Gold ist eines der wertvollsten Metalle der Welt und wird seit Jahrtausenden in Schmuck, Kunstgegenständen und für Investitionen verwendet. Allerdings besteht nicht jedes Goldstück aus reinem Gold, sondern aus verschiedenen Legierungen, bei denen Gold mit anderen Metallen wie Silber, Kupfer oder Palladium gemischt wird. Diese Mischungen verleihen dem Gold unterschiedliche Eigenschaften in Bezug auf Farbe, Härte und Preis.
Was bedeutet Karat bei Gold?
Das Karat ist eine Maßeinheit für den Feingehalt bei Gold. Es bezeichnet den Goldanteil in einer Legierung, ausgedrückt in 1/24-Gewichtsanteilen. Ein Karat entspricht 1/24 reinem Gold. Somit entspricht 24 Karat reinem Gold.
Das Karat (Abk. kt oder C) ist eine Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. Der Begriff leitet sich vom metrischen Karat ab, das auch als Gewichtseinheit für Edelsteine verwendet wird, dort aber für 0,2 g (1⁄5 Gramm) steht und sich Kt oder ct schreibt.
Die Bezeichnung „Karat“ beschreibt (in Bezug auf Gold) den Feingehalt des Edelmetalls. Ursprünglich wurde Karat zur Gewichtsbestimmung von Edelsteinen verwendet (hierbei handelt es sich um das „metrische Karat“). Bei „Karat Gold“ handelt es sich jedoch um eine etwas andere Verwendung, die den Anteil bestimmt.
Mit Karat wird der Anteil des reinen Goldes am Gesamtgewicht der Legierung bezeichnet. Je mehr Gold in der Legierung vorhanden ist, desto höher die Karatzahl. 24 Karat ist die höchste Karatzahl und steht für Gold mit einer Reinheit von 99,9%, also 999er Gold. Die niedrigste gängige Karat-Angabe ist 8 Karat und steht für 333er Gold, das vor allem in Deutschland zu finden ist. Gold Karat wird entweder als „K“ oder „kt“ abgekürzt und im Schmuck gestempelt. Allerdings wird Karat auch als Gewichtseinheit verwendet. So steht 1 Karat für 0,2 Gramm und wird auch als metrisches Karat bezeichnet. Diese Angabe bezieht sich meist auf Edelsteine, wie Diamanten und wird abgekürzt als „ct“ angegeben.
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Der Reinheitsgrad wird offiziell in Promille (1/1.000) angegeben und als 3-stellige Zahl ausgedrückt. So hat 333er-Gold einen Goldanteil von 333/1.000, also 33 Prozent - dies entspricht 8 Karat.
Woher kommt das Wort Karat?
Karat entstammt dem griechischen Wort Keration und bedeutet „Johannisbrotbaum“. Das Besondere dieses Baums: Jeder ausgewachsene Samenkern der Schote hat das gleiche Gewicht von rund 0,2 Gramm. Die Samenkörner dienten früher als Gewichtseinheit für Edelsteine, insbesondere für Diamanten. Das Gewicht eines Karats entspricht daher 0,2 Gramm. Die Maßeinheit für Diamanten ist jedoch nicht mit der Maßeinheit für Gold zu verwechseln. Bei Gold drückt Karat nicht das Gewicht, sondern den Anteil des reinen Goldes aus.
Woher kommt die Masseinheit Karat für Gold?
Seit der Spätantike wird der Goldgehalt von Münzen in den Masseanteilen einer Münze gemessen, die auf Gold entfallen. Die wertvollste Münze - der Solidus - hatte einen Feingehalt von beinahe 24 Karat. Die Masse und der Wert eines Kerations entsprachen 1/24 eines Solidus. Daher ergab die Zahl der Keratia Gold, aus dem die Münze bestand, ihren Feingehalt. Keration ist der griechische Name für die kleinste Gewichtseinheit des Römischen Reiches, die der römischen Silbermünze Siliqua entsprach. Das Keration wog etwa 0,189 Gramm. Etwa 1 Karat.
Karat und Feingehalt: Was ist der Unterschied?
Der Feingehalt oder auch Feinheit bezeichnet den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Tausendteilen (Promille) des Gesamtgewichts. Praktisch gesehen gibt es keinen Unterschied. Sowohl Karat als auch Feingehalt beschreiben den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Während der Feingehalt in Tausendteilen (Promille) angegeben wird, erfolgt die Karat-Angabe in 24er Teilen. Beide Werte sind relative Angaben, die grundsätzlich ineinander umgerechnet werden können.
