Kosten eines 1-Karat-Diamanten: Ein umfassender Leitfaden

Ein 1-Karat-Verlobungsring ist nicht nur unglaublicher Luxus im Schmuckbereich, sondern zugleich einer der größten und wertvollsten Liebesbeweise, den Sie Ihrer Liebsten machen können. Seit Jahrzehnten steigt die Nachfrage nach 1-Karat-Verlobungsringen immer weiter, in den USA sind Ringe damit schon seit über 100 Jahren sehr beliebt - der berühmte Tiffany-Ring gab den Ausschlag und später schnappte die Beliebtheitswelle in die asiatischen Länder über.

Als Einkaräter wird ein Diamant mit einem Gewicht von mindestens 1,00 ct. bezeichnet. Bei Karat handelt es sich um die Gewichtseinheit, die man neben den Begriffen Farbe, Reinheit und Schliffgüte - analog zu den englischen Termini Carat, Colour, Clarity und Cut, die 4 C - als Kategorisierung für Diamanten verwendet. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Es handelt sich bei einem 1-Karat-Diamanten immer um einen bereits verarbeiteten, in Form geschliffenen Edelstein, nicht um das ursprüngliche Rohgewicht. Für die Steinqualität ist der Begriff Einkaräter allerdings keine Grundlage.

In Verlobungsringen kommt ein wertvoller 1-Karat-Diamant als Solitärring besonders gut zur Geltung und macht den Heiratsantrag zu einem der schönsten Momente auf dem gemeinsamen Lebensweg. Ohne Zweifel hat es der luxuriöse, funkelnde Einkaräter verdient, im Mittelpunkt des Verlobungsrings zu stehen. Als Solitär kann er mit verschiedenen Edelmetallen und Ringformen kombiniert werden und wird so zu einem ganz persönlichen Schmuckstück, welches mit Strahlkraft und Brillanz unzählige Blicke auf sich zieht.

Beliebte Schliffe sind unter anderem der Prinzess- und der Brillant-Schliff. Die Nachfrage nach 1-Karat-Brillantringen ist seit Jahrzehnten ungebrochen. Vor allem in den USA erlebte der Stein durch den berühmten Tiffany Ring Anfang des 20. Jahrhunderts seinen Aufstieg.

Wie viel kostet ein Einkaräter-Diamant?

Die Preise für 1-Karat-Diamantringe sind stark schwankend und von den anderen 3 C (Colour = Farbe, Clarity = Reinheit, Cut = Schliffgüte) abhängig.

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Eine sehr gute Qualität für 1-Karat-Diamantring ist folgende Zusammensetzung der 4C:

  • Color: G Feines Weiß
  • Cut: Sehr gut
  • Clarity: Si-1
  • Expertise: IGI oder GIA

Der optimale Halt bietet eine Fassung aus 950 Platin.

Diamantenpreise unterliegen keiner zentralen Preisfestsetzung, sie sind somit ein echter „Marktpreis“, welcher sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Langfristig ist der Diamantenpreis immer gestiegen. Das liegt daran, dass die weltweite Diamantenproduktion die Nachfrage nach Diamanten, welche zu Schmuck- und Anlagezwecken geeignet sind, meist nicht decken kann.

Als weiterer ganz wichtiger Faktor für den Diamantenpreis, gilt die Diamantenqualität. Desto besser die Qualität eines Diamanten ist, desto seltener ist er.

Die 4 C's der Diamanten

Jeder kennt im Zusammenhang mit einem Diamanten oder Brillanten den Begriff „Lupenrein“. Einigen wird auch der Begriff der „4C“ im Zusammenhang mit Diamanten geläufig sein. Hier erfahren Sie wissenswertes bezüglich der 4C.

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„4C“ ist die Abkürzung für die vier englischen Begriffe Carat (Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff). Zusätzlich gibt es noch einige weitere Qualitätsmerkmale. Diese sind z.B. Politur und Symmetrie, Zertifikat (von welchem Institut stammt das Diamantzertifikat/die Diamantexpertise) und Fluoreszenz (bei vorhandener Fluoreszenz kann der Diamant unter UV-Licht leicht schimmern/leuchten). Als weiteres Qualitätsmerkmal sei hier eine Besonderheit genannt, die in den letzten Jahren eine immer stärkere Beachtung findet, die Herzen & Pfeile (Hearts & Arrows) - ein spezielles Muster, was sich unter einem optischen Gerät zeigt.

