Kampfsportarten für Kinder geeignet

Äußert ein Kind den Wunsch, eine Kampfsportart zu erlernen, reagieren manche Eltern skeptisch. Viele Kampfsportarten sind gut geeignet für Kinder. Die traditionellen asiatischen Kampfkünste bauen alle auf einer Philosophie auf. Es geht nicht nur ums Kämpfen, sondern vor allem auch darum, Tugenden zu entwickeln.

Vorteile von Kampfsport für Kinder

Kampfsportarten wie Judo, Karate oder Taekwondo werden auch bei Kindern als Hobby immer beliebter. Nicht nur Körperbeherrschung und Kraft werden beim Kampfsport trainiert. Vielmehr steht auch die Verbesserung der mentalen Stärke sowie die Vermittlung von Werten wie Disziplin und Respekt im Vordergrund. Das Meistern einer Kampfsportart verlangt viel Selbstdisziplin, Konzentration und Ausdauer. Auch das respektvolle Verhalten untereinander ist ein zentraler Bestandteil des Kampfsport-Trainings.

Kampfsport zu lernen, bietet demnach zahlreiche Vorteile für die körperliche Fitness und für die Charakterentwicklung von Kindern:

  • Steigerung der körperlichen Fitness: Kraft, Ausdauer, Flexibilität
  • Verbesserung der motorischen Fähigkeiten: Beweglichkeit und Koordination
  • Förderung der kognitiven Entwicklung: Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung: Selbstbewusstsein, Selbstbeherrschung, Selbstdisziplin

Wie viele andere Sportarten auch, beinhaltet Kampfsport für Kinder gezielten Kraftaufbau, wodurch unter anderem die Halte- und Stützmuskulatur trainiert wird. Kinder sollen lernen, ihren Körper besser zu beherrschen. Da Körperspannung für eine korrekte Ausübung des Kampfsports ausschlaggebend ist, verbessert sich die Haltung und Beweglichkeit deines Kindes. Die Koordinationsfähigkeiten und der Gleichgewichtssinn werden ebenso gefördert.

Um die nötigen Kampfsporttechniken fehlerfrei ausüben zu können, ist Konzentration und eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit notwendig. Dein Kind lernt, sich auf die Bewegungsabläufe zu konzentrieren und störende Ablenkungen auszublenden. So ist es ihm auch möglich, schnell auf die Bewegungen seines Gegenübers zu reagieren.

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Seriöses Kampfsporttraining legt zudem grossen Wert auf einen strengen Verhaltenskodex: Erfahrene Trainer vermitteln Kindern die Bedeutung von Respekt, Bescheidenheit, Höflichkeit und Disziplin. Die Kinder lernen, Regeln zu befolgen, den Anweisungen des Trainers aufmerksam zuzuhören und sich selbst zu beherrschen.

Kampfsporttraining kann dabei helfen, dass Kinder sicherer und besonnener auf ungewisse Situationen reagieren. Unsichere, schüchterne Kinder können ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstwertgefühl steigern. Sie lernen selbstbewusster aufzutreten und können sich so auch gewaltlos gegen Ungerechtigkeiten verteidigen. Kampfsporttraining verdeutlicht Kindern, dass Gewalt immer Konsequenzen hat und daher stets der allerletzte Ausweg sein sollte. Daher leistet Kampfsporttraining für Kinder einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung der sozialen Fähigkeiten.

Kampfsportarten: Förderlich oder riskant?

Spielerisches Kräftemessen ist bei Kindern ein ganz normales Verhalten. Natürlich sollte das Rangeln unter Kindern nicht eskalieren. Viele Eltern haben Bedenken, ob ein Training im Kampfsport nicht ungewollt aggressive Tendenzen bei Kindern hervorbringen könnte oder ein erhöhtes Verletzungsrisiko beim Training besteht. Das Gegenteil ist jedoch der Fall:

Kampfsportarten lehren Kindern, ihre Kraft zu kontrollieren und zu kanalisieren. Konflikte sollen nach Möglichkeiten vermieden oder gewaltfrei bewältigt werden. Eltern können also unbesorgt sein, dass Kampfsport gewalttätiges Verhalten fördert.

