Viele Mixed Martial Arts (MMA) -Kämpfe beeindrucken und beeinflussen diejenigen, die die Möglichkeit haben, diese zu erleben, insbesondere aufgrund der Härte einiger dieser Kämpfe. Ohne Zweifel gibt es viele Kämpfe im MMA, die aufgrund der Rivalität zwischen den Kämpfern, der Brutalität des Schlagabtauschs, der legendären Rückkämpfe oder des Angebots von etwas Unerwartetem bei den Fans in die Geschichte eingegangen sind.
Conor McGregors Blitzsieg gegen José Aldo
Der Ire Conor McGregor hat beim Weltmeisterschaftskampf im Federgewicht im Ultimate Fighting eine Sensation geschafft: Nach 13 Sekunden schlug er seinen Konkurrenten José Aldo bereits in der ersten Runde k. o. Die Fans in der MGM Garden Arena im Kampfsportmekka Las Vegas tobten.
Mit einer furiosen Linken traf er den Weltmeister am Kinn, der Brasilianer ging daraufhin sofort zu Boden. McGregor stürzte sich auf ihn und schlug ihm mehrmals ins Gesicht - dieses harte Nachsetzen bei einem am Boden liegenden Gegner ist in diesem Sport durchaus erlaubt -, doch Aldo war schon so angeschlagen, dass er den Kampf aufgeben musste.
„Kein Speed, sondern Timing. Mehr brauche ich nicht, um zu gewinnen“, sagte der neue Champion nach seinem spektakulären K.-o-Schlag. „Wenn du so eine Linke hast wie ich, brauchst du nicht viel mehr. Niemand hält dieser Linken stand.“ Der 27-jährige Käfigkämpfer sorgte damit für einen Rekord: Es war das schnellste Kampfende in der Geschichte der Ultimate Fighting Championship (UFC).
McGregor hatte das vorzeitige Ende in der ersten Runde vorhergesagt und tönte hinterher: „Was ich verspreche, das halte ich auch.“ Fans, die ebenfalls auf einen K. o. in der ersten Runde gesetzt hatten, lud der Ire nach dem Kampf auf seine Siegerparty ein - vorausgesetzt, sie konnten den Wettschein vorzeigen.
Der überraschende Ausgang des Kampfes erinnerte ein wenig an das Duell zwischen Wladimir Klitschko und Tyson Fury. Wie Klitschko hatte auch Aldo in seiner Klasse bis dato nach Belieben dominiert. Seit beinahe einem Jahrzehnt hatte der Brasilianer nicht mehr verloren und war als klarer Favorit in den Vergleich gegangen. Nach seiner vernichtenden Niederlage erwies er sich als schlechter Verlierer, verweigerte McGregor den Handschlag und die Anerkennung. Stattdessen pochte er umgehend auf einen Rückkampf.
McGregor erklärte, das sei zwar eine Option, aber nur eine von mehreren. „Alles ist jetzt möglich“, sagte er und kündigte an, den Boxweltmeistern Floyd Mayweather jr. und Manny Pacquio Konkurrenz machen zu wollen. Nicht nur in sportlicher, auch in finanzieller Hinsicht. „Ich bin erst 27, sie sind schon 40. Und ich hole mächtig auf.“
Für seinen Sieg kassierte er mehr als zehn Millionen Dollar. Wer in der UFC bestehen will, braucht mehr als Schlagkraft - Effizienz, Präzision und taktische Kontrolle entscheiden auf höchstem Niveau.
Jorge Masvidals Rekord-Knockout gegen Ben Askren
Jorge Masvidal (34) schaffte beim UFC 239 den schnellsten K.o.-Schlag der UFC-Geschichte. Gegner Ben Askren (34) war bereits nach fünf Sekunden aus dem Rennen.
Wie kam der Blitz-Knockout? Mit Beginn der Runde läuft Masvidal auf seinen Kontrahenten zu, springt kurz vor ihm ab. Askren senkt im gleichen Moment den Kopf, wird vom Knie direkt an der Schläfe getroffen. Sofort geht der US-Amerikaner bewusstlos zu Boden, bleibt regungslos liegen.
