"Mich zwingt keiner in die Knie": Stärke und Standhaftigkeit von Karat

Der Songtext "Mich zwingt keiner auf die Knie" von Karat thematisiert die Unbeugsamkeit und den Willen, sich nicht unterdrücken zu lassen.

In dem Lied geht es darum, dass der Sänger sich nicht von anderen Menschen kontrollieren oder unterdrücken lassen will.

Der Sänger ist bereit, Dinge zu verlieren, die ihm gehören, aber er lässt sich nicht auf die Knie zwingen: "Ich kann verliern, das was mir gehört, Mich zwingt keiner auf die knie."

Er lässt sich nicht verbieten, zu lachen oder zu weinen, und er lässt sich nicht von Gewalt und Hass einschüchtern: "Verbieten dass, man lacht und weint. Zerbrechen was, uns einmal vereint."

Er möchte wissen, wer seine wirklichen Freunde sind und wer ihn in guten und schlechten Zeiten unterstützt: "Ich möchte wissen, wer meine Freunde sind."

Lesen Sie auch: Wissenswertes über Goldkarat

Egal wie verletzend ein Wort sein kann, er gibt nicht auf und bleibt standhaft: "Ein Wort von dir, das mich verletzt, wirft mich nicht um, auch wenn es schmerzt."

Er lässt sich nicht einschüchtern und singt sein Lied weiter: "Ich geb nicht auf und sing mein Lied."

Insgesamt geht es in diesem Songtext um Stärke, Standhaftigkeit und den Willen, sich von niemandem unterkriegen zu lassen.

Karat: Eine Legende des Deutschrock

2025 feiert Karat ihr 50. Jubiläum. In der Fritz-Wunderlich-Halle in Kusel spielt die Band am 23. November 2025.

Damals im Ostberlin der 1970er war nicht abzusehen, als sich Musiker von Panta Rhei und der Horst-Krüger-Band zusammenfanden, dass diese neue Band einmal ihren festen Platz in den Annalen der Geschichte der deutschen Popularmusik einnehmen wird.

Lesen Sie auch: Schlaganfall: Was Sie wissen müssen

Andererseits: Dass hier Großes entsteht, war ziemlich schnell zu merken.

Und spätestens mit Beginn der Achtzigerjahre - gerade einmal fünf Jahre nach Bandgründung - zählten Karat zu den wichtigsten deutschen Bands - in Ost wie West.

2025 laden Gitarrist Bernd Römer, Schlagzeuger Heiko Jung, Keyboarder Martin Becker, Bassgitarrist Daniel Bätge und Sänger Claudius Dreilich zu einem ganz besonderen Jubiläum: 50 Jahre Karat werden gefeiert.

Neben einer umfangreichen, über das komplette Jahr andauernden Geburtstagstournee wird es ein Album mit neuen Liedern sowie ein neues Karat-Buch, das alle fünf Dekaden umfasst, geben.

50 Jahre Karat stehen nicht nur für Klassiker wie „Über sieben Brücken“, „König der Welt“, „Der blaue Planet“, „Schwanenkönig“, „Albatros“, „Jede Stunde“ oder „Mich zwingt keiner auf die Knie“, unzählige Preise und Chartplatzierungen sowie über zwölf Millionen verkaufte Tonträger, sondern auch für eine Band, die mit frischen Ideen, unbändiger Leidenschaft und kraftvoller Energie im Hier und Jetzt angekommen ist.

Lesen Sie auch: Testbericht: Burg Wächter Karat MT 26 NE

Herbert Dreilich: Die Stimme von Karat

Wie gestern bekannt wurde, ist der Sänger der ostdeutschen Kult-Rockband Karat, Herbert Dreilich, in der Nacht zum 12. Dezember gestorben.

«Mich zwingt keiner auf die Knie» - Karat-Sänger Herbert Dreilich verliert den Kampf gegen den Krebs.

