Wussten Sie, dass Diamanten in Karat gewogen werden? Das Karat-Gewicht ist eine Maßeinheit für das Gewicht eines Diamanten und einer der wichtigsten Faktoren bei der Bestimmung seines Wertes. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm, also dem Gewicht einer Büroklammer.
Was ist Karat?
Mit Karat wird der Wert von Edelsteinen und Gold ermittelt. Dabei wird zwischen dem metrischen Karat und der Karatangabe bei der Bestimmung des Feingehalts von Gold unterschieden. Diese gilt in der EU sowie in der Schweiz als eine gesetzliche Einheit.
Das Metrische Karat
Das metrische Karat (auch Carat) wird als Einheit für das Gewicht von Edelsteinen verwendet. Das Verhältnis zwischen einem Karat und der Maßeinheit Gramm liegt hier bei 0,2 (1 Karat = 0,2 g). Die Bezeichnung wurde nach dem französischen Begriff “le carat” übernommen.
Karat bei Gold
Um die Reinheit von Gold und dessen Anteil in Goldlegierungen zu bestimmen, wird ebenfalls die Bezeichnung “Karat” genutzt. Hierfür wird das Gewicht des Goldes in 24 Teilen gemessen. Da Gold in seiner Eigenschaft sehr weich ist und sich damit nicht immer in reiner Form für die Verarbeitung eignet, wird unter anderem auch Silber oder Kupfer im Herstellungsprozess genutzt.
Wieviel ist 1 Karat Gold?
Da 1 Karat einen Gewichtsanteil von 1/24 wiedergibt, entspricht das 4,167% reinen Goldes in der Goldlegierung.
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Wo wird Karat verwendet?
Das metrische Karat wird bei Diamanten, Rubinen, Saphiren und anderen Edelsteinen verwendet, um dessen Gewicht wiederzugeben. Dabei kann die Einheit sogar beispielsweise auch 100 betragen. Bei Gegenständen die echtes Gold beinhalten, wird die Maßeinheit Karat zur Bestimmung dessen Feingehalts angewandt.
Wie wird Karat berechnet?
Für die Berechnung eines Karats von Edelsteinen wird 1 Karat mit 0,2 Gramm gleichgestellt. Das bedeutet, je größer und schwerer der Edelstein, desto höher ist dessen Karat. Die Höhe des metrischen Karats sagt hier allerdings nichts über den direkten Wert eines Edelsteins aus.
Um den Feingehalt von Gold zu ermitteln, wird es in 24 Teilen gemessen. Reines Gold mit 24 Karat hat also 24/24 Gewichtsanteile. Da es allerdings technisch nicht zu gewährleisten ist, eventuelle Verunreinigungen gänzlich auszuschließen, wird bei 24 karätigem Gold ein Feingehalt von 99,99% zugeschrieben. Eine weitere, gängige Form der Reinheitsangabe von Gold ist in einem tausendstel Bruchteil. Ein Schmuckstück mit 18 Karat hat damit einen 750/1000 Goldanteil. Man spricht auch von 750er Gold.
Wieviel ist 1 Karat wert?
Der Wert von einem Karat ist wie immer abhängig, ob wir den Bezug zu Edelsteinen oder zum Feingehalt des Goldes haben. Anders als beim Gold, sagt ein Karat bei Edelsteinen nicht den direkten Wert aus. Bei Diamanten zum Beispiel, sagt ein Karat lediglich etwas über das Gewicht des Steines aus. Andere Faktoren wie Farbe, Klarheit und der Schliff des Edelsteins tragen ebenfalls eine maßgebliche Rolle bei der Wertbestimmung.
Der Wert von einem Karat bei Gold ist abhängig vom aktuellen Goldkurs und vom Gesamtgewicht des Gegenstands oder des Goldbarrens. Besonders in den vergangenen Jahren konnte man einen Anstieg vom Goldkurs beobachten. Sofern das Gewicht des Goldgegenstands und der Preis für eine Unze Gold bekannt ist, kann der jeweilige Wert berechnet werden.
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Wieviel Karat hat reines Gold?
Reines Gold hat 24 Karat, also einen Anteil von 24/24. Gold kann allerdings technisch nicht völlig “rein” sein, daher wird es mit 99,99% Reinheit bezeichnet. Alternativ wird es auch als 999er Gold beschrieben.
Wie berechnet man den Goldanteil?
