Tragische Ereignisse im Wrestling: Ursachen und Folgen

Die Welt des Wrestlings ist oft von Tragödien überschattet. Unfälle im Ring, gesundheitliche Probleme und andere unglückliche Ereignisse haben das Leben vieler Wrestler vorzeitig beendet. Dieser Artikel beleuchtet einige dieser tragischen Ereignisse und untersucht die möglichen Ursachen.

Ringzusammenbrüche und Verletzungen

Wrestling ist mehr als nur eine Show; es ist ein Sport, der körperliche Höchstleistungen erfordert. Wrestler riskieren viel, um das Publikum zu unterhalten, und manchmal kommt es dabei zu schweren Unfällen.

Ein dramatischer Zwischenfall ereignete sich während einer Show in Tijuana (Mexiko), bei dem der 35-jährige Wrestler Perro Aguayo Jr. während eines Matches verstarb. Die Todesursache war zunächst ungeklärt, aber es kursierten Spekulationen über ein Halswirbelsäulentrauma. Nach einem missglückten Hurrincanrana fiel Aguayo Jr. aus dem Ring, kehrte aber zurück und wurde mit einem Dropkick von Mysterio zum "619" positioniert. Dabei muss es zu einem schweren Unglück gekommen sein, denn Aguayo Jr. wirkte bewusstlos, nachdem er seitlich auf die Ringseile gefallen war. Trotzdem wurde das Match fortgeführt, was zu Kritik führte, da der Referee das Match hätte beenden müssen.

Medizinischem Personal zufolge sei die Todesursache wohl ein „Halswirbelsäulentrauma“. Mexikanische Medien berichteten, dass ein unglücklicher Zusammenprall mit dem Ringseil die tödliche Verletzung verursachte.

Todesfälle von Wrestlern

Die Liste der Wrestler, die frühzeitig verstarben, ist lang und prominent. Viele von ihnen erlagen einem Herzinfarkt oder anderen gesundheitlichen Problemen.

Lesen Sie auch: Schwingen-Regeln erklärt

Der ehemalige WWE-Star Matthew Anoaʻi, bekannt als Rosey und Bruder von Roman Reigns, starb im Alter von 47 Jahren an Herzproblemen. Auch Eddie Guerrero, der vor 20 Jahren den Wrestling-Gipfel erklomm, starb mit nur 38 Jahren an einer nicht diagnostizierten Herzkrankheit, die durch jahrelangen Raubbau am eigenen Körper verschlimmert worden war.

Vor seinem Tod hatte Guerrero eine Autobiographie über seinen Kampf gegen die Sucht fertiggestellt: "Cheating Death, stealing Life". Obwohl er seine Alkohol- und Schmerzmittelabhängigkeit hinter sich gelassen hatte, belastete das intensive Wrestler-Leben seine Gesundheit jedoch auch nach seiner Rückkehr.

Die WWE zog Konsequenzen aus Guerreros Todesumständen und führte die "Wellness Policy" ein, die Anti-Dopingtests und einen Ausbau der medizinischen Diagnostik und Versorgung der Kämpfer beinhaltete.

Drogenmissbrauch und seine Folgen

Drogenmissbrauch ist ein weit verbreitetes Problem im Wrestling-Geschäft. Der Druck, den der Sport mit sich bringt, und die körperlichen Schmerzen führen dazu, dass viele Wrestler zu Drogen greifen.

Jeff Hardy hat offen über seine Drogenprobleme gesprochen. Er wurde wegen Drogenmissbrauchs entlassen, verpasste Events und wurde mehrmals verhaftet. Trotz professioneller Hilfe folgte immer wieder der Rückfall.

Lesen Sie auch: Ratgeber: 585 Gold Ring

Im Jahr 2009 wurde Hardy in seinem Haus in North Carolina verhaftet, wo die Polizisten große Mengen an Kokain und Opium, Schmerzmittel und anabole Steroide beschlagnahmten. Er wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, konnte aber durch eine Kaution freikommen.

Hardy kämpfte jahrelang gegen seine Sucht und erlebte immer wieder Rückschläge. Er verlor seinen Job bei TNA und wurde mehrmals suspendiert. Trotzdem gab er nie auf und versuchte immer wieder, sein Leben in den Griff zu bekommen.

Der tragische Tod von Bray Wyatt

Die Wrestling-Welt trauerte auch um den Tod von Windham Rotunda, besser bekannt als Bray Wyatt. Er starb im Alter von nur 36 Jahren an Herzproblemen, die auf eine Covid-19-Erkrankung zurückzuführen waren.

Wyatt war ein talentierter Wrestler und ein kreativer Kopf. Er war bei seinen Kollegen und Fans sehr beliebt. Sein Tod war ein großer Verlust für die Wrestling-Welt.

Die Verantwortung der WWE

Viele Wrestler und Szenekenner geben den Verantwortlichen der WWE eine Mitschuld an den Todesfällen und Verletzungen ihrer Mitarbeiter. Der Druck, den die Wrestler ausgesetzt sind, und die mangelnde medizinische Versorgung tragen zu den Problemen bei.

Lesen Sie auch: Informationen zum Halbkaräter Verlobungsring

Der Ex-WWE-Wrestler Andrew "Test" Martin veröffentlichte eine anklagende Schrift, die deutlich machte, wie wenig überraschend ein solcher Todesfall kommt. Er kritisierte die WWE für den hohen Druck, den sie auf ihre Wrestler ausübt, und die mangelnde Unterstützung bei der Bewältigung von Schmerzen und Sucht.

Es ist wichtig, dass die WWE und andere Wrestling-Organisationen die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter ernst nehmen. Sie müssen den Druck reduzieren, für eine angemessene medizinische Versorgung sorgen und Wrestler bei der Bewältigung von Schmerzen und Sucht unterstützen.

Beispiele für tragische Ereignisse im Wrestling
Name Todesursache Alter
Perro Aguayo Jr. Halswirbelsäulentrauma 35
Matthew Anoaʻi (Rosey) Herzprobleme 47
Eddie Guerrero Herzkrankheit 38
Windham Rotunda (Bray Wyatt) Herzprobleme (nach Covid-19) 36