Viele Menschen, die aktiv Sport treiben, kennen das Problem: Brillen und Kontaktlinsen können beim Sport hinderlich sein. Vor allem im Kampfsport, wo es auf schnelle Reaktionen und uneingeschränkte Sicht ankommt, kann eine Fehlsichtigkeit zum echten Problem werden. Hier erfahren Sie, ob Augenlasern eine geeignete Lösung für Kampfsportler ist.
Wie funktioniert eine Augenlaserkorrektur?
Grundsätzlich wird bei der Augenlaserkorrektur eine Fehlsichtigkeit wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung mit einem Präzisions-Laser computergesteuert vom Arzt korrigiert. Die Hornhaut wird dabei so modelliert, dass die Fehlsichtigkeit korrigiert wird und man alles ohne Brille oder Kontaktlinse wieder scharf sehen kann. Eine Augenlaserkorrektur wird ambulant durchgeführt und ist durch lokal betäubende Augentropfen schmerzfrei; sie dauert je nach Verfahren nur wenige Sekunden bis Minuten.
Bei EuroEyes wird für die Korrektur der Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung das modernste Verfahren der Augenlaserkorrektur die SMILE Pro Methode in Summe bis minus 10 Dioptrien eingesetzt. Bei Weitsichtigkeit bis maximal plus 3 Dioptrien mit und ohne Hornhautverkrümmung wird die Femto-LASIK eingesetzt.
Die Augenlaserbehandlung ist nur in einem bestimmten Indikationsspektrum sinnvoll das durch Hornhaudicke, Pupillengröße und Abtragshöhe und Restdicke der Hornhaut begrenzt ist. Ob das bei Ihnen möglich ist, erfahren Sie im unverbindlichen Augencheck. Das für Sie geeignete Verfahren legt der Arzt gemeinsam mit Ihnen im eingehenden Beratungsgespräch bei der Voruntersuchung fest.
Augenlaserbehandlung bei Kurzsichtigkeit
Bei der SMILE Pro Methode wird mit dem Femtosekundenlaser in der Hornhaut unter der Nervenfaserschicht eine hauchdünne Korrekturlinse generiert die bei reiner Kurzsichtigkeit sphärisch (linsenförmig) und mit Hornhautverkrümmung elysisch (eiförmig) ist. Diese Korrekturlinse wird durch eine kleine nur 2-4 mm kleine Inzision (Öffnung) entfernt, wodurch sich die Hornhaut abflacht und in allen Richtungen die gleiche Krümmung hat. Dadurch wird die Fehlsichtigkeit bleibend korrigiert und alle Bilder werden wieder scharf auf der Netzhaut abgebildet.
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Augenlaserbehandlung bei Weitsichtigkeit
Bei der Femto-LASIK Methode wird mit dem Femtosekundenlaser ein ca. 100-120 Mikrometer kleiner Deckel an der Oberfläche der Hornhaut generiert und wie ein Buchdeckel aufgeklappt. Danach wird mit dem Excimer-Laser computergesteuert ringförmig abgetragen und die Hornhaut zentral aufgesteilt; bei vorliegender Hornhautverkrümmung wird diese durch spezielle Abtragsformen gleich mit korrigiert. Die Hornhaut erhält dadurch eine stärkere Brechkraft und hat in allen Richtungen wieder die gleiche Krümmung. Dadurch wird die Fehlsichtigkeit bleibend korrigiert und alle Bilder werden wieder scharf auf der Netzhaut abgebildet.
Bei höherer Fehlsichtigkeit oder für das Augenlasern zu dünner Hornhaut, kommen spezielle Linsentechniken wie die ICL-Methode zum Einsatz, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren.
Welche Augenlaserverfahren gibt es?
- SMILE Pro: Minimalinvasives Verfahren, bei dem ein Lentikel durch einen kleinen Schnitt entnommen wird.