Allerdings ist die Umrechnung von Feingehalt in Karat nicht immer mathematisch exakt. Zum Beispiel entspricht 585er Gold genau genommen 14,04 Karat und nicht exakt 14 Karat. Nur 9 Karat, 18 Karat und 21 Karat lassen sich genau umrechnen.
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Laut § 5 des Gesetzes über den Feingehalt von Gold- und Silberwaren muss der Reinheitsgrad auch bei Schmuck in Promille angegeben werden. Bei Münzen und Barren wird der Goldanteil traditionell immer in Promille ausgewiesen.
Wenn die Feinheit in Karat angegeben wird, gilt Gold mit 24 Karat als reines Gold. Heute wird der Goldgehalt meist zusätzlich in Promille angegeben: 24 Karat = 1000/1000 fein. Eine Goldmünze, die mit einem Feingehalt von 750/1000 angegeben wird, besteht somit zu 75 % aus reinem Gold.
Die verschiedenen Goldlegierungen
Eine Goldlegierung entsteht, wenn reines Gold mit anderen Metallen gemischt wird, um bestimmte Eigenschaften zu verbessern. Diese Legierungen werden in Karat (Kt) oder in Tausendsteln angegeben. 24 Karat (999er Gold) entspricht reinem Gold, während niedrigere Karatwerte weniger Gold und mehr Zusatzmetalle enthalten.
Hier ist eine Übersicht über die gängigsten Goldlegierungen:
- 333er Gold: Enthält 33,3 % reines Gold (ca. 8 Karat).
- 375er Gold: Enthält 37,5 % reines Gold (9 Karat).
- 417er Gold: Enthält 41,7 % reines Gold (10 Karat).
- 500er Gold: Enthält 50 % reines Gold.
- 585er Gold: Enthält 58,5 % reines Gold (14 Karat).
- 625er Gold: Enthält 62,5 % reines Gold.
- 750er Gold: Enthält 75 % reines Gold (18 Karat).
- 833er Gold: Enthält 83,3 % reines Gold.
- 900er Gold: Enthält 90 % reines Gold.
- 916er Gold: Enthält 91,6 % reines Gold (22 Karat).
- 986er Gold: Enthält 98,6 % reines Gold.
- 999er Gold: Enthält 99,9 % reines Gold (24 Karat).
Die Wahl der richtigen Goldlegierung hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich des Verwendungszwecks, der persönlichen Vorlieben und des Budgets.
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Der Goldgehalt ist auch eine Frage der Vorlieben. So unterscheidet sich der Reinheitsgrad von Land zu Land. In Nordamerika findet sich zum Beispiel besonders häufig Gold mit einem Feingehalt von 585/1000. Im arabischen Raum kommen 21 Karat, in Indien 22 Karat und in China sogar 24 Karat sehr häufig vor. Für Deutschland hingegen ist 8 und 18 Karat Gold typisch.
Wie erkennt man den Feingehalt von Goldlegierungen in Karat?
Goldlegierungen werden hauptsächlich mit Kupfer und Silber hergestellt. Anhand der auf Barren und Münzen angegebenen Promillezahlen lässt sich der reine Goldgehalt in Karat bestimmen. Grundlage ist immer die Regel, dass 24 Karat fast exakt 100 Prozent Feingehalt entsprechen. Der Feingehalt wird faktisch mit 99,9 Prozent angegeben, da es praktisch ausgeschlossen ist, kleinste Verunreinigungen vollständig zu eliminieren.
Ein Beispiel: Die Zahl „333“ bedeutet „333 von 1.000“, der Goldgehalt beträgt damit 33,3 Prozent. Und 33,3 Prozent von 24 (Karat) ergeben 7,992. Dies entspricht - aufgrund der „99,9-Prozent-Regel“ - 8 Karat.
Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich.
Karat bei Diamanten
Das Gewicht bei Diamanten wird in Karat angegeben. 1 Karat entspricht 0,20 Gramm. Hierbei spricht man auch vom metrischen Karat. Das metrische Karat ist eine Maßeinheit für die Masse von Edelsteinen. Die Karatangabe gibt also nur Auskunft über das Gewicht eines Diamanten und nicht - wie oft angenommen - über seine Größe.
Wie viel Karat ein Diamant hat, kann man mit einer Diamantwaage bestimmen. Bei geschliffenen Diamanten wie Brillanten lässt sich die Karatzahl auch durch Vermessen ermitteln. Karat gehört neben Farbe, Schliff und Reinheitsgrad zu den wichtigsten Kriterien um den Wert eines Diamanten festzulegen.
Die Größe eines Diamanten allein kann dagegen trügerisch sein, da der Schliff den Edelstein für das menschliche Auge oft größer oder kleiner erscheinen lässt, als er es in Wirklichkeit ist.