Blitzschnell ist der Schiedsrichter da, drückt Masvidal zur Seite, bevor er weiter auf seinen Kontrahenten einschlagen kann. Nach fünf Sekunden ist der Kampf vorbei - der schnellste K.o.
Nach dem Sieg wurde Masvidal kritisiert, weil er weiter auf den ausgeknockten Askren eingeschlagen hatte. Seine Reaktion: "Die Schläge waren super-notwendig. Der Referee hatte mich noch nicht weggeschickt und mein Job ist es, jemanden zu schlagen, bis der Referee unterbricht.
Bei UFC 239 in Las Vegas bezwang der Weltergewichtler seinen Gegner Ben Askren nach fünf Sekunden. Der 34-Jährige (Kampfrekord: 34-13) lief direkt nach dem Gong mit einem Kniestoß in Askren (19-1) hinein und brachte ihn zu Boden. Masvidal schlug dort noch ein paarmal auf ihn ein, sein Gegner war allerdings bereits ausgeknockt.
"Er ist ein vorhersehbarer Typ, er ist ein Amateur", sagte Masvidal hinterher. Askren blieb anschließend mehrere Minuten auf dem Boden liegen, beim Aufstehen wirkte er noch immer sehr mitgenommen.
Weitere schnelle Knockouts in der UFC-Geschichte
Manche Kämpfe dauern keine 10 Sekunden - ob durch Flying Knee, Spinning Elbow oder wuchtigen Konter. Die schnellsten Finishes in der UFC-Geschichte sind Legende.
| Gewichtsklasse | Kampf | Dauer | Event |
|---|---|---|---|
| Welterweight | Jorge Masvidal vs. Ben Askren | 0:05 | UFC 239 |
| Bantamweight | Ronda Rousey vs. Cat Zingano | 0:14 | UFC 184 |
| Featherweight | Chan Sung Jung vs. Mark Hominick | 0:07 | UFC 140 |
| Heavyweight | Todd Duffee vs. Tim Hague | 0:07 | UFC 102 |
| Lightweight | Terrance McKinney vs. Matt Frevola | 0:07 | UFC 263 |
| Middleweight | Chris Leben vs. |
Der schnellste K.O. im Boxen
Seit November 2017 ist Zolani Tete der Rekordhalter für den schnellsten K.O. in der Box-Geschichte.
Am 18. November 2017 wird Zolani Tete in der SSE Arena in Belfast, Nordirland, für immer in die Geschichte des Boxens eingehen. Ein Rekord, den er wahrscheinlich für Jahrzehnte halten wird, ähnlich wie Jorge Masvidal in der UFC gegen Ben Askren. Zolani Tete: Schnellster Knockout in der Geschichte des Boxens
Die Zuschauer an diesem Tag könnten schwören, dass man noch die Glocke zum Kampfbeginn läuten hörte, als der Körper von Siboniso Gonya, dem Verlierer dieses Rekords, zu Boden geht. Mit einem gewaltigen rechten Haken macht Zolani Tete seinem Gegner buchstäblich das Licht aus. Ein wunderbarer Haken, der es ihm ermöglicht, seinen Titel mit Leichtigkeit zu verteidigen.
Offiziell wird der Kampf nach elf Sekunden in der ersten Runde abgebrochen. Ein Rekord, der aus einem einfachen Grund schwer zu brechen sein wird: Bei hochintensiven Kämpfen wie Weltmeisterschaften ist es üblich, dass die ersten Runden Beobachtungsrunden sind, in denen sich die beiden Kämpfer nicht wagen, sich mit Leib und Seele in den Kampf zu stürzen, ohne nachzudenken, und dabei Gefahr laufen, überrascht zu werden.
Der 32-jährige Zolani Tete muss im November letzten Jahres eine Niederlage gegen John Riel Casimero hinnehmen. Eine Niederlage durch TKO, bei der er seinen Gürtel im Bantamgewicht verliert. Bei den Frauen gelingt Seniesa Estrada der schnellste K.O.