Carat (Gewicht)

Das Gewicht eines Diamanten wird international in Carat (englisch) oder Karat (deutsch) angegeben. Die übliche Abkürzung lautet „ct.“. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm. Carat oder Karat ist die Gewichtseinheit für Diamanten-Brillanten.

Color (Farbe)

Ein Diamant ist umso teurer je farbloser/weißer und damit seltener er ist. Die höchste und seltenste Farbstufe ist die absolute Farblosigkeit (Farbstufe D, früher River). Eine beispielhafte (reduzierte) Farbreihe von Brillanten.

Clarity (Reinheit)

Der wahrscheinlich jedem bekannte Begriff „lupenrein“ bedeutet, dass unter einer 10-fachen Speziallupe durch eine fachlich versierte Person keinerlei Einschlüsse zu erkennen sind. Die danach folgenden Reinheitsstufen werden ebenfalls unter Verwendung einer 10-fachen Lupe vorgenommen. Je weniger Einschlüsse ein Diamant hat, bzw. auf das Vorhandensein bzw. Verunreinigungen oder Fehlern ist. Die englische bzw. Bezeichnung ist "IF" (Internally Flawless).Eine beispielhafte (reduzierte) Farbreihe von Brillanten. Ab I1 können Einschlüsse meistens mit dem bloßen Auge erkannt werden (je nach Größe des Diamanten, der Art und Lage der Einschlüsse und deren Farbe für ein geübtes Auge manchmal auch schon ab SI1).

Cut (Schliff)

Die Schliffqualität (nicht die Schliff-Form wie z.B. der Brillantschliff) ist ausschlaggebend für die Brillanz und das Feuer eines Diamanten und machen aus ihm erst einen funkelnden und wertvollen, schönen Edelstein. Wir gehen hier nur auf die mit Abstand häufigste Schliff-Form, die des Brillanten/Brillanten, ein. Die Schliffqualität ergibt sich zum größten Teil aus den Proportionen des Diamanten. Hierbei ist das Verhältnis von Gesamthöhe bzw. Weiterhin sind die Winkel und die Gleichmäßigkeit der angelegten Facetten wichtig. Auch sollte ein Brillant möglichst eine gleichmässige runde Form haben und nicht unrund sein. Die Trennung zwischen Ober- und Unterteil, die Rundiste/Rondiste, sollte möglichst gleichmässig und nicht zu dick bzw. dünn sein. Auch die Spitze, die sog. Kalette, sollte möglichst spitz sein.

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Alle diese Kriterien fließen in die Bewertung des Schliffs ein, welcher als Oberbegriff Cut (Schliff) noch um die beiden Unterkriterien Polish (Politur) und Symmetrie ergänzt wird.

Die drei Teilbereiche werden nach folgendem Schema bewertet:

  • Excellent = Exzellent
  • Very Good = Sehr Gut
  • Good = Gut
  • Fair = Mittel
  • Poor = Gering

Die bestmögliche Graduierung bei Schliff, Politur und Symmetrie ist beim GIA und HRD somit 3x Exzellent.

Diamantenpreisliste der IDEX Diamantenbörse

Eine sehr gute Möglichkeit, sich über den aktuellen Marktpreis von Diamanten zu informieren, bietet die Diamantenpreisliste der IDEX (International Diamond Exchange). Sie soll Ihnen als erste grobe Orientierung für den angemessenen Preis von Diamanten dienen.

Als eine international sehr bedeutende Diamantenbörse, führt die IDEX Angebot und Nachfrage der Diamantenhändler zusammen und sammelt jeden Monat die aktuellen Diamantenverkaufspreise.

Da der genaue Preis eines Diamanten jedoch von vielen einzelnen Faktoren abhängt und diese den Rahmen einer Preisliste schnell unübersichtlich gestalten würde, kann sie nur als Orientierung dienen.

Lesebeispiel zur Berechnung eines Einkaräter:

Die IDEX (International Diamond Exchange) stellt die Preise für Diamanten im Brillantschliff in Ihrer Diamantenpreisliste in US-Dollar pro Karat und unterteilt den Diamantpreis bei gleicher Qualität (Farbe und Reinheit), in verschiedene Gewichtsklassen z.B. 1,00 ct. bis 1,24 ct. dann 1,25 ct. bis 1,49 ct. usw.

