Viel mehr als nur eine Kampfkunst - das ist Taekwondo. Der koreanische Traditionssport schult nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Zudem ist Taekwondo ein effektives Ausdauer- und Koordinationstraining für Groß und Klein: Schon Grundschulkinder können diesen einzigartigen Sport erlernen.
Körper und Geist im Einklang
Doch was ist das Besondere an diesem Sport? Taekwondo bedeutet wörtlich übersetzt „Fuß, Faust und Weg (Geist)“. „Fuß“ steht für die Beintechnik: Kicks in allen Variationen, in Bauch- oder Kopfhöhe, gedreht, gesprungen, doppelt oder dreifach. Diese werden kombiniert mit Fauststößen zum Angriff oder zur Verteidigung.
Vom weißen zum schwarzen Gurt, vom Schüler zum Meister: Der „Weg“ beschreibt die Persönliche Entwicklung, die jeder Schüler traditionell „Taekwondoka“ genannt durchläuft. Hierbei geht es nicht nur um die sportlichen Fortschritte. Wird Taekwondo richtig gelehrt und erlernt, wird es auch zur Charakterschule: Geduld, Respekt vor dem Gegenüber, Fairness, Erkennen der eigenen Schwächen und Stärken, Selbstdisziplin - das sind nur einige Aspekte, mit denen sich der Schüler auseinandersetzen soll. Für viele Sportler macht gerade diese Kombination aus Training für Körper und Geist den besonderen Reiz des Taekwondo aus.
Ganzheitliches Training
Taekwondo teilt sich in zwei unterschiedlichen Sparten auf - je nachdem, ob der Schüler Wettkampftitel oder Gürtel erlangen möchte. Für beide Richtungen gilt: Durch die geistige Dimension des Taekwondo ist der Sport ein gutes Training für die Psyche - und der perfekte körperliche Ausgleich für Stress im Berufsleben oder in der Schule.
- Wettkampf-Taekwondo fordert Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit und ist sowohl technisch als auch taktisch anspruchsvoll. Während der Wettkampfsaison findet überall in Deutschland an fast jedem Wochenende Meisterschaften für Anfänger und Fortgeschrittene statt. Unterschieden wird zwischen Semi- und Vollkontakt- Wettkämpfen.
- Der Formenlauf ist für jeden Taekwondoka Pflicht, der Gürtel erlangen möchte. Für jede Prüfung muss eine neue Abfolge von Angriffs- und Verteidigungstechniken gelernt und gegen einen imaginären Gegner ausgeführt werden. Dieses Element des Taekwondo ist ruhig, fast meditativ. Es kräftigt die Muskulatur und stärkt die Koordinationsfähigkeit. Auch der Formenlauf kann auf Turnieren betrieben werden. Bewertet werden dann die Exaktheit der Ausführung, der Ausdruck sowie die Dynamik der Bewegung.
Ein Sport mit Geschichte
Bereits vor über 2.000 Jahren praktizierte man in Korea Taekwondo: Wandgemälde aus dieser Epoche zeigen Kämpfer beim Ausführen von Techniken, die noch heute gebräuchlich sind. Vollkommende Konzentration und der Respekt vor dem Meister: In den folgenden Jahrhundert wurde Taekwondo stark von buddhistischen und taoistischen Elementen geprägt. Unter der japanischen Besatzung Anfang des 20. Jahrhunderts war der beliebte Volkssport verboten.
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Taekwondo in Bochum-Werne: Chon-Ji Kwan
Seit über 30 Jahren besteht der Kampfsport- und Gesundheitsverein Chon-Ji Kwan in Bochum-Werne. Der Verein Chon-Ji Kwan vermittelt neben Kampfsport auch Werte wie Respekt und Disziplin. Doch in den letzten Jahren haben sich die Mitgliederzahlen fast halbiert. Gründer und Trainer Ahmad Mehrsad meint die Problematik erkannt zu haben und hofft mit einem neuen Konzept auf wieder bessere Tage: „Durch die Ganztagsschulen kommen definitiv weniger Jugendliche, sie haben nach so einem langen Tag gar keine Zeit mehr oder sind zu lustlos. Wir versuchen dem entgegenzuwirken, indem wir unsere Kurse nun zu späteren Zeiten anbieten.“ Nach und nach wurde es in den vergangenen Jahren schwieriger, die Gruppen zu füllen.
