18 Karat Gold Legierung Zusammensetzung

In Deutschland ist 750er Gold das beliebteste Material bei der Schmuckherstellung, was an den hervorragenden Eigenschaften bei der Verarbeitung des Materials in der Herstellung, am hohen Wert und an der einzigartigen Optik liegt. 750er Gold besitzt einen Feingehalt von 18 Karat und setzt sich zumeist aus den Bestandteilen Silber, Kupfer und natürlich zum größten Teil aus reinem Gold zusammen.

Was bedeutet Karat?

Karat (abgekürzt kt oder C) ist ein traditioneller Begriff, der im Schmuckbereich verwendet wird, um den Goldanteil in einer Legierung anzugeben. Dieser Anteil wird in 24tel Gewichtsanteilen ausgedrückt. 24 Karat entspricht reinem Gold. Ein Schmuckstück mit 8 Karat enthält etwa ein Drittel reines Gold, während 1 Karat einem Goldanteil von 1/24 des Gesamtgewichts entspricht, was ungefähr 4,167 Prozent reinen Goldanteil bedeutet.

Heute wird die Angabe in Karat jedoch als veraltet betrachtet und häufig durch den Feingehalt in Promille ersetzt.

Was bedeutet Feingehalt oder Feinheit?

Der Feingehalt oder auch Feinheit bezeichnet den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Tausendteilen (Promille) des Gesamtgewichts. Diese Angabe ist heute der Standard, auch im Schmuckbereich. Zum Beispiel bedeutet 585er Gold, dass der Goldanteil 585 Promille des Gesamtgewichts beträgt. Der theoretische Maximalwert ist 1000, praktisch gilt 999er Gold als reines Gold.

Die Schreibweise erfolgt in der Regel als Zahl, bei Schmuck manchmal auch als Nachkomma-Zahl mit einer vorangestellten „0“.

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Gibt es überhaupt einen Unterschied?

Praktisch gesehen gibt es keinen Unterschied. Sowohl Karat als auch Feingehalt beschreiben den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Während der Feingehalt in Tausendteilen (Promille) angegeben wird, erfolgt die Karat-Angabe in 24er Teilen. Beide Werte sind relative Angaben, die grundsätzlich ineinander umgerechnet werden können.

Allerdings ist die Umrechnung von Feingehalt in Karat nicht immer mathematisch exakt. Zum Beispiel entspricht 585er Gold genau genommen 14,04 Karat und nicht exakt 14 Karat. Nur 9 Karat, 18 Karat und 21 Karat lassen sich genau umrechnen. Diese kleinen Abweichungen werden in der Praxis jedoch kaum beachtet.

Da viele Menschen mit Prozentangaben vertrauter sind, gibt es hier eine Grafik zur Veranschaulichung:

Karat-Feinheit Tabelle

Welcher Wert entspricht welcher Feinheit?

Karat (kt)Feingehalt in TausendstelnGoldanteil in Prozent*
8 kt333er Gold33,3 %
9 kt375er Gold37,5 %
10 kt417er Gold41,7 %
14 kt585er Gold58,5 %
18 kt750er Gold75 %
20 kt833er Gold83,3 %
21 kt875er Gold87,5 %
22 kt916,66er Gold91,666 %
24 kt999er Gold99,9 %

*Anmerkung zur Karat Goldtabelle: Prozentangaben nur zur Veranschaulichung. Prozentwerte sind in der Edelmetallbranche unüblich

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Goldlegierung: Zusammensetzung und Farbgebung

Bei der 750er Goldlegierung besitzt die namensgebende Grundlage immer einen Anteil von 75,0%. Die restlichen Metalle in der Zusammensetzung werden dahingehend variiert, welcher Farbton erreicht werden soll. So entstehen die säureresistenten Goldlegierungen Rotgold, Roségold, Orangegold, Weißgold oder Gelbgold auf der Grundlage von 75% Reingold.

