Viele Menschen beginnen mit Taekwondo und fragen sich, wann sie ihre erste Gürtelprüfung ablegen können. Zunächst hängt dies vom jeweiligen Verband ab. In der Regel dauert es 3-6 Monate, bis man die erste Prüfung ablegen kann.
Prüfungsinhalte für Anfänger
Anfänger im Taekwondo ITF stehen oft vor der Frage, welche Inhalte für die erste Gürtelprüfung relevant sind. Es gibt viele verschiedene Taekwondo-Föderationen, die unterschiedliche Prüfungsinhalte haben.
Unterschiedliche Föderationen, unterschiedliche Inhalte
Einige Prüfungsvorbereitungen im Internet verlangen das Erlernen von TAEGUK IL - JANG und TAEGUK I - JANG, was eher auf WTF Taekwondo hindeutet. Andere wiederum fordern SAJU JIRUGI und SAJU MAKGI, was typisch für ITF ist. Um Klarheit zu bekommen, sollte man seine Trainerin oder einen graduierten Taekwondoin fragen, idealerweise jemanden mit einer Prüferlizenz.
Wenn man erst am Anfang steht, ist es ratsam, sich auf die Grundtechniken zu konzentrieren, diese zu verbessern und einzuschleifen. Dehnübungen, Beinarbeit sowie Ausdauer- und Krafteinheiten sind ebenfalls wichtige Bestandteile des Trainings.
Die Bedeutung der Gürtel im Taekwondo
Die Graduierungs- bzw. Gürtelsysteme der Kampfsportarten sind erst im 19. Jahrhundert entstanden und wurden erstmals von Kanō Jigorō, dem Begründer des Judo, eingeführt.
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Die Herkunft der Gurtfarben
Um 1965 gab es im Taekwon-Do nur vier Gürtelfarben: weiß, blau, rot (braun) und schwarz. Diese Farben spiegelten die südkoreanische Flagge und Aristokratie wider. Um 1972 wurden die Schülerfarben schließlich um gelb und grün ergänzt.
Funktionen des Gürtels
Das sichtbare zur Schautragen des Ranges ist nur vordergründig der Sinn der Gurte ("Ty") im Unterricht. Viel wichtiger ist der funktionelle, gesundheitliche Aspekt des Gurttragens: zwei fingerbreit unter dem Bauchnabel liegt der Körperschwerpunkt, in den asiatischen Quellen "Hara" (jap.) bzw. "Ha bog bu" genannt.
Nach der Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und vergleichbarer Lehren wird dort die Lebenskraft (Chi) erneuert und sozusagen gespeichert. An dieser Stelle und mit dem richtigem Druck gebunden, hilft der Gürtel dabei, den gesamten Körper blitzartig anzuspannen - um zum Beispiel einen Tritt gezielt auszuführen oder um einen Treffer „einzustecken“.
Die Rolle der Gurte im Training
Die farbigen Gurte der Schüler geben einen Überblick über die zu erwartenden Fähigkeiten des einzelnen Schülers. Dies erleichtert auf Lehrgängen und im Training die Partnerzuweisung. Des Weiteren dienen die Gurtfarben als Motivation für den Schüler, fleissig zu bleiben um die nächste Stufe zu erreichen. Der begehrte Schwarzgurt lässt sich schließlich nur durch kontinuierliches Training über einen langen Zeitraum erreichen.
Das Gurtsystem im Detail
Das Gurtsystem ist unterteilt in KUP-Grade (die 10 Farbgurtstufen) und DAN-Grade (Schwarzgurtränge). Die KUP-Grade werden von 10 bis 1 rückwärts nummeriert, die DAN-Grade vorwärts gezählt.
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Die KUP-Grade
Der erste Gurt ist der Weißgurt (10. Kup). Er wird beim Eintritt in die Schule verliehen, der Lehrer gibt dem neuen Schüler damit einen "Vertrauensvorschuss". Mit der Prüfung zum weiß-gelben Gurt (9. Der zweite Weißgurt, oder auch der weiß-gelbe Gurt genannt, bestätigt dem Träger, dass er seinen Gurt nicht ohne Grund trägt. Da er den Gürtel mit der Anmeldung in der Schule ohne Prüfung überreicht bekommen hat, beweist er nun, dass er würdig ist, ihn auch zu tragen. Im Taekwon-Do bekommt man nichts "geschenkt" sondern erarbeitet sich alles - also auch den Weißgurt.