Das Training findet bei Chon-Ji Kwan deswegen mittlerweile vorwiegend in den Abendstunden statt. Von 16 bis 20 Uhr gibt es vier Gruppen, die Schüler können sich aussuchen, welche Kurse sie besuchen. Mehrsad möchte dabei seinen Verein nicht als Gegner der Schulen verstanden wissen, vielmehr als Ergänzung: „Was in der Schule oft vernachlässigt wird, versuchen wir hier aufzufangen.“
Viele Kinder sind heutzutage aggressiv, weil sie körperlich nicht ausgelastet sind. In der Gruppe aber muss man sich anpassen, Disziplin und Respekt zeigen. Problemfälle kommen bei ihm deswegen nicht in die letzte Reihe, wie oft in der Schule, sondern in die erste. „Ich nehme sie dann in die Verantwortung, lasse sie jüngeren Schülern helfen. Ich versuche, ihnen ein gewisses Wertesystem zu vermitteln. Vielen fehlt es einfach nur an Selbstwertgefühl“, erklärt der Träger des fünften Dan.
Vielen hat Mehrsad schon geholfen, doch die Ängste um „sein Kind“, seinen Verein, machen dem 54-Jährigen zu schaffen. Sogar die Auflösung des Vereins stand kurzzeitig in der Schwebe, neben den sinkenden Mitgliederzahlen machen sich auch die steigenden Nebenkosten für die 500 qm große Schule bemerkbar. Am Personal musste Mehrsad schon sparen, Chon-Ji Kwan ist dadurch zum Familienbetrieb geworden: Seine Frau, die beiden Söhne und die Tochter helfen regelmäßig aus.
Dabei ist Chon-Ji Kwan nicht irgendein Kampfsportverein, sondern hat mehrfach Weltmeister und World-Cup-Sieger hervorgebracht. Auch die Deutsche Nationalmannschaft im Taekwondo bediente sich regelmäßig in Bochum-Werne. Das ist sicherlich bedauernswert, denn der gebürtige Afghane hat am Werner Hellweg in den vergangenen Jahren eine schmucke Schule mit Erholungsbereich und Bar geschaffen. Die Bezirkspolitik hat er auf seiner Seite: Bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Vereins erklärte jüngst Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche, die Ärmel für Chon-Ji Kwan hochkrempeln zu wollen.
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„Ich habe schon Angst, dass diese Gemeinschaft irgendwann auseinander gehen muss, die Kosten müssen gedeckt sein. Eine Schließung wäre vor allem für die Kinder schade“, findet Mehrsad. Aber: „Ich bin mir sicher, dass es weitergeht."
Selbstverteidigungskurs „Gelong Dao“
Der Taekwondo-Verein bietet auch einen Selbstverteidigungskurs „Gelong Dao“ an. Das Ziel ist, den Angreifer mit wenigen Handgriffen unschädlich zu machen, einen Angriff auf die eigene Person zu blockieren und den Gegner mit wenigen Handgriffen und Fußtritten kampfunfähig zu machen. Das trainieren die Teilnehmer des Selbstverteidigungskurses Gelong Dao des 1. Trainer Klaus Oberhammer führt diese Kurse inzwischen seit 19 Jahren durch. „Das Interesse an dieser öffentlich eher unbekannten Form der Selbstverteidigung ist in letzter Zeit steigend“, erklärt der 59-Jährige. Seine Begründung: „Immer mehr Bürger wollen selbst etwas für ihre persönliches Sicherheitsgefühl tun.“
Sportliche Betätigung und gesundheitliche Vorteile
Klaus Oberhammer selbst sieht mehr den Spaß beim Erlernen und Trainieren dieser Kampftechnik. „Unsere Teilnehmer finden diese Art der sportlichen Betätigung gut“, weiß der gelernte Elektrotechniker. „Es ist eine schöne Art, um die eigene Beweglichkeit zu trainieren, ohne ins Schwitzen zu kommen“, bestätigt Angelika Czaja.
