kostspielige) Spezialausrüstung erforderlich ist.

Aikido

Aikido ist eine japanische Kampfkunst aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Kampfsportart Aikido ist defensiv: Hauptziel ist, die Bewegunsgenergie, die in einem Angriff steckt, abzuleiten und es dem Gegner oder der Gegnerin zu erschweren, den Angriff fortzuführen. Dazu gibt es spezielle Wurf- und Haltetechniken. Auf einen Gegenangriff wird verzichtet. Die Grundidee beim Aikido ist nicht, die angreifende Person zu bezwingen, sondern sie zur Aufgabe zu bewegen. Beim Aikido gibt es weder Alters- oder Gewichtsklassen noch eine Aufteilung nach Geschlechtern. Alle trainieren miteinander.

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Boxen

Boxen gilt neben Ringen als die älteste Kampfsportart der Welt: Schon auf über 5000 Jahre alten Höhlenzeichnungen sind Boxer und Ringer abgebildet. Beim modernen Boxen versuchen die Sportler und Sportlerinnen Schläge auf den gegnerischen Kopf oder den Oberkörper zu landen, um Punkte zu erzielen oder einen Kampf durch K. O. zu gewinnen. Schläge auf den Kopf oder andere empfindliche Körperteile sind auch mit angemessener Schutzbekleidung gefährlich. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland das Leichtkontaktboxen. Hier sind harte Schläge verboten, um Verletzungen zu vermeiden. Es gibt keinen K. O.: Über Sieg und Niederlage wird ausschließlich nach Punkten entschieden.

Capoeira

Die afro-brasilianische Kampfkunst Capoeira vereint Kampf, Musik und Tanz. Capoeira entstand im 17. Jahrhundert unter den Sklaven auf den Plantagen Brasiliens als eine Art Kampftanz. Im 20. Jahrhundert kamen Einflüsse anderer Kampfsportarten hinzu. Bei Capoeira kämpft man nicht gegen sein Gegenüber, sondern spielt mit ihm. Zwei Personen inszenieren in fließenden Bewegungen einen Kampf. Es gibt eine Vielzahl von Bewegungen und Bewegungskombinationen, darunter Kopfstöße, Würfe und Fußfeger, wobei Angriffe im letzten Moment gestoppt werden oder der Gegner oder die Gegnerin ausweicht. Den Bewegungsabläufen liegen unterschiedliche erlernbare Regeln zugrunde. Es gibt Capoeira-Meisterschaften, aber nicht alle betrachten Capoeira als Wettkampfsport, da der Wettkampfgedanke nicht zum kulturellen Hintergrund der Capoeira passe.

Jiu Jitsu

Die Kampfsportart Jiu Jitsu geht auf die japanischen Samurai zurück. Die Grundidee ist „Siegen durch Nachgeben“. Deshalb ist die erste Verteidigungsmaßnahme beim Jiu Jitsu schnelles und geschicktes Ausweichen, um dann die Kraft eines Angriffs gegen die angreifende Person selbst zu verwenden. Dazu stehen verschiedene Wurf-, Griff-, Hebel- und Schlagtechniken zur Verfügung. Je nach Art des gegnerischen Angriffs gehören zur Selbstverteidigung beim Jiu Jitsu auch Tritte und Würgen. Es gibt verschiedene Schulen des Jiu Jitsu, in denen jeweils unterschiedliche Techniken bevorzugt werden.

Judo

Der Jiu-Jitsu-Lehrer Jigoro Kano entwickelte Judo (deutsch: der „sanfte Weg“) Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Jiu Jitsu. Kano setzte den Schwerpunkt beim Judo auf Griffe, Hebel und Würfe - gefährliche Kampftechniken wie Schläge und Tritte strich er zugunsten von Fallübungen aus dem Training. Bei einem Judo-Wettkampf ist das Ziel, den Gegner oder die Gegnerin zu Boden zu bringen und dort für eine bestimmte Zeit festzuhalten. Außerdem gibt es Punkte für eingesetzte Wurf- und Grifftechniken.

Karate

Um 500 nach Christus erschufen chinesische Mönche aus gymnastischen Übungen eine waffenlose Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich diese Kampftradition in Japan unter dem Namen Karate als Sport mit eigenem Regelwerk. Beim Karate erlernt man Stoß-, Schlag- und Tritttechniken. Schläge und Tritte müssen aber im Training und im Wettkampf abgestoppt werden, bevor sie den Gegner oder die Gegnerin berühren. Das erfordert eine gute Körperbeherrschung, die bei dieser Kampfsportart systematisch trainiert wird.

