Phoenix Kampfsport Cham: Informationen über Erfolge und Philosophie

Beachtliche Erfolge haben die Vertreter der Kickboxschule Phoenix Neumarkt bei der „Legends Fight Night“-Gala in München erzielt. Die Phoenix-Kickboxer aus Neumarkt und die Begleiter waren mit Coach Levent Altirikli in München.

Erfolgreiche Teilnahme an der "Legends Fight Night"

Wie der Leiter der Sportschule, Levent Altirikli, mitteilte, sei man bei dem hochkarätig besetzten Einladungsturnier mit vier Sportlern, die im Kickboxen-K1 angetreten sind, bei der Veranstaltung vertreten gewesen. „Allein die Einladung durch den Veranstalter war für uns ein Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit in dieser Sportart“, so Altirikli. Der Coach betonte auch die Dankbarkeit an sein Team um Annalena Kohlmann, Cem Altirikli und Adrian Dautaj, das ihn begleitete und die Kämpfer unterstützte.

Die Kämpfer und ihre Leistungen

Levent Altirikli hatte für dieses Turnier mit Paula Burger, Vladislava Tarlikova, und Walfried Lebert drei Athleten aufgeboten, die noch am Anfang ihrer Wettkampfkarriere stehen. Mit Luan Dautaj war als vierter ein erfahrener Kämpfer mit dabei, der schon eine internationale deutsche Meisterschaft gewonnen hatte.
  • Luan Dautaj bekam es mit einem Kämpfer des Gastgebers zu tun und der Kampf endete Unentschieden.
  • Paula Burger, die zum ersten Mal auf einem großen Event kämpfte, zeigte alle Finessen ihres erlernten Kampfstils und konnte sich als Siegerin in die Liste eintragen lassen.
  • Tarlikova erkämpfte sich ein Unentschieden und Lebert konnte gleich bei seinem ersten Einsatz als Sieger mit einem TKO den Ring verlassen, sodass die Phoenix-Kämpfer bei dieser Veranstaltung ungeschlagen blieben.

Gar zum ersten Mal betraten die 13-jährige Vladislava Tarlikova und der 18-jährige Walfried Lebert die große Wettkampfbühne.

Zufrieden trat man die Heimreise an. Altirikli blickt bereits jetzt auch schon auf die Kickbox-Weltmeisterschaften im Oktober in Wien, wo Phoenix Neumarkt mit drei Kickboxern beim Turnier vertreten sein wird.

Wie Altirikli weiter erzählte, waren die Profikämpfe Höhepunkt und Abschluss einer Veranstaltung, die auch ein Showprogramm zu bieten hatte.

Tabelle der Ergebnisse

Kämpfer Ergebnis
Luan Dautaj Unentschieden
Paula Burger Siegerin
Vladislava Tarlikova Unentschieden
Walfried Lebert Sieger (TKO)

Die Philosophie der Sportschule Phönix

Schon seit 2013 betreibt Levent Altirikli die Sportschule Phönix, in der man die fernöstlichen Kampfsportart Kickboxen/K1 erlernen kann. Sie ist eine erweiterte Form des Kickboxens und kombiniert Techniken aus dem Boxen, Karate, Muay Thai, Taekwondo und anderen Kampfsportarten.

Kickboxen: Da denkt mancher an einen gewalttätigen Sport. Ja, der Sport habe Härte, sagt Levent Altirikli über den Kampfsport, den er in der Sportschule Phönix in Neumarkt neben anderen Kampfsportarten lehrt.

Levent Altirikli (vorne l.) und sein Sohn Cem (vorne r.) trainieren nicht nur mit jungen Kickboxern in der Neumarkter Sportschule Phönix, sondern Sportlern jeden Alters, Geschlechts und jeder Nationalität.

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Neben den Wettkampfsportlern, die auch bei internationalen Turnieren antreten, gibt es in der Sportschule Phönix auch einen Breitensportangebot, das auf Fitness ausgelegt ist. Daneben gibt es Kurse zur Selbstverteidigung, die sich insbesondere an Frauen richten.

Fairness und Charakter

Es geht dem Neumarkter Kickbox-Lehrer um Fairness. „Kickboxen ist Sport und bei aller Härte geht es darum, ihn mit der nötigen Fairness zu betreiben“, betont Altirikli. „Deshalb achte ich bei denen, die bei uns mitmachen wollen, sehr auf die charakterliche Eignung.“ Er wolle verhindern, dass Menschen diesen Sport erlernen, die ihn nicht so einsetzen, „wie es unser Ehrenkodex vorschreibt“.

Für Altirikli geht es beim Kickboxen um mehr als nur darum, körperlich fit zu werden und Kampftechniken zu erlernen. „Unser gesamtes sportliches Angebot umfasst die Stärkung von Körper und Geist. Wir vermitteln auch Bausteine in Sachen Selbstbewusstsein, Lebenseinstellung oder Problembewältigung“, sagt der Schulleiter.

Sozialpädagogische Begleitung

Dafür hat sich Altirikli mit Stephanie Banning eine Sozialpädagogin ins Boot geholt. „Viele Jugendliche finden durch den Sport und das damit verbundene Miteinander aus schwierigen Lebenslagen heraus und es ist erfreulich für mich zu sehen, welche Fortschritte hier sportgesellschaftlich erzielt werden“, sagt Banning, die bei der Jugendhilfestation Neumarkt tätig ist.

Nabaa Mushref ist eine der jungen Sportlerinnen in der Sportschule Phönix. Die 18- Jährige stammt aus dem Irak und hat durch die Gemeinschaft in der Sportschule Halt gefunden, wie sie sagt. Das Sportliche trägt dazu bei. Stolz berichtet sie von ihrem größten sportlichen Erfolg, den dritten Platz bei den K1-Weltmeisterschaften in Wien im vergangenen Jahr.

Ein Ort für alle

Um Erfolge im Wettkampf geht es Emma Jlnizkiy nicht. Die 30-Jährige legt bei ihrem Trainingsprogramm mehr Wert auf körperliche Ertüchtigung - und die gesellschaftliche Komponente im Miteinander mit anderen Sportlern. „Hier fühle ich mich richtig zu Hause“, sagt sie.

„Platz ist bei uns für Sportbegeisterte jeden Alters, Geschlechts und jeder Nationalität“, sagt Levent Altirikli. Der jüngste Trainingsteilnehmer sei beispielsweise gerade mal fünf Jahre alt. Auch bei den insgesamt fünf zertifizierten Trainern der Sportschule gibt es ein jugendliches Element. Levent Altiriklis Sohn Cem hat mit 19 Jahren schon den C-Schein gemacht.

Gemeinsam mit den anderen Trainerkollegen bereitet er die Neumarkter Kickboxer auf Wettkämpfe vor. In Sachen Wettkampfsport sind sie schon lange eine gute Adresse.

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Er versteht Phönix und den Kampfsport als eine Lebensschule und nicht als eine Ausbildungsstätte für Schläger. Dafür geht er besondere Wege.

„Man hat gesehen, dass unsere jungen Kämpfer auf einem guten Weg sind und, dass sich das kontinuierliche Training immer mehr auszahlt“, sagte der Kampfsportchef.

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