Das neue Körpergefühl ist auch für Senior Harald Geide, der mit Frau Ingrid seit längerem Gelong Dao macht, besonders wichtig: „Ich habe früher Taekwondo trainiert. Nach einer schweren Operation ging das wegen meiner Gleichgewichtsstörungen nicht mehr“, so der 67-Jährige. Vor allem das intensive Stocktraining, bei dem der Schlagwechsel dazu zwingt, sich auf die Arm- und Fußbewegungen zu konzentrieren, habe ihm darüber hinweg geholfen. Ob Angriffe mit bloßen Händen - halten, klammern, fassen, würgen, schlagen - oder mit Waffen: die rund 20 Teilnehmer finden bei den Übungen immer wieder eine Antwort darauf.
Gelong Dao ist ein von Großmeister Alfred Gehlen (9. Dan) um 1995 entworfenes Selbstverteidigungssystem. Es beinhaltet Elemente unterschiedlicher fernöstlicher Kampftechniken wie Taekwondo, Karate oder Kickboxen. Für Kinder und Erwachsene (ab 16 Jahren) bietet der 1. Taekwondo-Verein Bochum jeweils zwei Kurse an. Diese finden montags in der Sporthalle der Grundschule am Neggenborn sowie mittwochs an der Willi-Brandt-Gesamtschule statt. Immer ab 18 Uhr für Kinder, ab 19 Uhr für Erwachsene.
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Trainer Oberhammer: „Die von Großmeister Alfred Gehlen entwickelte Kampftechnik lässt eine Selbstverteidigung bei den verschiedensten Angriffen zu. Egal ob stehend oder am Boden liegend.“ Allerdings: Der Gegner muss in Reichweite der Arme oder Beine sein. Hinzukommt der Überraschungseffekt beim Gegenangriff, der den Täter erst psychologisch und dann körperlich aus dem Gleichgewicht bringt.
Die Psychologie ist auch das wichtigste Element für die Kursteilnehmer.
Budokan Bochum e.V.
Der Budokan Bochum e.V. wurde am 28. gegründet. Der sportliche Bereich im Budokan wird zum großen Teil vom Karate bestimmt. Hier bieten wir für Kinder ab 4 Jahren, bis zu den Erwachsenen ein breites Spektrum unseres Wissens an. Dieses Wissen ist auf der Basis eines über 50 jährigen Studiums der Kampfkunst Karate von unserem Mentor Bernhard Milner (9. Dan) aufgebaut.
Unser Programm eignet sich besonders für Kinder, die Aufmerksamkeitschwierigkeiten haben oder sehr unsicher sind. Denn bei uns sitzt keiner auf der Bank, wenn er keine Tore schießt. Wir fördern sowohl den Breitensportbereich mit der Prämisse Beweglichkeit, Selbstverteidigung und Spaß zu haben (der die ganze Familie anspricht), als auch den Leistungssport. Dort sind unsere Athleten Landesmeister, deutsche Meister und auch Europameister geworden. Damit wurde der Budokan Bochum e.V. Darüber hinaus hat der Gesundheitsbereich beim Budokan Bochum e.V. Das Wettkampfjahr startete 2025 für die Karateka des Budokan Bochum mit 2 Spitzenevents am 2.
Bernd Munkelt konnte hier sein Potential voll ausschöpfen und musste sich nur im Finale geschlagen geben, was einen hervorragenden 2. Für sie war es ein besonders langer, aber erfolgreicher Tag. Er konnte alle Runden gewinnen, darunter auch die, gegen den Vizeweltmeister aus den Niederlanden. Zeitgleich ging es für Douaa Rabhi mit der deutschen Nationalmannschaft in die georgische Hauptstadt Tiflis. Bis 0,3 Sekunden vor Schluss führte Douaa mit 2:0 Punkten, bis ein Fußtritt Ihrer Gegnerin denkbar knapp vor Schluss gewertet wurde. In der Trostrunde hatte Sie gegen eine bosnische Gegnerin das Nachsehen, was aber am Ende einen guten 9. Douaa zeigte in dieser Begegnung, dass sie mit den ganz Großen mithalten kann und belegte einen 3. Platz in der Leistungsklasse und einen 2.