Als Beispiel soll nun ein 1 Karat Diamant Preis ermittelt werden. Dieser Einkaräter-Diamant liegt in der Range 1,00ct. bis 1,24ct.

Einkarat Diamanten dieser Größe/dieses Gewichts kosten in der höchsten Qualität der Farbe D und der Reinheit IF 27.130 USD pro Karat.

Dieser Diamant 1 Karat Preis ist bei einem Einkaräter mit bspw. 1,03 Karat dann mit dem Faktor 1,03 zu multiplizieren.

Unser Beispiel 1 Karat Diamant Preis liegt somit für einen Einkaräter mit 1,03 Karat bei 27.943,90 USD oder anders formuliert, hat der 1 Karat Diamant einen Wert von 27.943,90 USD.

In Euro umgerechnet: Sollte der aktuelle Dollar-/Eurokurs bspw. bei 1,20 liegen, teilen Sie 27.943,90 USD durch 1,20 und erhalten mit 23.286,58 Euro den 1 Karat Diamant Wert für unseren Beispieldiamanten.

Nicht berücksichtigt sind hier die Mwst.

Der Wert und Preis eines 1 Karat Diamanten

Die Investition in Diamanten erfolgt rein physisch, d.h. wer einen Diamanten als Wertanlage kauft, erwirbt ihn auch körperlich. Diamanten gelten als mobilster Sachwert mit höchster Wertkonzentration („Wertspeicher“): So entspricht z.B. der Wert eines lupenreinen Fünfkaräters in bester Qualität (1 Karat = 0,2 Gramm) dem Wert von etwa 10 Kilogramm Gold.

Der Preis für Diamanten hat sich in den vergangenen 25 Jahren positiv entwickelt. Die Prognosen für die nächsten Jahre gehen bei steigender Nachfrage vor allem aus den asiatischen Ländern bei gleichzeitiger Stagnierung der Fördermengen von einem langfristig steigenden Diamantpreis aus.

Im Vergleich zum Goldpreis, der pro Gramm oder Unze berechnet wird und derzeit bei 50-60€ liegt, kann ein Einkaräter mit einem Gewicht 0,2 Gramm (= 1 Karat) je nach preisbestimmenden Kriterien (4C's) mehrere tausend Euro Wert sein. Doch wie setzt sich der Wert eines Diamanten zusammen?

Was macht den Wert eines 1 Karat Diamanten aus?

Es hat sich international durchgesetzt, dass sich der Wert eines Diamanten unabhängig seines Gewichts im Wesentlichen an den 4C bemisst:

  • CLARITY - die Reinheit
  • COLOUR - die Farbe
  • CUT - die Schliffqualität
  • CARAT - Das Gewicht

Diese und weitere qualitative und quantitative preisbestimmenden Merkmale eines Diamanten müssen in einem Zertifikat dokumentiert sein.

Warum ist ein weltweit gültiges Zertifikat für Ihren 1 Karat Diamanten so entscheidend?

Ein lupenreiner Diamant zur Wertanlage muss unbedingt über ein Zertifikat des international renommiertesten Diamantprüflabors GIA (Gemological Institute of America) verfügen - eine unabhängige Stiftung mit großer Tradition. Auf diese Beurteilungen verlassen sich Diamantprofis auf der ganzen Welt. Kein anderes Zertifikat reicht an die Bedeutung von GIA heran.

Der Preis eines Diamanten wird heute vor allem auch an seinem Zertifikat festgemacht. Zur Identifikation des Diamanten mit seinem GIA-Zertifikat sind die jeweilige Zertifikats-Nummer und das GIA-Logo direkt mit Laser auf dem Diamanten angebracht.

Aber nicht nur beim Kauf spielt das Zertifikat eine bedeutende Rolle, ebenso wichtig ist es für den Wiederverkauf. Mit der unbestrittenen Reputation von GIA-Zertifikaten sind beim Wiederverkauf für Diamanten zur Geldanlage optimale Preise auf den wichtigsten Nachfragemärkten zu erzielen.