- Femto-LASIK: Hier wird ein Flap (Deckel) in der Hornhaut erzeugt, um die Korrektur vorzunehmen.
- PRK/LASEK: Die oberste Hornhautschicht wird abgetragen, bevor der Laser die Korrektur vornimmt.
Augenlasern und Sport: Was ist zu beachten?
Eine Brille oder Kontaktlinsen beim Sport können lästig und störend sein.
Im Sport entscheiden oft Sekundenbruchteile über Erfolg und Misserfolg. Klares Sehen ist daher essenziell für Reaktionsfähigkeit, Koordination und Sicherheit. Wer unscharf sieht, reagiert zu spät, bewegt sich unsicher und riskiert Verletzungen - gerade im Kontaktsport. Brillen sind dabei häufig störend: Sie beschlagen, verrutschen oder können sogar Unfälle verursachen. Viele Sportler greifen deshalb zu Kontaktlinsen.
Die Wahl des Augenlaserverfahrens hängt von der jeweiligen Sportart und den individuellen Anforderungen ab. Verfahren ohne Hornhaut-Flap wie PRK oder ReLEx SMILE PRO bieten langfristig eine besonders hohe Stabilität.
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Vorteile von SMILE Pro für Sportler
Im Gegensatz zu LASIK oder Femto-LASIK kommt SMILE® pro mit einem winzigen Schnitt in die oberste Hornhautschicht aus. Deshalb spricht man bei SMILE auch von Schlüssellochtechnologie. Das Auge bleibt stabil und die meisten Hornhautnerven bleiben unangetastet. Auch, wenn Sie unter trockenen Augen leiden und Ihre Kontaktlinsen nicht mehr vertragen, bietet das SMILE pro Augenlasern eine schmerzfreie Chance auf scharfes Sehen ohne Brille.
Zahlreiche Studien belegen, dass sanftes Augenlasern mit ReLEx® SMILE - jetzt SMILE pro - der LASIK und Femto-LASIK in Bezug auf Sicherheit und Stabilität des Auges überlegen ist und weniger Nebenwirkungen hat. Es ist sogar für Menschen mit höheren Fehlsichtigkeiten, dünnerer Hornhaut oder trockenen Augen geeignet.
Kein Flap bedeutet keine flapbedingten Risiken, wie z. B. Abreißen oder Verrutschen des Flaps. Die obere Hornhautschicht (Cap) bleibt unversehrt. Sie ist in den meisten Fällen nach dem Entfernen des Lentikels 150 µm dick und erhält die Stabilität der Hornhaut.
Zum ersten Mal gibt es eine Laseroperation, die während und nach der OP schmerzfrei ist und keine flapbedingten Risiken aufweist. Die im Vergleich zu anderen Verfahren größere optische Zone führt zu einer besseren Sehqualität nach einer SMILE-Laseroperation. Auch das Risiko von Blendeffekten, z.B. bei nächtlichen Autofahrten, ist dadurch geringer. Der Komfort und die hohe Sicherheit nach der Operation sprechen für SMILE pro.
Was ist nach der Laserbehandlung zu beachten?
Es gibt ein paar Dinge, die man nach dem Augenlasern nicht machen darf, wenn der Eingriff selbst auch als extrem sicher gilt.
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- Eines der wichtigsten Dinge, die Sie vermeiden sollten, ist, Ihre Augen zu reiben. Dies kann die Hornhautklappe (im Falle von LASIK) verschieben oder das Auge reizen und die Heilung verzögern.
- Vermeiden Sie mindestens 1-2 Wochen nach der Operation Schwimmbäder, Whirlpools und natürliche Gewässer.
- Vermeiden Sie es, mindestens eine Woche nach dem Eingriff Augen-Make-up aufzutragen.
- Körperliche Aktivitäten, die das Risiko eines Augenkontakts bergen, sollten mindestens einen Monat lang vermieden werden.
- Ihre Augen werden nach der Operation lichtempfindlicher sein, was Sonnenbrillen beim Aufenthalt im Freien zu einem Muss macht.