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte des Budokan Bochum starten drei Karateka bei der diesjährigen Europameisterschaft, die vom 9.-11. Auch das ist das erste Mal, dass der Budokan mit vier Karateka im Nationalkader vertreten ist. Sie alle erzielten im letzten Jahr wichtige Erfolge und konnten sich somit im Nationalkader halten oder einen Platz ergattern. Auch Mykhailo Shumovych (Deutscher Meister Kumite), Artem Kostiuk (Deutscher Vizemeister Kata), Gent Peci (Deutscher Vizemeister Kumite) und Kaltrina Peci (Deutsche Vizemeisterin Kumite) belegten das Siegertreppchen auf der Deutschen Meisterschaft und auf anderen, stark besetzten Turnieren im vergangenen Jahr, so dass die Chancen, in den Nationalkader aufgenommen zu werden, für sie sehr gutgestanden hätten. Nicht nur im Nationalkader, sondern auch im Landeskader von NRW ist der Budokan stark vertreten.
Natürlich traf man sich im Dojo Budokan Bochum. Danach ging es aber in die Halle. In gekonnter Manier leitete Bernd das gut einstündige Training. Bernd lies Hente-Techniken trainieren. Alle Jukuren hatten Spaß am Training und sicherlich einige Ideen für ihr Heimatdojo mitgenommen. Douaa zeigte in dieser Begegnung, dass sie mit den ganz Großen mithalten kann und belegte einen 3. Platz in der Leistungsklasse und einen 2.
Am frühen Sonntagmorgen des 17.12.23 versammelten sich über 100 junge Karateka im Budokan Bochum, um ihr Können in drei Disziplinen zu zeigen: Kihon, Kata und Kumite. Die Teilnehmenden waren zwischen 4 und 12 Jahren alt. Zuvor hatten sie sich über mehrere Wochen im Rahmen des regulären Trainings darauf vorbreitet und die Abläufe in Wettkampf nahen Szenarien geübt. Für ein Erfolgserlebnis - egal ob Sieg oder Niederlage - sorgte die Gruppengröße von maximal vier Kindern. Nach den spannenden Wettkämpfen überraschte ein Engel die Kinder mit einer winterlichen Geschichte. Nach zahlreichen Rufen nach dem Nikolaus stampfte der Mann mit rotem Gewand und Zipfelmütze ins Dojo und überreichte den Kindern bei der Siegerehrung nicht nur die wohlverdienten Pokale, sondern auch die liebevoll verpackten Geschenke.
Das speziell für Kinder ausgerichtete Turnier bot eine ideale Plattform für junge Karateka, um die ersten Schritte in den Bereich des Leistungssport zu schaffen und durch den kleinen Zuschauerkreis Ängste zu nehmen. Am 02.12.2023 fanden im Budokan Bochum e.V. zum Jahresabschluss die Shotokan-Dan-Prüfungen statt. Im Rahmen eines Prüfungslehrgangs konnten sich die Prüflinge zuvor noch mit Bernhard Milner (9. Dan) und Detlef Herbst (7. Dan), die zudem die Prüfungen zum schwarzen Gürtel abnahmen, final vorbereiten. Unter den kritischen Augen der beiden Prüfer stellten sich 21 Prüflinge zu dieser Prüfung. Die Prüflinge waren in einem Alter von 16 bis 65 Jahre und kamen aus ganz NRW. Zum 1.
Clara landete schließlich auf dem 9. Und Chiara 17. Das Kumite Team U18 weiblich mit Umnia Rabhi, Kaltrina Peci, Sara Osman und Kristina Keller erkämpfte sich einen guten 7. Platz und Hannalena Alastal belegte bei der weiblichen Jugend -61 kg den 9. Knapp an der Medaille vorbei ging das Kumite Team der weiblichen Jugend mit Anna-Marie Schneider, Hannalena Alastal und Lina Höffer, die am Ende einen guten, aber undankbaren 5. Leider mussten sich das Kumite Team, Sam, Kaltrina und Gent teilweise sehr knapp geschlagen geben, konnten aber eine hart erkämpfte Silbermedaille entgegennehmen und sich seit dem Wochenende Deutscher Vizemeister bzw.
