Judo Nationalmannschaft Männer Deutschland: Erfolge und Veranstaltungen

Deutschlands Judoka sorgen international immer wieder für Erfolge. So gab es bisher drei Olympiasiege, bei den Männern durch die Halbmittelgewichtler Frank Wieneke (1984 in Los Angeles) und Ole Bischof (2008 in Peking), als einzige deutsche Frau triumphierte Yvonne Bönisch 2004 in Athen.

Deutsche Judo Einzelmeisterschaft in Stuttgart

Am vergangenen Wochenende fand zum siebten und vorerst letzten Mal die Deutsche Judo Einzelmeisterschaft der Frauen und Männer in der SCHARRena Stuttgart statt. An zwei Tagen gingen die besten Judoka aus der gesamten Bundesrepublik an den Start, mit Ausnahme des deutschen Olympiateams, das derzeit noch pausiert. Der Württembergische Judo-Verband richtete die Deutsche Einzelmeisterschaft (DEM) der Frauen und Männer in der SCHARRena in Stuttgart aus.

Offizielle, Sporler/innen, Betreuer/innen, Kampfrichter/innen, Zuschauer/innen und Gäste äußerten sich durchweg positiv und lobten den WJV für die Ausrichtung der Veranstaltung. Ohne den unermüdlichen Einsatz und die gezeigte Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit von allen Helfer/innen wäre die Ausrichtung einer Veranstaltung auf so einem hohen Niveau nicht möglich gewesen.

Auf drei Tatamis wurde Judo vom Feinsten geboten. Die Top-Stars des deutschen Judosports lieferten sich packende Duelle. Alle drei Matten wurden im Livestream übertragen! Auf Sportdeutschland.TV konnten alle Kämpfe mitverfolgt werden.

Erlebnistag Inklusion und Aktionstag für Geflüchtete

Der Württembergische Judo-Verband (WJV) hat als Ausrichter wieder einen Erlebnistag für Menschen mit Handicap organisiert. Bei der Deutschen Judo Einzelmeisterschaft in der SCHARRena Stuttgart hat der WJV als Ausrichter wieder einen Erlebnistag für Geflüchtete organisiert. Die Aktion wird seit Jahren regelmäßig im Rahmen der Deutschen Meisterschaften, die in Stuttgart stattfinden, angeboten. Neben den spannenden Kämpfen konnten die Teilnehmer/innen dieser Aktion auch einen Einblick hinter die Kulissen der Veranstaltung werfen.

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Bei einer Führung durch die Veranstaltungshalle mit dem WJV-Vizepräsidenten Breitensport Andreas Kronauer wurden die Gäste über die Organisation der Veranstaltung informiert und die wichtigsten Funktionsorte kennengelernt. Die meisten von den Gästen zeigten hohen Bedarf an Informationen über den Sport in Deutschland, weil sie selbst Judosport betreiben.

Ehrungen und Auszeichnungen

Im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Deutschen Judo Einzelmeisterschaft wurden die herausragenden Leistungen der beiden erfolgreichen Athletinnen des Württembergischen Judo-Verbands (WJV), Anna-Maria Wagner vom KJC Ravensburg und Katharina Menz von der TSG Backnang, besonders gewürdigt. Anna-Maria Wagner und Katharina Menz sind nicht nur durch ihre sportlichen Erfolge als außergewöhnliche Judo-Athletinnen bekannt, sondern beeindrucken ebenso durch ihre bemerkenswerten Persönlichkeiten.

Ihre Leistungen auf nationaler und internationaler Ebene setzen neue Maßstäbe, während ihre Bodenständigkeit und ihr Teamgeist sie zu beliebten Mitgliedern der Judo-Gemeinschaft machen. Präsident Martin Bobert betonte, wie wichtig solche Vorbilder für den Sport und die Gesellschaft sind.

Sara-Joy Bauer wurde für ihren beeindruckenden Europameistertitel ausgezeichnet, der ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten und ihre Entschlossenheit im Judo-Sport unterstreicht. Tayla Grauer wurde für ihren starken 3. Platz bei den Weltmeisterschaften geehrt, eine Platzierung, die sie in der internationalen Judo-Szene fest etabliert. Im Rahmen der Ehrung wurde Sara-Joy Bauer und Tayla Grauer jeweils der 2. Dan verliehen, ein weiterer bedeutender Meilenstein in ihrer sportlichen Laufbahn.

Egon Manthey wurde mit dem Titel „WJV Judo-Held 2024“ ausgezeichnet und für seine jahrzehntelangen Verdienste im Judosport mit dem 5. Dan geehrt. Der WJV und die gesamte Judo-Gemeinschaft würdigen Egon Manthey als ein echtes Vorbild, dessen Hingabe und Tatkraft den Judosport in Württemberg nachhaltig geprägt haben.

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Nachwuchsförderung

Im männlichen Bereich ging der Preis an Eddie Bauer, der in den vergangenen Monaten unter anderem den Gewinn der Baden-Württembergischen Einzelmeisterschaft und den zweiten Platz bei der Süddeutschen Einzelmeisterschaft klarmachte. Im weiblichen Bereich wurde Sofiia Khristoforova als Nachwuchsstar ausgezeichnet.

Para Judo

Para Judo wird im paralympischen Wettkampfsport ausschließlich von Sportler*innen mit einer Sehbehinderung oder Erblindung ausgeübt und ist seit 1988 paralympisch. Der Unterschied zur olympischen Variante ist, dass sich die Judoka unmittelbar vor Kampfbeginn und bei Unterbrechungen gegenseitig greifen müssen - dies wird auch als Kumi-kata bezeichnet. Dadurch wird die fehlende visuelle Kontaktaufnahme ein Stück weit ausgeglichen.

Entscheidend für die Einteilung in die verschiedenen Startklassen sind das Gewicht und das Sehvermögen. Die Wettkämpfe finden sowohl bei den Herren (bis 60, bis 73, bis 90 und +90 Kilogramm) als auch bei den Damen (bis 48, bis 57, bis 70 und +70 Kilogramm) in vier Gewichtsklassen statt. Je nach Sehvermögen wird zudem in J1 (blind) und J2 (sehbehindert) unterteilt. Unabhängig von den verschiedenen Startklassen dauert ein Kampf maximal vier Minuten.

Es gewinnt der*die Judoka, der*die nach Ablauf der Zeit die meisten Punkte erzielt hat oder im Laufe des Kampfes einen sogenannten Ippon (K.-o.-Wertung) geschafft hat.

Ergebnisse der Deutschen Meisterschaft 2023 (Auszug)

Ramzan Deliev wurde auch im Jahr 2023 wieder Deutscher Meister.

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Gewichtsklasse Platz Name Verein / Landesverband
bis 46 kg 1. Julius Kitagawa Asia Sport / MV
bis 50 kg 1. Ramzan Deliev UJKC Potsdam / BB
bis 55 kg 1. Alihan Nagimulin TSG Blau-Gold Gießen / HE
bis 60 kg 1. Jonas Orlandea TH Eilbeck / HH
bis 66 kg 1. Raphael Akoto TH Eilbeck / HH
bis 73 kg 1. Josef Ivtchenko SSF Bonn / NW
bis 81 kg 1. Anton Popp TSV Erbach / WÜ
bis 90 kg 1. Leandro De Luca Judozentrum Heubach / WÜ
über 90 kg 1. Illia Woloshin JC Leipzig / SN