Bei der Betrachtung verschiedener Kampfkünste, insbesondere im Kontext von Judo, stellt sich die Frage nach der Bedeutung von Griffen und Hebeln. Karate ist von Trainer zu Trainer sehr unterschiedlich und auch die einzelnen Stilrichtungen sind sehr verschieden.
Kyokushin ist ein Vollkontaktkaratestil. Im Goju Ryu werden auch Hebel und Griffe trainiert. Fallschule bei uns z.B. eher weniger, aber man sollte mit der Zeit schon fallen lernen (ich hasse Fallschule...). Wado-Ryu könnte evt. auch gut passen.
Wenn Du dich für VK-Karate interessierst, kannst Du Dich auch nach Ashihara Karate umschauen. Wie siehts denn mit Kyokushin-Karate aus? Vollkontakt ist da, es gibt zwar auch hohe Tritte aber du kommst auch aus wenn du die nicht benutzt sondern eher Lowkicks machst und gut boxt denke ich mal.
Nun stellt sich die Frage, wie sich die unterschiedlichen Hintergründe der Trainer auf das Training auswirken. Das ist für dich super. Aikido lässt sich viel besser mit mit jemandem üben, der es schon sehr gut kann. Die anderen haben auch alle mal angefangen. Was meint ihr dazu, oder sollte ich mir im Vorfeld keine Gedanken machen? Nein, mach dir keine Gedanken.
Allerdings möchte ich vorerst keine andere KK nebenher machen, weil Aikido doch schon recht Komplex ist und ich befürchte durcheinander zu kommen. So konzentriere ich mich besser auf eine Sache ganz und nicht auf zwei halb. Ich bin dort gut aufgenommen worden und das Training macht mir richtig Freude. Wer sich mehr Verausgaben möchte hat jederzeit die Möglichkeit dazu.
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Vielmehr müßte man Ju Jutsu als einen Mix unterschiedlicher Systeme sehen, welches es einem erlaubt, auf seiner Reise durchs JJ Prüfungsprogramm in viele andere KK Bereiche hineinzuschauen um auf diese Weise "seinen" eigenen Stiel zu finden (ergo abwandern in andere Systeme oder [besser] betreiben eines Zweit, bzw. Er sollte sich mit mindestens zwei bis drei (davon mindestens einer nicht Japanisch, bzw. 5. 4. Dabei sollen keine konkreten Prüfungen veranstaltet werden.
Zur Entwicklung ihres eigenen Systemes brauchen die Schüler Zeit. Damals wurden die Stile vom Vater dem Sohn unterrichtet. Und jede Familie hatte ihren persönlichen "Stil". Diese waren aber nur Sammlungen von verschieden Techniken. Irgendwann kamen diverse Leute wie Jigoro Kano und haben die ihrer Meinung nach effektivsten Techniken zusammen gepackt, bzw. zusammengefügt.
Sprich, überall, in jedem Stil sind Techniken und Wege aus anderen KKs zu finden, und dann kann man meiner Meinung nach nicht sagen das kommt aus dem und dem Stil. Man sollte meiner Meinung nach die einzelnen Stile nicht als einmalig oder ähnlich betrachten, sondern alle irgendwie als Sammlung diverser Techniken betrachten. Es gibt bestimmt Ausnahmen wie Shaolin Kung-Fu usw.! Aber insgesamt sind meiner Meinung nach alle Budo-Stile Sammlungen dieser Techniken.
Glücklicherweise darf ich berichten, dass bei uns das Training sehr individuell aufgebaut ist, alleine schon durch die Tatsache, dass wir eine ganze Menge Leute haben, die bei uns im Regelfall drei bis vier verschiedene Trainer jeweils turnusmäßig das Training gestalten. So ist schonmal Abwechslung und verschiedene Herangehensweisen garantiert. Außerdem lassen sie uns relativ viel Freiraum unsere Techniken so zu beenden, wie wir es im Moment für sinnvoll erachten.
Mir macht das einen großen Spaß so zu testen, was wie gut funktioniert und motiviert mich auch sehr. Einmal die Woche ist dann sogenanntes Kampftraining. Hier werden dann (für mich) kompliziertere Techniken gezeigt oder auch mal andere Sachen gemacht wie Shootfighting, Muay Thai oder ähnliche Sachen. Danach wird dann Sparring gemacht.
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Bei uns im Training haben wir 4 verschiede Kampfsport orientierte Trainer Karate, Aikido, Jiu Jitsu, Judo und mindestens 1 mal in der Woche einen Fremdtrainer von einen anderen Verein. Dadurch ist Technik und SV Vielfalt gewährleistet. So kann sich jeder das beste für sich heraussuchen.
Es hieß, Ju-Jutsu sei immer noch kein in sich geschlossenes System, das auch nicht funktionieren würde. ABER: Als Lösung, dann einfach noch viel mehr Sammelsurien anderer Kampfkünste reinzufügen, macht es nicht gerade zu einem schlüssigeren System. Dann fehlen umso mehr Konzepte und Kampfprinziepien, die bleiben und sich nicht widersprechen. So wäre man gezwungen, alles halb, und nichts richtig zu machen. Schon jetzt lernt man Techniken in Hülle und Fülle.
Ich denke auch man muß offen sein und in alle Richtungen und über den Zaun schauen und das dann im Training so weitergeben. Wenn ich mir das Training in manchen Vereinen so anschaue, denke ich manchmal das müßte verboten werden was dort gemacht wird. Da springen hohe Dan Träger rum die die Sache nicht verstanden haben.
