Die beiden Technologie-Milliardäre Mark Zuckerberg und Elon Musk wollten ihre Rivalität nun offenbar auf eine neue Ebene bringen und fordern einander zum Kampf Mann gegen Mann heraus. Musk schlug das Las Vegas UFC Octagon als Austragungsort vor. Auf Instagram forderte Mark Zuckerberg Elon Musk auf, ihm einen Austragungsort zu schicken.
Die Reaktion von Dana White
Dana White, Präsident der selbst milliardenschweren MMA-Liga UFC, behauptet jedoch: Es steckt mehr dahinter. UFC-Boss Dana White spricht von „todernstem“ Vorhaben. Bei TMZ berichtet White, dass er anderthalb Stunden mit beiden telefoniert hätte und dass die Sache kein Witz sei.
„Beide haben gesagt: Ja, wir machen‘s. Mark Zuckerberg hat mich gefragt, meint er (Elon Musk; Anm. d. Red.) das ernst? Ich habe geantwortet: keine Ahnung, ich werde ihn fragen. Ich habe ihn gefragt, und er meinte: ja, ich meine es todernst“, so White.
Sollte das tatsächlich der Fall sein, geht White sicher davon aus, dass „der größte Kampf aller Zeiten in der Geschichte der Welt“ das Ergebnis wäre „größer als alles, das jemals gemacht wurde, es würde alle Pay-Per-View-Rekorde brechen.“ White prognostiziert, dass der Umsatz dreimal höher sein würde als der des Megafights zwischen Conor McGregor und Floyd Mayweather.
White verweist auch darauf, dass beide Kampfsporterfahrung haben: „Mark nimmt Sport sehr ernst, er ist gut in Jiu-Jitsu, Elon hat mir erzählt, dass er Martial Arts gemacht hat.“
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Hintergründe der Rivalität
Musk und Zuckerberg liefern sich schon seit Jahren über Onlinenetzwerke einen Fern-Streit. Schon allein, weil ihr Sohn erklärter Gegner der Cancel Culture ist, bleibt ihm keine Wahl, als in den Käfig zu steigen.
Kulturen prallen aufeinander, die sich im Silicon Valley seit je unfreundlich begegnen: hier die Algorithmiker, die mit Fluffigem wie Social Media reich werden, dort die Ingenieure, die Dinge mit Fähigkeiten und Nutzen entwerfen. Während er dauernd vor der künstlichen Intelligenz warnt, findet der andere sie klasse, weil sie die Leute aufregt und zum Plappern animiert. Musk will im Grunde Ruhe.
Wettquoten und Trainingsangebote
Außerdem gibt es bereits erste Wettquoten, Zuckerberg gilt demnach als Favorit. Es verwundert nicht, dass der Jüngere bei den Buchmachern weit vorn liegt. Zuckerberg verausgabt sich in diversen Disziplinen und beherrscht unter anderem brasilianisches Jiu-Jitsu, was eine Art Judo für kleine Menschen ist. Elon Musk gibt zu, dass sein einziges Training darin besteht, ab und zu seine Kinder hochzuheben.
Musk braucht also Training und bekam sofort nach der Kampfankündigung Hilfsangebote. Wie das von UFC-Legende Georges St-Pierre (42). Der Kanadier postete am Montag bei Instagram ein Foto, dass offenbar nach einer Trainingseinheit entstanden ist. Es zeigt St-Pierre mit Musk, Jiu-Jitsu-Coach John Danaher (56) und dem berühmten Informatiker und Podcaster Lex Fridman (39).
„Tolle Trainingseinheit mit drei Männern, die ich wirklich bewundere“, schrieb St-Pierre. „Der kombinierte IQ auf diesem Foto beträgt 1000. Ich bin nicht eingeschlossen.“
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Musk reagierte kurz darauf auf die Veröffentlichung des Fotos. Musk antwortete: „Okay, lass es uns tun.“
Das Ende der Kampfansage
Elon Musk hatte Mark Zuckerberg zu einem Cage-Fight herausgefordert. Doch den großen Worten folgte kein konkreter Termin. Das Fass zum Überlaufen brachte Musks Vorschlag einer Trainingsrunde in Zuckerbergs Haus in Palo Alto. "Ich denke, wir können uns alle einig sein, dass Elon es nicht ernst meint", schrieb Zuckerberg daraufhin am Sonntag beim Online-Dienst Threads. Zuckerberg betonte, er habe Musk einen konkreten Termin vorgeschlagen.
Und der Chef der Kampfsport-Organisation UFC, Dana White, habe angeboten, ein offizielles Match zu organisieren. "Elon bestätigt den Termin nicht, sagt dann, er brauche eine Operation und schlägt jetzt stattdessen eine Trainingsrunde in meinem Garten vor", kritisierte er. Wenn Musk sich jemals ernsthaft auf einen konkreten Termin und ein offizielles Event einlassen wolle, "weiß er, wie er mich erreicht", ergänzte Zuckerberg.
Der 39-jährige Zuckerberg trainiert mit Kampfsport-Experten und ist sichtlich fitter als der 52-jährige Musk. Die Aussicht auf den Kampf kam erstmals im Juni auf. Es war Musk, der Zuckerberg herausforderte, dieser stimmte umgehend zu.
Tesla-Chef Musk schrieb unterdessen am Freitag, er benötige eine Operation wegen eines Problems mit dem rechten Schulterblatt, von der er sich einige Monate erholen müsse. Zugleich behauptete er, der Kampf solle vor historischer Kulisse in Italien stattfinden. Er habe mit der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni und Kulturminister Gennaro Sangiuliano gesprochen und diese hätten einen "epischen Ort" zugesagt.
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