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Kickboxen

Kickboxen nahm als „Sport-Karate“ seinen Anfang in den USA der 1970er Jahre. Die Kampfsportart verbindet Schlagtechniken des klassischen Boxens mit Tritttechniken aus Karate und Taekwondo. Es gibt verschiedene Wettkampfarten des Kickboxens. Die Hauptvarianten sind Leicht-, Semi- und Vollkontakt. Die ersten beiden werden wie Karate auf der Matte ausgeübt. Es geht um die Anzahl der gelandeten Treffer und darum, wie sauber die Kämpfenden die Schlag- und Kicktechniken ausführen. Beim Vollkontakt-Kickboxen im Boxring ist ein Sieg auch über K. O. möglich.

Krav Maga

Krav Maga ist hebräisch und bedeutet auf Deutsch „Kontaktkampf“. Der Selbstverteidigungsstil wurde für israelische Sicherheitskräfte entwickelt. Nach eigenem Selbstverständnis ist Krav Maga kein Sport, sondern ein Selbstverteidigungssystem. Deshalb gibt es auch keine sportlichen Wettkämpfe. Krav Maga beruht vor allem auf den intuitiven menschlichen Reaktionsmustern und Reflexen. Es geht weniger um Spezialtechniken wie in der asiatischen Kampfkunst, sondern um einfache und dennoch effektive Methoden, um sich gegen Angriffe zu wehren.

Ringen

Seit 708 vor Christus ist Ringen eine Disziplin der antiken olympischen Spiele und ist bis heute olympisch. Schon in der Antike waren beim Ringen Schläge und Tritte verboten. Heute geht es bei der Kampfsportart darum, den Gegner oder die Gegnerin mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen oder Punkte zu sammeln. Es gibt zwei Ringstile: griechisch-römisch und Freistil. Beim griechisch-römischen Ringen dürfen nur die Arme und der Oberkörper eingesetzt und festgehalten werden. Beim Freistil setzen die Sportler und Sportlerinnen auch ihre Beine ein und dürfen ihr Gegenüber auch unterhalb der Taille festhalten. Punkte gibt es für Techniken wie Würfe, Schleuder- und Hebelgriffe.

Taekwondo

Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart und bedeutet auf Deutsch „Fuß, Faust, Disziplin“. Taekwondo stammt aus der Zeit um 50 vor Christus und ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts der populärste Kampfsport in Korea. Es ähnelt vordergründig chinesischen oder japanischen Selbstverteidigungsstilen, ist aber eine selbständige Kampfsportart, die seit dem Jahr 2000 olympische Disziplin ist. Besondere Merkmale von Taekwondo sind die ausgeprägten Fußtechniken, Tritte, Drehungen und Sprünge. Der Gebrauch der Hände ist erlaubt, sie werden aber nicht so oft eingesetzt wie etwa beim Karate.

Wing Chun (Wing Chun Kung-Fu, Wingtsun)

Wing Chun ist ein spezieller Kung-Fu-Stil. Kung-Fu ist der Oberbegriff für unterschiedliche chinesische Kampfkünste. Ähnlich wie bei Aikido kommt es auch beim Wing Chun darauf an, die Kraft des gegnerischen Angriffs durch Schritttechniken und geschickte Wendungen abzuleiten.

Kampfsport und Gesundheit

Menschen verfolgen mit Kampfsport in der Regel zwei Ziele: Sie möchten ihre Fähigkeit zur Selbstverteidigung steigern und ihre körperliche Fitness verbessern. Tatsächlich trainieren die meisten Kampfsportarten körperliche Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Kondition. Studien haben positive Effekte von regelmäßigem Kampfsporttraining auf die körperliche Fitness nachgewiesen. Außerdem scheinen die Bewegungsabläufe bei asiatischen Kampfkünsten die Knochengesundheit besonders gut zu fördern. Studien haben zum Beispiel eine verbesserte Knochendichte bei jungen Menschen nachgewiesen, die Judo, Karate und Taekwondo ausüben. Als Gesundheitssport für Menschen über 60 Jahre sind vor allem „weiche“ Kampfsportarten gut geeignet.

Kampfsport kann sich zudem günstig auf die psychische Gesundheit auswirken. Die Rituale für Achtsamkeit, die Teil traditioneller asiatischen Kampfkünste sind, fördern die Selbstachtung und die Wertschätzung des Gegenübers. Eine neuere Studie liefert Hinweise darauf, dass Menschen, die japanische Kampfkünste über einen längeren Zeitraum regelmäßig ausüben, zufriedener und weniger anfällig für psychische Erkrankungen sind als der Durchschnitt der Bevölkerung. Außerdem lassen sich mit Kampfsportarten Aggressionen zielgerichtet abbauen. Und schließlich verleiht Kampfsport Sicherheit. Das Wissen, sich bei Gefahr angemessen verteidigen zu können fördert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein.