Das Kampfsporttraining und gerade das Ju-Jutsu gibt uns eigentlich viele Möglichkeiten eines guten Trainings, das nicht nur aus Prüfungstechniken besteht. Glücklicherweise darf ich berichten, dass bei uns das Training sehr individuell aufgebaut ist, alleine schon durch die Tatsache, dass wir eine ganze Menge Leute haben, die bei uns im Regelfall drei bis vier verschiedene Trainer jeweils turnusmäßig das Training gestalten. So ist schonmal Abwechslung und verschiedene Herangehensweisen garantiert.
Wenn ein Judoka einem Kickboxer gegenüber steht wird der Judoka schlechte Karten haben, weil ein Kickboxer durch Tritte und Faustschläge auch viel weitere Distanzen kämpfen kann, wie nur durch einen Gegner zu werfen oder ihn direkt in einem Griff haben zu bezwingen. Angenommen der Kickboxer fällt durch einen dummen Zufall auf die Schnauze, hat der Judoka in einem Bodenkampf natürlich viel mehr Vorteile. Der Kickboxer kann natürlich auch ein Taekwondo-, Karate-, WT- Kämpfer, etc. Das heißt, dass sich weder ein Kickboxer noch ein Judoka auf seiner Leistung ausruhen darf und sich als "Unbesiegbar" sehen, da sowieso keine KK ein Freifahrtschein für jegliche Straßenkämpfe ist.
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Ein Ju Jutsu- Kämpfer dagegen lernt beides in gleicher Maßen (so mindestens bei meinem Trainer). Wenn ein JJ-Kämpfer also einen Meistergrad hat, muss er seine Schwachstellen (wegen mir im Bodenkampf) verbessern und aufbauen. Da kann man dann auch zusätzlich noch z.B. Zu dem "Durcheinander" bei den Techniken kann ich nur sagen, dass mein Trainer uns eine Grundtechnik richtig beibringt. Sobald man diese beherrscht kann man kombinieren.
Hier wird schon beschrieben das JJ nicht nur im SV Akpekt zu sehen ist. Mit den Vorschlägen die unterbreitet wurden würde man auf alle Fälle sicherstellen dass eben nur noch ein kleiner, fast elitärer haufen höhergraduierter übrigbleibt. Und ob eine KK nur als "bissel bewegung" gesehen und trainiert wird, hängt immer 1. vom Trainer ab und 2. Es gibt spezielle Trainingseinheiten, in denen SV trainiert wird (mit allem drum und dran z.B.
Es gibt leider allzuviele Leute die den Unterschied zwischen Prüfungsprogramm und SV nicht verstehen. Da muss ich mal kurz widersprechen, denn das ist nicht zwangsläufig der Fall. Aber dort trainieren viele Leute, die nie Prüfungen machen wollen. Sie werden auch weniger dazu gezwungen. Auch wenn das nur Eitelkeiten sind, wer will das schon.
Ein netter Armstreckhebel über die Schulter ist sicherlich bei einer Prüfung schön anzusehen, er kann allerdings auch SV-mäßig als brutaler Armbrecher eingesetzt werden. Genauso wie ein Stoppfußstoß, den von der Seite auf das Knie gesetzt ist eine SV-Situation bestimmt ganz schnell beendet. Die netten Fingerhebelchen etc.... allesamt von selbsternannten SVlern nett belächelt.... aber für die FrauenSV gegen Busengrabscher bestimmt eine sehr gute Technik ... da kann ich als Frau in der Disko nicht gleich einen Po-Grabscher die Nase einschlagen... da ist ein Fingerhebel u.U.
Befreiungen aus den Haltegriffen (darf im übrigen mit Nervendrucktechniken, Hebel, Atemis verbunden werden - in welcher KK gibt es sowas schon so früh), Fußtechnik vorwärts, Fauststoß - schläge, Armstreck/Armbeugehebel (kann auch als Armbrecher benutzt werden), Hüftwurf (naja, okay, der erste Abzug), Große Außensichel (siehe Anmerkung zum Beinsteller) und dann kommen schon die ersten Gegen- und Weiterführungstechniken - für den echten Zweikampf unglaublich wichtig..., Freie Anwendungen Boden (das geht schon so weit wie Braz. Jiu-Jitsu und beinhaltet weit mehr als das Judo-Fenster - und das schon im Orangegurt).
Äußerst schade finde ich nur hier beim Bodenkampf im Orangegurt, dass keine Nervendruck- und Atemitechniken erlaubt sind... Wir machen es im Training aber dennoch, früh übt sich... Auch die Komplexaufgabe Fausttechniken machen wir es als Faustkampf, wo beide aktiv sind. Bei der Prüfung wird dann eine Stufe zurückgeschaltet. Nur so lernt man von Anfang an eine gute Deckung, die bei einem passiven Partner immer vernachlässigt wird - es kann ja einem nix passieren... Dann im Grüngurt kommt schon die ersten Trappling-Techniken und die Waffenabwehr... wenn letzteres so gemacht wird wie in Hessen mit den Erfahrungen aus dem Pekiti-Stützpunkttraining eine äußerst effektive und runde Sache....
Gar nicht schlecht als Argument, ich stimme Dir absolut zu, dass gr. Außensichel und Körperabbiegen usw. sind echt sinnvoll; ich gerate tatsächlich etwas ins schwimmen. Im großen und Ganzen finde ich zu große Hebelverliebtheit; zu große Wurfverliebtheit; es entsteht eine Tendenz, die Sache stärker zur Kunstform zu machen.
Ich würde, selbst in einem richtig guten (SV-mäßig) Ju-Jutsu-Verein, vom Training anderer Disziplinen nicht lassen wollen. Wenn jemand Ju-Jutsu aus anderen als SV-Gründen betreibt: gut. Da liegt m.E. Ihr hab alle schon recht das mit dem über den Tellerrand rausschauen etc. Aber je weiter ich drüber schaue, umso mehr komme ich nimmer wieder auf JJ zurück.
