Mechanik und Struktur der Kampfsportarten

Der Autor, ein erfolgreicher Verfasser des Buches "Mechanik und Struktur der Kampfsportarten", versucht, Kampfsport durch eine "verständliche Theorie" für alle Interessenten leicht fassbar zu machen.

Dr. Sportwiss. Ralf Pfeifer ist ein erfahrener Kampfsportler und Ingenieur, der das Beste aus beiden Welten verbindet und seit vielen Jahren Vorträge hält. Seine Dissertation 'Mechanik und Struktur der Kampfsportarten', die er an der Deutschen Sporthochschule in Köln vorlegte, wird seit 13 Jahren verkauft und gilt als Standardwerk.

Die Arbeit von Ralf Pfeifer will, so schreibt der Autor in seinem Vorwort, denen helfen, die einmal "außerhalb der im Kampfsport üblichen Bahnen denken."

Inhaltsübersicht und Schwerpunkte

Nach den Gliederungen der Kampfsportarten (alle Stile) erfolgen sinnvolle Klärungen und Definitionen von Begriffen (z. B. "Schlagkraft"). Es folgt eine Erläuterung von grundlegenden Prinzipien der Mechanik (z. B. "Anatomie eines Einschlages") sowie die Anwendung von bekannten physikalischen Prinzipien auf Kampftechniken (z. B. "Kriterium der Geschwindigkeit" und "Falling Step"). Auch auf die Anwendung von physiologischen Prinzipien auf Kampftechniken, z. B. "Beintechniken", geht der Autor konsequent ein.

Basierend auf der Analyse und Diskussion aktuell oft verwendeter Unterscheidungsmerkmale der Struktur der verschiedenen Kampfsportarten und -stile entwickelt der Autor in einem ersten Schritt eine Klassifikation der Kampfsportarten, um davon ausgehend neues Wissen zu generieren. Eine der wichtigsten Komponenten dabei ist das Vorhandensein bzw. das Fehlen von Regeln, die den Verlauf und das Ergebnis eines Kampfes bestimmen.

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In einem zweiten Schritt werden vier Größen vorgestellt, die primäre durch die Physis des Sportlers bestimmt werden und die wiederum entscheidenden Einfluss auf den Verlauf und das Ergebnis eines Kampfes besitzen: Schlagwirkung, Nehmerqualitäten, Schlaggeschwindigkeit und Reichweite der Extremitäten.

Von diesen Komponenten ausgehend wird die Schlagwirkung einer genaueren Analyse unterzogen und hinsichtlich ihrer physikalischen, physiologischen, psychologischen und taktischen Wirkungskomponente diskutiert. Damit werden auch die nachfolgenden Kapitel eingeführt, in denen es dem Autor primär um die Physiologie und Biomechanik in Kampfsportarten geht.

Mechanische Gesetze und Prinzipien in ihrer Anwendung auf kampfsportspezifische Techniken und Bewegungen werden unter dem Gesichtspunkt betrachtet, welche Empfehlungen sich daraus für eine optimale Ausführung ergeben (können).

Hier findet der interessierte Leser eine Sammlung interessanter, aber auch sehr unterschiedlicher Aspekte. So werden allgemeine Prinzipien wie die Reichweite oder die Angriffsrichtung und -wirkungen vorgestellt, werden kampfsporttypische Bewegungen wie zum Beispiel Abtauchen und Ausweichen mit Blick auf das Gleichgewicht während der menschlichen Bewegung diskutiert, werden waffenlose Kampftechniken mit Faust- und Beintechniken betrachtet.

Ziel ist es, anhand mechanischer und physiologischer Merkmale Kriterien für die Analyse einzelner Kampftechniken zu identifizieren, die wiederum deren Zuordnung zu Kampfstilen erlaubt.

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Unser Longseller im Bereich "Kampfsport": Der Autor gliedert zunächst den Kampfsport nach seinen unterschiedlichen Funktionen. Daraus entsteht ein Kriterienkatalog, mit dem man Kampfstile auf ihre Funktionstüchtigkeit und Zielerfüllung prüfen und entwickeln kann.

Danach wird an vielen Beispielen gezeigt, wie man Bewegungen und Verhaltensweisen mit Hilfe der Mechanik analysieren und bewerten kann.

Ebenso untersucht der Autor die Wirkung des Einsatzes von Waffen und die Nutzung von Trainingsgeräten wie Sandsäcken und Schützern zur Verbesserung der Kampfsportleistung. Die in diesem Zusammenhang herausgearbeitete zentrale Bedeutung der Schlagkraft führt dazu, dass ihrer Messung und Bewertung ein besonderes Gewicht beigemessen wird. Testergebnisse zur Messung des Fauststoßes bilden deshalb auch den Abschluss dieser Arbeit.

Der Kampfsport wird zunächst nach seinen unterschiedlichen Funktionen gegliedert. Daraus entsteht ein Kriterienkatalog, mit dem man Kampfstile auf ihre Funktionstüchtigkeit prüfen und entwickeln kann. An vielen Beispielen wird aufgezeigt, wie man Kampfbewegungen mit Hilfe der Mechanik analysieren, bewerten und die gewonnen Erkenntnisse in die Trainingspraxis einfließen lassen kann.

Weitere Inhalte des Buches

Da das Buch den Status eines Handbuches für den Kampfsport beansprucht, dürfen die Kapitel "Waffen" und "Trainingshilfsmittel" nicht fehlen. Aber auch die juristische Seite wird im Kapitel "Recht und Kampf" berücksichtigt.

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"Empfehlungen" für Kämpfer, Trainer und Technische Direktoren sowie ein unterhaltsamer Teil, der sich mit "Wandermärchen und Kampf-Folklore" auseinandersetzt, runden das Werk ab.

Im Anhang finden sich äußerst informative Hinweise auf Bewertung von Techniken, Technikgruppen, Checklisten für Trainer, Rituale, Trainingsorganisation und ein umfangreiches Glossar. In der "Kommentierten Literaturliste" findet der Leser weiterführende Literatur. Das Stichwortverzeichnis leistet wertvolle Hilfe zur Auffindung spezieller Begriffe und Themen.

Kurzum: Ein umfangreiches Werk mit vielen farbigen Darstellungen, das ohne Zweifel als das Handbuch des Kampfsports gelten darf. Dem entspricht auch die Absicht des Autors, jeden Abschnitt mit einer FAQ zu ergänzen und mit insgesamt 121 Fragen und Antworten die Perspektiven noch einmal zu erweitern; damit leistet er wertvolle Vorarbeit zum Einsatz in Unterricht und Ausbildung.

Dem entspricht auch die sportwissenschaftliche Grundlage.