Diamantschmuck zu vergleichen ist gar nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick scheint. In erster Linie wird der Karatpreis verglichen, d.h. wie viel Diamantgewicht in Karat (ct.) man für sein Geld erhält. So lassen sich Ringe mit unterschiedlichem Karatgewicht in unterschiedlichen Preisklassen vergleichen.
Beispiele:
- Diamantring: 11 Steine mit insgesamt 0,79 ct. Diamantgewicht - jeweils ca. 0,11 ct.
- Armband: 156 Steine mit insgesamt 2 ct. Diamantgewicht - jeweils ca. 0,01 ct.
- Anhänger: 7 Steine mit insgesamt 0,47 ct. Diamantgewicht - jeweils ca.
Der Karatpreis zeigt: Mehr Diamant für Ihr Geld bekommen Sie beim Diamantring. So können Sie selbst ganz unterschiedlichen Diamantschmuck bewerten und vergleichen. Das gleiche Prinzip hilft übrigens auch beim Vergleich größerer Diamanten und deren Zwischengrößen.
Ein Einkaräter mit 1,27 ct. für € 14.600 oder - in der gleichen Qualität - ein Brillant mit 1,39 ct. für € 15.300?
Benchmarkpreise für Diamantschmuck
Das Einholen der Benchmarkpreise ist immer Arbeit. Hier haben wir diese für Sie gemacht:
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Derzeitige VK-Preise pro Karat für Diamantschmuck (H+ / VS+) 0,01 - 0,05 ct. liegt bei ca.
Je größer der Diamant, desto seltener und wertvoller ist er. Das betrifft auch kleinere Diamanten im Schmuck. Das heißt, der Diamantring ist nicht nur nach dem Karatpreis das beste Angebot. Er trägt im Verhältnis auch noch die größten Diamanten (2x und 10x größer!) verglichen mit dem Anhänger oder Armband.
Fun Fact: Der Preisunterschied von 0,01 ct. zu 0,10 ct. beträgt pro Karat leicht 50% und mehr!
Qualitätsfaktoren bei Diamanten
Ein wichtiger Faktor für Schmuckpreise ist die Diamantqualität. Die häufigsten Unterschiede in der Qualität für Diamanten, die im Schmuck verwendet werden, zeigen sich in der Reinheit. Die Abgrenzung VS / SI, also „sehr kleine Einschlüsse“ zu „kleinen Einschlüssen“.
Die Farbe der Diamanten ist meist G-H (Feines Weiss - Weiss) oder I (Leicht getöntes Weiss). Der Farbgrad „H“ - Weiss - ist das, was die meisten Kunden von einem schönen Diamanten erwarten.
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Der Preisunterschied von Schmuckstücken von VS zu SI liegt bei ca. 30% und mehr - je nach Verarbeitung und Schmuckstück.
Diamantenqualität und die "4C"
Neben der Größe/dem Gewicht ist das mit Abstand wichtigste Kriterium für den Preis eines Diamanten dessen Qualität. Da Diamanten hoher Qualität wesentlich seltener sind als solche in einfachen Qualitäten, sind sie auch gefragter und kosten mehr.
Jeder kennt im Zusammenhang mit einem Diamanten oder Brillanten den Begriff „Lupenrein“. Einigen wird auch der Begriff der „4C“ im Zusammenhang mit Diamanten geläufig sein.
Hier erfahren Sie Wissenswertes bezgl. „4C“ ist die Abkürzung für die vier englischen Begriffe Carat (Gewicht), Color (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff).
Zusätzlich gibt es noch einige weitere Qualitätsmerkmale. Diese sind z.B. Politur und Symmetrie, Zertifikat (von welchem Institut stammt das Diamantzertifikat/die Diamantexpertise) und Fluoreszenz (bei vorhandener Fluoreszenz kann der Diamant unter UV-Licht leicht schimmern/leuchten).
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Als weiteres Qualitätsmerkmal sei hier eine Besonderheit genannt, die in den letzten Jahren eine immer stärkere Beachtung findet, die Herzen & Pfeile (Hearts & Arrows) - ein spezielles Muster, was sich unter einem optischen Gerät zeigt.
Jede einzelne dieser Eigenschaften - und noch mehr - haben einen Einfluss auf den Preis bzw.
Die 4 C im Detail
- Carat (Gewicht): Das Gewicht eines Diamanten wird international in Carat (englisch) oder Karat (deutsch) angegeben. Die übliche Abkürzung lautet „ct.“. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm.
- Color (Farbe): Ein Diamant ist umso teurer je farbloser/weißer und damit seltener er ist. Die höchste und seltenste Farbstufe ist die absolute Farblosigkeit (Farbstufe D, früher River).
