Viele Wrestling-Fans träumen davon, selbst im Ring zu stehen und die Faszination dieses Sports hautnah zu erleben. Doch oft scheitert es an den finanziellen Mitteln für ein professionelles Training oder dem Mangel an Wrestling-Schulen in der Nähe. Eine Alternative ist der Bau eines eigenen Wrestling-Rings. Hier finden Sie eine Anleitung, die Ihnen dabei hilft.
Die Grundlagen
Bevor Sie mit dem Bau beginnen, sollten Sie sich über die grundlegenden Eigenschaften eines Wrestling-Rings informieren. Wer übrigens glaubt, dass der Wrestling-Ring weich ist, der irrt sich gewaltig! Der erste Aufprall fühlt sich an, als ob mein einfach nur auf den Boden knallt. Von irgendeiner angeblichen Federung spürt man nichts!
Materialien für den Bau
Um einen stabilen und sicheren Ring zu bauen, benötigen Sie folgende Materialien:
- 4 Bretter für die Seiten (etwas dicker)
- 1 großes, dickes Brett für den Ringboden
- 1 großes, dickes Brett für die Unterseite des Ringes
- 4 viereckige Hölzer für die Ringpfosten (bei runden wird es schwerer, die Seile korrekt zu befestigen)
- 2 gleichgroße Stücke PVC-Belag. Ein Stück kann einfach nur weiß sein und dient dazu, den Ringboden zu polstern
Bauanleitung
Leider gibt es keine detaillierte, DIN-genormte Bauanleitung für Wrestling-Ringe. Bei Schäden haftet niemand, da es sich um einen Eigenbau handelt. Trotzdem gibt es einige Tipps und Tricks, die Ihnen beim Bau helfen können:
- Unterkonstruktion: Eine Möglichkeit, für Federung zu sorgen, ist das Anbringen einer Schicht alter Autoreifen unter dem Fußboden des Rings. Eine gestreute Lichtquelle bietet eine gleichmäßige Beleuchtung ohne harte Schatten.
- Ringmatte: Wählen Sie eine geeignete Ringmatte, die Stöße absorbiert und Verletzungen vorbeugt.
- Sicherheit: Achten Sie beim Bau auf Stabilität und Sicherheit. Alle Verbindungen sollten fest und zuverlässig sein.
Professionelle Einblicke
Canon Fotograf James Musselwhite hat die Welt des Wrestlings mit seinen Kameras eingefangen. Er betont die Wichtigkeit robuster Ausrüstung: „Sie ist so robust“, sagt er über seine Canon EOS 5D Mark IV. „Wenn man auf engem Raum arbeitet, kommt es schon mal zu Stößen. Manchmal ist man zu nahe am Ringboden, und das Ding gerät ins Schwingen. Da ist ordentlich Dampf dahinter. Aber diese Kamera hat mich ehrlich noch nie enttäuscht.“ Ebenso wenig wie seine Objektive der L-Serie. „Sie bieten eine zuverlässige Fokussierung, Geschwindigkeit und Schärfe, sodass ich mir darüber schon 'mal keine Sorgen machen muss.“
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Für Fotos am Ring wählt er normalerweise das Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM. „Das Ziel ist, so weit wie möglich aufzunehmen“, erklärt er. „Wenn ich also auf diesem Boden aus Leinwand sitze und alles vor mir auf und ab schwankt, brauche ich eine möglichst weiten Bereich, um eine maximale Schärfentiefe zu erreichen.
Kosten
Die Kosten für den Bau eines eigenen Wrestling-Rings können variieren. Eine grobe Schätzung liegt bei mindestens 4000$ zuzüglich Lieferkosten.
Zusätzliche Tipps
- Suchen Sie auf Plattformen wie YouTube nach Videos von Eigenbauten, um sich inspirieren zu lassen.
- Fragen Sie in Foren und Communities nach Erfahrungen und Ratschlägen anderer Ringbauer.
Die Erfahrung im Ring
Ein Selbstversuch im Wrestling-Ring kann eine wertvolle Erfahrung sein. Einsteiger-Seminare, wie das von Alex Wright, vermitteln die Grundlagen des Wrestlings und geben Einblicke in die körperlichen Anforderungen dieses Sports. Man bekommt einen komplett anderen Blick auf diesen Sport und weiß mehr zu schätzen, was diese halbnackten Männer im Ring für eine Leistung zeigen und welche Schmerzen sie ertragen.
Erfahrungsbericht aus einem Einsteiger-Seminar:
Der erste Tag beinhaltete Aufwärmübungen, Fallschule und das Üben elementarer Moves wie Holds, Dropkick, Clothesline, Chop, Elbow Drop, Bodyslam und Stunner. Besonders beim Dropkick hatten viele Probleme. Zu meiner eigenen Überraschung meisterte ich ihn selbst relativ problemlos. Ganz anders verhielt es sich beim „Headlock Takedown“, bei dem ich mich sehr ungeschickt anstellte.
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Am zweiten Tag wurden weitere Moves gelernt und Matches simuliert. Am Ende hatten wir die wichtigsten Wrestling-Moves gelernt und verinnerlicht. DDT, Schoolboy (aka. Klassischer Roll-Up), Figure Four Leglock und Sidewalk Slam waren nur einige Aktionen, die ich am Ende des Tages in meinem Moveset hatte.
Fazit: Ein solches Training ist empfehlenswert, um einen Einblick in die Welt des Wrestlings zu bekommen und festzustellen, ob man sich eine Karriere als Wrestler vorstellen kann.
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