Gelbgold

Die typischste Erscheinungsform und das häufigste Rezept des 750er Goldes ist das Gelbgold mit 75% Feingold, 12,5% Silber und 12,5% Kupfer. Zusammensetzung von 18 Karat Gelbgold (750/1000): 75% Feingold + 12,5% Kupfer + 12,5% Silber. Es besteht zu 75% aus reinem Gold, zu 12,5% aus Silber und zu 12,5% aus Kupfer. Sein Farbton reicht von hell bis etwas dunkler. Diese Goldfarbe ist die häufigste und klassischste aller Goldfarben.

Gelbgold hat den Vorteil, dass es besonders gut zu Menschen mit dunkler bis dunkler Hautfarbe passt. Es ist zeitlos, widersteht der Abnutzung der Zeit und behält seine Farbe, ohne anzulaufen. Gelbgold eignet sich jedoch weniger gut für helle Hauttypen und passt nicht zu allen Farben von Steinen, wenn es sich um gefassten Schmuck handelt.

Rotgold

Ein rötlicher Goldton lässt sich durch 8,3% Silber und 16,7% Kupfer erreichen und eine noch kräftigere Rotfärbung des Goldes durch 4% Silber und 21% Kupfer. Zusätzliche Beimischungen von Palladium oder Zink ergeben eine breite Palette an Möglichkeiten, um das Gold nach Belieben zu färben und individuelle Nuancen auszuarbeiten.

Der Farbton von Rotgold zu Roségold hängt hauptsächlich vom Kupfer ab. Das Kupfer verleiht dem Rotgold seine mehr oder weniger rote Farbe, je nachdem, wie hoch der Kupferanteil in der Legierung ist. Anfang des 20. Jahrhunderts war Rotgold bei den Russen sehr beliebt, weshalb es damals auch als Rotgold bezeichnet wurde: Russengold.

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Rotgold ist billiger als Gelbgold und hat den Vorteil, dass es dank des Kupfers, das in seiner Zusammensetzung enthalten ist, sehr robust ist. Außerdem verliert es nie seine Farbe. Seine rosa Farbe macht es zu einem Edelmetall, das besonders von Frauen geliebt wird und in letzter Zeit für Verlobungsringe oder Valentinstagsschmuck sehr gefragt ist.

Roségold

Wir verwenden zur Herstellung von Eheringen und Verlobungsringen neben Gelbgold und Weißgold ausschließlich Roségold auf Grund des schönen, hellen Rosa-Farbtons. Zusammensetzung von 18 Karat Roségold (750/1000): 75% Feingold + 25% Kupfer. Zusammensetzung von 18 Karat Roségold (750/1000): 75% Feingold + 22,25% Kupfer + 2,75% Silber.

Die roséfarbene Legierung zeichnet sich durch eine besonders weiche Färbung aus. In manchen Fällen gleicht diese Farbe sogar fast der menschlichen Hautfarbe.

Weißgold

Zusammensetzung von 20 Karat Weißgold (833/1000): 83,3% Feingold + 16,7% Palladium. Wir gehen hier von 18-karätigem Gold (75% reines Gold) aus, da es sich dabei um die gängigste Feingehaltsangabe handelt.

Weißgold ist ähnlich wie Platin, aber viel erschwinglicher und wird in der Schmuckbranche besonders geschätzt, da es sich leicht mit den meisten Stein- und Hautfarben kombinieren und im Alltag zu jedem Outfit tragen lässt. Es hat außerdem den Vorteil, dass es sehr robust ist und nicht so leicht zerkratzt werden kann. Aus all diesen Gründen ist Weißgold oft das bevorzugte Metall, das für Eheringe und Verlobungsringe gewählt wird.

Achtung: Weißgold muss von Zeit zu Zeit rhodiniert werden, da der Farbton im Laufe der Jahre leicht gelblich werden kann. Diese kostet nicht viel und gibt Ihrem Schmuckstück seinen ursprünglichen Glanz zurück.

Es wird mit einer Rhodiumplattierung veredelt, die ihm den beliebten strahlend weißen Glanz verleiht und das Schmuckstück zusätzlich vor Abnutzung und Korrosion schützt. Die meisten Weißgoldlegierungen werden so genannt, weil sie goldbleichende Metalle enthalten, aber der endgültige Farbton des Goldes in der Masse ist eher hellgrau.

