Die Welt des Mixed Martial Arts (MMA) ist voller talentierter Athleten, die in ihren Kämpfen unglaubliche Leistungen erbringen. Dieser Artikel wirft einen detaillierten Blick auf einige der besten MMA-Kämpfer aller Zeiten, basierend auf ihren Erfolgen, Fähigkeiten und ihrem Einfluss auf den Sport.
Das UFC-Ranking und seine Bedeutung
Die Ultimate Fighting Championship (UFC) hat sich als Spitzenreiter im Bereich des Mixed Martial Arts (MMA) etabliert. Das UFC-Ranking spiegelt die Leistungen der besten Kämpfer in diesem Kampfsport wider. Die UFC bietet zwölf Gewichtsklassen, acht für Männer und vier für Frauen. Von Schwergewicht bis Fliegengewicht bei den Männern und von Federgewicht bis Strohgewicht bei den Frauen zeigt sich die Vielfalt des Sports.
Das Ranking-System der UFC basiert auf einem komplexen Verfahren, bei dem ein Gremium aus Medienvertretern die Leistungen der Kämpfer bewertet. Faktoren wie Siege, Niederlagen und die Art des Kampfausgangs fließen in die Bewertung ein. Das UFC-Ranking wird von einem Gremium aus Medienvertretern erstellt. Diese bewerten die Kämpfer basierend auf verschiedenen Faktoren wie Bilanz, Gegnerqualität, Aktivität und Siegesart.
Ein ausgewähltes Medien-Panel ist für die Erstellung des UFC-Rankings verantwortlich. Journalisten bewerten die Kämpfer basierend auf ihren jüngsten Leistungen. Aktuelle Leistungen haben dabei mehr Gewicht als ältere Ergebnisse. Titelverteidigungen sind ein entscheidender Faktor im UFC-Ranking. Sie zeigen die Konstanz und Dominanz eines Champions. Das UFC-Ranking dient als Orientierung für Kampfpaarungen, hat aber keinen bindenden Charakter. Die endgültige Entscheidung über Kämpfe liegt bei der UFC selbst.
Fight Matrix: Eine Alternative Rangliste
Für UFC-Boss Dana White ist Jon Jones der beste MMA-Kämpfer aller Zeiten. Unangefochtenen GOAT-Status habe der US-Amerikaner. Wer der "Greatest of all Time" ist, das ist eine sehr subjektive Frage, oft getrieben von einem Mix aus Expertise, Emotion und Sympathien.
Lesen Sie auch: MMA-Elite: Die Besten der Besten
Die Weltrangliste der Mixed Martial Arts lässt die letzten beiden Faktoren außen vor, bezieht dafür viele andere mit ein - Fight Matrix legt anhand Berechnungen fest, wer derzeit wirklich der beste Kämpfer auf dem Planeten ist. Das Grundmodell funktioniert wie im Tennis. Wer gewinnt, sammelt Punkte und klettert die Rangliste nach oben. Was beim Tennis die großen Turniere wie Grand Slams oder die Masters-Serie sind, sind in Mixed Martial Arts die großen Organisationen wie UFC, PFL oder KSW.
In diesen "Big Leagues" gibt es mehr Punkte zu holen als auf regionalen Veranstaltungen. Dazu werden auf Fight Matrix relevante Faktoren einbezogen, wie die Gewichtsklassen und die sportliche Vita. Es spielt eine gewisse Rolle, ob Kämpfer aus einer Siegesserie kommen oder gegen welche Gegner sie vorher gekämpft haben.
"Die Berechnungen sind nicht sehr komplex, aber es gibt eine große Anzahl von Berechnungen", erklärt Jason, einer der Gründer von Fight Matrix gegenüber ntv/RTL. "Außerdem ist das System nicht auf Mathematik beschränkt. Es besteht zum Teil aus Mathematik und zum Teil aus bedingter Logik (wenn, dann, sonst)." Für ihn sei es daher mehr eine Software statt einer Ansammlung von Formeln.
