MMA Turniere für Anfänger: Teilnahmevoraussetzungen

Viele interessieren sich für den Einstieg in die Welt des Mixed Martial Arts (MMA). Dieser Artikel beleuchtet die Teilnahmevoraussetzungen für MMA-Turniere für Anfänger.

Allgemeine Voraussetzungen für die Teilnahme

Es gibt keine speziellen Voraussetzungen außer der Bereitschaft, Neues zu lernen. Unser Training ist für Anfänger genauso geeignet wie für Fortgeschrittene. Jeder Kurs hat feste Zeiten, die auf den Altersgruppen basieren.

Mindestalter

Bei uns gibt es ein Mindestalter von 16 Jahren. Für jüngere Teilnehmer gibt es spezielle Klassen:

  • LFC Kids Class: 10 - 14 Jahre
  • LFC Young Guns: 15 -18 Jahre
  • Erwachsene: ab 18 Jahre

Sportliche Vorkenntnisse

Es ist von Vorteil, wenn du bereits etwas beherrschst. Erst durch MMA hast du meiner Meinung nach die Möglichkeit zu sehen was dir besonders viel Freude bereitet und was deine Stärken sind.

Bei mir in der Stadt gibt's z. B. ein MMA-Studio, da gibt's dann Dienstag und Donnerstag Boxen, Mittwoch Kickboxen, Montag Muay Thai und und und.

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Niemand wird in einem vernünftigen Verein dumm schauen oder lachen, weil du etwas nicht verstehst. Geh einfach zum Training und hab Spaß.

Gesundheitliche Anforderungen

Jeder MMA Sportler muss seine Wettkampftauglichkeit durch eine ärztliche Untersuchung nachweisen. Jeder Sportler muss mindestens einmal im Jahr seine Wettkampftauglichkeit durch eine ärztliche Untersuchung schriftlich nachweisen. Dieser Nachweis hat er am Wettkampftag ungefragt beim Wiegen den zuständigen Kampfrichtern vorzuzeigen.

Vor jedem Kampf muss der Kämpfer zusätzlich auf seine Kampftauglichkeit untersucht werden. Vor jedem Kampf muss der Kämpfer durch einen Arzt auf seine aktuelle Kampftauglichkeit untersucht werden.

Stellt der Arzt fest, dass der Kämpfer durch Krankheit, Doping oder aus anderen Gründen nicht kampftauglich ist, wird der betreffende Kämpfer sofort vom Kampf ausgeschlossen. Der betroffene Kämpfer hat alle für diese Kampfpaarung anfallenden Kosten zu tragen und seine eventuell ausgelobte Kampfgage verfällt.

Der Arzt ist auch berechtigt, nach einem Kampf eine Dopingkontrolle durchzuführen. Sollte sich der betreffende Kämpfer weigern, wird ihm - im Falle eines Sieges - der Sieg wieder ab erkannt.

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Jeder Hauptkampfrichter eines Events muss seine allgemeine Sporttauglichkeit durch eine ärztliche Untersuchung nachweisen.

Ohne einen Arzt/ Sanitäter an der Wettkampffläche dürfen keine Kämpfe durchgeführt werden!

Ausrüstung

Je nach Kurs sind Boxhandschuhe, Schienbeinschoner und ein Mundschutz erforderlich.

Regeln und Vorschriften

Die Kämpfe werden von den jeweiligen Gremien reglementiert und geleitet. Es zählt zu den Aufgaben der Kämpfer, der Betreuer und des Kampfgerichtes auf die Gesundheit der Kampfteilnehmer zu achten.

Die Sportler haben so zu kämpfen, dass sie die eigene Gesundheit und die des Gegners nicht unnötig gefährden. Sollte es eine Gefährdung der Gesundheit während eines Kampfverlaufes geben, dann sind alle Genannten verpflichtet, diesbezüglich einzuschreiten.

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Es ist jedem Veranstalter einer MMA Veranstaltung gestattet, unter Beachtung der „Legion Fighting Championships Rules”, das Regelwerk noch spezieller / angepasster für Anfänger zu definieren.

Bevor ein Kampf stattfindet hat es eine Regelbesprechung gegeben, in der das jeweilige Regelwerkdurchgesprochen wird! Der Arzt, derVeranstalter, das komplette Kampfgericht und alle Kämpfer sowie alle Betreuer bzw.

Anmeldungsvorgaben

Die Anmeldungsvorgabe für MMA Fighter ist bindend für alle Veranstaltungen. Besondere Aufmerksamkeit haben die Matchmaker auf den sportlichen Hintergrund der Kämpfer zu legen.