Nach etwas über einem Jahr regelmäßigen Trainings steht man mit der Prüfung zum grün-blauen Gurt (5. KUP) an der Schwelle zu den Fortgeschrittenen. Auch hier gibt es bis zum rot-schwarzen Gurt (1.
Mindestens fünf Jahre aktive Trainingszeit sind die Regel für die Prüfung Schwarzgurt, dem I. DAN. Dieser stellt den Eintritt in die Meisterklasse dar, die ebenfalls in fünf Stufen bis zum V.
Um mit dem 5. DAN die letzte Stufe technischen Könnens zu erreichen, muss man mindestens 25 Jahre aktiv trainiert haben. Das erreichen dieses Grades markiert den offiziellen Abschluß der Ausbildung unter dem seinem Lehrmeister.
Diese letzte Prüfung markiert den Übergang zur Meisterschaft. 10. Vorbereitungszeit: keine. 9.
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Die Bedeutung der einzelnen Gurtfarben
- Der gelbe Gürtel: steht für fruchtbaren Erdboden, auf dem Wissen und Können gedeihen sollen.
- Der grüne Gurt: steht für den Sproß, die dem bestellten Boden entspringt und Richtung Sonne zur Pflanze heranwächst.
- Der blaue Gürtel: steht für den Himmel und somit sinnbildlich für eine Grenze. Der Schüler muss nun zeigen, dass er in der Lage ist, Höheres anzustreben und auch zu erreichen.
- Der rote Gürtel: repräsentiert die Sonne, von der schon eine große Kraft ausgeht, dient dem Schüler aber auch als Signal. Er steht nun kurz davor, Meister zu werden, und wird angehalten, sich noch intensiver und ausdauernder mit der Kampfkunst zu beschäftigen.
Die DAN-Grade (Schwarzgurte)
Mit dem Erreichen des Schwarzgurtes endet die Ausbildung nicht - sie hat gerade erst richtig begonnen! Beim 1. Das ist übrigens auch der Grund, warum man die Farbgurtstufen (KUP) rückwärts zählt, also von 10-1, wie einen Countdown zum Schwarzgurt. Die Schwarzgurtstufen zählt man dann wieder regulär, also aufsteigend von 1-5.
Mit der Prüfung zum Schwarzgurt eröffnet sich schließlich ein langer Weg zu wahrer Meisterschaft.
Die Bedeutung der Farbe Schwarz
Schwarz ist die Farbe der Meister und im Training diesen vorbehalten. Schwarz als Symbol für das Weltall vereinigt alle anderen Farben in sich und ist somit die stärkste von allen. Schwarz symbolisiert die Autorität, das Wissen und die Erfahrung der Meistergrade.
Die verschiedenen Schwarzgurtstufen
- 1. bis 4. DAN: gelten als Meisterschüler. Sie sollen Schritt für Schritt auch an die Kunst des Lehrens herangeführt werden.
- 4. DAN: ist Experte der Kampfkunst und in der Lage, alle Gurtfarben auszubilden und zu fördern.
- 5. DAN und höher: werden mit dem Titel Sabum-Nim bezeichnet. Dieser Begriff lässt sich am ehesten als "Vorbildlicher Lehrer" übersetzen.
Höhere DAN-Grade
Mit dem V. DAN ist die technische Ausbildung im traditionellen Taekwon-Do vollständig durchlaufen. Es existieren jedoch noch DAN Graduierung über den V. Diese setzen keine technische Steigerung mehr im klassischen Sinne voraus und haben eher den Charakter einer Verleihungszeremonie.
Das Erlangen dieser Graduierungen setzt neben einer angemessenen Wartezeit und repräsentativer Leistung aber ein besonderes Engagement im Taekwon-Do voraus. Dazu gehören insbesondere überregionale oder internationale Lehrtätigkeit oder sonstige besondere Verdienste um die Verbreitung der Taekwon-Do Kampfkunst.
