Arnold Schwarzenegger: Vom Bodybuilder zum Politiker

Vor mehr als einem halben Jahrhundert zog ein junger Österreicher nach Amerika und wurde berühmt. Er machte als Bodybuilder und Schauspieler Karriere, und irgendwann beschloss Arnold Schwarzenegger aus Dank an seine neue Heimat, Politiker zu werden. Zwischen 2003 und 2011 war der Einwanderer Gouverneur von Kalifornien. Wäre er in den USA geboren und nicht 1947 in der Marktgemeinde Thal in der Steiermark, Schwarzenegger hätte es womöglich sogar bis ins Weisse Haus schaffen können.

Seit 1983 besitzt er einen amerikanischen Pass, aber US-Präsidenten müssen in den Vereinigten Staaten zur Welt gekommen sein. Als sich dann im Jahr 2016 Donald Trump aus New York auf den Weg ins Oval Office machte, wendete sich Schwarzenegger erstmals gegen einen Kandidaten seiner eigenen Partei, der republikanischen. Der Terminator wollte keinen Lügner, Rassisten und Sexisten an der Macht erleben.

Trump gewann trotzdem, Schwarzenegger übernahm derweil dessen Rolle bei der Reality-Show «The Apprentice», mittlerweile «The Celebrity Apprentice» genannt. Als sich der Vorgänger Anfang 2017 über ihn lustig machte, schlug ihm Schwarzenegger dies vor: «Hey, Donald, ich habe eine tolle Idee. Warum tauschen wir nicht die Jobs? Schwarzenegger allerdings verliess das Programm ohne Widerstand, Trump wiederum leugnet seine folgende Abwahl als US-Präsident im November 2020 bis heute.

Nach dem Sturm von Trumps Fanatikern im Januar 2021 auf das Capitol in Washington nahm Schwarzenegger für Youtube eine dramatische Videobotschaft auf. Präsident Trump habe versucht, das Ergebnis einer fairen Wahl zu kippen. «Er versuchte einen Staatsstreich, indem er die Menschen mit Lügen in die Irre führte. Mein Vater und unsere Nachbarn wurden auch mit Lügen in die Irre geführt. Ich weiss, wohin solche Lügen führen.»

Der Präsident Trump sei «ein gescheiterter Anführer. Er wird als der schlechteste Präsident aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Das Gute daran ist, dass er bald so irrelevant sein wird wie ein alter Tweet.»

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In der vergangenen Woche gab er wie zuvor etwa Liz Cheney, Beyoncé, Taylor Swift und Bruce Springsteen bekannt, am 5. November die demokratische Alternative zu unterstützen. Er liess sich nicht von Trump einwickeln wie Robert F. Kennedy Jr., mit dem er während seiner Ehe mit dessen Cousine Maria Shriver sogar verwandt war.

Politik hasse er und traue den meisten Politikern nicht, aber ein Wahlergebnis abzulehnen (wie Trump) sei unamerikanisch. Und wer Amerika als «Mülleimer für die Welt» bezeichne (wie Trump), sei so unpatriotisch, «dass es mich wütend macht», schrieb der Immigrant. «Ich werde immer Amerikaner sein, bevor ich Republikaner bin. Deshalb stimme ich diese Woche für Kamala Harris und Tim Walz.»

Weitere Sport- und Fitnessthemen

WWE: Wrestling-Legende Billy Graham ist gestorben

Eines der Wrestling-Urgesteine ist tot. Superstar Billy Graham ist nach langer Krankheit im Krankenhaus verstorben. Er inspirierte eine ganze Generation von Wrestlern, unter anderem auch Hulk Hogan.

Der ehemalige Wrestler ist im Krankenhaus verstorben, nachdem eine Not-OP und lebenserhaltende Massnahmen erfolglos geblieben waren.

Seine Auftritte waren sehr gefragt, seine Shows beinahe immer ausverkauft. Und seine Figur inspirierte die nachfolgende Wrestler-Generation. So zum Beispiel auch Hulk Hogan, der ihn zuerst kopierte, um dann nach und nach eigene Ideen einfliessen zu lassen.

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Wie viele andere Wrestling-Stars kam auch Graham aus dem Bodybuilding. Er machte in Santa Monica (USA) mit dem jungen Arnold Schwarzenegger Bekanntschaft und wurde im legendären «Dungeon» von Stu Hart in Calgary (Kanada) ausgebildet.

Graham gehörte auch zu einer Generation von Wrestlern, die den Missbrauch von Steroiden offen zugaben und auch propagierten.

Crossfit und Functional Fitness in der Schweiz

Die 23-jährige Mirjam von Rohr gewinnt die Crossfit Open 2025. In der Trenddisziplin, in der verschiedene Kraft-Ausdauerübungen zu absolvieren sind, liess die Derendingerin sämtliche Konkurrentinnen hinter sich. Dabei beschränkt sie sich längst nicht nur auf diese Sportart.

Die Derendingerin gilt aktuell als fitteste Frau der Schweiz. Um derart fit zu werden braucht es enorm viel Training und Willensstärke.

Zum ersten Mal findet in Lenzburg die «Functional Fitness Schweizermeisterschaft» statt. Gastgeber ist das frisch umgezogene «House of Movement».

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Doping im Amateursport

Weil er zu Testosteron griff, wurde ein 54-jähriger Aargauer gesperrt. Trotzdem nimmt der Amateursportler weiter an Rennen teil. Das ist die Geschichte des am längsten gesperrten Dopingsünders der Schweiz.

Gewichtheben: EM-Qualifikation für Tanja Schmid

Der 32-jährigen Marbacherin gelingt der Coup: Sie übertrifft die EM-Limite von 190 Kilogramm und qualifiziert sich damit für ihren ersten Grossanlass. Ein Gespräch über den Trainingsalltag und die unkonventionelle Wettkampfvorbereitung.