Wiegen

Die Kämpfer werden zu einem vom Veranstalter festgelegten Zeitpunkt gewogen. Der HKR und sein Team haben dafür zu sorgen, dass immer beide Gegner zur gleichen Zeit gewogen werden. Der HKR ist für die Erstellung eines Wiegeprotokolls verantwortlich.

Sollte einer der Kämpfer Übergewicht haben, so wird ihm eine Frist von ca. 2 Stunden eingeräumt, um das geforderte Gewicht auf die Waage zu bringen.

Kampfablauf

Erwachsene aller Klassen / Pro Class ab 18 Jahreoffiz. MMA Kämpfe in der Erwachsenen Klasse gehen maximal über drei Runden, davon dauert jede Runde nicht länger als fünf Minuten, mit einer Pause von einer Minute zwischen den beiden Runden.

Während den MMA - und Junior/ Kids Wettkämpfen dürfen sich maximal 2 Personen, pro Kämpfer in der Ecke des Kämpfers befinden.Jede Person die ihren Kämpfer beim Kampf betreuen möchte muss bei der Regelbesprechung anwesend sein!

Die Trainer und Sekundanten die ihren Kämpfer betreuen, haben Sportkleidung und Turnschuhe zu tragen.In der Kampfzeit, haben die betreuenden Personen auf zwei Stühlen zu sitzen und dürfen während desKampfes diese nicht verlassen.

Der Trainer ist berechtigt, einen Kampf abzubrechen. Dies macht er dem Ringrichter deutlich, indem er ein Handtuch in den Ring wirft. Diese Regel schließt aber nicht aus, dass der Kämpfer selbst aufgeben kann.

Ein anwesender Trainer oder ein Kämpfer hat die Möglichkeit, Protest gegen ein Urteil einzulegen. Protest ist immer in schriftlicher Form beim Veranstalter einzureichen. Bevor die Bearbeitung beginnt, muss die Protestgebühr von 200,- Euro auf dem Veranstalterkonto gutgeschrieben worden sein.

Betreten während eines Kampfes Trainer und/oder Sekundanten die Kampffläche, wird der Kampf abgebrochen und der Gegner erhält den Sieg als TKO zuerkannt!

Der Kampf ist erst zu Ende, wenn der HKR das Ergebnis verkündet, oder die Kampffläche für die Pausenbetreuung freigegeben wurde.

Benehmen sich Trainer und/oder Sekundanten in irgend einer Form unsportlich, wird diese Mannschaft ermahnt oder verwarnt. Die Wertung dieser Ermahnung / Verwarnung fließt in die Kampfbewertung mit ein.

Der HKR kann auch den Kampf sofort abbrechen. Das Kampfgericht (KG) besteht aus einem oder mehreren Hauptkampfrichter (HKR) drei Kampfrichter (KR) und einem Arzt , dieser wird unabhängig von der Wettkampffläche „Ring Arzt” (RA) genannt.

Der HKR steht im Ring und wertet nicht, die KR punkten nach den KG Vorgaben. Nur in Ausnahmefällen kann auchein sogenanntes „kleines Kampfgericht” einen Kampf leiten, dann wertet der HKR mit und wird von zwei KR unterstützt.

Die Kampfrichter, im besonderen der HKR überwachen die Einhaltung der Vorschriften und Regeln. Der HKR ermahnt, verwarnt oder disqualifiziert einen oder beide Kämpfer, je nach Schwere des Verstoßes gegen diegeltende MMA Regeln.

Nachdem es nach Ablauf der regulären Kampfzeit keinen Sieger gibt, liegt die Entscheidung bei den Kampfrichtern.

Kommandos während des Kampfes

  • Kommando “Bist Du bereit?” (“are you ready?”)- der Kämpfer muss klar mit “Ja” (“yes”) antworten oder ganz offensichtlich nicken (bzw. seine Kampfbereitschaft zeigen).
  • Kommando “kämpft” (“fight”) eröffnet den Kampf!
  • Kommando “Pause” (“break”) unterbricht den Kampf
  • Kommando “STOP” (“Stop” / “Stop the Fight”) heißt alle Handlungen sofort beenden!

Inaktivität im Bodenkampf

Der HKR kann den Bodenkampf bei Inaktivität der Kämpfer jederzeit abbrechen. Ein Kämpfer darf in der Pause zwischen den Runden nur noch von seinen 2 Sekundaten betreut werden.