- Umgebungen mit Staub, Rauch oder chemischen Dämpfen (z.B. Baustellen) können Ihre heilenden Augen reizen und schädigen.
- Obwohl es im Allgemeinen sicher ist, nach der Operation digitale Geräte zu verwenden, kann das Starren auf Bildschirme über längere Zeiträume Augenbelastung und Trockenheit verursachen.
- Verwenden Sie nur die vom Chirurgen verschriebenen medizinischen Augentropfen.
Alternativen zum Augenlasern
Wenn eine Laserbehandlung nicht in Frage kommt, zum Beispiel bei sehr hohen Dioptrienwerten oder zu dünner Hornhaut, gibt es Alternativen wie die Implantation von Intraokularlinsen (IOL). Diese Linsen werden zusätzlich zur natürlichen Linse oder als Ersatz für diese eingesetzt, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren.
Intraokularlinsen (IOL)
Intraokularlinsen (IOL) sind kleine Kunststofflinsen aus hoch bioverträglichen Materialien, die bei jungen Patienten bis ca. 45 Jahren bei Erhalt der Akkommodationsfähigkeit (Naheinstellungsfähigkeit) der Augen-Linse zusätzlich zur körpereigenen Linse als Phake Linse oder wenn bei Patienten ab ca. 45 Jahren die Akkommodationsfähigkeit des Auges nachlässt als Ersatz für die körpereigenen Linse (Refraktiver Linsenaustausch RLE) eingesetzt werden.
Mit Intraokularlinsen kann nahezu jede Fehlsichtigkeit korrigiert werden. Bei Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit werden diese mit sphärischen IOL korrigiert, bei Vorliegen einer Hornhauverkrümmung kommen torische IOL und wenn die Alterssichtigkeit korrigiert wird kommen sogenannte Multifokale IOL (Trifokallinse) zum Einsatz.
Voraussetzungen für eine Augenlaserbehandlung
Es gibt bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um für eine Augenlaserbehandlung in Frage zu kommen:
- Das Auge darf sich nicht mehr im Wachstum befinden (mindestens 18 Jahre alt).
- Stabile Sehstärke seit mindestens einem Jahr.
- Gute körperliche Gesundheit.
- Keine chronischen oder entzündlichen Erkrankungen.
- Ausreichende Hornhautdicke und -festigkeit.
- Fehlsichtigkeit innerhalb bestimmter Grenzen (Kurzsichtigkeit bis -10 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +3 Dioptrien, Hornhautverkrümmung bis 5 Dioptrien).
Erfahrungen von Sportlern mit Augenlasern
Lukas Kruse, Torwart bei Holstein Kiel, ließ sich von Dr. Breyer lasern. Durch jahrelanges Kontaktlinsentragen hatte er zunehmend Probleme mit seinen Linsen, auf die er aber in seinem Beruf als Fußballer angewiesen war. Bis heute bin ich mehr als zufrieden mit dem Ergebnis der Augenlaser-OP und würde mich immer wieder für das SMILE- Augenlasern entscheiden.
Nicolas Gabriel, Deutscher Meister und Leistungssportler in der deutschen Kickbox-Nationalmannschaft. Klar, dass Brille und Kontaktlinsen massiv gestört haben. Ich habe mich für ein Leben ohne Brille mit der Augenlasermethode Trans-PRK bei ARTEMIS entschieden.
Fazit
Augenlasern kann für Kampfsportler eine hervorragende Möglichkeit sein, ihre Sehschwäche dauerhaft zu korrigieren und beim Sport uneingeschränkt agieren zu können. Die Wahl des geeigneten Verfahrens sollte jedoch individuell und in Absprache mit einem erfahrenen Augenchirurgen erfolgen. Moderne Verfahren wie SMILE Pro bieten dabei eine hohe Sicherheit und Stabilität, was gerade im Kontaktsport von Vorteil ist.