- Clarity (Reinheit): Der wahrscheinlich jedem bekannte Begriff „lupenrein“ bedeutet, dass unter einer 10-fachen Speziallupe durch eine fachlich versierte Person keinerlei Einschlüsse zu erkennen sind. Je weniger Einschlüsse ein Diamant hat, bzw.
- Cut (Schliff): Die Schliffqualität (nicht die Schliff-Form wie z.B. der Brillantschliff) ist auschlaggebend für die Brillanz und das Feuer eines Diamanten und machen aus ihm erst einen funkelnden und wertvollen, schönen Edelstein.
Diamantenpreisliste der IDEX Diamantenbörse
Eine sehr gute Möglichkeit, sich über den aktuellen Marktpreis von Diamanten zu informieren, bieten wir Ihnen exklusiv hier mit der Diamantenpreisliste der IDEX (International Diamond Exchange) an.Sie soll Ihnen als erste grobe Orientierung für den angemessenen Preis von Diamanten dienen.
Als eine international sehr bedeutende Diamantenbörse, führt die IDEX Angebot und Nachfrage der Diamantenhändler zusammen und sammelt jeden Monat die aktuellen Diamantenverkaufspreise.
Da der genaue Preis eines Diamanten jedoch von vielen einzelnen Faktoren abhängt und diese den Rahmen einer Preisliste schnell unübersichtlich gestalten würde, kann sie nur als Orientierung dienen.
Beispiel zur Berechnung eines Einkaräter
Die IDEX (International Diamond Exchange) stellt die Preise für Diamanten im Brillantschliff in Ihrer Diamantenpreisliste in US-Dollar pro Karat und unterteilt den Diamantpreis bei gleicher Qualität (Farbe und Reinheit), in verschiedene Gewichtsklassen z.B. 1,00 ct. bis 1,24 ct. dann 1,25 ct. bis 1,49 ct. usw.
Als Beispiel soll nun ein 1 Karat Diamant Preis ermittelt werden. Dieser Einkaräter-Diamant liegt in der Range 1,00ct. bis 1,24ct. (siehe rechte Diamantenpreisliste oben).
Einkarat Diamanten dieser Größe/dieses Gewichts kosten in der höchsten Qualität der Farbe D und der Reinheit IF 27.130 USD pro Karat (siehe rote Markierung).
Dieser Diamant 1 Karat Preis ist bei einem Einkaräter mit bspw. 1,03 Karat dann mit dem Faktor 1,03 zu multiplizieren.
Unser Beispiel 1 Karat Diamant Preis liegt somit für einen Einkaräter mit 1,03 Karat bei 27.943,90 USD oder anders formuliert, hat der 1 Karat Diamant einen Wert von 27.943,90 USD.
In Euro umgerechnet: Sollte der aktuelle Dollar-/Eurokurs bspw. bei 1,20 liegen, teilen Sie 27.943,90 USD durch 1,20 und erhalten mit 23.286,58 Euro den 1 Karat Diamant Wert für unseren Beispieldiamanten.
Nicht berücksichtigt sind hier die Mwst.
Einflussfaktoren auf den Diamantenpreis
Der Diamantenpreis unterliegt keiner zentralen Preisfestsetzung, er ist somit ein echter „Marktpreis“, welcher sich aus Angebot und Nachfrage ergibt. Langfristig ist der Diamantenpreis immer gestiegen.
Das liegt daran, dass die weltweite Diamantenproduktion, die Nachfrage nach Diamanten, welche zu Schmuck- und Anlagezwecken geeignet sind, meist nicht decken kann.
Bis auf wenige kurzfristige Ausnahmen, ist die Nachfrage immer größer gewesen, als die Produktion von hochwertigen Diamanten. Dadurch ist auch der Diamanten-Preis langfristig immer gestiegen und wird es aller Voraussicht nach auch weiter.
Wichtiger Hinweis: Diese Aussage gilt selbstverständlich nur für natürliche Diamanten.
Der Diamantenpreis für einen Einkaräter-Diamant in der besten Qualität lag 1960 bei ca. 2.700 $ und kostete 2010 bereits ca. 25.000 $!
Die Diamantenvorräte bzw. Diamantenvorkommen sind endlich (begrenzt). Ähnlich anderen Rohstoffen, wie z.B. Rohöl, Gold, seltene Erden, sind auch Diamanten nicht unendlich zu fördern, da ihre Vorkommen immer geringer werden.
Der Aufwand, der von den Minengesellschaften betrieben werden muss, um ein Karat hochwertiger Diamanten zu fördern, wird stetig größer und liegt oftmals schon jetzt an der Schwelle der Wirtschaftlichkeit.
Einige ehemals ergiebige Diamantenminen sind erschöpft und geschlossen bzw. werden nicht weiter abgebaut. Eine der weltweit größten und bekanntesten Diamantenminen, die ARGYL-Mine aus Australien, wurde Ende 2020 geschlossen!