Jones ist nicht der "Beste aller Zeiten" Aus der Fight-Matrix-Software kann abgeleitet werden: Jones ist nicht der "Beste aller Zeiten", sondern der Kanadier Georges St-Pierre. Auch er ist eine MMA-Ikone, hat aber im Gegensatz zu Jones viel öfter gegen aktive Fighter mit ebenfalls hohem Ranking gekämpft und besiegt. "Um in der Rangliste aufzusteigen, müssen die Kämpfer aktiv bleiben und entscheidende Siege gegen andere Kämpfer erringen, die dasselbe getan haben", erklärt Jason. Auch Inaktivität führe dazu, dass man im Ranking absteigt.
Top-Kämpfer im Überblick
Die UFC beherbergt einige der talentiertesten Kämpfer der Welt:
Lesen Sie auch: UFC: Der ultimative Kämpfer
- Conor McGregor: Geboren am 14. Juli 1988 in Irland, ist einer der bekanntesten UFC-Kämpfer aller Zeiten. Er ist ehemaliger UFC Lightweight Champion und UFC Featherweight Champion sowie ehemaliger Cage Warriors Featherweight und Lightweight Champion. McGregor hat auch einige geschäftliche Unternehmungen, darunter eine Modepartnerschaft mit dem Modelabel David August namens „August McGregor“ und eine eigene Whiskey-Marke namens Proper No. Twelve Irish Whiskey.
- Jon “Bones” Jones: Geboren am 19. Juli 1987 in den USA, ist ein herausragender UFC-Kämpfer und gilt als einer der besten MMA-Athleten aller Zeiten. Jones ist Champion im Schwergewicht, war vorher Champion im Halbschwergewicht, und seine einzige Niederlage ist eine umstrittene Disqualifikation wegen einst illegaler Schlagtechniken, die mittlerweile erlaubt sind.
- Khabib Nurmagomedov: Geboren am 20. September 1988 in Russland, beendete seine Karriere ungeschlagen mit einer perfekten Bilanz von 29 Siegen. Er gewann die UFC-Weltmeisterschaft gegen den US-Amerikaner Al Iaquinta und wurde damit der erste Russe, der einen UFC-Weltmeistertitel gewann. Nach dem Tod seines Vaters an COVID-19 im Sommer 2020 gab Khabib im Oktober 2020 sein Karriereende bekannt.
- Georges St-Pierre: Geboren am 19. Mai 1981 in Kanada, ist einer der angesehensten MMA-Kämpfer aller Zeiten. Er ist ein ehemaliger professioneller Mixed-Martial-Arts-Kämpfer und war UFC-Champion im Mittelgewicht und Weltergewicht.
- Anderson Silva: Geboren am 14. April 1975 in Brasilien, ist eine Legende im MMA. Der Brasilianer dominierte die Mittelgewichtsklasse über Jahre hinweg und hielt den Titel für die längste Zeit in der UFC-Geschichte.
- Ronda Rousey: Geboren am 1. Februar 1987 in den USA, war die erste weibliche Champion in der UFC und ein Pionier des Frauen-MMA.
- Amanda Nunes: Geboren am 30. Mai 1988 in Brasilien, ist eine der dominantesten Kämpferinnen in der Geschichte der UFC.
- Daniel “DC” Cormier: Geboren am 20. März 1979 in den USA, ist einer der erfolgreichsten Kämpfer in der UFC-Geschichte.
- Stipe Miocic: Geboren am 19. August 1982 in den USA, ist ein außergewöhnlicher Schwergewichtskämpfer und hält den Rekord für die meisten Titelverteidigungen in der UFC-Schwergewichtsklasse.
- José Aldo: Geboren am 9. September 1986 in Brasilien, dominierte das Federgewicht über Jahre hinweg und gilt als einer der technisch versiertesten Kämpfer in der UFC-Geschichte.
Weitere bemerkenswerte Kämpfer
- Fedor Vladimirovich Emelianenko: Gilt weithin als einer der größten MMA-Kämpfer aller Zeiten und wurde von 2003 bis 2010 durchgehend als bester Schwergewichtskämpfer und bester Kämpfer der 2000er Jahre bezeichnet.