Damit Sie den reinen Goldanteil selber berechnen können, ist es wichtig zu wissen, welche Prägung das jeweilige Objekt hat. Nehmen wir ein Goldarmband als Beispiel: Wiegen Sie das Armband zunächst um das Gesamtgewicht herauszufinden. Für die Beispielrechnung nehmen wir dazu 12 Gramm als Gesamtgewicht. Je nach Art der Prägung können Sie direkt zur Berechnung übergehen oder davor einen Blick auf die Tabelle mit der Karatzuordung werfen. Für unsere Beispielrechnung nehmen wir hierzu 18 Karat als Maßeinheit, also 750/1000 als Goldanteil. Nun gilt es wie folgt vorzugehen: 12 g x 0,75 = 9 Bei einem 12 Gramm schweren Armband mit 18 Karat beträgt der reine Goldanteil somit 9 Gramm.
Karattabelle für Gold
| Karat | Feingehalt (Promille) | Goldanteil (%) |
|---|---|---|
| 6 Karat | 250 | 25,0% |
| 8 Karat | 333 | 33,3% |
| 9 Karat | 375 | 37,5% |
| 10 Karat | 416 | 41,6% |
| 12 Karat | 500 | 50,0% |
| 14 Karat | 585 | 58,5% |
| 18 Karat | 750 | 75,0% |
| 20 Karat | 833 | 83,3% |
| 21 Karat | 875 | 87,5% |
| 21,6 Karat | 900 | 90,0% |
| 22 Karat | 916 | 91,6% |
| 23 Karat | 950 | 95,0% |
| 23,2 Karat | 965 | 96,5% |
| 23,6 Karat | 986 | 98,6% |
| 24 Karat | 999 | 99,9% |
Woran erkennt man die Karatzahl?
Kunstobjekte, Schmuck, Uhren und andere Wertgegenstände, die aus Gold hergestellt sind, werden in den meisten Fällen mit einer Prägung versehen. Dieser Stempel - auch “Rapunze” genannt, hilft den genauen Wert des Gegenstands zu ermitteln. Üblich ist neben der Abkürzung “kt” auch die internationale Prägung “C”.
Karat bei Diamanten
In Karat wird das Gewicht eines Diamanten angegeben - nicht seine Größe. Ein Karat entspricht 0,20 Gramm. „Tw“ (Total weight) ist eine Abkürzung, die für das Gesamtgewicht in Bezug auf das Karatgewicht von Diamanten steht. Online kann die Abkürzung „tw“ verwendet werden, um das Gesamtkaratgewicht aller in einem Schmuckstück enthaltenen Diamanten zu beschreiben.
Das Karatgewicht kann bei den verschiedenen Diamantformen unterschiedlich wirken, wie beispielsweise beim runden Brillantschliff, Prinzess-Schliff, Tropfenschliff, Ovalschliff, Cushion-Schliff, Marquiseschliff, Smaragdschliff, Radiant-Schliff oder Herzschliff. Ein Diamant kann ein höheres Karatgewicht haben, ohne größer zu wirken, und zwei Diamanten des gleichen Karatgewichts können unterschiedlich groß sein, wenn einer tiefer geschliffen ist als der andere.
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Diamanten werden in Karat gemessen, was das Gewicht eines Diamanten und nicht dessen Größe angibt. Tiffany misst Diamanten bis auf ein Tausendstel eines Karats.
Karat-Gewicht und Diamant-Schliff
Karat-Gewicht und Diamant-Schliff sind gleichermaßen relevant und beeinflussen das Aussehen eines Diamanten auf unterschiedliche Weise. Während das Karat-Gewicht die Größe beeinflusst, wirkt sich der Schliff darauf aus, wie ein Diamant im Licht funkelt.
Auch wenn Diamanten das gleiche Karat-Gewicht haben, können verschiedene Diamantformen sie größer oder kleiner erscheinen lassen. Auch der Schliff eines Diamanten kann die Wahrnehmung seiner Größe beeinflussen. Diamanten mit demselben Karat-Gewicht können ganz unterschiedliche Dimensionen haben. So ist es möglich, einen größeren Diamanten zum gleichen Preis zu erhalten, da er das gleiche Karat-Gewicht hat.
Mit steigendem Karat-Gewicht eines Diamanten nimmt auch seine Größe zu, jedoch nicht proportional. In einem Diagramm abgebildet, würde das Verhältnis als Kurve erscheinen. Beim Vergleich von Diamanten mit ähnlichem Gewicht ist es sinnvoll, die Maße genau zu überprüfen.