Weitere Goldlegierungen

Zusammensetzung von 18 Karat Blaugold (750/1000): 75% Feingold + 24,4% Eisen + 0,6% Nickel Die Legierung wird anschließend wärmebehandelt, um das Eisen zu oxidieren und eine blaue Oberflächenfarbe zu erhalten. Beachten Sie, dass Nickelschmuck zwar verboten ist, es aber zulässige Grenzwerte für die Verwendung von Nickel gibt.

Neben diesen recht gängigen Goldlegierungen gibt es noch eine Reihe weiterer Farblegierungen, welche zum Teil in recht aufwändigen Prozessen gewonnen werden. Beispielsweise wird bei Schwarzgold eine Glavanisierung mit Rhodium durchgeführt. Lilafarbendes Gold wird durch eine Gold-Aluminium Verbindung erreicht. Wobei der Goldgehalt an die 80% liegt, sodass es sich um eine 18 karätige Legierung handelt. Eine sehr interessante Farbgebung stellt auch das Schokoladen-Gold dar, welches mit Hilfe von Oxidation entsteht. Ob es sich hierbei nur um einen zeitlichen Modetrend handelt, oder ob sich diese Goldfarbe langfristig durchsetzen kann bleibt abzuwarten.

Wo finde ich diese Hinweise zum Goldgehalt?

Der Goldgehalt wird bei Schmuckstücken durch eine Punzierung angezeigt - ein kleiner Stempel an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks. Diese Punze war früher nicht zwingend vorgeschrieben, aber heute ist sie bei den meisten Goldwaren üblich. Die Angaben auf Schmuckstücken sind jedoch nicht immer einheitlich: Der Goldgehalt kann entweder in Karat oder als Feingehalt in Promille angegeben werden.

Beispiele für Punzierungen:

  • 333 / 8k= 333er Feingehalt / 8 Karat Gold
  • 375 / 9 ct= 375er Feingehalt / 9 Karat Gold
  • 585 / 14c= 585er Feingehalt / 14 Karat Gold
  • 0.750 / 18 kt= 750er Feingehalt / 18 Karat Gold

Karat: Goldanteil in Gramm selber berechnen

Angenommen, eine Goldkette hat ein Gesamtgewicht von 15 Gramm. Wenn die Punzierung nur eine Karat-Angabe enthält, können Sie in der Goldtabelle nachsehen, welcher Karat-Wert welcher Feinheit in Promille entspricht. Um den reinen Goldanteil in Gramm zu berechnen, multiplizieren Sie das Gesamtgewicht mit dem entsprechenden Promille-Wert. So ermitteln Sie den exakten Anteil des reinen Goldes im Schmuckstück.

Goldanteil Berechnung am Beispiel von 15g Goldschmuck:

  • 8 Karat Goldschmuck

    8 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 333: 15 g × 0,333 = 4,995 Der Goldanteil beträgt also 4,995 Gramm

  • 14 Karat Goldschmuck

    14 Karat Gold entspricht einen Feingehalt von 585: 15 g × 0,585 = 8,775 Der Goldanteil beträgt also 8,775 Gramm

  • 18 Karat Goldschmuck

    18 karat Gold entspricht einen Feingehalt von 750: 15 g × 0,750 = 11,52 Der Goldanteil beträgt also 11,52 Gramm

Landestypische Karat-Werte

Weltweit gibt es unterschiedliche Vorlieben bei den Reinheitsgraden von Gold. Auf dem nordamerikanischen Kontinent ist das eher blasse, aber kratzfeste 585er Gold (14 Karat) besonders populär. Im arabischen Raum bevorzugt man 21 Karat Gold für die Schmuckherstellung, während in Indien oft 22 Karat verwendet werden. In China findet man sogar 24 Karat Goldschmuck, der als „Chuk Kam“ (volles Gold) bezeichnet wird.

In Deutschland ist Goldschmuck zwischen 8 und 18 Karat typisch, was einem Feingehalt von 333 bis 750 in Tausendsteln entspricht. Außerdem gibt es hierzulande gesetzliche Regelungen, die einen Mindest-Goldgehalt vorschreiben, damit Schmuck als Gold verkauft werden darf.