Weitere Vorteile von Kampfsport

  • Kampfsporttraining steigert das Selbstbewusstsein und hilft Stress abzubauen.
  • Das Training einer Kampfsportart oder einer Kampfkunst fördert die Disziplin und die Resilienz.
  • Kampfsporttraining steigert die Durchsetzungsfähigkeit und verstärkt die Selbstwirksamkeit.

Die Fähigkeit schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können hat viele positive Effekte auf die eigene Persönlichkeit und einen großen Übertrag in den Alltag.

Oberste Priorität hat die Sicherheit im Training. Gegenseitiger Respekt ist die Grundlage für ein Erfolgreiches Training im Kampfsport.

Selbstverteidigung für Frauen

In einer Welt, in der das Gefühl von Sicherheit und Unabhängigkeit immer wichtiger wird, suchen viele Frauen nach einer Selbstverteidigungsmethode, die ihnen nicht nur physische Stärke, sondern auch mentale Sicherheit bietet. Aber was ist die beste Selbstverteidigung für Frauen? Während es verschiedene Techniken und Disziplinen gibt, erweist sich eine Methode als besonders effektiv und beliebt: Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ).

Frauen stehen bei der Wahl einer geeigneten Selbstverteidigungsmethode vor einer Vielzahl von Optionen, wie Krav Maga, Aikido oder Wing Chun. Doch Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) bietet einzigartige Vorteile, die es zur besten Selbstverteidigung für Frauen machen. BJJ basiert auf Technik und Hebelwirkung und erfordert keine rohe Kraft, was es ideal für Menschen jeden Alters und jeder Körpergröße macht. Der Fokus von BJJ auf Technik und Kontrolle macht es besonders vorteilhaft für Frauen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfsportarten, die auf Schläge und Tritte setzen, lehrt BJJ, wie man mit Technik und Strategie einen Angreifer neutralisieren kann. Diese effektive Selbstverteidigung für Frauen zielt darauf ab, den Gegner unter Kontrolle zu bringen, anstatt ihn mit bloßer Kraft zu besiegen. BJJ ist praktisch und alltagstauglich, da es sich auf Bewegungen und Techniken konzentriert, die sich leicht in realen Szenarien anwenden lassen. Frauen lernen, wie sie aus Griffen entkommen und in Bodenkampfsituationen die Kontrolle übernehmen können - ein entscheidender Vorteil gegenüber Angreifern.

Um die beste Selbstverteidigung für Frauen zu finden, lohnt sich ein Vergleich zwischen Brazilian Jiu-Jitsu und anderen beliebten Selbstverteidigungsmethoden. Krav Maga zum Beispiel ist eine effektive Methode, die schnelle und entschlossene Angriffe auf sensible Körperstellen betont. Während es kraftvolle Techniken bietet, kann es für einige Frauen jedoch weniger praktikabel sein, da es oft auf rohe Gewalt und Explosivität setzt.

Disziplinen wie Aikido und Wing Chun bieten ebenfalls Techniken, die auf Beweglichkeit und Reflexe setzen, erfordern jedoch oft präzise, feinmotorische Bewegungen. BJJ kombiniert jedoch grobmotorische und feinmotorische Techniken, was es besonders stressresistent und anpassungsfähig macht.

Brazilian Jiu-Jitsu bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die es zur effektivsten Selbstverteidigung für Frauen machen. Zu den größten Vorteilen gehören die Verbesserung der physischen Fitness, das mentale Training und das Bewusstsein für den eigenen Körper. BJJ ist eine alltagstaugliche Methode, die auf realistische Selbstverteidigung setzt. Techniken wie das Entkommen aus Griffen oder das Erlangen der Kontrolle über den Angreifer sind Kernbestandteile. Diese Fähigkeit, sich praktisch und effektiv verteidigen zu können, stärkt Frauen nicht nur körperlich, sondern auch mental.