Am Samstag nahmen die kleinsten und noch unerfahrensten Athleten des Bochumer Karatevereins Budokan am 3. Die Athleten des Budokan zeigten sich an diesem Tag in Topform.
Ergebnisse der Athleten des Budokan:
- Mykhailo Shumovych: 1.
- Mykhailo Shumovych: 1.
- Douaa Rabhi: 1.
- Berardo Cvitkovic: 1.
- Robin Munkelt: 1.
- Gent Peci: 1.
- Niema Rabhi: 2.
- Douaa Rabhi: 2.
- Kaltrina Peci: 2.
- Anna-Marie Schneider: 2.
- Maximilian Martin: 2.
- Bernd Munkelt: 2.
- Robin Munkelt: 3.
- Orudj Zeinalov: 3.
- Anna-Marie Schneider: 3.
- Mohammed Abo: 3.
- Maximilian Martin: 3.
- Kaltrina Peci: 3.
- Gent Peci: 3.
Am frühen Samstagmorgen kamen über 40 junge Karateka im Budokan Bochum zusammen, um am Bochumer Nachwuchsturnier teilzunehmen. Damit wollte man dem Nachwuchs eine Plattform geben, um sich mit gleichstarken Karateka messen zu können, ohne direkt auf Spitzenathlet:innen mit mehr Wettkampferfahrung zu treffen. Das Turnier wurde in einem kleinen Rahmen durchgeführt und es nahmen insgesamt fünf Vereine in zwei Kategorien teil.
Gekämpft wurde in kleinen Wettkampfgruppen von bis zu vier Starter:innen im Round-Robin-System. Dadurch konnten die Kinder einerseits mehr Wettkampferfahrung sammeln, andererseits ermöglichte es ein Erfolgserlebnis für jedes Kind, auch wenn es Gewinner und Verlierer gab. Um den Wettkampfcharakter aufrechtzuerhalten, waren die beiden Landeskampfrichter Tobias Zöllner und Volodymyr Dudin vor Ort. Unterstützung bei der Disziplin Kata bekamen die beiden von der amtierenden Europameisterin Shirley Jay, die außerdem bei der Siegerehrung die Pokale an die Wettkämpfer:innen überreichte. Einige der Kinder fühlten sich dadurch so geehrt, dass sie die Chance auf ein Foto mit Shirley Jay nicht verpassen wollten. Kinder mit wenig oder keiner Wettkampferfahrung sind nach diesem Turnier nun ein Stück weiter und gewappnet für weitere Turniere. Durch den kleinen Rahmen und die entspannte Atmosphäre hatten die Kinder weniger Druck. Auch die Eltern waren mit dabei und unterstützen alle Karateka mit kräftigem Applaus.
Nach der Corona-Pause fand der Shotokan-Tag im KDNW nun zum 2. und insgesamt zum 6. Mal statt. Die zahlenmäßig größte Stilrichtung des Verbandes hatte ihren Mitgliedern ein breitgefächertes Programm vorbereitet. Der ausrichtende Verein, Budokan Bochum rund um Bernhard Milner, hatte einige neue ‘‘Schmankerl‘‘ im Vergleich zum Vorjahr im Angebot. Es wurden beispielsweise 4 separate Kindergruppen angeboten und 2 Einheiten wurden in Straßenkleidung und Hallenschuhen durchgeführt. Das große Angebot zeigte seine Wirkung, sodass im Vergleich zum Vorjahr, in dem ca. Neben dem vielfältigen Angebot zogen auch die hochkompetenten Trainer die Karatekas nach Bochum. Nach diesem rundum gelungenen Lehrgang wird der 7.