Bei Kampfsportarten wie Judo oder Ringen, die bereits frühzeitig im Training mehr Körperkontakt erfordern, ist es das Ziel, den Gegner zu besiegen, ohne ihn zu verletzen. Schläge und Tritte sind hierbei zum Beispiel kein Teil des Trainings.

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Bei Kampfsportarten wie Karate oder Taekwondo, bei denen Schlag- und Tritt-Techniken im Vordergrund stehen, werden diese Bewegungsabfolgen zunächst in der Luft bzw. am Dummy trainiert. Kontrollierte Partnerübungen, Schutzkleidung und die sorgsame Anleitung des Trainers sollen auch hier Verletzungen verhindern.

Eine altersgerechte Herangehensweise an den Sport hält das Verletzungsrisiko zudem gering, denn erfahrene und qualifizierte Trainer vermitteln ihren Schülern schrittweise die richtigen Techniken und achten auf Sicherheitsvorkehrungen.

Unter Anleitung eines professionellen Trainers ist Kampfsport für Kinder demnach nicht gefährlicher als andere beliebte Sportarten (wie zum Beispiel Fussball). Im Gegenteil lernen Kinder bei den meisten Kampfsportarten sogar, sicherer zu fallen und sich auf der Matte abzurollen.

Viele Kampfsportschulen bieten Probetrainingsstunden an. Diese Schnupperkurse können einen guten Einblick in die jeweilige Disziplin ermöglichen und die Entscheidung für die richtige Kampfsportart erleichtern. Schliesslich soll dein Kind am Training Spass haben und ein passendes Level an Herausforderung erleben.

Geeignete Kampfsportarten für Kinder

Welche Kampfsportart für Kinder am besten geeignet ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Bei der Auswahl einer Sportart kommt es auch auf das individuelle Interesse bzw. die Vorlieben deines Kindes an - auch Alter und Trainingsziele spielen natürlich eine Rolle. Bis dein Kind die richtige Disziplin entdeckt hat, können auch verschiedene Probetrainings nötig sein. Grundsätzlich gibt es aber viele unterschiedliche Kampfsportarten für Kinder, die zahlreiche Vorteile bieten können:

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  • Judo basiert auf dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“. Der Gegner soll dabei mit möglichst wenig Kraftaufwand besiegt werden. Der Fokus beim Judo liegt auf Wurf- und Bodentechniken. Kraft, Gewandtheit, Beweglichkeit sowie Koordination werden trainiert.
  • Aikido ist eine defensive Kampfkunst, die ebenfalls von Wurf- und Haltetechniken geprägt ist. Auch hier soll die Kraft des gegnerischen Angriffs genutzt und umgeleitet werden, um ihn vorübergehend kampfunfähig zu machen - natürlich ohne ihn zu verletzen.
  • Jiu-Jitsu ist eine Kampfsportart, die ein breites Spektrum an möglichen Techniken trainiert, die auch zur Selbstverteidigung genutzt werden können. Tritt-, Stoss-, Schlag-, Wurf- und Hebeltechniken werden hierbei erlernt.
  • Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) ist eine Abwandlung von Jiu-Jitsu und Judo und legt den Schwerpunkt auf den Bodenkampf - Tritte und Schläge sind hierbei nicht erlaubt. BJJ ist ausserdem eher wettkampforientiert und dient weniger der Selbstverteidigung.
  • Ju-Jutsu handelt es sich um eine moderne Kampfkunst, die Elemente von Judo (wie Wurf-, Hebel- und Bodentechniken) und Karate (wie Schläge und Tritte) miteinander verbindet. Gegnerische Angriffe sollen ähnlich wie bei Judo und Aikido mit möglichst geringem Kraftaufwand abgewehrt werden. Ju-Jutsu kann als Technik zur Selbstverteidigung erlernt sowie als Wettkampfsport trainiert werden.
  • Karate ist eine Kampfsportart, die auf Schlag-, Stoss- und Tritttechniken basiert. Beim Karatetraining schulen Kinder vor allem ihre Kondition, Schnelligkeit und Beweglichkeit, aber auch allgemein die körperliche Belastbarkeit.
  • Taekwondo ist eine besonders dynamische Kampfsportart und zeichnet sich unter anderem durch schnelle, akrobatische Tritte aus. Kinder trainieren hierbei vor allem ihre Flexibilität, Ausdauer und Körperkontrolle.
  • Kickboxen ist eine relativ junge Kampfsportart und verbindet Techniken des klassischen Boxkampfs mit Tritt- und Schlagtechniken, wie sie zum Beispiel bei Karate, Taekwondo oder dem thailändischen Kampfsport Muay Thai genutzt werden.

