Elon Musk gegen Mark Zuckerberg: Der Kampf der Tech-Titanen

Die beiden Digital-Unternehmer Elon Musk und Mark Zuckerberg gelten sowohl als prägende Zeitgenossen des Tech-Zeitalters, als auch als Sonderlinge. Vielleicht ist das der Grund, warum sich die beiden Milliardäre trotz einiger Gemeinsamkeiten noch nie sonderlich grün waren. Das geht so weit, dass sich die beiden nun offenbar nicht mehr nur im Digitalen, sondern auch in der realen Welt einen offenen Schlagabtausch liefern wollen.

Treten Tesla-Chef Elon Musk und Meta-Gründer Mark Zuckerberg tatsächlich gegeneinander an in einem Zweikampf Mann gegen Mann? Zumindest öffentlich haben sich die beiden amerikanischen Ausnahmeunternehmer entsprechend geäußert und gegenseitig aufgestachelt.

Jetzt legen Tweets der beiden Tech-Milliardäre und der UFC nahe, dass der Schlagabtausch tatsächlich bald stattfinden könnte. Sogar ein Kampfplatz steht mittlerweile im Raum - das sogenannte Oktagon, ein achteckiger Käfig, in der T-Mobile-Arena in Las Vegas. Dort trägt die amerikanische Kampfsportorganisation Ultimate Fighting Championship (UFC) regelmäßig ihre Kampfabende aus.

So bestätigte jüngst etwa der Promoter und Präsident des Kampfsportverbands Ultimate Fighting Championship (UFC), Dana White, dass er mit beiden Kontrahenten in ernsthaften Gesprächen über einen entsprechenden Kampf im berüchtigten achteckigen UFC-Käfig sei. White betonte dabei, dass es die beiden Milliardäre mit dem Vorhaben absolut ernst meinten und er sich auf den „größten Kampf der Geschichte“ freue. Und auch der Herausforderer Elon Musk selbst setzte in den letzten mehrere Tweets ab, die seine entsprechenden Ambitionen unterstreichen.

Ob Musk und Zuckerberg das tatsächlich ernst meinen, darüber zerbricht sich das professionelle wie nichtprofessionelle publizistische amerikanische Internet gerade den Kopf.

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Die Vorbereitungen und das Training

Musk spricht vor diesem Hintergrund bereits darüber, dass er in seiner Jugend in Südafrika in „echte Hardcore-Straßenkämpfe“ verwickelt war. Doch auch Zuckerberg trumpft im Netz mit seiner Kampferfahrung auf: Inzwischen sei er ein aufstrebender MMA-Kämpfer, der bereits Jiu-Jitsu-Turniere gewinnt. Er behauptet auch, kürzlich das sehr anspruchsvolle „Murph Challenge“-Training in knapp 40 Minuten absolviert zu haben.

Die Leidenschaft des Jungunternehmers für MMA überrascht viele, die ihn vor allem mit Programmierung und Silicon Valley in Verbindung bringen. Neben seiner Rolle bei Meta ist Mark auch glücklicher Familienvater von drei Kindern. In Interviews erzählte er einmal, dass Kampfsport für ihn einen Ausgleich dazu bietet, ständig am Schreibtisch zu sitzen.

Mark Zuckerberg (40) hat erneut seinen Wunsch geäußert, eines Tages einen professionellen MMA-Kampf zu bestreiten. "Ich will wirklich zeigen, was ich draufhabe", sagte Mark und scherzte, dass es sich lohnen würde, seine "schlagbare Visage" dafür einzusetzen. Obwohl seine täglichen Verpflichtungen als CEO aktuell wenig Raum lassen, scheint er die Idee keineswegs zu verwerfen.

Eigentlich trainiert Mark hauptsächlich Jiu-Jitsu, worin er bereits an mehreren Turnieren erfolgreich teilgenommen hat. Doch wie er Joe Rogan (57) verriet, zieht es ihn zunehmend zu anderen Kampfstilen im MMA, da Grappling seiner Meinung nach eine starke Belastung für die Gelenke sei.

Über einen Mangel an potenziellen Trainingspartnern kann sich auch Musk nicht beschweren. So schrieb ihm Georges St-Pierre, ein ehemaliger MMA-Star, er sei ein großer Fan, und es wäre ihm eine absolute Ehre, Musk für ein Kräftemessen mit Zuckerberg fit zu machen.

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Boxer, Kickboxer, professioneller Käfigkämpfer: Israel Adesanya hat mit 33 Jahren als Sportler schon einiges erlebt. Jetzt kann sich der 1,93-Meter-Mann auch noch »Techboss-Trainer« in seine illustre Biografie schreiben. Die beiden präsentieren auf den teils schwarz-weißen Aufnahmen ihre durchtrainierten Körper. Neben ihnen steht noch Alexander Volkanovski, der ebenfalls ein Star in der Szene der Mixed Martial Arts (MMA) ist.