- Demetrious Khrisna Johnson: Auch bekannt als „Mighty Mouse“, ist ein US-amerikanischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer im Fliegengewicht der ONE Fighting Championship.
- Matt Hughes: Gilt als einer der größten Kämpfer in der Geschichte des MMA. Er ist zweifacher UFC-Champion im Weltergewicht und Mitglied der UFC Hall of Fame und der NJCAA Hall of Fame.
- Charles David „Chuck“ Liddell: Ist ein ehemaliger US-amerikanischer Mixed-Martial-Arts-Kämpfer und wurde in die UFC Hall of Fame aufgenommen.
- Jay Dee „B.J.“ Penn: War Weltergewichts- und Leichtgewichtsmeister der Ultimate Fighting Championship (UFC) und Weltmeister der International Brazilian Jiu-Jitsu Federation.
Beste MMA-Kämpfe aller Zeiten
Die Faszination an den Mixed Martial Arts waren auch vorher schon ungebrochen und haben vor allem durch Charaktere wie Conor McGregor gewaltige Ausmaße angenommen.
- Dan Henderson gegen Mauricio „Shogun“ Rua (2011): Ein Kampf über fünf Runden, bei dem der US-Amerikaner Henderson den brasilianischen Ex-UFC-Leichtschwergewichtsweltmeister Mauricio “Shogun” Rua nach Punkten besiegte. Bis heute gilt dieser Fight als einer der besten MMA-Kämpfe aller Zeiten.
- Khabib Nurmagomedov gegen Conor McGregor (2018): Der Russe gewann den Kampf in der vierten Runde, als er McGregor durch einen Würgegriff zum Aufgeben zwang. Fast ebenso spektakulär wie der Kampf selbst war aber der Eklat danach.
- Jon Jones gegen Alexander Gustafsson (2013): Obwohl Jones den Kampf am Ende auch nach Punkten gewann, war dessen Sieg innerhalb der MMA-Community sehr umstritten, weil Gustafsson einen sehr starken Fight ablieferte und dem Weltmeister insbesondere mit starkem Boxen, heftigen Tritten und seiner Taekwondo-Defense arg zusetzte.
- Weili Zhang gegen Joanna Jedrzejczyk (2020): Insgesamt steckten die beiden über die vollen 25 Minuten 783 Treffer ein - ein absoluter Wahnsinn! Zhang gewann am Ende nach Punkten, verteidigte ihren Titel und gewann damit ihren 22. Kampf in Folge.
- Robbie Lawler gegen Carlos Condit (2015): Es gab einen wilden Schlagabtausch auf beiden Seiten, stets auf Augenhöhe, den Lawler am Ende der fünf Runden nach Punkten für sich entscheiden konnte - ein Urteil, über dessen Richtigkeit bis heute noch diskutiert wird.
- Forrest Griffin gegen Stephan Bonnar: Der Fight lief über drei Runden (es war kein Titelkampf) und zeigte zwei großartige Kämpfer auf Top-Niveau, die voll konzentriert ihre besten Techniken auspackten. Am Ende ging es nach Punkten 29:28 für Forrest Griffin aus.
- Jorge Santiago gegen Kazuo Misaki: In den ersten vier Runden schlugen die beiden Kämpfer versiert aufeinander ein, versuchten sich gegenseitig zu Boden zu bringen und verwandelten den Fight in der fünften und letzten Runde in einen richtigen Zermürbungskrieg.
Aktuelle UFC-Champions (Stand Februar 2025)
| Gewichtsklasse | Champion |
|---|---|
| Schwergewicht | Jon Jones |
| Halbschwergewicht | Alex Pereira |
| Mittelgewicht | Dricus du Plessis |
| Weltergewicht | Leon Edwards |
| Leichtgewicht | Islam Makhachev |
| Federgewicht | Ilia Topuria |
| Bantamgewicht | Sean O’Malley |
| Fliegengewicht | Alexandre Pantoja |
Lesen Sie auch: Deutsche MMA-Elite