Zusätzlich zur Steigerung der Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit, legt das Kampfsporttraining übergreifend auch grossen Wert auf Disziplin, Respekt und Fairness.

Extrovertierte Kinder, die sehr viel Energie haben, finden für gewöhnlich gefallen an Karate, Taekwondo oder Kickboxen. Bei diesen Kampfsportarten werden dynamische und oft akrobatische Bewegungsabläufe eingeübt. Beweglichkeit und schnelle Reaktionen sind ebenso wichtig wie Selbstbeherrschung und Disziplin, wodurch sehr aktive und selbstbewusste Kinder lernen können, ihre Energie zu kanalisieren und sich zu fokussieren.

Für etwas zurückhaltende Kinder werden hingegen oft Judo und Akido empfohlen, um Körperbeherrschung und Selbstbehauptung zu erlernen. Kampfsportarten wie Judo und Akido, die darauf basieren, die Energie des gegnerischen Angriffs zu nutzen und umzuleiten, eignen sich auch für weniger kräftige Kinder. Diese Empfehlungen müssen jedoch nicht auf jedes Kind zutreffen - manchen schüchternen Kindern beinhalten Sportarten wie Judo und Ringen etwa zu viel direkten Körperkontakt, sodass sie sich bei Karate oder Taekwondo besser aufgehoben fühlen könnten.

Einstiegsalter für Kampfsport

Das Einstiegsalter für die meisten Kampfsportarten liegt bei etwa 6 bis 8 Jahren im Rahmen von regulärem Gruppentraining. Zwar gibt es einige Kampfsportschulen, die bereits Trainingsprogramme für Kinder im Vorschulalter (zwischen 3 und 6 Jahren) anbieten, allerdings liegt der Fokus hierbei meist eher auf spielerischer sportlicher Betätigung und der Entwicklung grundlegender motorischer Fähigkeiten, der Koordination und des Gleichgewichtssinns. Ab einem Alter von etwa 6 Jahren können sich Kinder in der Regel besser auf das Training konzentrieren, Anweisungen befolgen und einfache Techniken erlernen. Ein späterer Einstieg ist natürlich auch möglich.

Unabhängig von der gewählten Kampfsportdisziplin ist es stets wichtig, dass das Training altersgerecht gestaltet wird und den Entwicklungsstand der Kinder berücksichtigt. Eine gute Kampfsportschule sollte demnach spezielle Trainingsklassen für unterschiedliche Altersgruppen anbieten, die ausschliesslich von qualifizierten Trainern unterrichtet werden.

Ausrüstung für das Kampfsporttraining

Für viele Kampfsportarten benötigt dein Kind spezielle Bekleidung und Schutzausrüstung. Welche Kampfsportbekleidung benötigt wird, kannst du direkt bei dem Trainer deines Kindes erfragen.

Viele traditionelle Kampfsportarten werden in einem speziellen Trainingsanzug trainiert, der aus einer Jacke (Uwagi), einer Hose (Zubon) und einem Gürtel (Obi) besteht. Die Anzugfarbe bei vielen Kampfsportarten ist weiss, allerdings sind auch schwarz oder blau üblich - vor allem im Wettkampfbereich. Wichtiger als die Farbe des Anzugs ist die Gürtelfarbe, die den Rang bzw. die Ausbildungsstufe des Trägers kennzeichnet.