Mark Zuckerbergs Posting zu seinen Trainingspartnern hat auf Instagram binnen 13 Stunden bereits mehr als 1,7 Millionen Likes gesammelt. »No fugazi with Mark. This is serious business«, kommentierte Israel Adesanya dazu, was in diesem Kontext so viel bedeuten dürfte wie: Das hier ist nicht nur Show, sondern ernsthaftes Training.

Verzögerungen und Hindernisse

Ein möglicher Käfigkampf der Tech-Milliardäre Mark Zuckerberg und Elon Musk rückt in weite Ferne: Der Meta-Chef Zuckerberg hat sich das Kreuzband gerissen und wird monatelang für Kämpfe dieser Art ausfallen. „Ich habe mir beim Sparring das Kreuzband gerissen und wurde gerade operiert, um es zu ersetzen“, teilte der 39-Jährige am Freitagabend (Ortszeit) bei Instagram mit. Dazu sendete er ein Bild, auf dem er mit geschientem Knie im Krankenbett zu sehen ist.

Er habe für einen Mixed-Martial-Arts-Kampf Anfang 2024 trainieren wollen, erklärte Zuckerberg. „Aber das verzögert sich jetzt etwas. Ich freue mich aber immer noch darauf, den Kampf nach meiner Genesung zu bestreiten.“ Bei Mixed Martial Arts (MMA) werden verschiedene Kampfsport- und Kampfkunst-Arten wie etwa Kickboxen, Thaiboxen und Ringen vermischt.

Zuckerberg und Tesla-Chef Musk hatten mit Posts in den sozialen Medien in den vergangenen Monaten immer wieder Spekulationen für ein mögliches Duell im Käfig ausgelöst. Musk forderte im Juni Zuckerberg heraus, der stimmte zu.

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Nach einigen Wochen Funkstille schrieb der 52-jährige Musk dann im August, sich einige Monate von einer Schulteroperation erholen zu müssen. Zuckerberg zeigte sich daraufhin skeptisch, dass es noch zu einem Kampf kommt. Wenn Musk sich jemals ernsthaft auf ein offizielles Event einlassen wolle, „weiß er, wie er mich erreicht“, sagte der Meta-Chef. Bis dahin werde er sich mit Leuten messen, „die den Sport ernst nehmen“.

Nun wird Zuckerberg selbst für einige Monate pausieren müssen.

Die Herausforderungen und der Stand der Dinge

Im Juni forderte Elon Musk Mark Zuckerberg zu einem Käfigkampf auf. Die Aussicht auf den Kampf kam erstmals im Juni auf. Es war Musk, der Zuckerberg herausforderte, dieser stimmte umgehend zu.

Musk hatte Zuckerberg Ende Juni zu einem Käfigkampf herausgefordert - und der sagte zu. Ob es wirklich zum Showdown kommen wird, steht noch in den Sternen. Aus dem Umfeld beider Unternehmer und von Dana White, dem Chef des führenden MMA-Veranstalters UFC, hieß es aber, dass beide die Idee ernst nähmen.

Tesla-Chef Musk schrieb unterdessen am Freitag, er benötige eine Operation wegen eines Problems mit dem rechten Schulterblatt, von der er sich einige Monate erholen müsse. Zugleich behauptete er, der Kampf solle vor historischer Kulisse in Italien stattfinden. Er habe mit der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni und Kulturminister Gennaro Sangiuliano gesprochen und diese hätten einen "epischen Ort" zugesagt.

Das Fass zum Überlaufen brachte Musks Vorschlag einer Trainingsrunde in Zuckerbergs Haus in Palo Alto. "Ich denke, wir können uns alle einig sein, dass Elon es nicht ernst meint", schrieb Zuckerberg daraufhin am Sonntag beim Online-Dienst Threads. Zuckerberg betonte, er habe Musk einen konkreten Termin vorgeschlagen. Und der Chef der Kampfsport-Organisation UFC, Dana White, habe angeboten, ein offizielles Match zu organisieren. "Elon bestätigt den Termin nicht, sagt dann, er brauche eine Operation und schlägt jetzt stattdessen eine Trainingsrunde in meinem Garten vor", kritisierte er. Wenn Musk sich jemals ernsthaft auf einen konkreten Termin und ein offizielles Event einlassen wolle, "weiß er, wie er mich erreicht", ergänzte Zuckerberg.

Der 39-jährige Zuckerberg trainiert mit Kampfsport-Experten und ist sichtlich fitter als der 52-jährige Musk.

UFC-Chef White sagte zuletzt , er habe für den möglichen Kampf der Techstars bereits einen Termin im Hinterkopf. Bekannt geben könne er ihn aber noch nicht.

Unabhängig davon, wer gewinnen würde, sind sich viele Interessierte darüber einig, dass ein Musk-gegen-Zuckerberg-Kampf einer der unterhaltsamsten Kämpfe unserer heutigen Zeit wäre.

Die Zeichen deuten also darauf hin, dass es die beiden CEOs mit ihrem Kampf der Digital-Titanen tatsächlich ernst meinen. Das Interesse der Zuschauer und Medien wäre ihnen damit auf jeden Fall auch sicher. Fehlt also nur noch eine offizielle Bestätigung mit einem konkreten Termin für den gepflegten analogen Schlagabtausch.