Das heißt, dass das Angebot in der Zukunft weiter abnehmen wird. Gleichzeitig wird die weltweite Nachfrage nach Diamanten ständig zunehmen, da immer mehr ehemalige Schwellenländer heute zu den Industrieländer zählen und die Nachfrage nach Diamanten von dort immer weiter angetrieben wird.
Als weiterer ganz wichtiger Faktor für den Diamantenpreis, gilt die Diamantenqualität. Desto besser die Qualität eines Diamanten ist, desto seltener ist er.
Tabelle: Einfluss von Farbe und Reinheit auf den Diamantenpreis
| Farbe/Reinheit | D/IF | E/VVS1 | G/VS2 | I/SI1 |
|---|---|---|---|---|
| Preisindex | 100% | 85% | 30% | 15% |
Lesebeispiel: Ein Diamant in Farbe G und Reinheit VS2 sollte somit einen Preis von nur noch 30% haben (minus 70%). Bei einem angenommenen Preis für einen Einkaräter Brillant in Farbe D und Reinheit IF von 22.000,00 Euro ergibt sich somit ein rein rechnerischer Preis von 6.600,00 Euro für unseren Beispieldiamanten in Farbe G und Reinheit VS2.
Zertifikate und ihre Bedeutung
Als weiterer wichtiger Punkt der preisbildenden Kriterien ist das Zertifikat bzw. die Expertise des Diamanten zu nennen.
Ein Zertifikat ist quasi der Pass des Diamanten. In ihm sind neben den genauen Maßen des Diamanten alle identitätsgebenden Merkmale enthalten, mit denen der Diamant zweifelsfrei identifiziert werden kann.
Der Wert eines Zertifikates ist dabei nur so gut, wie der Ruf des ausstellenden Institutes. Da Diamanten weltweit gehandelt werden und ihre Preise ebenso weltweit entstehen, sind auch nur Zertifikate von Diamantinstituten zu empfehlen, welche weltweite Anerkennung geniessen.
Diese sind das „GIA - Gemological Institute of America“, das „IGI - International Gemological Institute“ und der „HRD - Hoge Raad Voor Diamant“.
Diese drei Institute sind weltweit anerkannt und ihre Zertifikate geniessen eine sehr hohe Wertschätzung in der Branche. Daher handeln wir auch ausschließlich mit Diamanten, die mit einem Zertifikat dieser Institute ausgestattet sind.
Auch wenn die Mehrheit der anderen, hier nicht genannten Diamantinstitute und -Labors, eine ebenfalls ordentliche und objektive Bewertung durchführen, sind diese Zertifikate dieser Institute schon aus dem Grund nicht zu empfehlen, da sie keine weltweite Bedeutung und Anerkennung haben und ein Verkauf solcher zertifizierter Diamanten immer mit einem mehr oder weniger hohen Abschlag verbunden ist.
Generell ist bei höherpreisigen Diamanten von sog. Juwelierzertifikaten oder Schmuckpässen abzuraten, bei welchen der Juwelier selbst das Diamant-Zertifikat ausstellt. Hier soll in keinster Weise die vorhandene Fachkenntnis oder Seriösität der Juwelierbranche in Misskredit gebracht werden. Nur sind diese „Haus- oder Schmuck-Expertisen“, international gesehen, meist wertlos.
Halbkaräter als Sachwerte
Wer sich für einen Diamanten als Sachwert entscheidet, erwirbt diesen in der Regel auch physisch. Die hohe Wertkonzentration eines Diamanten („Wertspeicher“) hat Diamanten zum mobilsten aller Sachwerte gemacht.
Der Wert von 10 Halbkarätern mit einem Gewicht von insgesamt ca. 1,0 Gramm ist gleichzusetzen mit dem Wert von 1000 Gramm (1 kg.) Gold.
In den vergangenen 25 Jahren hat sich der Preis für Diamanten durchweg positiv entwickelt. Auf Grund der hohen Nachfrage aus asiatischen Ländern wird davon ausgegangen, dass die Preise für Diamanten bei gleichzeitiger Stagnierung der Fördermengen langfristig steigen.
Der Brillantschliff ist mit 96 % bei allen geschliffenen Diamanten weltweit am weitesten verbreitet. Daher gilt: Der klassische Brillantschliff mit 56 Facetten ist als Sachwert am besten geeignet.
Anonymer Erwerb von Diamanten
Wie alle Edelmetalle und Rohstoffe werden Diamanten auf den internationalen Diamantbörsen in US-Dollar gehandelt. Bei dem Kauf von Diamanten als Sachwert ist also unbedingt die Währungsparität Euro/US-Dollar zu beachten.