Eventuell benötigt dein Kind je nach gewählter Kampfsportart und Trainingsfortschritt spezielle Schutzausrüstung wie z. B. einen Zahnschutz, Ellenbogen- und Knieschoner, Tiefschutz, Schienbein- und Knöchelschutz.

Für ein Probetraining ist es in den allermeisten Fällen ausreichend, wenn dein Kind lockere Sportkleidung trägt (Jogginghose und T-Shirt). Viele traditionelle Kampfsportarten werden zudem barfuss trainiert, daher braucht dein Kind meist nur für den Umkleidebereich Schuhe.

Die genaue Bezeichnung dieser Trainingsuniform setzt sich meist aus dem Namen der Kampfsportart und der Silbe -gi zusammen (z. B. Judogi, Karategi). Der Trainingsanzug für koreanische Kampfkünste wie Taekwondo heisst Dobok, ähnelt einem Gi jedoch im Aufbau stark.

Karate: Eine Kunst für jedes Alter

Im Karate wird ein Angreifer durch Schläge und Tritte auf Distanz gehalten. Karate ist ganz klar ein Sport, den man auch im hohen Alter noch betreiben kann ohne gesundheitliche Risiken einzugehen. In Asien verbindet man mit dem Alter wertvolle Lebenserfahrung und Weisheit. Karate als Kampfkunst ist eine Kunst für das Alter. Karate lässt sich als Sport, als Kampfsport, nur einen kurzen Lebensabschnitt lang betreiben, als Selbstverteidigung jedoch ein Leben lang. Karate als Kunst wächst mit den Jahren und wird im Alter perfektioniert.

Karate ist somit keine kräftezehrende Sportart nur für junge Menschen und bildet auch keine Schlägertypen aus. Das Karatetraining stellt den Menschen mit seinen individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften in den Mittelpunkt. Der Aufbau im Karatetraining steigert sich in kleinen, beständigen Schritten und stets individuell. Jede Trainingseinheit beginnt mit Aufwärm- und Dehnungsübungen, um den Körper optimal auf das Training vorzubereiten und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

Als Anfänger führen Sie alle Techniken im erhobenen Stand aus. Die Bewegungen sind zu Beginn nicht besonders komplex und die Anforderungen an den Körper sowie die Geschwindigkeit können Sie individuell steuern. Psyche, Physis, Bewusstsein und Verhalten werden gleichermassen berücksichtigt und positiv konditioniert. Muskeln, Gelenke, Herz- Kreislaufsystem erfahren ebenso eine wohltuende Bewegungstherapie wie Geist und Nerven. Einige Techniken finden sich sogar in der Krankengymnastik wieder.

Jede Trainingseinheit ist sehr abwechslungsreich aufgebaut. Die Kombination all dieser Faktoren macht das Karatetraining zu einem angenehmen, gesundheitsförderlichen Erlebnis. Schon nach kurzer Zeit regelmässigen Trainings sind Sie ausgeglichener, gelassener, konzentrierter und motivierter. Im Karate treffen Sie freundliche und offene Menschen. Wir pflegen eine harmonische, familiäre Gemeinschaft, das, um gesellschaftliche Anlässe bereichert, schon einmal die ganze Freizeit ausfüllen kann.

Taekwondo: Mehr als nur Selbstverteidigung

Taekwondo ist eine waffenlose Form der Selbstverteidigung (ähnlich dem Judo, Kung Fu und Karate). Taekwondo bietet eine Verflechtung von mentaler und körperlicher Schulung. Unabhängig vom Alter und Kondition, kann jeder Mensch seinen jetzigen Gesundheitszustand verbessern. Der komplette Bewegungsapparat wird trainiert und auch Konzentration, Willenskraft und Disziplin gefördert.

Als Mitglied von Kampfkunst Zuerich können Sie so viele Stunden im Taekwondo besuchen wie Sie möchten. In den Schulferien ist der Stundenplan für Taekwondo Kinder reduziert. Wir bieten in den Sommerferien Trainingslager für Kinder und Jugendliche an sowie spezielle Programme während den Schulferien.