Diamanten mit einem Gewicht von 0,50 ct, 0,75 ct und 1,0 ct sind sehr beliebt, und obwohl es keinen großen Gewichtsunterschied gibt, können die Preise sich erheblich unterscheiden. So kann ein 0,90-ct-Diamant beispielsweise zehn bis 20 Prozent günstiger sein als ein 1,0-ct-Diamant, der genau dieselbe Qualität aufweist.
Die 4Cs
Den wahren Wert z.B. eines Diamanten misst der Fachmann anhand der 4Cs (Englisch: carat, color, clarity und cut). Der Karat-Gehalt ist von diesen vieren der einzige unsichtbare, da er durch das Gewicht des Edelsteins bestimmt wird.
- Die Reinheit (clarity) beschreibt die Sichtbarkeit vorkommender Einschlüsse im Edelstein.
- Dessen Farbe kann von weiß bis gelblich eingestuft werden und erhöht den Wert eines Diamanten je heller sie ist. Eine Ausnahme sind Steine, welche in allen Regenbogenfarben schimmern. Diese sogenannten "fancy colored diamonds" erhalten ihre Farbgebung aber auch durch den besonderen Schliff (cut).
- Die Eigenschaft des Schliffgrads bestimmt die Brillanz eines Steins. Je höher also hier die Qualität, umso strahlender funkelt z.B.
Zwar herrscht nicht direkt eine Beziehung zwischen Größe und Wert eines Steins, aber durchaus zwischen dessen Gewicht und seinem Wert. Die Preissteigerung erfolgt allerdings nicht gleichmäßig mit steigender Karat-Zahl, sondern es ergeben sich exponentielle Sprünge. Beispielsweise zwischen einem 0,95 Karäter und einem Einkaräter. Diese Preisentwicklung begründet sich durch die Seltenheit großer Diamanten.
Je größer die Karatzahl, umso sprunghafter steigt der Preis, zwischen einem Stein mit drei und vier Karat liegt ein weitaus höherer Preisunterschied als zwischen zwei Steinen mit ein und zwei Karat.
Die Wirkung eines Diamanten
Die Wirkung eines wertvollen Diamanten ergibt sich aus mehreren Faktoren: dem Karat-Gewicht und seiner augenscheinlichen Größe. Das menschliche Auge tendiert jedoch dazu, diesen zweiten Faktor zu verzerren.
- Edelsteine können unterschiedlich tief sein. Je tiefer ein Stein ist, umso kleiner wirkt er oft. Dagegen sehen flachere Steine größer aus.
- Wie bereits oben beschrieben, bestimmt der Schliff die Brillanz. Diese kann auch über die wirkliche Größe des Steines hinwegtäuschen, da mehr Licht auf das Auge zurückfällt.
- Als Tafel bezeichnet man den sichtbaren Bereich des Edelsteins bei Draufsicht.
Geschichte des Karat
Die Gewichtseinheit Karat wurde erst 1875 auf das standardisierte Maß von 0,2 g festgelegt. Schon viele Jahrhunderte vorher kannten Menschen aber eine Methode zur Bestimmung des Gewichts von Edelsteinen, die wahrscheinlich den Grundstein für diese Messmethode legte: Sie nutzten die Samen des Johannisbrotbaums als Gegengewicht.
Die hörnchenförmigen Früchte des Johannisbrotbaums (Ceratornia siliqua) gaben so der römischen Gewichtseinheit Siliquia ihren Namen. Eine Siliquia entsprach in etwa 189 bis 192 Milligramm - also annähernd dem Gewicht unserer heutigen Maßeinheit von einem Karat.
Die Überlieferung besagt, dass der Grund für die Nutzung der Johannisbrotbaum-Kerne darin liegt, dass diese immer annähernd dasselbe Gewicht haben. Wissenschaftler wiesen jedoch nach, dass die Gewichtsschwankungen des Siquilias denen jeder anderen Samenart in nichts nachstehen.
Eine überraschende Entdeckung machten die Forscher jedoch: Zwar schwankt das Gewicht, Probanden konnten diese Schwankungen aber in über 70% der Fälle am Aussehen der Samen erkennen. Dies deutet darauf hin, dass unsere Vorfahren im alten Rom und in Griechenland die Kerne des Johannisbrotbaumes auswählten, da so eine geringe Fehlerquote bei Gewichtabweichungen garantiert werden konnte. Das menschliche Auge sorgte dafür, dass nur in etwa gleichschwere Samen zur Messung ausgewählt wurden.
Im Mittelalter bestimmten Menschen anhand von anderen Getreidekörnern, was als "ein Karat" galt.