So wechselten sich verschiedene Trainingseinheiten ab, in denen für alle etwas dabei war. Aber auch die Bildung fand ihren Platz. Die Kindern lernten etwas über Japan, Ninjas und den Budokan Bochum selbst. Auch das Thema Entspannung kam nicht zu kurz. Nach dem Essen gab es einen Film mit Snacks, also echtes Kinofeeling. Da war es auch fast nicht mehr schlimm, dass im Anschluss auch schon die Nachtruhe anstand. Nach einer aufregenden Nacht im Dojo, konnte es am nächsten Morgen mit einem Frühstück weitergehen. Dort durfte sich ordentlich gestärkt werden, da im Anschluss direkt fleißig weiter trainiert werden durfte. Im Anschluss stand der bisherige Höhepunkt auf dem Programm: Die Kinder machten sich auf die Suche nach dem Schatz der Ninjas und mussten rätselhaften Markierungen folgen und am Ende wurden sie tatsächlich auch fündig. Alle wurde natürlich am Schatz beteiligt und waren sehr glücklich. Danach ging es natürlich wieder zurück ins Training. Man wollte ja schließlich lernen, ein richtiger Ninja zu sein. Ob neue Techniken, Partnerübungen oder Anwendungen, das Programm war sehr vielseitig. Ganz zum Schluss, unter den Augen der Eltern, wurden alle Ninjas mit einer Urkunde ausgezeichnet.
Spiel, Spaß und leckeres Essen - darüber freuten sich alle großen und kleinen Besucher:innen des Sommerfestes, das der Budokan Bochum am vergangenen Samstag auf dem umliegenden Vereinsgelände veranstaltete. Für unsere jüngsten Teilnehmer:innen des Festes waren die Indoor aufgebaute Hüpfburg, die Kletterwand und das Bällebad, die der Stadtsportbund Bochum zur Verfügung stellte, ein wahres Spaßparadies. Die Kinder konnten sich nach Herzenslust austoben und ihren Spaß haben. Auch einige Jugendliche konnten ihrem inneren Kind freien Lauf lassen. Zudem wurde zusätzlich für Outdoor-Aktivitäten gesorgt. Fußball Begeisterte konnten sich an der großen Torwand oder an den kleinen Fußballtoren beweisen. Ebenfalls gut angekommen sind die pflanzlichen Burger und Hot Dogs, die den Besucher:innen eine leckere Alternative zur herkömmlichen Fleischvariante boten. Trotz der regnerischen Wettervorhersage beglückte uns die Sonne mit einigen warmen Sonnenstrahlen. Das leckeres Eis von der Eisdiele San Marco lieferte mit zehn verschiedenen Sorten eine ideale Abkühlung.
Das Highlight des Sommerfests war eine beeindruckende Karatevorführung, die die Leistungssportler:innen des Budokan präsentierten. Nachdem Niema Rabhi ihre Lieblingskata zeigte, führten Clara Ewald und Karla Hellinger ihre Kata synchron vor und schlossen ihre Darbietung mit dem Bunkai (Anwendung) der Kata ab. Ein großes Dankeschön geht an die freiwilligen Helfer:innen und auch an die Leistungsportler:innen der Karatevorführung.
Vom 6. Bis 9. Juli 2023 fand das Multisport-Event „die Finals 2023 Rhein-Ruhr“ in Düsseldorf und Duisburg statt. "Die Finals" ist eine seit 2019 jährlich stattfindende Veranstaltung, die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) organisiert wird. Bei diesem großen Sportereignis werden die deutschen Meisterschaften in verschiedenen Sportarten ausgetragen. Unter den 19 Sportarten war auch Karate mit dabei: Beim DKV-Supercup im CASTELLO Düsseldorf am 6. Juli bat sich den Karateka die Gelegenheit, sich mit anderen Top-Athlet:innen ihrer Sportart zu messen und den Titel des deutschen Meisters im Karate zu erkämpfen. Auch die Deutsche Vizemeisterin Douaa Rabhi stellte sich der Herausforderung. In zwei Pools kämpften jeweils vier Athletinnen im Round-Robin-System gegeneinander, um die zwei Besten des jeweiligen Pools zu ermitteln. Douaa konnte als Mittelgewicht all ihre drei Kämpfe mit 7:0, 6:2 und 6:0 gewinnen und zeigte damit deutlich ihre Dominanz und Stärke auf der Tatami. Als Poolsiegerin mit 9 Punkten und einer beeindruckenden Bilanz von 13:2 Trefferpunkten zog sie ins Halbfinale ein, wo sie auf die schwerere Vizemeisterin Madeleine Schröter, die Zweitbeste des anderen Pools, traf. Mit einer Niederlage von 0:3 verpasste sie den Einzug ins Finale.