Was ist bei Diamanten zur Wertanlage zu beachten?

Bei Sachwerten hat es sich immer bewährt, auf Spitzenqualitäten zu setzen. Ein Diamant zur Wertanlage sollte lupenrein sein, von höchster weißer Farbe und in perfekter Ausführung als Brillant geschliffen sein. Seine qualitativen und technischen Eigenschaften müssen in einem international anerkannten Zertifikat (GIA) dokumentiert sein.

Das weltweite Ansehen eines Diamant-Zertifikates ist heute für die Wertbestimmung eines Diamanten von großer Bedeutung. Jeder gekaufte Diamant sollte mit einer handschriftlich unterschriebenen Bestätigung versehen sein, dass dieser Stein aus ethisch einwandfreien Quellen stammt und in vollem Umfang in Übereinstimmung mit den Compliance-Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft und den entsprechenden UN-Regulationen steht.

Preisbestimmende Kriterien

Entscheidend dabei ist, wer dieses Zertifikat ausstellt. Die Grundvoraussetzung ist eine nachhaltige Fachexpertise und höchste Sorgfalt bei der Qualitätsbestimmung. Für den Wert des Diamanten ist es heute neben den 4Cs ein wichtiges Kriterium, wie hoch die internationale Reputation des prüfenden Diamantlabors bewertet wird. Man spricht daher heute schon bei der Wertfeststellung eines Diamanten vom 5. C = Certificate.

Das ist zu beachten bei einem späteren Verkauf von Einkarätern

Diamanten werden als Sachwerte gekauft, um als mobiler Wertspeicher einem breit aufgestellten Vermögens-Portfolio beigemischt zu werden, oft sogar als Familienschatz für Generationen.

Wir haben Sie ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Diamanten als Sachwert nur dann geeignet sind, wenn sie langfristig in Ihrem Vermögen gehalten werden. Diamanten sind nicht geeignet für kurzfristiges „Parken“ liquider Mittel oder gar als Spekulationsobjekte.

Wie auch bei vielen anderen Sachwerten gibt es für Diamanten keinen geregelten Zweitmarkt.

Bitte berücksichtigen Sie auch, dass aufgrund der geltenden Umsatzsteuergesetze bei einem Verkauf an gewerbliche Unternehmen die beim Erwerb gezahlte Mehrwertsteuer nicht ersetzt werden kann.

Bei dem Verkauf Ihrer Diamanten kommt dem Thema Mehrwertsteuer eine wichtige Rolle zu: Bei dem Verkauf an gewerbliche Unternehmen kann Ihnen aus umsatzsteuerrechtlichen Gründen die ehemals gezahlte Mehrwertsteuer nicht vergütet werden.

Eine Preisberechnung kann also nur auf Basis des Nettowarenwertes erfolgen, da das Unternehmen gesetzlich verpflichtet ist, angekaufte Diamanten wieder unter Hinzurechnung der Mehrwertsteuer zu verkaufen

Daher raten wir schon bei dem Erwerb von Diamanten zur Wertanlage zu einer Haltedauer von mindestens 10+ Jahren, damit die Möglichkeit besteht, die vorher gezahlte Mehrwertsteuer durch positive Preisentwicklungen zu kompensieren.

Anders verhält es sich, wenn Sie Ihre Diamanten an Privatpersonen verkaufen: Auf der Ebene der Anleger und Konsumenten verhält sich die Mehrwertsteuer bei Kauf und Verkauf neutral, weil der Diamantpreis in jedem Falle die Mehrwertsteuer enthält.

Darüber hinaus bieten internationale Auktionshäuser wie Sotheby’s, Christie’s die Möglichkeit, auch ungefasste Diamanten zur Verwertung zu bringen.

Lupenreine 1 Karat Diamanten in Schmuck verarbeiten

Oft wird uns die Frage gestellt, ob man Anlagediamanten auch in Schmuck verarbeiten kann. Wenn es sich um eine fachgerechte und vertrauenswürdige Schmuckanfertigung handelt, ist das überhaupt kein Problem. Der Wert eines Diamanten bleibt bei sachgerechter Behandlung und pfleglichem Umgang auch dann in vollem Umfang erhalten, wenn er in einen Ring oder ein anderes Schmuckstück fachkundig eingefasst wird.