Brazilian Jiu-Jitsu kann das Selbstbewusstsein enorm steigern, was es zu einer der besten Selbstverteidigungsmethoden für Frauen macht. Durch regelmäßiges Training und das Erreichen von Fortschritten erfahren viele Frauen eine Steigerung ihres Selbstwertgefühls. Zu wissen, dass man sich verteidigen kann, verbessert das persönliche Sicherheitsgefühl und führt zu mehr Selbstsicherheit im Alltag.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der Brazilian Jiu-Jitsu zur besten Selbstverteidigung für Frauen macht, ist die Sicherheit im Training. Anders als bei einigen Kampfsportarten, die auf Schläge und Tritte setzen, liegt der Fokus in BJJ auf kontrollierten Bewegungen und Techniken. Dies ermöglicht ein verletzungsarmes Training, bei dem die Teilnehmerinnen in einem sicheren Umfeld lernen, wie sie sich verteidigen können. BJJ bietet eine freundliche und unterstützende Gemeinschaft, die das Training zusätzlich bereichert. Der enge Kontakt im Training fördert eine Atmosphäre des Respekts und der Zusammenarbeit. Dies hilft Frauen, ihr Vertrauen in andere zu stärken und sich in einem positiven Umfeld weiterzuentwickeln.

Die richtige Wahl treffen

Kampfsport bietet viele Vorteile - von der Verbesserung der Fitness bis hin zur Steigerung des Selbstbewusstseins. Doch mit der Vielzahl an verfügbaren Kampfsportarten kann es eine Herausforderung sein, die richtige für sich zu finden. Ob MMA, Kickboxen, Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ), Muay Thai, Boxen oder Krav Maga - jede Disziplin hat ihre eigenen Merkmale, und es ist wichtig, diejenige zu wählen, die zu den eigenen Zielen und Interessen passt.

Kickboxen

Kickboxen ist eine der besten Optionen für Frauen, die ein intensives, kardiovaskuläres Training suchen und gleichzeitig an ihrer körperlichen Fitness arbeiten möchten. Hier werden sowohl die Ober- als auch die Unterkörpermuskulatur gestärkt. Zusätzlich bietet Kickboxen eine großartige Möglichkeit, sich effektiv zur Wehr zu setzen. Mit schnellen Kicks, Schlägen und Kombinationen lernst du, dich auch in realen Situationen selbst zu behaupten.

Boxen

Boxen ist eine der ältesten und bekanntesten Kampfsportarten der Welt - und auch eine der effektivsten, um körperliche und mentale Stärke aufzubauen. Für Frauen ist Boxen ideal, wenn du eine intensive Kombination aus Cardio-Training und Technik suchst. Es stärkt deine Oberkörpermuskulatur, verbessert die Koordination und schult gleichzeitig deine Reaktionsfähigkeit. Besonders beeindruckend ist, dass Boxen nicht nur physisch, sondern auch mental stark fordert. Neben der sportlichen Komponente eignet sich Boxen auch zur Selbstverteidigung.

Muay Thai

Muay Thai, auch als Thai-Boxen bekannt, ist eine traditionsreiche Kampfsportart, die für ihre Dynamik und Vielseitigkeit geschätzt wird. Für Frauen, die Kraft, Ausdauer und Technik gleichermaßen verbessern möchten, ist Muay Thai ideal. Es fördert deine Flexibilität und Beweglichkeit, während du lernst, deinen Körper als effektives Werkzeug einzusetzen.

Mixed Martial Arts (MMA)

Mixed Martial Arts (MMA) ist eine der vielseitigsten Kampfsportarten und eine Mischung aus verschiedenen Disziplinen wie Brazilian Jiu-Jitsu, Muay Thai, Kickboxen und Wrestling. Für Frauen, die sich in mehreren Bereichen des Kampfsports gleichzeitig verbessern wollen, ist MMA eine großartige Wahl. Es trainiert nicht nur deinen Körper, sondern auch deine Taktik, da du ständig neue Strategien erlernen und anwenden musst.

Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ)

Brazilian Jiu-Jitsu legt den Fokus auf den Bodenkampf und darauf, den Gegner durch Technik zu überwältigen, anstatt auf reine Kraft zu setzen. BJJ ist sowohl in der Gi-Variante (mit traditionellem Anzug) als auch in der NoGi-Variante (ohne Anzug) beliebt. Die Gi-Variante erlaubt das Greifen des Anzugs für Würfe und Kontrolle, während NoGi auf Geschwindigkeit und Dynamik setzt. Der größte Vorteil von BJJ ist, dass es nicht nur körperliche Fähigkeiten trainiert, sondern auch das Selbstbewusstsein stärkt.

Krav Maga

Krav Maga ist ein effektives Selbstverteidigungssystem, das ursprünglich für das israelische Militär entwickelt wurde. Besonders für Frauen, die sich im Alltag sicherer fühlen möchten, bietet Krav Maga praktische Lösungen gegen körperliche Übergriffe.

