Daniel Jungs Karriere im Kickboxen

Im Kickboxen feierte Daniel Jung schon große Erfolge.

Das heutige Kickboxen wurde in den frühen 70er Jahren als ein stilübergreifendes Kampfsystem mit einheitlichen Regelwerk entwickelt, was es ermöglichte, die verschiedenen Kampfkünste und Kampfsportarten wie z.B. Taekwon-Do, Kung-Fu, Karate, aber auch das klassische Boxen oder das französische Savate miteinander zu vereinen.

Der Boxclub Chemnitz, auch bekannt unter „Die Wölfe“, entstand 1994 zur Förderung des olympischen Boxens. Genauso lang existiert als fester Bestandteil des Vereins die Abteilung Kickboxen. Geleitet wird diese durch Abteilungsleiter Eduard Belov (Trainer der Neueinsteiger & Kindergruppe) und Ralf Koester (Trainer der Fortgeschrittenen & Wettkämpfer).

Beide sind lizensierte Trainer und als ehemalige Aktive seit über zwanzig Jahren in Sachen Kickboxen unterwegs.

Seit Beginn dieses Jahres gibt es eine Kindergruppe, in der Kids ab sechs Jahren spielerisch Grundtechniken und Bewegungsformen, aber auch Fairness, Teamgeist und Selbstbewusstsein vermittelt bekommen.

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Neben den Anfängern trainieren Wettkampfsportler verschiedener Leistungsniveaus in der Boxhalle im Sportforum. Dabei stehen neben Technik-, Bewegungs- und Konditionstraining, auch Kampfgestaltung, Taktik und mentale Aspekte auf dem Plan.

Seit vielen Jahren sind die Chemnitzer Kickboxer bundesweit und international erfolgreich vertreten. So konnten in den letzten Jahren Chris Nowak, Jürgen Jung, Benny Gränitz, Lukas Landgraf und Daniel Jung mehrere Deutsche Meistertitel erringen.

Zu erwähnen ist im Besonderen die Teilnahme von Benny Gränitz an der WM 2013 und die Bronzemedaille von Daniel Jung zur EM 2016.

Selbiger ist auch der erste Chemnitzer Kickboxer, der den Schritt ins Profilager wagte.

In bislang fünf Profikämpfen blieb Daniel Jung ungeschlagen und gewann im letzten Jahr den Pro-Titel des Deutschen Meisters.

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Ein weiteres junges Vereinstalent ist Lukas Landgraf.

Nach einigen Erfolgen bei den Junioren konnte er 2017 bei den Elite-Herren die deutsche Amateurmeisterschaft gewinnen.

Wenn der 19-jährige Fachstudent seine bisherigen Leistungen bestätigt und sich damit für die Nationalmannschaft empfiehlt, ist das große Ziel die Europameisterschaft im Herbst in Bratislava.

Am vergangen Wochenende war wieder eine kleine, aber schlagkräftige Truppe der „Wölfe-Kickboxer“ in’s bayerische Ebern zur Internationalen Deutschen Meisterschaft im Kickboxen gereist.

Nach dem Wiegen am Freitag musste Chris am Samstag, 21.03., zuerst in den Ring.

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Da seine Parade-Disziplin (Lowkick - dabei darf mit den Schienbein auf den Oberschenkel getreten werden) leider nicht besetzt war, startete Chris im klassischen Vollkontakt und bekam es auch gleich mit dem amtierenden Deutschen Meister, Arthur Düring, zu tun.

Nach drei starken Runden, in denen sich beide nichts schenkten, musste Chris sich allerdings nach Punkten geschlagen geben.

Kurz darauf bekam es Daniel im Vorkampf mit einem Kämpfer aus dem turkmenischen Lowkick-Team zu tun.

Im Finale wartete dann wieder ein Kämpfer vom unheimlich starken Team aus Turkmenistan.

Dieser hatte seinen Vorkampf nach 30 Sekunden in der ersten Runde durch K.O. gewonnen und wir waren entsprechend vorbereitet.

Nach ausgeglichener ersten Runde, verkürzte ‚Jackson‘ im zweiten Durchgang und konnte sich mit Körper-Kopf-Kombinationen, abgeschlossen mit schnellen Lowkicks, einen 2:1-Vorteil erarbeiten.

In Runde 3 setzte der Turkmene dann alles daran, den Kampf zu drehen.

Nun will er bei SPORT1 The Next Rocky auch im Boxen etwas Großes erreichen, um seinen kleinen Sohn stolz zu machen.