Taekwondo, eine moderne Kampfkunst aus Korea, hat sich weltweit verbreitet und ist seit 2000 eine olympische Disziplin. Der Fokus liegt auf dem Treten, wobei das Ziel ist, Gegner mithilfe von Händen, Füßen und anderen Körperteilen effektiv zu bezwingen. Es gibt eine Kampfkunstphilosophie, die das gesamte Taekwondo durchdringt, und es unterscheidet sich vom japanischen Karate.
Im Taekwondo gibt es eine Kampfkunstphilosophie, die das gesamte Taekwondo durchdringt. Laut ITF-Gründer Choi Hong Hi ist „Taekwondo wie eine Trauerweide“. Wie eine Trauerweide, die sich je nach Windrichtung natürlich und flexibel bewegt und dreht, bedeutet Taekwondo auch flexibles Denken und Kämpfen je nach Situation.
Taekwondo Sportler treten wahnsinnig schnell. Die Grundbewegungen für schnelles Treten sind Taillenrotation, Beckendrehung, Oberschenkelbewegung. Das Taekwondo Training ist auf Geschwindigkeit ausgerichtet.
Die Verbreitung des Taekwondo
Taekwondo ist weltweit bekannt und wird in über 200 Ländern praktiziert. Es ist eine olympische Disziplin seit 2000 und hat daher eine hohe Medienpräsenz.
Taekwondo hat eine breite Palette an Wettbewerben, von denen die Olympischen Spiele und die Weltmeisterschaften die bekanntesten sind. Seit dem Jahr 2000 ist Taekwondo als Vollkontaktsport bei den Olympischen Sommerspielen vertreten.
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Regeln im Wettkampf
In Wettkämpfen ist das Ziel, den Gegner mit kontrollierten Tritten und Schlägen zu treffen. Punkte werden für Treffer in bestimmten Körperbereichen vergeben. Kopftreffer bringen in der Regel mehr Punkte ein als Körpertreffer. Generell sind Schläge zum Kopf und Körper erlaubt, jedoch sind bestimmte Techniken wie Ellbogenstöße oder Tritte in den Genitalbereich verboten. Auch das Halten des Gegners ist meist nicht erlaubt.
Das Graduierungssystem
Das Graduierungssystem ist in Schülerklassen (Kup) und Meisterklassen (Dan oder Poom) unterteilt. Die Farbe der Gürtel symbolisiert den Fortschritt des Schülers. Weiß steht für Anfänger, während Schwarz die Meisterklasse repräsentiert.
Organisationen im Taekwondo
Es gibt zwei Hauptorganisationen im Taekwondo: die World Taekwondo (WT) und die International Taekwon-Do Federation (ITF). WT ist die weltweit anerkannte Organisation und ist auch bei den Olympischen Spielen vertreten.
Berühmte Taekwondo-Kämpfer
Es gibt eine Reihe von bekannten Taekwondoin, vor allem auch deshalb, da Taekwondo durch die Teilnahme an olympischen Spielen deutlich stärker in den Fokus gerückt wurde. Kampfsportler werden im Gegensatz zu Fußballern nicht so ins das Rampenlicht gestellt.
Der weltweit erfolgreichste Sportler im olympischen Taekwondo ist Steven Lopez aus den USA.
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Der Rekordhalter unter den deutschen Athleten ist Michael Arndt, der 1980 und 1986 die Europameisterschaft gewann, anschließend 1987 den Sieg bei der Weltmeisterschaft und 1988 eine Bronzemedaille bei Olympia holte, sowie 1989 den 1. Platz beim World Cup und den World Games gewann.
Die erfolgreichste deutsche Frau ist Helena Fromm, die die erste Bronzemedaille bei Olympia gewann.
Hier eine kleine Übersicht einiger bekannter Taekwondo-Kämpfer:
| Name | Land | Bemerkenswerte Erfolge |
|---|---|---|
| Steven Lopez | USA | Mehrfacher Weltmeister und Olympiasieger |
| Michael Arndt | Deutschland | Europameister, Weltmeister, Olympiamedaillengewinner |
| Helena Fromm | Deutschland | Olympiabronzemedaillengewinnerin |
Taekwondo in Film und Fernsehen
Taekwondo wird zwar selten in Filmen beim Namen genannt, es gibt jedoch den einen oder anderen Kampfsport-Schauspieler, der im wahren Leben Taekwondo gelernt hat. Die Auswahl ist allerdings, vermutlich aufgrund der schwachen Verbreitung des Taekwondo vor der Gründung der WTF in 1973, nicht sehr groß. Auffallend ist ebenfalls, dass diverse Stuntmen im Genre Martial-Arts Taekwondo lernten, um ihre Beintechniken zu perfektionieren.
Das Vorzeigeexemplar unter den Schauspielern ist der durch seine perfekten Tritte bekannte Chuck Norris, dessen Markenzeichen, der Roundhouse-Kick, jedem von Euch noch geläufig sein dürfte. Obwohl ihn diverse Witzeleien in den letzten Jahren häufig als Scheinheld dastehen lassen, ist Chuck Norris Träger des 8.
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Der Engländer Scott Adkins, unter anderem bekannt aus „X-Men Origins: Wolverine“ und „The Expandables 2“, trägt den schwarzen Gürtel im Taekwondo.
Der US-amerikanische Schauspieler Michael Jai White spielte in verschiedenen Martial-Arts-Filmen, unter anderem zusammen mit Steaven Seagal (Exit Wounds) und Jean-Claude-Van-Damme (Universal Soldier - Die Rückkehr).