Verhalten nach Kampfende

Nach Kampf Ende treten sich die Kämpfer wieder gegenüber. Beide Sportler geben sich die Hände.

Der Hauptkampfrichter (HKR) und der Ringarzt sind die Einzigen, die befugt sind den Ring/die Kampffläche jederzeit während des Kampfes zu betreten. Das Werfen des Handtuches auf die Kampffläche durch einen Sekundanten für den eigenen Kämpfer ist ebenfalls regelkonform.

Bewertung und Urteilsfindung

Jeder Kampf wird grundsätzlich von drei Kampfrichtern (KR) bewertet und gepunktet. Für Ausnahmeregelungen siehe Punkt 7.1)Das Kampfgericht:„…Der HKR steht im Ring und wertet nicht, die KR punkten nach den KG Vorgaben. Nur in Ausnahmefällen kann auch ein sogenanntes „kleines Kampfgericht” einen Kampf leiten, dann wertet der HKR mit und wird von zwei KR unterstützt.”

Die Kampfrichter bewerten MMA - Techniken nach effektiven Schlägen, effektiven Bodenkampf, Kontrolle des Kampfareals, effektive Aggressivität und Verteidigung.

Die Bewertungen findet in der oben genannten Reihenfolge statt.

Kriterien für die Bewertung

  • Effektive Schläge
  • Effektiver Bodenkampf
  • Kontrolle des Kampfareals
  • Effektive Aggressivität
  • Verteidigung

Fouls und Disqualifikationen

Nach drei „normalen” Fouls oder einem „ groben” Foul, wird der Athlet disqualifiziert. Die Wertigkeit zwischen einem „normalem” und einem „groben” Foul obliegt dem HKR.

  • Ein Foul im Affekt bzw ohne erkennbare Absicht wird als „normales Foul” behandelt.
  • Ein Foul das zu verhindern gewesen wäre und/oder das mit Absicht begangen wurde, wird als „grobes Foul” behandelt.

Beispiele für Fouls

  • Kopfstöße
  • Anspucken
  • Tiefschläge
  • Augenkratzen
  • Haare ziehen
  • Beißen / Kratzen / Kneifen
  • Festhalten des Schlüsselbeines
  • Unsportliche Vorgehensweise / Beleidigungen

Technische Details nach Altersklasse

Erlaubte und nicht erlaubte Techniken im Stand und am Boden, je nach Altersklasse:

Techniken im Stand Kids Class (10 - 13 Jahre) Young Guns (14 - 17 Jahre) Adult Class (ab 18 Jahre) Pro Class (ab 18 Jahre)
Schläge zum Kopf Ja Ja Ja Ja
Schläge zum Körper Ja Ja Ja Ja
Ellbogen zum Kopf Nein Nein Nein Ja
Ellbogen zum Körper Nein Nein Ja Ja
Tritte zum Kopf Nein Ja Ja Ja
Tritte zum Körper Ja Ja Ja Ja
Knie zum Kopf Nein Nein Ja Ja
Knie zum Körper Nein Nein Ja Ja
Techniken am Boden Kids Class (10 - 13 Jahre) Young Guns (14 - 17 Jahre) Adult Class (ab 18 Jahre) Pro Class (ab 18 Jahre)
Schläge zum Kopf Nein Ja Ja Ja
Schläge zum Körper Nein Ja Ja Ja
Ellbogen zum Kopf Nein Nein Nein Nein
Ellbogen zum Körper Nein Nein Ja Ja
Tritte zum Kopf Nein Nein Nein Ja
Tritte zum Körper Nein Nein Ja* Ja*
Knie zum Kopf Nein Nein Nein Nein
Knie zum Körper Nein Nein Ja Ja
Upkicks Nein Nein Ja Ja
Bodyslams Nein Kniehöhe Kniehöhe Ja

*nur um Guard zu passieren!

Szenario- und Kontakttraining

Das Szenario- und Kontakttraining im MMA bietet weit mehr als nur das Erlernen von Techniken. Durch realitätsnahe Übungssituationen lernen die Teilnehmenden, auch unter Druck schnell, kontrolliert und effektiv zu reagieren.

Regelmäßiges Training in intensiven, dynamischen Szenarien stärkt das Selbstvertrauen und vermittelt Handlungssicherheit - sowohl im sportlichen als auch im alltäglichen Leben. Viele Teilnehmende berichten, dass sie durch das Training auch mental wachsen: Sie lernen, eigene Grenzen zu verschieben, fokussiert zu bleiben und selbst schwierige Situationen souverän zu meistern.