«Mich zwingt keiner auf die Knie», sang Herbert Dreilich erstmals vor 20 Jahren in einem Lied.

Der Text war sein Lebensmotto, wie er selbst einmal bekannte, doch jetzt hat der Frontmann der ostdeutschen Kult-Rockband Karat einen Kampf verloren.

Wenige Tage nach seinem 62. Geburtstag erlag er in der Nacht zu Sonntag in seinem Haus in der Nähe von Berlin einem Krebsleiden.

Noch im März, als ihn die Ärzte nach einer Routineuntersuchung mit der erschreckenden Diagnose Leberkrebs konfrontierten, war Dreilich voller Zuversicht.

«Ich habe bis jetzt jede Krankheit überstanden», sagte er.

Karat war 1975 aus der damals bekannten Formation «Panta Rhei» (Alles fließt) hervorgegangen.

Die Mannen um Dreilich gehörten zu den erfolgreichsten Rockbands der DDR, die als eine der wenigen bereits vor dem Mauerfall Triumphe im Westen Deutschlands feierten.

Insgesamt verkaufte Karat mehr als 8,5 Millionen Tonträger.

1978 brachte die Band das erste Album «Karat» heraus.

Mit «Albatros» folgte ein Jahr später das zweite, das mit einem der größten Hits «Über sieben Brücken» auch im Westen auf den Markt kam.

Wesentlicher bekannter wurde das Lied dort jedoch in der Cover-Version von Peter Maffay.

Im Wendejahr 1989 erschien die Platte «...im nächsten Frieden» als Ost-West-Koproduktion.

Als Gast war Maffay an Bord, der den gemeinsamen Hit erstmals mit Dreilich sang.

Danach wurde es eher ruhig um die Gruppe.

Erst 1995 meldete sie sich pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum mit der CD «Die geschenkte Stunde» zurück.

1997 erlitt Dreilich kurz nach Erscheinen des Albums «Balance» zum Entsetzen seiner Fans einen Schlaganfall.

Er überwand jedoch sein gesundheitliches Tief und stand ein Jahr später wieder auf der Bühne.

Im Jahr 2000 wurde die Band bei einem Konzert zum 25-jährigen Bestehen auf der Parkbühne in der Berliner Wuhlheide von 17 000 Anhängern enthusiastisch gefeiert.

Karat erhielt in der DDR zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Kunst- und den Nationalpreis.

Aber auch im Westen fand die Gruppe Anerkennung.

Für das vierte Album «Der blaue Planet» (1982) bekam sie erstmals eine Goldene Schallplatte.

Gold gab es 1984 rückwirkend auch für «Albatros».

2003 gab es für Karat dann noch den Media-Control-Preis für «Der blaue Planet» als meist verkauftes Album einer DDR-Band.

Claudius Dreilich: Das Erbe von Karat

Musikalisch ambitioniert wie sein Vater war Claudius Dreilich ursprünglich nicht.

Das änderte sich erst, als Herbert Dreilich im Sommer 2003 schwer an Krebs erkrankte.

Als Herbert Dreilich wegen seiner Krankheit das Bett nicht mehr verlassen konnte, ermutigte er seinen skeptischen Sohn, der keine Banderfahrung besaß, den Part von ihm zu übernehmen.

Er wollte, dass die Band auch ohne ihn weitermacht.

„Das war eine schwere Entscheidung, auch wenn mein Vater meinte, ich sei eine Rampensau und könne das“, erzählt Claudius Dreilich beim Interview in seinem Berliner Büro.

Sein Wagnis sollte sich lohnen.

Seit 2005 singt er nun schon bei Karat, die am Wochenende in Berlin eine große Tournee anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens starten.

Zugleich präsentieren sie ihr neues Album „Hohe Himmel“.

Mehr als 70 Konzerte sind bis zum Spätherbst geplant.

Als ich zur Band kam, war von Anfang an klar, dass ich die ursprüngliche Version singen werde.

Es handelt sich ja nur um ein Wort.