Zusätzliche Tipps für den Einstieg

  1. Körperliche Voraussetzungen: Manche Kampfsportarten erfordern mehr Kraft oder Beweglichkeit als andere.
  2. Trainingsstil: Möchtest du eher eine sanfte Kampfkunst wie Aikido oder eine kontaktintensive Disziplin wie Muay Thai? Dein Komfortlevel mit physischem Kontakt sollte in deine Entscheidung einfließen.
  3. Zielsetzung: Wer sich auf Selbstverteidigung konzentrieren möchte, trifft z.B. mit Krav Maga oder BJJ eine gute Wahl.
  4. Wettkampf: Wer seinen Fokus auf Wettkampf legt, sollte sich erkundigen, ob die Schule regelmäßig an Wettkämpfen teilnimmt, hierbei gibt es, je nach System, zwei Disziplinen, Zweikampf und Formenlauf.
  5. Lehrkraft und Atmosphäre: Eine gute Lehrkraft ist essentiell für den Einstieg. Nimm an einer Probestunde teil, um die Trainingsmethoden und die Gruppendynamik kennenzulernen.

Sobald du dich für ein System entschieden hast, kannst du dich auf deine ersten Trainingseinheiten vorbereiten. Trage bequeme Sportkleidung, bringe Motivation mit und sei offen für neue Techniken. Die meisten Kampfsportschulen bieten Einsteigerkurse an, in denen du die Grundlagen lernst und dich Schritt für Schritt verbesserst. Kein Kampfkunst-, Kampfsport-, oder Selbstverteidigungssystem erfordert Vorkenntnisse. Das perfekte System für Einsteiger hängt von deinen persönlichen Zielen und Vorlieben ab.

Für welches System du dich auch immer entscheidest, der wichtigste Schritt ist, einfach anzufangen. Viel mehr als nur effektive Selbstverteidigung.

Die richtige Kleidung

Egal, für welche Kampfsportart du dich entscheidest, die richtige Kleidung ist ein unverzichtbarer Bestandteil deines Trainings.

  • Brazilian Jiu-Jitsu (Gi und NoGi): Für Gi-BJJ benötigst du einen strapazierfähigen Gi, während für NoGi eng anliegende Rash Guards und Shorts oder Leggings ideal sind.
  • Muay Thai und Kickboxen: Hier sind kurze, lockere Shorts typisch, kombiniert mit einem Tanktop oder Sport-BH.
  • Boxen: Für das Boxtraining sind eng anliegende Oberteile und bequeme Shorts oder Leggings ideal.
  • MMA: Hier bieten Rash Guards und flexible Leggings den besten Schutz und Komfort.

7 Kampfsportarten für Frauen, die dich sicherer fühlen lassen

Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich an meinem ersten Cardio-Boxing-Kurs im Fitnessstudio teilgenommen habe: So stark und ausgeglichen wie nach diesen 45 Minuten habe ich mich selten nach dem Sport gefühlt. Und auch nach dem „richtigen“ Kickboxen beim Unisport fühlte ich mich so, als könnte ich nun die ganze Welt erobern! Dieses Gefühl möchte ich dir nicht vorenthalten und stelle dir daher 7 Kampfsportarten für Frauen vor, mit denen du dih sicherer fühlst.

  1. Kickboxen
  2. Karate
  3. Taekwondo
  4. Judo
  5. Tai Chi
  6. Capoeira
  7. Krav Maga

Warum jede Frau Kampfsport ausprobieren sollte

Was im Fight Club passiert, bleibt auch im Fight Club? Nicht aber heute. Denn jede:r sollte wissen, dass Kampfsport das perfekte Ganzkörpertraining ist. Ein absoluter Muskelkatergarant also. Er fördert deine Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer. Daneben stabilisierst du mit Kampfsport deinen Rücken sowie deinen Rumpf und du verbrennst mit jeder Menge Spaß jede Menge Kalorien, unter anderem auch wegen des absurd hohen Nachbrenneffekts. Zudem baust du im Handumdrehen jede Menge Stress ab und kannst dich deinem Alltag danach wieder gelassen widmen.

Das Wichtigste zum Schluss: Kampfsport verleiht dir wahre Stärke. Nicht nur wachsen hierbei deine Muskeln, sondern auch dein Selbstbewusstsein. Denn zu wissen, dass man im Fall der Fälle kämpfen und für sich einstehen könnte, lässt einen ganz anders durchs Leben gehen. Kampfsport ist ein Ganzkörperworkout, welches deine Pfunde nur so purzeln lassen wird.