Die Finals und insbesondere der DKV-Supercup tragen dazu bei, die Bedeutung von Sport und Karate in Deutschland zu fördern und die Begeisterung für verschiedene Disziplinen zu wecken, die in der Wettkampfsportwelt nicht zwingend zu den dominanten Sportarten zählen.
Die Deutsche Meisterschaft, das Highlight des Jahres für unsere U14-Karateka, fand am 17. Juni 2023 in Erfurt statt. In der Disziplin Kata U14 männlich, in der Artem Kostiuk antrat, gab es insgesamt vier Pools mit je neun Startern. Artem ging mit seiner Kata Bassai Dai als Poolsieger mit einer Wertung von 21,8 Punkten heraus und hatte einen beeindruckenden Vorsprung von 1,2 Punkten zu den beiden Zweitplatzierten des Pools. In der nächsten Runde verbesserte er seine Leistung weiter und erzielte mit der Kata Gojushiho Sho 22,5 Punkte, erneut die beste Wertung. Mit der Kata Enpi zog er schließlich mit 23,4 Punkten ins Finale ein und übertraf dabei nicht nur seine Gegner, sondern auch sich selbst. Besonders in der Kumitegruppe U14 -50 kg war, dass Maximilian Martin und sein Vereinskollege Mohammed Abo sich im Halbfinale gegenüberstanden. Maximilian hatte das bessere Ende für sich und zog ins Finale ein. In der Trostrunde gab Mohammed noch einmal alles und sicherte sich mit einem 2:0-Sieg seinen Platz auf dem Treppchen. Im Finale musste sich Maximilian jedoch geschlagen geben und wurde Deutscher Vizemeister. Für Cezary Pietrzak (Kumite U14 -40 kg) war es das erste Jahr in seiner neuen Altersklasse. Die Gruppe war sehr stark besetzt, was sich bereits in seinem ersten Kampf zeigte, den er mit 5:1 leider verlor. Da sein Gegner den Einzug ins Finale verpasste, hatte Cezary auch keine Chance in der Trostrunde anzutreten. Auch bei den Kumite Mädchen war der Budokan vertreten. Jamila Lokaj (Kumite U12 +36 kg) führte lange Zeit in ihrem ersten Kampf, verlor jedoch in den letzten Sekunden mit 2:3. Insgesamt zeigte der Budokan eine sehr gute Leistung.
Mit fünf Starter:innen konnten drei Medaillen erkämpft werden, was auf eine positive Resonanz hinweist. Die Deutsche Meisterschaft ist der Höhepunkt des Jahres für die Karateka. Im vergangenen Jahr erreichte der Budokan einen dritten und einen fünften Platz, und in diesem Jahr gab es zwei zweite Plätze und einen dritten Platz.
Viele Mannschaften aus dem Ausland und ein hohes Niveau - das versprach der diesjährige Düsseldorf Cup am 10. Juni 2023. Bei diesem international gut besetzten Turnier war der Budokan mit drei Athletinnen vertreten, die in insgesamt vier Kategorien an den Start gingen und alle eine Platzierung erreichten. Das junge Allround-Talent Niema Rabhi trat sowohl in der Disziplin Kata als auch im Kumite an. In der Kategorie Kata U8 verpasste sie den Einzug ins Finale mit 1,4 Punkten Abstand zur Poolsiegerin. Dennoch konnte sie sich mit der Kata Heian Yondan im kleinen Finale durchsetzen und erzielte damit den 3. Platz.
