Judo Dosierpumpe Julia: Test und Erfahrungen

Die Judo Dosierpumpe Julia JJP 4 8309071 ist ein Dosierpumpensystem, das zum Schutz vor Korrosion und Kalkablagerungen in Trinkwasserinstallationen eingesetzt wird. Viele Hausbesitzer, die mit Rostwasser und Lochfraß in ihren Wasserleitungen zu kämpfen haben, ziehen den Einbau einer solchen Anlage in Betracht.

Lieferumfang der Judo Dosierpumpe Julia JJP 4

  • Selbstentlüftende Kolbendosierpumpe (PN 10) mit verschleißarmem Elektrosynchronmotor-Antrieb
  • Kontaktlose, elektronische Proportional-Steuerung durch Wassermesser mit Hallsensor
  • Funktions- und Störanzeige
  • Leermeldung durch Leuchtiode und Summer
  • Trockenlaufschutz
  • Eingebaute Impfstelle und Dosierschlauch
  • Steckernetzgerät 230 V/50 Hz

Bitte beachten Sie, dass bei Gas- und Elektrogeräten für den ordnungsgemäßen Betrieb eine erhöhte Netzspannung notwendig ist. Diese Geräte sind nicht mit einem zweipoligen Netzstecker ausgestattet. Die Installation nicht-steckerfertiger Geräte ist vom jeweiligen Netzbetreiber oder von einem eingetragenen Fachbetrieb vorzunehmen, der Ihnen auch bei der Einholung der ggf. notwendigen Genehmigungen behilflich ist.

Erfahrungen mit Dosierpumpensystemen

Einige Nutzer berichten von positiven Erfahrungen mit Dosieranlagen, insbesondere bei Problemen mit Lochfraß in Kupferleitungen. So schreibt ein Anwender, dass er seit 10 Jahren eine Bewados-Anlage betreibt und seitdem Ruhe vor leckenden Wasserleitungen hat. Das verwendete Mittel sei geschmacksneutral und nach allen Angaben unbedenklich.

Andere Nutzer haben seit vielen Jahren Enthärtungsanlagen und Dosiergeräte von BWT im Einsatz und hatten noch nie Probleme mit Rohrbruch oder undichten Leitungen. Die Unterhaltskosten werden als geringfügig eingeschätzt.

Es gibt auch Anmerkungen zur Gewährleistung bei Installationen mit Wasserbehandlung. Wird die Gewährleistung nicht von der Wasserbehandlungsfirma übernommen, bleibt der Endkunde auf den Kosten für eventuelle Korrosionsschäden und deren Folgen sitzen. Daher ist eine Prüfung und Abschätzung für jeden einzelnen Fall notwendig und anzuraten.

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Funktionsweise und Technik der Judo i-dos eco

Die Dosierpumpe „JUDO i-dos eco“ ermöglicht eine präzise, elektrisch gesteuerte Dosierung für eine Zugabe der Mineralstoffe passend zum Wasserverbrauch. Je nach Anwendungszweck kann die selbstentlüftende Kolbendosierpumpe für den Korrosionsschutz durch Schutzschichtaufbau oder für den Kalkschutz durch Härtestabilisierung verwendet werden. Die Minerallösung wird dem Wasser über die Impfstelle mit eingebautem Rückschlagventil elektronisch zugeführt.

Die integrierte Funktionskontrolle überwacht fortlaufend alle Betriebsabläufe, damit sich das Gerät bei einer Störung automatisch abschalten kann. Der robuste Synchronmotor ist tausendfach bewährt und hat einen Dauertest mit 100 Millionen Litern Wasser bestanden.

Die „JUDO i-dos eco“ reagiert präzise auf jede Wasserentnahme und überwacht mit dem integrierten „i-guard“-Sensor die Qualität des eingehenden Wassers. Dank der vollautomatischen Steuerung werden die Daten in die optimalen Anlageneinstellungen umgesetzt. So passt die Pumpe die Dosiermenge schon bei geringstem Wasserfluss automatisch an. Durch kurze Intervalle verteilt sich die Minerallösung besonders gleichmäßig im Wasser.

Mineralstoffe und Trinkwasserverordnung

Die zudosierten Mineralstoffe werden unter den Parametern Dosierlösungstyp, Dosiermenge, Durchfluss, Restmenge und Reichweite festgehalten. Gesammelte Daten werden intern gespeichert und können über einen USB-Port oder, bei bestehender Internetverbindung, über die „JU-Control“-App abgerufen werden. Über das Connectivity-Modul kann per LAN oder WLAN eine Verbindung zum Internet für die weltweite Steuerung per App oder Webbrowser hergestellt werden. Die flexible API-Schnittstelle dient zur zusätzlichen Integration in lokale Smart Home Systeme.

Wirkstoffe der „JUDO JUL“-Minerallösungen sind gesundheitlich unbedenklich und zum Teil für den menschlichen Stoffwechsel und Knochenbau notwendig. Phosphat zum Beispiel kommt in deutlich höherer Konzentration in Nahrungsmitteln wie Eigelb, Schwarzbrot oder Schokolade vor. Bei einer täglich empfohlenen Phosphataufnahme für den Menschen von 700 mg ist der Anteil von nur ca. 10 mg aus 2 Litern behandeltem Wasser verschwindend gering.

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Die Zugabe von Phosphaten in die Trinkwasserleitung ist laut Herstellerangaben unbedenklich und erfüllt die Anforderungen der Trinkwasserverordnung und des Lebensmittelgesetzes.

Korrosion und Trinkwasserqualität

Ein wesentlicher Faktor für die Trinkwasserqualität sind die noch in vielen Trinkwasserinstallationen verbauten Rohrleitungen aus verzinktem Stahl. Unter ungünstigen Bedingungen kommt es folglich zur Bildung von Rost. Nach der „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch“ (TrinkwV 2023) ist jede Hausbesitzerin und jeder Hausbesitzer verpflichtet, die Trinkwasserqualität zu schützen. Einer Korrosion entgegenwirken können Minerallösungen, die eine Dosierpumpe mit genau berechneter Menge ins Wasser abgibt.

Die neue TrinkwV 2023 nimmt explizit Bezug auf die Beschaffenheit der Rohrmaterialien und verschärft die Grenzwerte für etwaig darin enthaltene Schwermetalle. Die wichtigsten Anpassungen betreffen Blei (0,010 mg/l), Kupfer (2 mg/l), Chrom (0,025 mg/l) und Nickel (0,020 mg/l). Nach §17 der TrinkwV soll Blei als Werkstoff bis 12. Januar 2026 sogar gänzlich aus der Trinkwasserinstallation entfernt werden.

Dosieranlagen und Minerallösungen der JUDO Wasseraufbereitung GmbH erfüllen alle Anforderungen an die Trinkwasserhygiene nach TrinkwV - dies wird durch das unabhängige DVGW-Prüfzeichen bestätigt.

Fazit

Die Judo Dosierpumpe Julia kann eine sinnvolle Lösung sein, um Korrosion und Kalkablagerungen in Trinkwasserinstallationen zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig, die individuellen Gegebenheiten und die Wasserqualität zu berücksichtigen und sich von einem Fachbetrieb beraten zu lassen. Auch die Einhaltung der Trinkwasserverordnung und die Verwendung von gesundheitlich unbedenklichen Mineralstoffen sind entscheidend.

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